De Rosslag wird zu Roermond City Marina

Ein neuer Hafen entsteht – Roermond City Marina

Nach einem Umbau ab Herbst 2016 firmiert der Hafen De Rosslag unter Roermond City Marina. Der Hafen vergrößert sich. Die Stege werden nach und nach erneuert und werden zu Einzelliegeplätzen mit zwei Seitenstegen.

Baulich hat sich hier einiges getan. Es wurde vor den Stegen Erde angefüllt, so dass der Hochwasserschutz besser geleistet wird. Auf der Anfüllung wurde eine Saat ausgebracht, so dass nach und nach alles begrünt wird. Momentan sieht es noch grau aus. Es mangelt derzeit an Regen und und vor allem an warmem Wetter für das Wachstum des „grünen Gürtels“. Durch eine Erweiterung des Hafenbeckens wanderte der Hafen etwas Richtung Roermond und verändert seine Form und Lage etwas. Nun ist man fast auf Tuchfühlung zum Nachbarn Krekelberg/ Schepenkring.

Optimale Lage des neuen Parkplatzes

Die Parkplätze sind jetzt direkt vor den Stegbrücken. Die Länge des Parkplatzes ist riesig. Wir haben schon gewitzelt, dass die Hafenbetreiber notfalls auch einen Privatflugplatz betreiben könnten; die Start- und Landebahn wäre ja schon dort 😉

Die Parkplatzkapazität beträgt über 500 Parkplätze und hat sich somit mehr als verdoppelt. Sogar zwei 400 Volt Ladesäulen für E-Autos gibt es.

Der alte Parkplatz existiert nicht mehr. Weggefallen sind auch die Bezahlparkplätze vor der damaligen Campingwiese und neben der ehemaligen Sliprampe.

Die Einfahrt zum Hafen liegt nun in der Straße „Rosslag“, etwa 350 Meter entfernt von der alten Einfahrt Schoolstraat.

WohnmobilstellplätzeStellplätze für Wohnmobile

Für Urlauber mit Wohnmobilen der Roermond City Marina gibt es separate Stellflächen. Der Campingplatz mit seinen Dauercampern und der Campingwiese ist weggefallen. Die beiden Communities Bootsfahrer und Camper haben sich zwar selten richtig vermischt, aber Flair brachte der Campingplatz.

Das Restaurant Lounge 44 zieht unter neuem Namen „Mr. Sammi 44“ um, das alte Gebäude wird für das geplante Neubauvorhaben weichen: Auf einem Teil des ehemaligen Campinggeländes, auf dem alten Parkplatz und Restaurantgelände entstehen nun Wohnhäuser der gehobenen Klasse.

Roermond City MarinaDas Sanitärgebäude mit den Duschen, Toiletten und Waschmaschinen/ Trocknern ist nach einer Renovierung umgezogen zur anderen Seite des Hafens und liegt direkt neben dem Büro des Hafenmeisters. In der nächsten Zeit ist ein Neubau geplant.

Die Mieter der hinteren Stege am Ende des Sees werden sich über die kürzeren Wege zum Sanitärgebäude freuen.
Die vorderen (A-,B-, C-, D-) Stegplatzhalter müssen es entsprechend sportlicher angehen.

Änderungen

Stegbrücke City Marina RoermondSchade für die Trailerbootbesitzer der Roermond City Marina: Die Sliprampe ist entfallen und so wie wir gehört haben, ist auch keine neue geplant. Von nun an muss in einem anderen Hafen eine Rampe benutzt werden. Auch die vielen, größeren Dinghies und Wassermotorräder auf eigenen Trailern und sonstige Wasser-Toys müssen ab sofort woanders zu Wasser gebracht werden. Besitzer kleinerer Trailerboote können im benachbarten Hafen bei Snellens ihr Boot ins Wasser schubsen. Eine Kranung ist möglich, aber leider nur für kleine, leichte Boote. Trailerboote mit einem Eigen-Leergewicht von 3 t müssen auf jeden Fall woanders hingefahren werden, bei Snellens klappt das nicht.

