Bassin Maastricht – Der alte Hafen

Maastricht Bassin

Das Bassin Maastricht – Hafeninfos

Das Bassin Maastricht ist ein Binnenhafen und liegt am Rande der Altstadt Maastrichts. Die Fußgängerzone Maastrichts ist fußläufig in gut fünf Minuten errreichbar. Der Hafen ist vom 1. April bis zum 1. November geöffnet. Das Bassin Maastricht bietet mindestens 60 Gästeplätze. Die maximale Schiffslänge an den Fingerstegen-Anlegern beträgt 15 Meter. Gegenüber gibt es Liegeplätze für Schiffe bis 25 Meter Länge bei maximal 5 Meter Breite und höchstens 1,80 Meter Tiefgang. Die Fingerstege sind neuwertig und bis zu 12 Meter lang.

Der übliche Weg für Sportboote ist durch die Maasschleuse. In der Hochsaison wird diese von 9:00 bis 19:00 Uhr, in der Nebensaison von 9:00 bis 17:00 Uhr bedient.
Vorsaison: 1.4.-15.6. Hauptsaison: 16.6.-31.6. und Nachsaison: 1.7-31.10.

Eine telefonische Voranmeldung ist zu empfehlen. Am besten ruft man 30-60 Minuten vor der Ankunft an und vereinbart mit der Hafenmeisterin die Schleusungszeit.
Telefon: 0031 653 960 349. Die Hafenmeisterin und ihre Kollegen sind für zwei Schleusen zuständig und pendeln entsprechend. Vor der Schleuse an der Maas gibt es einen Wartesteg, der allerdings nur für eine Yacht reicht.

Das Serviceangebot des Hafens umfasst Strom (€ 0,50 je kwh), Duschen/ WC (gratis). Es gibt Frischwasser in Brückennähe und schöne Restaurants direkt links und rechts nebenan.

Der Hafen und dessen Anlagen wurden in den letzten Jahren ausgebaut. Das Wasch- und Sanitärgebäude wurde renoviert. Das Bassin nutzt die Betaalkaart, die man am Automaten erwirbt und dort auch auflädt. Mit Hilfe der Chipkarte bezahlt man seinen Liegeplatz an einem Bezahlautomaten, der neben dem Waschhaus aufgestellt ist. Der Automat stellt eine Quittung aus, die man sichtbar in das Boot legt. Diese öffnet zudem die Türen des Waschgebäudes. Ende der Saison 2017 musste man mehrere Sekunden warten, bis die Türen elektrisch geöffnet wurden. Also etwas Geduld haben.

Außerhalb der Hauptsaison ist das Liegen für die zweite Nacht gratis. Das normale Liegegeld pro Schiff kostet  € 1,60 je Meter Schiffslänge. Der Wochentarif in den Nebensaisons für Schiffe unter/über 10 Meter Länge beträgt € 55 bzw. € 80. Der Hafen soll über WiFi verfügen, was bei unserem letzten Aufenthalt Anfang Oktober mangels Datenübertragung nicht zutraf.

Hafenbecken Maastricht

Entstehung Bassin Maastricht

Der Bassin-Hafen wurde von 1824 bis 1826 erbaut. Der Hafen hat Verbindungen zu zwei Wasserstraßen. Nördlich befindet sich das südliche Ende der Willemsvaart, südlich fließt die Maas von Lüttich Richtung Roermond. Der Hafen mit seinen Wasserstraßen ermöglichte eine gute industrielle Entwicklung im Maastricher Gebiet. Der Bau der Zuid-Willemsvaart und des Bassins förderte maßgeblich die industrielle Entwicklung in Maastricht.Bassin Maastricht

Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die wirtschaftliche Bedeutung des Bassin immer mehr zu. Als in den 1960er Jahren eine neue Zufahrtstraße zur Stadt gebaut wurde, wurde eine Brücke quasi über der Hafeneinfahrt gebaut. Der Hafen wurde in den 90er Jahren komplett renoviert und wird derzeit ausschließlich für Sportboote genutzt. Die Industrie bekam einen neuen Hafen, nur einige Kilometer entfernt vom Bassin: Den Maastrichter Beatrixhaven.Bassin Maastricht

Die zwei Schleusen zum Bassin

Noch immer gibt es zwei Zugänge mit zwei Schleusen. Einmal die manuelle Schleuse (Sluis Nr. 19) von der Zuid-Willemsvaart, die mechanisch vom Schleusenwärter „gekurbelt“ bzw. von der Schleusenwärterin bedient wird. Und eine etwas modernere, bereits vollautomatische Schleuse (Sluis Nr. 20) hin zur Maas. Der für Sportboote übliche Weg ist der durch die Maasschleuse. Nach dem Schleusen muss eine Brücke durchfahren werden. Diese hat eine Durchfahrthöhe von 3,6 Metern und ist damit höher als die Brücke hinter dem Springbrunnen (siehe oberstes Foto). Diese recht niedrige Brücke müsste man passieren, nähme man die manuelle Schleuse von der Zuid-Willemsvaart. Durch die mechanische Schleuse fahren fast ausschließlich Rundfahrtboote. Manche haben hydraulisch absenkbare Steuerhäuser.

Umgebung

Um das Bassin-Becken sind heute noch einige Industriegebäude und ehemalige Lagerhäuser. Auffällig ist das Gebäude der Firma Royal Sphinx. Allerdings ist diese Firma bereits 2006 in den Beatrixhaven umgezogen.

Bassin in Maastricht
Das Sphinx Gebäude ist hinter dem Wohnhaus

Das alte Sphinx-Gebäude am Bassin ist in den letzten Jahren restauriert worden und wird heute teilweise als Kino genutzt. Auf der Südseite des Bassins befinden sich einige alte Lagerhäuser, die zu Wohnungen und Büroräumen umgestaltet wurden. Eine Reihe von Cafés und Restaurants befinden sich in den ehemaligen Hafenlagern, unten direkt neben den Stegen.


Bassin Day

Die Stadt Maastricht bietet einiges. Sehr beliebt ist der wöchentliche Fischmarkt, der jeweils am Freitag von 8:00 bis 16:00 Uhr stattfindet. Für Zerstreuung und eine leere Bordkasse können die Fußgängerzone mit den chicen Läden und die urige Altstadt mit den chilligen Gaststätten sorgen.

Maasabsenkung und -sperrung in Belgien

Maasabsenkung B

Wegen Maasabsenkung schließt Wallonie Teilstrecke der Maas

Ende September 2017 liegen wir in Namur/Belgien im malerischen Yachthafen Jambes. Ein wunderbares spätsommerliches Wetter mit viel blauem Himmel und sehr angenehmen Temperaturen verwöhnt uns seit zwei Wochen. Unsere ursprünglich geplante Tour weiter maasaufwärts können wir leider wegen der Maasabsenkung nicht durchführen.

Denn momentan endet bei Namur die Schifffahrt maasaufwärts. Die Maas ist laut der Schifffahrtsnachrichten momentan gesperrt, da vielerorts Arbeiten notwendig geworden sind.

Das Schifffahrtgebiet Maas in der Wallonie

Die Strecke zwischen Namur und Dinant gilt als einer der schönsten Abschnitte der Maas und das wollten wir uns nicht entgehen lassen. Statt mit dem Boot sind wir deshalb von Namur aus auf dem ”Ravel de Meuse”, einem Radweg entlang der Maas, ca. 28 Kilometer nach Dinant stromaufwärts geradelt.