Fahrradverleih.
Der bis einschließlich 2016 kostenfrei geführte Fahrradverleih der Hafenbetreiber ist (noch?) nicht zurückgekehrt in die Roermond City Marina.
Auch nicht ein Abstellplatz für die eigenen Fahrräder zum Anketten. Vielleicht gibt es noch eine Möglichkeit, so dass man sie irgendwo sichern kann – hoffentlich nicht am Bauzaun oder an den neuen Stegbrücken 😉
Bis 2016 gab es zudem vor dem Waschhaus eine Stange zum Sichern der Fahrräder. Vielleicht taucht diese wieder auf.

Gepäcktransport.

StegabschlussDie Transportwagen, die man für die Gepäckbeförderung vom Auto zum Boot benutzte, sind seit der Saison 2017 nicht mehr vorhanden. Vermutlich funktioniert der Transport mit den schweren Wagen nicht auf den steilen Stegbrücken. Diese wären bei voller Beladung bei einem Gang der Brücke hinunter kaum zu halten. Die meisten Schiffeigner wissen sich zu helfen und setzen eigene Transportmittel ein.

Eine bauliche Änderung wird es – wie wir gehört haben – noch an den Brücken zu den Stegen geben. Hier ist der Übergang mit einem Blech von den Brücken zu den Stegen sehr steil geraten. Für ältere oder behinderte Personen nicht geeignet. Aber auch für alle anderen könnte es leicht zu einem Sturz führen, nicht nur bei Nässe oder Glätte. Im Mai wurde das Problem behoben. Eine deutliche Verbesserung wurde durch Anbringung größerer Übergangsstücke erzielt.

Stegerneuerungen

Die Stege der Roermond City Marina werden nach und nach erneuert. Einige neue Stege sind bereits gekommen. Zwischen jedem Nachbarboot befindet sich dann ein Quersteg. Man hat somit einen Einzelplatz.
Die Abstände der Stege untereinander hat sich etwas vergrößert. Die Stege waren bereits früher komfortabel weit auseinander. Das Anfahren auf die Liegeplätze ist recht übersichtlich und einfach.

Es ist geplant, ein kostenfreies WLan-Netz für den Hafen zur Verfügung zu stellen. Es müssen aber erst noch Sendemäste aufgebaut werden, damit eine Flächenabdeckung für den kompletten Hafen besteht.

Keine Änderungen:

Einige „alte“ Vorteile sind natürlich geblieben, die auf die Lage zurückzuführen sind. Im Hafen ist es sehr ruhig. Es stört keine vielbefahrene Straße, die Lage ist sehr schön. Bis nach Roermond ist es nicht weit und man ist schnell mit dem Fahrrad oder zu Fuß dort.
Mal eben aus dem Hafen und im charmanten Dorf Herten einkaufen ist kein Problem. Ein Supermarkt ist mitten im Dorfzentrum. Erwähnenswert ist auch ein genialer Eisenwarenladen/ Heimwerkermarkt in Herten, Schoolstrat,  der quasi gleich nebenan der Marina liegt. Ob Werkzeug und -zubehör oder E-Kleinteile, hier bekommt man fast alles für Arbeiten am Boot und für das Heimwerke (Marcels Karweishop, Schoolstraat 27, Herten).

Einzelnes GrünGrün wird es sicherlich werden, in der Roermond City Marina. Einzelne zarte Pflänzchen sind bereits zu sehen. Neben der neuen Promenade wird noch ein (waagerechter) Grünstreifen eintstehen. Auch Bäume sollen noch gepflanzt werden. Vermutlich wird sich die Botanik im Hafen bis Ende Juni weiterentwickelt haben. Vielleicht sieht momentan alles noch ein wenig grau aus, aber wenn alles soweit ist, wird der Hafen sicherlich nochmals gewinnen.