Maasabsenkung

Bereits hinter der gesperrten Schleuse Namur verläuft die Maas wesentlich flacher als üblich. Hier ist bereits ca. 1,5 Meter oder mehr weniger Tiefgang vorhanden. Deutlich sieht man, dass die Anleger zu hoch zum Anlegen einer Yacht hinausragen.
Mit jeder Schleuse wird die Maas flacher und kleiner. Das neu gewonnene Terrain wird von Spaziergängern erobert und die Bedeutung des Worts “Maaswanderung” erhält einen ganz neuen Sinn… Jugendliche untersuchen das beinahe freigelegte Flussbett der Maas und entdecken wahre Schätze wie z.B. versenkte Fahrräder, die wieder aus der Maas hinaus gefischt werden.
Maasstrand

An einigen Stellen haben sich Strände gebildet, die schnell erobert werden. Es gibt neue Auslaufzonen für die vierbeinigen Familienmitglieder. Interessierte Anwohner und Besucher bestaunen die neue Landschaft.

Auch Schulen sind aufgefordert, die Gelegenheit für Exkursionen ins Flussbett zu nutzen. Der Ort Godinne, auf halbem Weg zwischen Namur und Dinant, feiert die Absenkung sogar am 7. Oktober mit Animation, Informationsständen und einem Konzert im mit Kerzen beleuchteten Flussbett.

Leider hat sich auch ein leicht “moddriger” Geruch wegen des freigelegten Flussbetts über die ganze Landschaft gelegt, der etwas unangenehm ist.
Die Maas fehlt, aber die Landschaft ist beiderseits der Ufer wunderschön. Wir können uns gut vorstellen, dass es ein Genuß ist die Strecke mit dem Boot zu fahren.
Je mehr wir uns Dinant nähern, desto untiefer wird die Maas. In der Schleuse vor Dinant ist kaum noch Wasser, so sehr hat man die Maas hier abgesenkt.
Es werden Schleusentore herausgenommen und viele Bereiche in den Schleusen repariert. Wehre werden ausgebaggert.

Die Stadt Dinant

Bagger sind in der Maas auf Inseln im Einsatz. Die Kaimauern in Dinant wirken etwas “ausgefranst” unterhalb der regulären Wasserlinie.

Dinant Bauarbeiten
Dinant

Einige Städte an der Maas wie Dinant nutzen die Arbeiten, um sich selbst herauszuputzen. So wurde in Dinant bereits damit begonnen, eine Maaspromenade neu zu bauen.

Dinant

Für Schiffe werden Anlegestellen gebaut. Laut Bauschild in Dinant dauern die Arbeiten bis 2020. Man kann sich bereits vorstellen, dass hier ein schönes Gebiet für Motoryachten entsteht. Wir werden es dann gerne wieder besuchen.

Unterfütterung Maaspromenade
Dinant: Reparaturbedarf

Laut Schifffahrtsnachrichten bleibt die Maasabsenkung und somit die Sperrung bis Mitte Oktober bestehen. Danach ist die Maas wieder befahrbar.

 

Auf nach Hellevoetsluis in Zuid-Holland

Hellevoetsluis Leuchtturm

Hellevoetsluis – Mindestens 3 Nächte ist Programm

Die Kleinstadt Hellevoetsluis in Zuid-Holland, etwas südlich von Rotterdam gelegen, bietet eine Menge. Einkaufsmöglichkeiten sind ebenso im Angebot wie zahlreiche gastronomische Betriebe. Hellevoetsluis hat ein sehr nettes altes Zentrum. Mehrere Häfen beziehungsweise Liegemöglichkeiten für Yachten verstreuen sich durch die ganze Stadt. Wir wählten den Hafen Cape Helius, der gleich neben der Stadt Hellevoetsluis fußläufig liegt. Mit dem Fahrrad geht es natürlich noch fixer. Größere Supermärkte wie Lidl oder Albert Hein sind so auch schnell erreichbar.

Marina Cape Helius

Immerhin ist es mittlerweile Hochsaison und es ist Ferienzeit. Eine telefonische Voranmeldung war nicht erforderlich. Der Hafenmeister sagte, er hätte noch ausreichend viele freie Plätze. So war es dann auch, wir suchten uns unter einem halben Dutzend freien Plätzen einen aus.

Waschhaus, -küche, generell der Hafen: Der ganze Hafen und seine Umgebung ist sehr chic, gepflegt und sauber. Der Hafen wird von Ferienhäusern des gleichen Betreibers flankiert. Hier hat man buntgetünchte Holzhäuser gebaut und vermietet sie vorwiegend an Gäste aus ganz Europa. Da Hellevoetsluis Seglergebiet ist, sind die Segelyachten auch deutlich in der Überzahl. Viele englische Segler laufen Cape Helius an. So ist Windstärke 4 Beaufort keine Seltenheit, oft auch mehr. Eben Seglergebiet.

Stadthafen Hellevoetsluis

Mittendrin in der Altstadt befindet sich dieser Hafen, direkt zwischen den Museumsschiffen und den farbenfrohen Häusern.

Hellevoetsluis
Passantenhafen mitten in Hellevoetsluis

Passanten finden auch mitten im Zentrum Liegeplätze, teilweise mit Anbindung zu einem modern ausgestatteten Sanitärgebäude. Hier muss keine Brücke passiert werden und man ist schnell dort und wieder zurück auf dem Haringsvliet. Übrigens, reist man über Hollands Diep und Haringvliet an, so sollte man einen unruhigen Seegang in Erwägung ziehen. Der Wind wühlt das Wasser derart stark auf, dass hier recht hohe Wellen entstehen können. Der Wind tranportiert das Wasser regelrecht in der Waagerechten und überzieht das Boot mit einer Gischt.

Während das Hollands Diep stark von Berufsschifffahrt frequentiert wird, sind die Freizeitskipper im Haringvliet unter sich. Dort gibt es allerdings auch zahlreiche untiefe Bereiche, die meistens mit einer Sportboot-Betonnung (rot-weiß bzw. grün-weiß) gekennzeichnet sind. Gerade in Bereichen, in denen Wasserwege in das Haringvliet einmünden oder sich Fahrrinnen verzweigen, kann es schon einmal unübersichtlich werden, so dass dort mit erhöhter Aufmerksamkeit gefahren werden sollte.

Ist man in Hellevoetsluis, bietet sich eine Tour ins etwa neun Kilometer entfernte Rockanje an der Nordseeküste an. Der Strand wird von der Gemeinde als einer der schönsten an der Nordsee beworben. Was auch gut sein kann. Das Meerwasser ist bereits sehr warm. Der Strand jedoch nicht zu voll – einige Lokale am Strand dagegen sehr gut gefüllt. Tipp ist ein kleiner Spaziergang in der Nordsee, natürlich barfuß. Anschließend einen Eiskaffee oder einen Imbiss am Strandbistro?

Strandbistro in Rockanje
Strandbistro, Rockanje

Hier lässt es sich aushalten. Lecker essen und trinken in einer tollen und chilligen Atmosphäre. Hat was.

Brielle

Eine weitere schöne Tour ist die nach Brielle. Brielle ist fast ein Geheimtipp für Wassersportler. Trotz Hochsaison ist es sehr ruhig. Gemächlich trifft es vielleicht ganz gut. „Grüne Stadt mit den Wasserwegen“ könnte man sagen. Viele gastfreundliche Lokale, die einiges zur gemütlichen Atmosphäre dazu tun. Im Zentrum gibt es Einkaufsstraßen, die Wege für die Wasserreisenden sind kurz.

Mit dem Fahrrad ist Brielle von Hellevoetsluis in ca. 1,3 Stunden zu erreichen. Auf dem Wasserweg erreicht man den Ort, der am Brielse Meer liegt, vom Haringvliet aus über Spui, Oude Maas und den Voedingskanaal.