UPDATE:
Mai 2017: Inzwischen ist es schon viel grüner geworden. Die Gräser konnten im warmen Mai gut wachsen.
Juni 2017: WLAN funktioniert. Das Einfahrtor funktioniert mit Karte.
Die Hafenfahrräder zum Verleihen wurden wieder gesichtet, es wurden einige Fahrradständer aufgestellt.
Juli 2017: Die Stege werden nach und nach mit abschließbaren Türen ausgestattet. Auf dem Youtubekanal des Betreibers werden Bilder der Stege gezeigt und aktualisiert.

August 2017: Fahrradständer wurden mittlerweiler verbreitet aufgebaut. Einige erhalten ein Dach. Die bereits geänderten Übergangstrittbretter der Stegbrücken werden nochmals geändert, um die Rutschgefahr bei Feuchtigkeit/Nässe zu vermindern.

Homepage des Betreibers: Klick
Facebookseite: Klick

Die boot: Törnberatung, Service + Abenteuer

Spiel: Bootfahren auf dem Rhein

Törnberatung für Wasserwanderer

Die boot hat viel zu bieten. Von vielen Messebesuchern  nicht wahrgenommen: Die Törnberatung in Halle 13. Hier wird dem interessierten Skipper eine kostenlose und fundierte Beratung über ein bestimmtes Gebiet angeboten.

Törnberatung

Die Beratung richtet sich sowohl an Charterkapitäne als auch an Bootseigner, die in einem unbekanntem Gebiet mit dem Schiff reisen möchten.

Mehrere Experten beraten über internationale Traumreviere wie die Karibik, Südsee und viele weitere. So gibt es auch Kompetenz in Sachen Törns auf dem Mittelmeer, der Adria und Inselwelten in Italien und Kroatien.
Auch eine Beratung über Binnengewässer vieler Länder Europas und über die Ost- und Nordsee fehlt hier nicht.

Für uns eine willkommene Gelegenheit, uns beraten zu lassen für einen unserer nächsten geplanten Törns. Unser Berater war Bernard Schwab. Herr Schwab zeigte uns auf der Seekarte viele Vorschläge für unsere geplante Reise. Er beantwortete alle unsere Fragen, zeigte viele Möglichkeiten auf, kannte sich bestens in dem Revier aus und erstellte individuelle Routen für uns, die auf unser Boot und unsere Zeitplanung abgestimmt sind.

Kurz zusammengefasst: Wir wurde sehr gut beraten, ungewollter Nebeneffekt: Wir wären nach der Törnberatung am liebsten sofort auf die Reise gegangen.

Hochseilgarten boot 2017Abenteuer im Fluss und hoch in der Luft

Auch in Halle 13 wurde ein Fluss- oder besser; ein Kanal (-ring) inmitten einer Gebirgslandschaft angelegt, den man im Kanu umpaddeln kann. Hier ist eine sehr hübsche Landschaft entstanden.

Die  Kinder, die die größte Nutzergruppe bildeten, hatten einen Riesenspaß beim Wasserwandern mit „ihrem“ Kanu. Kein Wunder, dass manche gar nicht mehr weiter wollten …

Direkt nebenan gibt es ein Klettererlebnis: Man kann durch einen Hochseilgarten mit vielen Tauen und Steigpunkten klettern, für die man viel Geschicklichkeit, eine gute Körperbalance, die nötige Kraft und sicherlich etwas Mut für benötigt, denn alles ist sehr wackelig und muss vom Kletterer ausgeglichen werden.

Der Kletterer steht fast unter der Hallendecke und hat einen wunderbaren Blick aus der Vogelperspektive. Natürlich ist er entsprechend abgesichert gegen das Runterfallen.

Hochbetrieb auf „The Wave“

Sehr gut besucht ist auch die „The Wave“ in Halle 2. The Wave ist eine künstlich erzeugte Welle, die bis 1,50 m hoch werden kann und in einem Bassin erzeugt wird.

Hier wird auf der 9 m breiten Welle gesurft und zwar so lange bis man stürzt. Dann wird man zwangsweise von der Strömung weggespült und findet sich am Ende des Beckens wieder.

Die Stimmung am Surfbecken war grandios. Gespannt und gleichermaßen fasziniert schaute man den Wellensurfern zu, von denen viele zum ersten Mal auf der Welle surften. Mehr Infos zur Anlage hatten wir hier.