Ein Tipp wäre noch die Besichtigung der historischen Schiffe, die im Zentrum von Hellevoetsluis liegen. Wir besichtigten das Lichtschiff mit Leuchtturmfunktion und erhielten von Mitgliedern des Lichtschip-Vereins einen detaillierten Einblick in die Schiffstechnik und über das Arbeitsleben der damaligen Besatzung.

Mehr Information.

 

Aarle Rixtel Nähe Helmond – Stevensweert

Helmond

Das „Endstück“: Von Aarle Rixtel nach Roermond

In Aarle Rixtel bei Helmond lagen wir 2 Nächte.

Von hier aus bis Stevensweert bei Maasbracht hatten wir insgesamt fünf Schleusen auf der Zuid-Willemsvaart plus eine auf dem Kanal Wessem-Nederweert. Diese letzte Etappe unseres Zeeland-Törns führte uns von Aarle Rixtel zunächst über die Zuid-Willemsvaart und ab Nederweert über den Kanal Wessem-Nederweert.

Aarle Rixtel

Fährt man die Zuid-Willemsvaart, fährt man quasi zwangsweise Kolonne. Auch wenn man alleine losfährt, trifft man schnell auf „Anschluss“ an der nächsten Schleuse, wo gewartet wird. Ab hier fährt man in der Kolonne.

Zuid-Willemsvaart

Die Zuid-Willemsvaart führt zunächst in einem großen Bogen um Helmond herum, zum Teil durch bewohntes Gebiet und begleitet von Radwegen am Ufer. Südlich von Helmond geht sie in schnurgeraden Abschnitten weiter. Das fällt am Anfang aber nur wenig auf, da diese Abschnitte immer wieder von Schleusen unterbrochen werden. Der Wasserweg ist recht schmal und die meiste Zeit von Bäumen gesäumt. Berufsschiffe sieht man selten. Dass er durch ländliches Gebiet führt, kann man auch des öfteren riechen.

Nederweert

In Nederweert gibt es einen kleinen Passantenhafen für Schiffe mit einem maximalen Tiefgang von 1 m. Dieser war am frühen Nachittag bereits gut besucht. Ab Nederweert führt der Kanal Wessem-Nederweert über 13 km schnurgerade und ohne Unterbrechungen bis zur Schleuse Panheel, in der es wieder 8 m in die Tiefe geht. Hier gibt es zwei Kammern. Die neuere Steuerbordschleuse hat Schwimmpoller. Dieser Luxus war uns nicht vergönnt, und wir mussten in der kleineren und älteren Backbordschleuse mit Metallkreuzen und einer Leiter vorlieb nehmen. Umlegen war kaum möglich, und deswegen hingen am Ende fast alle Boote wie Fische an der Angel.


Aber auch diese Schleusung, die unangenehmste auf dieser Route, hatte irgendwann ein Ende. Für alle Schleusungen einschließlich Wartenzeiten benötigten wir gut 3,5 Stunden. Geschwindigkeitsbegrenzungen sind 10,8 und später 20 km/h auf dem Kanal Wessem-Nederweert.

Sundowner

Angekommen in unserem Heimathafen begrüßte uns ein schöner Sonnenuntergang und lud zu einem Sundowner auf dem Vordeck ein.

Marina Eldorado in Mook – Erfahrungsbericht

Marina Eldorado

Marina Eldorado, Mooker Plas

Vier Tage lang saßen wir etwas unfreiwillig in der Marina Eldorado in Mook fest. Auf unserer Fahrt über die Maas nach Zeeland wurde ein Propeller beschädigt. Es machte nur eimal sehr sanft „klack“, kein Ruckeln, nichts weiter, aber: Ein Austausch des vorderen Duoprops wurde erforderlich. Da wir gerade in der Nähe von Mook waren, wählten wir das Eldorado und hofften auf „Hier wird Ihnen geholfen“.
Wir kannten den Hafen aus vergangenen Jahren. Ein Hafen der gehobenen Preisklasse mit viel Infrastruktur, der quasi in einer Seesackgasse im Mooker Plas liegt. Da man hier durch eine unbewegliche Brücke fahren muss, trifft man nur selten Segelyachten an.

Marina Eldorado
Marina Eldorado

Kontaktaufnahme mit dem Hafenmeister kurz vor Feierabend

Der erste Eindruck war gut. Ich führte um 16:50 Uhr ein Telefonat mit dem Hafenmeister. Der versprach, sich um alles zu kümmern.
Das war in dem Fall: Ein Bootsliegeplatz für mehrere Tage – in der Hauptsaison. Sowie die Terminierung der hauseigenen Werkstatt. Gerade im letzten Punkt hatten wir in den letzten Jahren schon Abenteuerliches erlebt.

Eldorado Marina
Steg C, Eldorado

Da wir auf unserer Anfahrt zum Eldorado noch eine Sperrung wegen des Wanderevents Vier Daagse passieren mussten und ohnehin nur mit etwa 500 Umdrehungen fuhren, waren wir erst gegen 21:30 Uhr in der Marina Eldorado. Der zunächst angedachte Platz war von Tendern der Liegeplatz-Nachbarn besetzt. War natürlich nicht die Schuld des Hafenmeisters. Obwohl die Gästeplätze alle besetzt waren, fanden wir einen Platz für eine Nacht, wenn auch ohne Strom. Aber das sollte kein Problem sein, unsere Bootsakkus waren randvoll.

Marina Eldorado Tankstelle
Marina Eldorado Tankstelle

Werkstattbereich und Service

Wie verabredet, meldeten wir uns am nächsten Tag um 9:00 im Hafenbüro. Wir bekamen einen Platz in einer Box zugewiesen. Wie sich später rausstellte, war es hier sehr schön. Wegen der Propellersache bat man uns, ein wenig zu warten und  schon mal vor den Kran zu fahren. Momentan hing noch eine 50-füßige Princess vom Vortag im Kran und wurde bearbeitet. Nach gut anderthalb Stunden war die Prinzessin vom Haken und wir durften in die Hebeeinrichtung einfahren. Super, wir waren zufrieden. Der Mechaniker krante unser Boot an Land und demontierte schnell den Duoprop. Er suchte auf dem defekten Prop nach einer Volvo Penta-Nummer, um den passenden bestellen zu können. Da es mittlerweile Freitag war, sollte es erst am Montag weitergehen – schließlich ist auch hier am Samstag die Werkstatt nicht in Betrieb. Wenig später war unser Boot wieder im Hafenwasser und wir fuhren zum Liegeplatz.

Liegeplatz G1 Eldorado
Eldorado, Steg G

Der Liegeplatz hatte was. Die Stimmung auf dem Steg bzw. der hier eintreffenden Wochenendurlauber war grandios. Kein Wunder, dass wir mit ganz vielen supernetten Nachbarn ins Gespräch gekommen sind. Wir trafen sogar „alte“ Bekannte aus Roermond, die als Gäste nur zwei Plätze weiter lagen.

Die Marina Eldorado bietet neben dem Hafen eine Werft mit zwei Kränen, eine Tankstelle für Benzin und Diesel, Winterstellplätze in der Halle und Plätze draußen, einen Bootsshop, Backwaren/ Tante Emma-Laden nebenan auf dem Campingplatz und ein Bistro, Pkw-Parkplätze, Waschhaus/Sanitäranlagen, Restaurant auf dem Platz und mehrere in der direkten Nachbarschaft sowie ein sehr gut besuchter Eissalon.

Hauptgebäude Marina Eldorado
Hauptgebäude Marina Eldorado

Es geht ruhig zu. Veranstaltungen gibt es zwar und dann kann es lauter werden. Aber um 24:00 Uhr ist wieder Ruhe und es wird ohne laute Musik weiter gefeiert. Ein gute Lösung.

Am Samstag, als wir da waren, war BBQ-Party. Ausverkauft und mit Live-Musik. Wir waren von der „sanften“ Lautstärke sehr positv überrascht. Denn das kennen wir auch anders …

Douchi, Mook
Douchi, gegenüber Eldorado am See

Die Umgebung der Marina Eldorado

ist sehr nett. Bootfahrer touren übers Wochenende zum Leukermeer, zu den Kraijenbergse Plassen, nach Gouden Ham oder ankern vor dem Hafen und besuchen das Douchi. Stylish und „In“, mit Strand vor dem Bistro wird es gerne von Hafenliegern des Eldorado genutzt, die mit dem Tender mal auf die Schnelle zum Strand fahren. Fahrradtouren mit sehr guter Infrastruktur sind hier möglich. Allerdings würden wir die Routen im Gebiet Berg en Dal zukünftig meiden. Das ist das Fahrrad-Holland, was wir nicht kennen und nicht so schätzen – wie der Name Berg en Dal preisgibt.

Douchi - Mook
Der Strand gegenüber Marina Eldorado

Bis Nimwegen ist es nicht weit, eine Fahrradtour sehr lohnend. Auch kein Problem, dort mit den öffentlichen Verkehrsmitteln hinzukommen. Kaum Minuten und man ist dort. Von den drei vollen Tagen, die wir in der Marina Eldorado zur Verfügung hatten, haben wir Radtouren von insgesamt ca. 60 km gemacht. Dann war es auch schon wieder Montag und wir waren gespannt, ob der Propeller angeliefert worden war wie versprochen und ob er auch umgehend montiert werden würde.

Um 10:00 Uhr wurde er, laut Paketetikett, direkt aus Schweden von Volvo Penta geliefert. Um 11:00 Uhr wurde er montiert, kurz danach war das Boot startklar. Großes Kompliment, sehr gute und schnelle Arbeit zu einem akzeptablen Preis. Wir waren sehr positiv überrascht.
Mal abgesehen vom leidigen Propeller war das Wochenendes sehr schön. Wir werden auch gerne erneut zur Marina kommen.

 

Vierdaagse – Ein Fest für alle

4daagse Sofa

Am 21. Juli wurde das 2017er Wanderevent Nimwegener Vierdaagse festlich beendet. An vier Tagen werden jeweils Strecken von 30, 40 und 50 km gewandert. Die Veranstaltung bringt es auf ca. 40.000 Teilnehmer je Tag.
Die Ausfallquote beträgt etwa 1.000 Teilnehmer pro Tag.
Aber: Rund 38.000 Wanderer haben an jedem der vier Tage an einer Wanderung teilgenommen UND durchgehalten. Chapeaux!

Vierdagse Cuijk
Gegenüber von Cuijk

Partyzone für alle

Außerdem dabei sind zehntausende Besucher und Zuschauer, die sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen wollen. Überall entlang der Wanderrouten sind Straßenparties während der Vierdaagse, die die Anwohner und Vereine veranstalten. Manchmal stehen sogar -wenn auch ausrangierte- Ledersofas und Stühle für die Zuschauer bereit.

Man sieht viele Zelte, in denen mit DJ gefeiert wird. Für die tausende angereisten Autos werden extra Parkplätze inmitten von Feldern und Äckern geschaffen.

Vierdagse Schifffahrt
Wartende Sportboote

Ablauf der Vierdaagse

An jedem Tag gibt es eine andere Route für die Wanderer durch das Gelderland, Brabant oder Limburg. Am letzten Tag überqueren die Wanderer die Maas bei Cuijk auf einer Pontonbrücke, die das holländische Militär in Windeseile errichtet und auch wieder abbaut. Währenddessen kreuzen die Boote auf der Maas. Die Sperrung wird in den entsprechenden Kanälen publiziert.

Vierdagse
Ein Brückensegment wird ans Ufer gebracht

Das Militär ist dabei

Wir waren von der Geschwindigkeit beeindruckt, wie schnell die Brücke in Segmenten auseinandergenommen, zusammengeklappt und auf LKWs verladen werden. Die Schifffahrt ist am 21.7. nur eingeschränkt möglich. Hier bilden sich lange Schlangen von wartenden Schiffen. Mehrere Polizei- und sonstige Behördenfahrzeuge regeln den Schiffsverkehr.

Cuijk Maas
Es geht weiter für die Schifffahrt. Cuijk.

Sobald die Pontonbrücke abgebaut ist, wird direkt danach nur eine Richtung freigegeben. Zunächst die Berufsfahrt, anschließend die Sportschifffahrt. Nach ca. 40 Minuten ist alles wieder in normalen Bahnen auf der Maas. Als Sportbootfahrer sollte man daher diese zusätzliche Zeit einplanen.

Insgesamt wurde die Pontonbrücke zwei Mal auf- und abgebaut. Bereits am Donnerstag wurden die beiden Ufer verbunden. Bis 19:45 hatte jeder die Gelegenheit, die Pontonbrücke zu nutzen. Und die Party in Cuijk zu besuchen 🙂Vierdaagse Militär

Auch historische Militärfahrzeuge waren mit von der Partie.

 

 

De Rosslag wird zu Roermond City Marina

Ein neuer Hafen entsteht – Roermond City Marina

Nach einem Umbau ab Herbst 2016 firmiert der Hafen De Rosslag unter Roermond City Marina. Der Hafen vergrößert sich. Die Stege werden nach und nach erneuert und werden zu Einzelliegeplätzen mit zwei Seitenstegen.

Baulich hat sich hier einiges getan. Es wurde vor den Stegen Erde angefüllt, so dass der Hochwasserschutz besser geleistet wird. Auf der Anfüllung wurde eine Saat ausgebracht, so dass nach und nach alles begrünt wird. Momentan sieht es noch grau aus. Es mangelt derzeit an Regen und und vor allem an warmem Wetter für das Wachstum des „grünen Gürtels“. Durch eine Erweiterung des Hafenbeckens wanderte der Hafen etwas Richtung Roermond und verändert seine Form und Lage etwas. Nun ist man fast auf Tuchfühlung zum Nachbarn Krekelberg/ Schepenkring.

Optimale Lage des neuen Parkplatzes

Die Parkplätze sind jetzt direkt vor den Stegbrücken. Die Länge des Parkplatzes ist riesig. Wir haben schon gewitzelt, dass die Hafenbetreiber notfalls auch einen Privatflugplatz betreiben könnten; die Start- und Landebahn wäre ja schon dort 😉

Die Parkplatzkapazität beträgt über 500 Parkplätze und hat sich somit mehr als verdoppelt. Sogar zwei 400 Volt Ladesäulen für E-Autos gibt es.

Der alte Parkplatz existiert nicht mehr. Weggefallen sind auch die Bezahlparkplätze vor der damaligen Campingwiese und neben der ehemaligen Sliprampe.

Die Einfahrt zum Hafen liegt nun in der Straße „Rosslag“, etwa 350 Meter entfernt von der alten Einfahrt Schoolstraat.

WohnmobilstellplätzeStellplätze für Wohnmobile

Für Urlauber mit Wohnmobilen der Roermond City Marina gibt es separate Stellflächen. Der Campingplatz mit seinen Dauercampern und der Campingwiese ist weggefallen. Die beiden Communities Bootsfahrer und Camper haben sich zwar selten richtig vermischt, aber Flair brachte der Campingplatz.