The Wave - Surfen

Infostand und Vorträge für Einsteiger – Start Boating

Für neue Wassersportbegeisterte und für diejenigen, die die Materie noch prüfen, haben sich einige Initiatoren etwas einfallen lassen. So gibt es auf dem Stand Start Boating in Halle 10 viele Informationen für Einsteiger. Start Boating präsentierte sich bereits auf der letzten boot in 2016 und wird von Unternehmen der Bootsbranche, Medien und Verbänden und unter anderem auch von der boot Düsseldorf getragen. Hier werden alle Fragen beantwortet, Vorträge gehalten und es wird einfach miteinander geredet.

Start Boating Vortrag

Eine gut angenommene Idee ist das Computerspiel „Bootfahren auf dem Rhein“. Der Bootfahrer sitzt in einem kleinen Sportboot, ist mit einer 3-D-Brille bestückt und unternimmt eine rasante Fahrt auf  dem Rhein. Der Bootfahrer steuert über das Bootslenkrad und steuert die Geschwindigkeit mit dem Gashebel des Sportboots. Er muss durch Fahrrinnen fahren, anderen Schiffen ausweichen und soll schnellstmöglich am Zielpunkt sein. Die Zeit wird gestoppt. Begeisterte Gesichter bei der überwiegend jungen Testfahrergemeinschaft waren das Resultat.

Aber nicht nur in der virtuellen Welt, sondern auch in der wirklichen ist Start Boating aktiv und bietet reale Testfahrten auf dem Boot an.

Spiel: Bootfahren auf dem Rhein

 

boot Düsseldorf 2017 – Impressionen

Surfen auf THE WAVE

boot Düsseldorf ***** boot-Saison in Düsseldorf

Boot Düsseldorf 21.-20.1.2017Wie jedes Jahr Ende Januar ist es wieder soweit: Die weltweit bedeutendste Wassersportmesse, die boot Düsseldorf, öffnet am 21.1.2017 ihre Pforten. Mitten im Winter gibt es dann insgesamt neun Tage „boot-Saison“.

Auch dieses Mal dreht sich wieder alles um Luxusyachten, Motorboote, Segeln, Tauchen, Angeln, Urlaub auf und am Wasser sowie die neuesten Trendsportarten. In diesem Jahr sind sogar einige Aussteller mehr als im letzten Jahr vor Ort und die Messe ist noch internationaler geworden: Insgesamt 1813 Aussteller aus 70 Ländern sind vertreten.

THE WAVE – die erste stehende Deep Water Welle

Wir konnten uns schon im Vorfeld ein wenig umsehen und das ein oder andere Highlight entdecken. Für alle Action- und Trendsport-Fans – und die es noch werden wollen – bietet die boot in diesem Jahr erstmalig eine neun Meter breite stehende Welle an, die zum Wellenreiten einlädt. Mit zehn Pumpen wird das Wasser hochgepumpt und rauscht dann mit beeindruckenden 20 Kubikmetern pro Sekunde in das Surfbecken. Dort bildet sich eine stehende Welle aus, die einer echten „perfekten“ Meereswelle in nichts nachsteht.

Surfen auf THE WAVE
Surfen auf THE WAVE

Für uns zeigten die erfolgreichsten Surfer und Stand-Up Paddler der Welt, was man in so einer Welle alles anstellen kann. Wassersport ist allerdings nasser Sport und so muss man als Zuschauer hier etwas aufpassen, dass man nicht versehentlich eine Dusche abbekommt.

Aber nicht nur die Profis sollen auf der boot Düsseldorf in den Genuss dieser Welle kommen. Für Einsteiger lässt sich die Welle auch kleiner einstellen, so dass sogar Kinder einmal in diese Sportarten hineinschnuppern können. Anmeldungen sind täglich von 10:00 bis 11:00 Uhr möglich. Die nötige Ausrüstung wird von der boot gestellt.

Tauchen als Familiensport

Tauchen auf der boot Düsseldorf
Tauchen auf der boot Düsseldorf
Tanzshow im Tauchanzug
Tanzshow im Tauchanzug

In diesem Jahr präsentiert sich der Tauchsport auf der boot Düsseldorf als Familiensport. In zwei Tauchtürmen kann auch in diesen Sport hineingeschnuppert werden. Nach einer theoretischen Einweisung gibt es unter Anleitung einen ca. 15-minütigen Tauchgang. Dieses Schnuppertauchen ist auf der boot für jeden offen, der älter ist als 10 Jahre – und uns wurde versichert, dass es nach oben hin keine Grenze gibt. Auch ein körperliches Handicap sollte kein Handicap für das Tauchen sein und so gibt es am Donnerstag und Freitag ein Handicapped-Schnuppertauchen. Die Ausrüstung für das Schnuppertauchen wird von der boot zur Verfügung gestellt. Noch sportlicher präsentiert sich eine Tanzgruppe, die Showtänze im Tauchanzug vorführen wird.

Forschen auf der boot: Meeres- und Gewässerschutz

Am Mitmachstand Wasserproben analysieren
Am Mitmachstand Wasserproben analysieren

In Halle 4 kann man selber einmal Wasserproben aus unterschiedlichen Meeresregionen auf mikroskopisch kleine Plastikteilchen untersuchen. Die Wasserproben werden zunächst gefiltert und die Rückstände getrocknet, bevor sie unter einem Mikroskop angesehen werden können. Die kleinsten Plastikteilchen, die man dann in der Probe finden kann, können dann auf ihre Zusammensetzung hin analysiert werden. Dieser Mitmachstand ist leicht zu erkennen: Eine 20 Meter lange Nachbildung eines Pottwals ist dort „gestrandet“. Es lohnt sich, am Kopf des Wales einmal in die Knie zu gehen, denn im Wal versteckt sich eine echter Wal-Schädelknochen.

Superyachten, Boote und Bootszubehör

Princess 43 Flybridge
Princess 43 Flybridge

In diesem Jahr ist die Halle der Superyachten komplett ausgebucht. Die größte und teuerste Yacht der boot Düsseldorf ist in diesem Jahr wieder die Princess 30M. Die hatten wir  aber bereits im vergangenen Jahr ausgiebig begutachtet. Deswegen haben wir uns dieses Mal auf ein kleineres Modell konzentriert, die Princess 43 Flybridge, über die wir in einem der nächsten Beiträge berichten werden.

Rive-Boote 50er Jahre
Rive-Boote 50er Jahre

Einen kleinen Ausflug in die Vergangenheit kann man im Classic Forum in Halle 14 machen. Eine Riva, in den 50er Jahren Symbol für Luxus und Lebensfreude und aus zahlreichen Filmen bekannt, kann dort ersteigert werden.

Den größten Teil der boot Düsseldorf machen aber wie in den letzten Jahren wieder die vielen Motor- und Segelboote sowie das unterschiedlichste Bootszubehör aus. Auch Urlaubsdestinationen kommen nicht zu kurz – sei es die Hotelanlage mit Wassersport-Angeboten oder die vielen interessanten Charterreviere.

Bavaria Selgeljacht

Eintrittspreise, Öffnungszeiten und Anfahrtbeschreibung zur boot Düsseldorf gibt es unter www.boot.de.

Princess Yachts * A30 – Luxus auf 30 Meter

Princess Yachts – Entstehung

1965 verwirklichte David King in Plymouth, am Ufer des Ärmelkanals gemeinsam mit den beiden Brüdern Cliff und Mike Viney den Bau ihres Projekts: Ein Sportboot nach ihren Vorstellungen, das für private Eigner gebaut werden sollte. Das erste Boot war ca. 10 m lang. Es erhielt die Bezeichnung Project 31. Von diesem Typ wurden über 150 Boote weltweit verkauft.
Es wurde eine Werft gegründet, die zunächst „Marine Projects Ltd“ hieß. Erst später wurde die Firma von David King und seinen Partnern umgetauft zur „Prinzessin“, auf Englisch „Princess“ bzw. in der aktuellen Firmenform: Princess Yachts International Plc und gehört seit 2008 zu einer Investmentgruppe.