Das Restaurant Lounge 44 zieht unter neuem Namen „Mr. Sammi 44“ um, das alte Gebäude wird für das geplante Neubauvorhaben weichen: Auf einem Teil des ehemaligen Campinggeländes, auf dem alten Parkplatz und Restaurantgelände entstehen nun Wohnhäuser der gehobenen Klasse.

Roermond City MarinaDas Sanitärgebäude mit den Duschen, Toiletten und Waschmaschinen/ Trocknern ist nach einer Renovierung umgezogen zur anderen Seite des Hafens und liegt direkt neben dem Büro des Hafenmeisters. In der nächsten Zeit ist ein Neubau geplant.

Die Mieter der hinteren Stege am Ende des Sees werden sich über die kürzeren Wege zum Sanitärgebäude freuen.
Die vorderen (A-,B-, C-, D-) Stegplatzhalter müssen es entsprechend sportlicher angehen.

Änderungen

Stegbrücke City Marina RoermondSchade für die Trailerbootbesitzer der Roermond City Marina: Die Sliprampe ist entfallen und so wie wir gehört haben, ist auch keine neue geplant. Von nun an muss in einem anderen Hafen eine Rampe benutzt werden. Auch die vielen, größeren Dinghies und Wassermotorräder auf eigenen Trailern und sonstige Wasser-Toys müssen ab sofort woanders zu Wasser gebracht werden. Besitzer kleinerer Trailerboote können im benachbarten Hafen bei Snellens ihr Boot ins Wasser schubsen. Eine Kranung ist möglich, aber leider nur für kleine, leichte Boote. Trailerboote mit einem Eigen-Leergewicht von 3 t müssen auf jeden Fall woanders hingefahren werden, bei Snellens klappt das nicht.

Fahrradverleih.
Der bis einschließlich 2016 kostenfrei geführte Fahrradverleih der Hafenbetreiber ist (noch?) nicht zurückgekehrt in die Roermond City Marina.
Auch nicht ein Abstellplatz für die eigenen Fahrräder zum Anketten. Vielleicht gibt es noch eine Möglichkeit, so dass man sie irgendwo sichern kann – hoffentlich nicht am Bauzaun oder an den neuen Stegbrücken 😉
Bis 2016 gab es zudem vor dem Waschhaus eine Stange zum Sichern der Fahrräder. Vielleicht taucht diese wieder auf.

Gepäcktransport.

StegabschlussDie Transportwagen, die man für die Gepäckbeförderung vom Auto zum Boot benutzte, sind seit der Saison 2017 nicht mehr vorhanden. Vermutlich funktioniert der Transport mit den schweren Wagen nicht auf den steilen Stegbrücken. Diese wären bei voller Beladung bei einem Gang der Brücke hinunter kaum zu halten. Die meisten Schiffeigner wissen sich zu helfen und setzen eigene Transportmittel ein.

Eine bauliche Änderung wird es – wie wir gehört haben – noch an den Brücken zu den Stegen geben. Hier ist der Übergang mit einem Blech von den Brücken zu den Stegen sehr steil geraten. Für ältere oder behinderte Personen nicht geeignet. Aber auch für alle anderen könnte es leicht zu einem Sturz führen, nicht nur bei Nässe oder Glätte. Im Mai wurde das Problem behoben. Eine deutliche Verbesserung wurde durch Anbringung größerer Übergangsstücke erzielt.

Stegerneuerungen

Die Stege der Roermond City Marina werden nach und nach erneuert. Einige neue Stege sind bereits gekommen. Zwischen jedem Nachbarboot befindet sich dann ein Quersteg. Man hat somit einen Einzelplatz.
Die Abstände der Stege untereinander hat sich etwas vergrößert. Die Stege waren bereits früher komfortabel weit auseinander. Das Anfahren auf die Liegeplätze ist recht übersichtlich und einfach.

Es ist geplant, ein kostenfreies WLan-Netz für den Hafen zur Verfügung zu stellen. Es müssen aber erst noch Sendemäste aufgebaut werden, damit eine Flächenabdeckung für den kompletten Hafen besteht.

Keine Änderungen:

Einige „alte“ Vorteile sind natürlich geblieben, die auf die Lage zurückzuführen sind. Im Hafen ist es sehr ruhig. Es stört keine vielbefahrene Straße, die Lage ist sehr schön. Bis nach Roermond ist es nicht weit und man ist schnell mit dem Fahrrad oder zu Fuß dort.
Mal eben aus dem Hafen und im charmanten Dorf Herten einkaufen ist kein Problem. Ein Supermarkt ist mitten im Dorfzentrum. Erwähnenswert ist auch ein genialer Eisenwarenladen/ Heimwerkermarkt in Herten, Schoolstrat,  der quasi gleich nebenan der Marina liegt. Ob Werkzeug und -zubehör oder E-Kleinteile, hier bekommt man fast alles für Arbeiten am Boot und für das Heimwerke (Marcels Karweishop, Schoolstraat 27, Herten).

Einzelnes GrünGrün wird es sicherlich werden, in der Roermond City Marina. Einzelne zarte Pflänzchen sind bereits zu sehen. Neben der neuen Promenade wird noch ein (waagerechter) Grünstreifen eintstehen. Auch Bäume sollen noch gepflanzt werden. Vermutlich wird sich die Botanik im Hafen bis Ende Juni weiterentwickelt haben. Vielleicht sieht momentan alles noch ein wenig grau aus, aber wenn alles soweit ist, wird der Hafen sicherlich nochmals gewinnen.

UPDATE:
Mai 2017: Inzwischen ist es schon viel grüner geworden. Die Gräser konnten im warmen Mai gut wachsen.
Juni 2017: WLAN funktioniert. Das Einfahrtor funktioniert mit Karte.
Die Hafenfahrräder zum Verleihen wurden wieder gesichtet, es wurden einige Fahrradständer aufgestellt.
Juli 2017: Die Stege werden nach und nach mit abschließbaren Türen ausgestattet. Auf dem Youtubekanal des Betreibers werden Bilder der Stege gezeigt und aktualisiert.

August 2017: Fahrradständer wurden mittlerweiler verbreitet aufgebaut. Einige erhalten ein Dach. Die bereits geänderten Übergangstrittbretter der Stegbrücken werden nochmals geändert, um die Rutschgefahr bei Feuchtigkeit/Nässe zu vermindern.

Homepage des Betreibers: Klick
Facebookseite: Klick

Törnliteratur: Von Berlin zur Müritz von Bodo Müller

Von Berlin zur Müritz von Bodo Müller

Die Mecklenburgische Seenplatte ist Europas größtes Binnenrevier mit über 1.000 Seen, die über kleine Flüsse und Kanäle miteinander verbunden sind. Viele davon sind mit einem Hausboot zu erreichen. Über die Havel ist die Mecklenburgische Seenplatte auch an die Gewässer Berlins angebunden. Reichlich gute Gründe also, dieses interessante Bootsrevier zu erkunden.

Von Berlin zur Müritz von Bodo MüllerVorbereitung auf den Bootsurlaub

Zur Vorbereitung und Hilfestellung während des Urlaubs diente uns das Buch „Von Berlin zur Müritz – Mit Mecklenburger Kleinseenplatte“ von Bodo Müller, erschienen in der Edition Maritim im Delius Klasing Verlag. Wir rezensieren hier die 6. Auflage von 2016.

Das Titelmotiv, das den schönen Leuchtturm des Hafendorfs Rheinsberg zeigt, versetzt schon direkt in Urlaubsstimmung. Das Buch beginnt mit einer allgemeinen Einführung in das Revier, wie die Namen der wichtigsten Wasserstraßen, wichtige Informationen über maximalen Tiefgang, Durchfahrtshöhen und Schleusen, Tankmöglichkeiten sowie die wichtigsten Verkehrsvorschriften. Es wird auch darauf eingegangen, welche Gewässer mit einem Charterschein befahren werden dürfen und für welche Gewässer ein Sportbootführerschein notwendig ist. Und auch der Hinweis auf das Wasserkartenmaterial des Revieres fehlt nicht.

Nach der Einführung werden die Wasserstraßen und Gewässer des Reviers im einzelnen beschrieben: Die Havel-Oder-Wasserstraße (HOW) mit Oranienburg, die Ruppiner Gewässer, der Rhin zwischen Neuruppin und Lindow, die Obere Havel-Wasserstraße (OHW), die Wentow-, Templiner und Lychener Gewässer, die Müritz-Havel-Wasserstraße, die Rheinsberger und Zechliner Gewässer, der Vilzsee und Schwarze See mit Moriw und letztendlich die Müritz, die mit einer Fläche von 117 km2 der größte See Deutschlands ist.

Jedes dieser Gewässer wird mit einem kurzen Text zur Geschichte vorgestellt. Fahrhinweise geben Auskunft darüber, wie man die Gewässer erreicht, und wichtige Details wie die Länge des Wasserweges, Schleusen, Durchfahrtshöhen, Tiefgang und Höchstgeschwindigkeiten. Dazu gibt es detaillierte Kartenausschnitte, die auch Informationen über Marinas und Liegestellen sowie Service- und Versorgungsmöglichkeiten enthalten. Abgerundet werden die Kapitel mit Ausflugstipps. Im ganzen Buch finden sich viele schöne Fotos, die schon einen sehr guten Eindruck des Revieres vermitteln.

Quintessenz

Unser Fazit: Dieses Buch ist sehr gut geeignet, einen Überblick über das Revier zwischen der Mecklenburgischen Seenplatte und Berlin zu bekommen und einen Bootsurlaub zu planen. Das notwendige Kartenmaterial für die Navigation soll und kann es natürlich nicht ersetzen. Alle wichtigen Regelungen sind in dem Buch zu finden.

Da es neben den knappen Informationen auf den Detailkarten keine weiteren detaillierten Informationen über die Häfen und Liegemöglichkeiten gab, hatten wir während des Urlaubs ergänzend das Buch „Hafenführer für Hausboote – Müritz | Havel | Seenplatte“ von Robert Tremmel & Christin Drühl an Bord. Dieses Buch ergänzt das Buch von Bodo Müller ganz hervorragend.

Bootsurlaub Zuid-Holland

Bootsurlaub Zuid-Holland

Von Limburg über Brabant an den Oude Rijn: Bootsurlaub Zuid-Holland

Dieses Jahr planten wir unsere erste Fahrt sehr früh. In der vierten Märzwoche machten wir uns auf den Weg zu unserem „Bootsurlaub Zuid-Holland“. Der erste Zwischenstopp war in Venlo.

Stadthafen Venlo
Stadthafen Venlo

Hier in Venlo ist immer die Gelegenheit, das einzukaufen, was man vorher vergessen hat an Bord zu nehmen. Es war noch recht frisch, das Thermometer zeigte tagsüber 12 Grad und es war stürmisch mit Windstärken bis 7 Beaufort, aber es gab auch immer wieder sonnige Abschnitte. In der Nacht sanken die Temperaturen bis auf 6 Grad. Zum Glück haben wir unsere Boots-Dieselheizung. Dem Wetter entsprechend waren wenig Gäste zum Stadt-Passantenhafen nach Venlo gekommen. Wir sichteten drei weitere Boote, die wir im Verlaufe der Weiterfahrt noch einmal in Grave sehen sollten.

Der neue Passantenhafen von Venlo ist für Schiffe bis 15 m Länge erreichbar. Er liegt sehr zentral am schön gestalteten Maasboulevard, der mit Restaurants und Außenterrassen eine sehr entspannte Atmosphäre verbreitet. Die schöne Innenstadt von Venlo mit vielen Geschäften und einem sehr großen Wochenmarkt am Samstag schließt sich direkt an. Ein großer Supermarkt ist auch nur wenige Minuten zu Fuß entfernt. Leider gibt es an Infrastruktur lediglich Stromversorgung, für die man in einem der Restaurants Marken kaufen kann. Die Übernachtung kostet für unser Boot 10 €.

Yachthafen Grave
Yachthafen Grave

Am nächsten Morgen nahmen wir Kurs auf Grave. Auf der Weiterfahrt bekamen wir es mit heftige Orkanböen zu tun. Der Wind war noch stärker als am Vortag. Wir fuhren mit der Strömung. Da jedoch der Wind aus der Gegenrichtung kam, baute der Sturm ordentliche Wellentäler auf, die gegen Fionas Rumpf schlugen und das Boot wippen ließen.

Wassersportclub Grave
Grave

Der WSV „De Stuw“ Grave liegt ganz zentral in dem zauberhaften Örtchen Grave und bietet alle Versorgungsmöglichkeiten. Für die Übernachtung bezahlt man 1,20€ pro Meter. Als wir gerade in der Box vertäut sind, kommen die anderen drei Boote, die am Vortag in Venlo lagen. Der Hafenmeister wunderte und freute sich gleichermaßen, dass heute so viel los ist. Ob denn in Deutschland Ferien wären … 🙂 Wir machten einen kurzen Bummel durch Grave und bereiteten uns schon mal innerlich auf die Weiterfahrt bei einer steifen Brise vor.

´s-Hertogenbosch – Den Bosch

Am nächsten Tag nahmen wir Kurs auf Den Bosch, wie die Einwohner ihre Stadt selber nennen. Offiziell heißt die Stadt ´s-Hertogenbosch und ist die Hauptstadt der Provinz Brabant. Jetzt, vor dem 1.4., waren noch einige Brücken und Schleusen unbesetzt oder hatten reduzierte Bedienzeiten. So würden wir die Zuid-Willemsvaart, die zurück nach Roermond führt, jetzt noch nicht befahren können, da die „Sluis 0“ erst ab dem 1.4. betrieben wird.

Den Bosch
In ´s-Hertogenbusch, Passantenhaven

Den Bosch liegt in einer Sackgasse, in die man hineinschleust und  dieses meist mit großen Arbeitsschiffen gemeinsam macht. Bereits hier fällt uns ein Bauboom auf. Die Schiffe transportieren Baumaterialien. In den Bosch expandieren viele Firmen mit Neubauten.

In Den Bosch gibt es mehrere Möglichkeiten anzulegen. Die ersten Anlegestellen sahen wir schon in der Nähe eines Industriegebietes vor der Stadt. In der Stadt bietet der WSV de Waterpoort mehrere Passantenliegeplätze vor und hinter der Havenbrug und im Brede-Haven hinter der Boombrug. Alle haben Strom- und Wasserversorgung, und die sanitären Einrichtungen findet man im Brückenhäuschen an der Boombrug. Wir entschieden uns für den Brede-Haven, da er uns ruhiger erschien. Die Übernachtung kostete hier für uns 10 €.

´s-Hertogenbusch
´s-Hertogenbusch City

Wieder waren nur sehr wenige Leute mit ihren privaten Schiffen in der Stadt. Wir waren an dem Anleger die einzigen Gäste. Die Hafenmeisterin erklärte uns nicht ohne Stolz, dass erst einen Tag vor uns ein 6,20 Meter-Boot über Nacht blieb. Die ersten Gäste der Saison waren wir also doch nicht.

Die Stadt ist sehr schön, es gibt viele guterhaltene restaurierte Häuser. Eine Fußgängerzone mit großem Marktplatz und vielen Geschäften und Lokalen sind auch dabei.