Project 31 Princess Yachts

Von 1966 bis 1969 wurden bereits über 130 Boote gebaut und verkauft. Man erkannte das Potential, das in diesem Markt steckte. Ab 1970 produzierte man bereits unter dem Namen Princess. Von der Princess 32 wurden in zehn Jahren insgesamt über 1200 Stück verkauft. Damit war sie eine der erfolgreichsten Boote der Werft. In den 70-ern folgten weitere Modelle, es wurden Yachten ab 25 Fuß aufwärts gebaut, darunter waren viele mit Flybridge.

2015 – Princess Yachts feiert 50-jährigen Geburtstag

Princess 30 M Luxusyacht
Princess 30M

Der Trend geht bei Princess Yachts  zu immer größeren Schiffen. Zudem konnte die Produktion erhöht werden. Heute gibt es laut der Werft insgesamt 2300 Mitarbeiter. Schiffe von 40 Meter Länge sind keine Seltenheit.

2016 wird Princess Yachts also bereits 51 Jahre alt. Auf der boot Düsseldorf 2016 hatte Princess einen der größten Messestände. Insgesamt wurden neun Yachten ausgestellt.

Eine der erstgebauten Project 31, Charlotte, wurde anlässlich des 50-jährigen Firmenjubiläums von Princess zurückgekauft und ihr Retrodesign wurde liebevoll wiederhergestellt. Um das möglichst originalgetreu zu schaffen, wurden dafür die Bootsbauer von Project 31 aus dem Ruhestand heraus engagiert. Mit Erfolg, denn Charlotte war Teil der Messeausstellung in Düsseldorf und sieht wie ein Neuboot aus.

Charlotte wurde sie erst nach dem Refit genannt, und zwar weil sie im Geburtsjahr der Prinzessin Charlotte, Tochter von Prinz William und Herzogin Kate restauriert wurde. Die letzte Eignerin soll auch den Namen Charlotte gehabt haben.

Die Werft stellt zusätzlich zu Charlotte weitere acht Yachten aus. Auf der 2016er boot ging es größenmäßig mit der Princess 43 los, die größte ausgestellte Yacht ist die 99 Fuß lange Princess 30M mit dem Namen Kohuba.

Die Princess 30M – Ein Portrait

Die Kohuba ist nun als Charteryacht auf den balearischen Gewässern im Einsatz und kann zu einem Wochenpreis ab Euro 75.000 (Hochsaison € 85.000/Woche) gechartert werden. Nebenkosten wie Treibstoff sind noch nicht enthalten. Perfekt wird der Charterurlaub auf der Kohuba, wenn eine bis zu fünfköpfige Crew angeheuert wird, die für den relaxten und sorglosen Urlaub auf dem Schiff sorgt.

Die Daten:
Länge: 30,45 m,
Breite: 7,05 m,
Tiefgang: 2,06 m,
Verdrängung: 98 t,
Dieseltanks: 12200 l,
Wassertanks: 1600 l,
Grauwassertank: 700 l,
Schwarztank: 550 l.

Motoroptionen: 2 x 1925 PS CAT, maximal 2 x 2637 PS MTU.
Je nach Motorisierung und Beladung: 22 – 27 Knoten (40 – 50 km/h).

Die Heckgarage ist groß genug für einen 4,5 m langen Tender.

Ausgelegt für bis zu 13 Personen, wobei 5 Crewmitglieder enthalten sind.

princess yachts Kohuba

Vor der offiziellen Eröffnung der boot 2016 hatten wir die Gelegenheit, das größte ausgestellte Schiff der boot Düsseldorf 2016, die Princess Yachts 30M zu besichtigen.

princess yachts AchterdeckDas Achterdeck mit gemütlicher Sitzecke. Am Heck sind an Back- und Steuerbord zwei Treppen, die zur Badeplattform führen.

princess yachts Salon

Speisen im Salon am großen Esstisch.

princess yachts WohnbereichAlles machte einen großzügigen Eindruck. Mobiliar, das einem nicht gefällt, kann man zum Glück entfernen.