Einkaufcenter Den Bosch
Arena: Einkaufcenter Den Bosch

Das Wetter wurde besser. Der Sturm verzog sich, die Temperaturen stiegen in der Spitze auf 15 Grad. Der Himmel klarte auf, es war bewölkt mit einzelnen Sonnenepisoden. Am nächsten Morgen ging es weiter nach Woudrichem.

Woudrichem

Yachthafen Wourichem
Yachthafen Woudrichem

Woudrichem ist die kleine Schwesterstadt von Gorinchem, das wir letztes Jahr besucht hatten. Es liegt gegenüber von Gorinchem an der Merwede, die weiter stromaufwärts Waal heißt. Da wir Woudrichem bislang nicht kannten, hatten uns für den Ort entschieden und als Liegeplatz den Yachtclub W.S.V. Woudrichem gewählt. Die Anlage liegt sehr idyllisch. Die Mitglieder des Yachthafens hatten soeben ihr neues, schickes Vereinsgebäude fertiggestellt.

Passantensteiger Wourichem
Passantensteiger Wourichem

Auf der anderen Seite von Woudrichem nahe der Merwede liegt im historischen Stadthafen der Gästesteg mit der schönen Brücke. Woudrichem bietet ein paar kleine Geschäfte und einige Lokale. In der Hochsaison wird zwar mehr los sein, aber so voll wie in Gorinchem wird es hier nicht werden. Die Sonne zeigte sich oft und wir genossen unsere Ortsbegehung 🙂

Woudrichem – Nieuwegein

Am nächsten Morgen starteten wir zu unserem nächsten Ziel: Über den Merwedekanal nach Nieuwegein. In Gorinchem werden Freizeit-Skipper durch die kanalisierte Linge geschickt, bis sie bei Arkel wieder mit dem Merwedekanal zusammenkommt. Der Merwedekanal ist landschaftlich sehr schön, es ging vorbei an reetgedeckten Häusern, und bei gutem Wetter genossen wir die Fahrt. Bis zum Lek wird der Merwedekanal von Berufsschiffen befahren und es werden alle Brücken ganzjährig bedient. Nördlich des Lek fahren die Berufsschiffe über den Lekkanal. Wir mussten die Bedienung der Koninginnensluis Richtung Nieuwegein einen Tag  vorher telefonisch anmelden. Wir waren etwas eher da als angekündigt, der Schleusenwärter auch, so dass wir schnell und unkompliziert geschleust wurden.

Durch Zuid-Holland
Durch Zuid-Holland

Nieuwegein ist eine Stadt, an der die meisten Skipper leider vorbeifahren, da in der Nähe die überaus beliebten Ziele sind wie z.B. Gouda und Utrecht. 1971 erst entstand Nieuwegein durch Zusammenlegung der Gemeinden Jutphaas und Vreeswijk.

Stadthafen Nieuwegein
Stadthafen Nieuwegein

Im zentral gelegenen Stadthafen von Nieuwegein-Vreeswijk haben wir uns sehr wohl gefühlt. Fast skandinavisch mutete uns die Umgebung an.

Bootsurlaub Zuid-Holland
Stadthafen Nieuwegein

Zeit, die Stadt zu erkunden! In Nieuwegein-Vreeswijk gibt es eine Museumswerft und viele historische Schiffe, die direkt in der Stadt liegen und auch bewohnt werden. Ein Markt fand auch statt und wir konnten den ersten Kibbeling in der Bootssaison probieren!

Nieuwegein
Nieuwegein Altstadt

Die Altstadt ist geteilt durch den Kanal und besitzt ein ehemaliges Schleusenbecken, das aber jetzt zugemauert ist. Das ehemalige Schleusenwärterhäuschen wird dennoch weiter genutzt: Allerdings zum Haareschneiden, denn jetzt ist ein Herrenfriseur eingezogen, der sich einen Mini-Haarsalon eingerichtet hat. „Einmal Schleusenwärter-Frisur bitte“ 😉

Herrensalon
Friseursalon ehem. Schleusenwärterhaus

Das war das Ergebnis meines Besuchs im ehemaligen Schleusenwärterhauses. Nun konnte unser Bootsurlaub Zuid-Holland beginnen! Wir verbringen noch einen schönen Abend in der Stadt und machen uns am nächsten Morgen wieder auf den Weg.

Von Nieuwegein nach Gouda

Mögliche Gefahren eines „frühen“ Bootsurlaub Zuid-Holland: Wir hatten uns unser Fahrt-Timing so eingeplant, dass wir am 1.4. durch die Brücken der Hollandse IJssel fahren konnten, denn dann wurden sie laut Almanak bedient. Nach wenigen hundert gefahrenen Metern entdeckten wir an der Doorslagbrug etwas, womit wir nicht gerechnet hatten…

Doppelrot vor Brücke
Doppelrot vor Brücke trotz 1.4.

Was ist das? Doppelrot sollte seit seit dem 1.4., also ab heute nicht mehr sein. Sollte unser Bootsurlaub Zuid-Holland hier zu Ende sein? Wenn diese Brücke nicht öffnen würde,  müsste man den großen Schlenker über Rotterdam fahren … ein Riesenumweg, und natürlich ist auch die Schleusung zurück in den Lek bei der Koninginnensluis nicht angekündigt.

Ein Telefonat verhalf schließlich zu einer Öffnung und wir konnten unseren Weg fortsetzen. Unsere Befürchtung, dass die anderen Brücken, die wir uns auf der Hollandse IJssel öffnen lassen müssen, sowie die Schleuse vor Gouda auch noch im „Winterschlaf“ wären, zerstreute sich, nachdem wir den ersten Gegenverkehr hatten 🙂

Stadthafen
Stadthafen

Dieser Stadthafen ist sehr schön, deshalb bekommt er gleich zwei Bilder (oben und unten).

Stadthafen Zuid-Holland
Stadthafen

Wir gewannen viele neue Eindrücke. Hier gibt es sehr schöne Orte und Städte und immer wieder hübsche Haltemöglichkeiten.

Zuid-Holland
Aufstoppen vor Brücke

Allerdings gibt es auch zahlreiche Brücken, die für uns geöffnete werden müssen. Die meisten sind unter 2 m, viele haben auch nur eine Durchfahrthöhe von unter einemMeter. Unsere Schiffshöhe beträgt 3,40 Meter mit oberem -abnehmbarem- Geräteträger. Wenn wir ihn abnehmen, dann beträgt die Höhe noch 3 Meter über der Wasserlinie.

Vor Gouda
Vor Gouda

Wettermäßig ging es auf die 20 Grad. Windstärken mit ein bis zwei Beaufort waren nicht der Rede wert.  So hatten wir uns den Bootsurlaub Zuid-Holland gewünscht: Langsam und entspannend durch die schönsten Gegenden in Zuid-Holland bei Sonnenschein!

Schleuse Zuid-Holland
Schleuse stromaufwärts vor Gouda

Vor Gouda hatten wir noch eine kleine, aber interessante Schleuse. Auch hier gab es eine zügige Bedienung. Der Schleusenwärter stand schon parat bei unserem Eintreffen und schien sich zu freuen, endlich mal wieder seine Schleuse in Gang setzen zu können nach der langen Winterpause. Nun war es nicht mehr weit nach Gouda. Wir hatten jetzt nur noch die große Schleuse vor Gouda vor uns. Auch diese Schleusung lief sehr zügig, fast ohne Wartezeit für uns.

Gouda, Hollandse Ijssel
Gouda, Hollandse Ijssel

Hier auf der Hollandse Ijssel vor Gouda gibt es ein paar Gästestege. Die eine Seite war ganz hübsch: Der Blick nach Gouda. Die andere Seite war nicht so prickelnd. Hier sah es eher industriell aus. Die Mallegatsluis sowie die Brücken von Gouda waren zu dieser frühen Jahreszeit noch geschlossen, so dass wir leider nicht durch Gouda fahren konnten, und auch die Passantenliegeplätze waren nicht zu erreichen. Hier fänge die Saison erst Mitte April an.

Unser Ziel für heute war deswegen der W.V. Gouda, der fast im Zentum liegt bzw. nur etwa 2 km von der Altstadt entfernt ist. Der Hafen bietet Strom, Wasser, Waschhäuser, WiFi und liegt gegenüber einem Einkaufszentrum  mit einem Baumarkt, Möbelgeschäft, Schuhladen, ein großer Discounter für Sonderposten (heißt Action) und das alles ist sogar am Wochenende geöffnet. Die Übernachtung im Yachtclub kostete hier 11 €.

Yachtclub Gouda
Yachtclub Gouda

Gouda gehört zu den „Must-See-Places“. Wir werden von der Stadt noch Bilder nachreichen im nächsten Teil dieser Reise. Bootsmäßig gesehen war es sehr leer in der Stadt. Die Passantenanleger in der Stadt waren alle unbesetzt.

Gouda Anleger
Gouda City: Trotz schönstem Aprilwetter Leere

Gouda ist wunderschön. Tagsüber erkundeten wir die Stadt mit dem Fahrrad, am Abend gab es ein Bier auf dem Marktplatz mit der eindrucksvollen Kulisse des Stadthuis. Am nächsten Tag unternahmen wir die anstrengendste Fahrt überhaupt in diesem Urlaub. Es ging zur Stadt Zoutermeer. Fahrtstrecke: 44 km. Jedoch mit dem Fahrrad. Für uns war es die erste Tour. Vielleicht ein bisschen weit für die erste Tour in 2016. Nach der Tour hatten wir erst einmal „Körper“ 😉

Das eigentliche Ziel unserer ersten Etappe unseres Bootsurlaub Zuid-Holland sollte Alphen aan den Rijn sein. Nach zwei Tagen in Gouda sollte es weiter gehen.

Alphen
Alphen

Die Archtitektur in Alphen fanden wir beeindruckend. Vieles war  modern, pfiffig und wirkte auf den ersten Blick sehr angenehm. Wir sichteten aber auch viele ältere Villen, die super restauriert waren. Alles sieht sehr ordentlich und sauber aus.

Alphen City
Alphen City

Das Wetter war immer noch sehr schön, ca. 20 Grad und die Leute saßen draußen auf den Terrassen.

Eiscafé in Alphen
Eiscafé in Alphen

Wenig später saßen auch wir im Außenbereich des Café De Zaak und hatten einen tollen Eiskaffee 🙂

Baulücke - umgestürzter Kran
Baulücke – umgestürzter Kran

Vor einiger Zeit war ja ein Kran an dieser Stelle in Alphen auf ein Haus gestürzt. Jetzt ist dort eine Baulücke. Hier in Alphen geht unserer Bericht vorerst zu Ende. Wir suchten uns ein schönes Platzchen für Fiona zum festmachen. Zum Glück sollte es noch weitergehen. Wäre ja auch zu schade gewesen, wenn unser Bootsurlaub Zuid-Holland schon beendet sein sollte.

Bootsurlaub Zuid-Holland
Villa in Alphen

Das waren unsere ersten neun Tage. Wir freuen uns schon auf die nächste Etappe unseres „Bootsurlaub Zuid-Holland“!

 

Karten* für dieses Fahrgebiet:

ANWB Wateratlas M Limburgse Maas

ANWB Waterkaart L Grote Rivieren Oost

ANWB Waterkaart K Grote Rivieren Midden

ANWB Waterkaart I Vechtplassen

Literatur*:

Hausbooturlaub Niederlande: Der Süden von Ingrid Bardenheuer und Hans Zaglitsch (unsere Rezension dazu)

Holland 1: Zeeland und die südlichen Provinzen von Jan Werner (unsere Rezension dazu)

 

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Törn-Tipps: Hausbooturlaub Niederlande-Der Süden

Hausbooturlaub Niederlande

Hausbooturlaub in den Niederlanden

Hausbooturlaub in den NiederlandenWir möchten heute eine aktuelle Neuerscheinung unter den Reiseführern für einen Bootsurlaub in den Niederlanden vorstellen: „Hausbooturlaub Niederlande: Der Süden„* von Ingrid Bardenheuer und Hans Zaglitsch. Erschienen ist das Buch als Klappenbroschur im Delius Klasing Verlag, Edition Maritim, in der 1. Auflage 2016.

Nach einer kurz gehaltenen Einleitung geht es gleich los mit insgesamt vier Routenvorschlägen und knapp 1000 km Wasserwegen: „Die Randstadt-Runde – Kurs grünes Herz“ mit dem Bereich Amsterdam – Utrecht – Den Haag, „Das Veerse Meer – ins Delta“ mit der Region um Middelburg, „Maas und Zuid-Willemsvaart – flussaufwärts“ mit der Region zwischen Roermond, ’s-Hertogenbosch und dem Biesbosch, sowie „Die Willemsroute – über die Grenze!“ zwischen Roermond und Maastricht über Belgien. Für jede der vier Routen gibt es einen Vorschlag für eine Basisstrecke, für die ca. 6 Fahrtage veranschlagt sind, dazu eine mögliche Verlängerung für ca. 3 weitere Fahrtage und einen Kurztrip für einen Kurzurlaub oder ein verlängertes Wochenende mit 3 Fahrtagen.

Alle Routen sind mit einer Durchfahrthöhe von bis zu 3,50 m befahrbar. Zu jeder Route, Verlängerungsstrecke und zu jedem Kurztrip gibt es eine Zusammenstellung der Anzahl von Schleusen und beweglichen Brücken, Informationen über den Schwierigkeitsgrad und die tägliche Fahrzeit. Dazu kommen Kilometerangaben, Schleusen und bewegliche Brücken aufgeschlüsselt für die einzelnen Tagesetappen. Am Ende des Buches gibt es für jede Route noch weiterführende nützliche Informationen: Tankmöglichkeiten, Literatur und Karten für die Strecke sowie eine Auswahl von Charterunternehmen für das jeweilige Revier.

Über diese Basisinformationen hinaus sind die einzelnen Orte auf der Strecke im Stil eines Reiseführers beschrieben. Es gibt Informationen zur Geschichte der Orte, Sehenswürdigkeiten, zum Teil Kuriositäten wie der Engel mit Handy am Ohr in ’s-Hertogenbosch, den man anrufen kann, Ausflugstipps und Restaurantempfehlungen.

Quintessenz

Die Informationen in diesem Reiseführer sind sehr aktuell, und er beinhaltet alles, was man für die Planung eines Hausbooturlaubes wissen sollte. Auch die vielen schönen Fotos, mit denen das Buch bebildert ist, machen Lust auf einen Hausbooturlaub in den Niederlanden.

Dieser Reiseführer behandelt zum Teil die gleichen Strecken wie der Törnführer „Holland – Zeeland und die südliche Provinzen“ von Jan Werner, den wir bereits besprochen haben, aber Jan Werner legt ein stärkeres Gewicht auf die Wasserwege und die nautischen Gegebenheiten. Deswegen ergänzen sich die beiden Bücher sehr gut für die Vorbereitung eines Bootsurlaubes.

An dieser Stelle möchten wir uns auch ganz herzlich beim Delius Klasing Verlag bedanken, der uns das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!

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