princess yachts BalkonEin nettes Highlight ist der Drop-Down-Balcony. Obwohl man noch nicht auf der Flybridge ist, sind fast alle anderen Boote bereits unter einem.

princess yachts AnkergeschirrAchtung, nicht stolpern! Am Bug angekommen, sieht man das Kettengeschirr für die beiden Buganker und vier Klampen. Platz ist dennoch ausreichend vorhanden, um zur Bug-Sitzecke zu kommen (s.u.)

princess yachts Bug-Sitzecke

Der sonnen- und regengeschützte Bugsitz- und Liegebereich. Ein wenig erinnert die U-Sitzecke an einen Strandkorb. Auf Musik muss man dank Lautsprecher und Anlage nicht verzichten.

princess yachts Gangbord

Wenn die Backbord-Tür geöffnet ist und man hier vorbei will, muss man die Tür schließen. Da die Tür zur Küche recht breit ist und deshalb weder innen- noch gangbordseitig geöffnet werden kann, hat man diesen Schwenkmechanismus verbaut. Die Gangbord-Seitenwand ist hoch, erfreulich oft finden sich Festhaltestangen.

princess yachts TeeküchePraktisch. Die Tee- und Kaffeeküche mit den Kühl- und Eisschränken. Hier wird nicht gekocht.

princess yachts WeinlagerungDarf nicht fehlen: Die klimatisierte Weinlagerung auf der 30M. Gleich nebenan findet sich eine kleine Sitzecke und die richtige Küche.

princess yachts Küche

Teil 1 der Küche: Die Küche ist komplett mit allen elektrischen Geräten. Eine schöne Aussicht gibt es außerdem.

princess yachts Teil 2 der Küche.

princess yachts Eigner SuitEdel und groß. Die Eigner-Suit mit Kingsize-Bett und Schreibtisch.

princess yachts Bad + Dusche

Das Eigner-Badezimmer mit Dusche.

princess yachts Helm

Princess Yachts 30M, der Steuerstand. Auffällig ist der zentral positionierte „Anlehnstuhl“. Insgesamt wirkt dieser Bereich recht „kuschelig“ für ein Schiff dieser Größe. Aber es gibt ja noch den zweiten Steuerstand auf der Flybridge. Lassen wir uns überraschen, wie oben die Platzverhältnisse sind.

princess yachts Stiege

Blickfang: Diese bequem zu steigende Treppe führt zur Flybridge.

princess yachts Flybridge

Auf der Fly angekommen, hat man diesen Blick Richtung Bug. Man schaut direkt auf die große Sitzecke an Backbord, dahinter befindet sich eine Wetbar mit Kühschrank, Spüle und Theke. Gleich nebenan an Steuerbord ist der Steuerstand. Im Blickfeld rechts befindet sich außerdem ein Esstisch. Die Aussicht von oben vermittelt ein Gefühl der Größe des Schiffes. Die anderen Boote wirken spätestens von hier oben sehr klein, obwohl wir uns in Halle 6 mit den Superyachten befinden.

princess yachts Helm Fly

Der Steuerstand auf der Fly ist wesentlich bequemer und übersichtlicher. Das mag auch daran liegen, dass das Schiff meistens von der Fly gesteuert wird.

princess yachts Essecke FlyDining-Area hinter den Steuersitzen an Steuerbord. Rechts oben im Bild der Kran neben dem Spa Bad, siehe auch das folgende Foto.

princess yachts Fly WhirlpoolEin Whirlpool auf der Flybridge achterlich. Hinter dem Pool sieht man die Garage des Motorrads und an Steuerbord den Kran, der es an Land transportiert.

princess yachts Fly Treppe

Blick von der Fly abwärts mit hochgeklappten Dach.

princess-yachts crew

Der Crewbereich besteht aus 3 Kabinen im Bugbereich.

princess-yachts crew 2 princess-yachts captains cabinDie Einzelkabine für den Kapitän.

Bentley

Auch ein adäquates Fahrzeug für den Eigner oder Charterkunden wurde vorgestellt. Bentley war so freundlich, etwas zur Dekoration beizutragen 🙂

Fotos: Frank Beer Fotografie für bootssaison.de

Friesland-Bootsurlaub Etappe 6: Princenhof-Sneek

Vom Princenhof nach Sneek

Das Kanal- und Seengebiet rund um das Naturschutzgebiet Princenhof im Nationalpark „De Alde Feanen“ gehört für uns zu den schönsten Fleckchen Frieslands und ist immer eines der Highlights unserer Friesland-Bootsurlaube. Wunderschöne Natur, absolute Ruhe und wunderbare, gepflegte Marrekrite-Anleger lassen einen Aufenthalt dort zu einem besonderen Erlebnis werden.

Marrekrite-Liegeplatz am Doekesleat im Nationalpark "De Alde Feanen"
Marrekrite-Liegeplatz am Doekesleat im Nationalpark „De Alde Feanen“

In dieser schönen Landschaft macht es uns überhaupt nichts aus, dass man nur sehr langsam fahren darf. Mit 6 – 9 km/h geht es ganz gemächlich durch die Wasserwege und Seen, vorbei an kleinen Inseln und hübschen Ferienhäuschen. Um uns herum ist die Natur  so schön, dass wir noch den einen oder anderen Kreis fahren, um unseren Aufenthalt hier noch ein Weilchen auszudehnen – und natürlich um Fotos zu machen.

Im Princenhof
Im Princenhof
Im Naturschutzgebiet Princenhof
Im Naturschutzgebiet Princenhof

Heute steht das Genießen der schönen Landschaft des Nationalparks im Vordergrund, und deswegen haben wir nur eine kurze Etappe eingeplant. Dabei wollen wir auch noch ein für uns neues Stückchen Strecke erkunden. Bisher waren wir immer über die Kromme Ie Richtung Pikmar bei Grou gefahren, eine sehr schöne Strecke. Dieses Mal interessierte uns eine andere Route, vorbei an Goengahuizen, die durch zwei kleine offenstehende Schleusen führt. Während der Anfahrt sehen die Schleusen extrem eng aus – aber es passt! Hinter der zweiten Schleuse gab es eine Kaffeepause mit Kuchen, an einem Anlegeplatz direkt an einer Mühle und mit ein paar Hausbooten als Nachbarschaft – sehr hübsch!

Kaffeepause
Kaffeepause
Schleuse im Janssleat
Schleuse im Janssleat
Freie Liegeplätze an der Peanster Ie
Freie Liegeplätze an der Peanster Ie

Vor dem Waterpoort in Sneek

Über den Prinses-Margriet-Kanal und das Sneeker Meer ging es zügig weiter Richtung Sneek. Unser Ziel ist heute ein Liegeplatz vor dem Sneeker Waterpoort, dem Wahrzeichen von Sneek. Die Stadt bietet viel: sehr gute Einkaufs- und Ausgehmöglichkeiten und viele Passantenliegeplätze mit Strom, sanitären Einrichtungen und der Möglichkeit, Frischwasser zu tanken. Vor der Stadtdurchfahrt dann die positive Überraschung: in Südwest-Friesland wurde das Brückengeld abgeschafft und wir hatten freie Fahrt! Ein schöner Liegeplatz war auch noch frei, und wir konnten den Tag  mit Blick auf das Waterpoort beschließen.

Passantenliegeplatz vor dem Sneeker Waterpoort
Passantenliegeplatz vor dem Sneeker Waterpoort

Die Übernachtung im Passantenhafen von Sneek schlug mit 10,75 € zu Buche. Unser Kartenmaterial für diesen Tag unsere Bootsurlaubes war die ANWB Waterkaart B „Friesland“*, und wie immer der Wateralmanak 2: Nederland – Belgie (Vaargegevens)*. Sehr hilfreich und informativ ist auch das Buch Friesland: Routen und Reviere zwischen Ems und IJsselmeer* von Manfred Fenzl mit schönen Routenvorschlägen, Bildern und nützlichen Informationen zu den schönsten Flecken in Friesland.

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