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Nach dem Brand – Wintersaison 2014/15

Der große Brand

Wintersaison 2014/15: Eine wie keine!

Wie auch im Vorjahr verbrachte Fiona die Winterpause in der Halle im Steel Haven in Roermond. Wir hatten uns vorgenommen, während des Winterlagers das Antifouling zu erneuern, ihr ein Bugstrahlruder und ein gutes Ladegerät zu spendieren. Und als erstes wurde sie gründlich gereinigt und poliert.
Als aber unser Radiowecker am Morgen des 16.12.2014 wie üblich mit den Nachrichten anspringt, sind wir sofort hellwach. Es gäbe einen großen Brand einer Bootshalle im Zentrum von Roermond mit 100 Yachten (diese Zahl wurde später runtergesetzt auf Werte um 65), und die gesamte Innenstadt von Roermond sei wegen Asbestbelastung abgesperrt. Kurzerhand wurde das Frühstück verschoben und wir setzten alle Informationsquellen in Gang, um herauszufinden, was da los war.

Bootshalle/ Winterlager

Wir wähnten Fiona bereits verloren, als wir hörten, dass der Brand im Hafen Het Steel unsere direkten Nachbarhallen 4 und 5 vollständig zerstört haben sollte und alle darin befindlichen Boote verbrannt seien. Unser Boot war in der größten Halle des Hafens, genau gegenüber der abgebrannten Doppel-Bootshalle auf der anderen Straßenseite. Geschockt waren wir, voller Mitgefühl für die Eigner, die ihre Boote verloren hatten, aber auch sehr erleichtert dass Fiona nicht betroffen war!

Dieses war bereits der dritte Brand in einem Winterlager in der Region, aber es sollte noch nicht zu Ende sein. Während dieser Wintersaison wurden durch insgesamt 4 Brände in Winterlagern und Häfen in der Nähe von Roermond sehr große Schäden angerichtet.

Winterarbeiten 2015

Der Winter 2014/15 war nicht wirklich kalt, aber etwas kälter als der im Vorjahr. Erst ab März lagen einige Male die Temperaturen in dem Bereich, dass man GFK-Arbeiten machen konnte, wollte man die Mindesttemperaturen für die Verarbeitung einhalten.

Bugstrahlruder ist eingebaut

So kam es, dass erst spät im März mit den GFK-Arbeiten wie mit dem Auftragen des Antifoulings begonnen werden konnte und erst Anfang April unser Bugstrahlruder, ein Side Power SE40 eingebaut war. Dank unseres Freundes Alexander [den wir jetzt nur noch den weltbesten Bootselektriker von Roermond  nennen 😉  ] und seinem verbautem 95 mm2-Kabel, kommen am Bugstrahlruder 12,5 Volt vom (damals schon defekten) Bleiakku  an. Die 12,5 Volt verhelfen dem Side Power zu etwa 48 kg Schubkraft, die den Bug sogar bei sehr starkem Wind in die gewünschte Richtung bringt. Mit kleinen „Tricks“ wie zum Beispiel kurzen Gasstössen bei eingeschlagenem Ruder kann man nahezu quer fahren.

Das Notwendigste wird noch eingepackt

Außerdem wurde ein höherwertigeres Ladegerät von Victron samt Fernbedienung verbaut, so dass die um 180 % erhöhte Batteriekapazität auch angemessen versorgt werden kann. Dank Fernbedienung des Victron Ladegerätes besteht die Möglichkeit, den Land-Ladestrom stufenlos bis auf 10 % runterzuregeln, so dass bei schwach abgesicherten Leitungen auf Stegen nicht gleich die Sicherung rausspringt.

Fürs “frische” Aussehen bekam Fiona noch eine Reinigung und eine Politur. Anschließend wurde die Politur mit Wachs versiegelt. Dank der 3M Politur und Versiegelung und dem Schleifgerät Festool Rotex 150* sahen Rumpf und Deck sehr gut aus, hatten einen tollen Glanz und das Gelcoat war sehr glatt.

Happy End

Da es Anfang April noch immer sehr kalt und windig war, verschoben wir schweren Herzens den heiß ersehnten Kranungstermin vom ursprünglich geplanten 2. auf den 8.4.  Am 8. zeigte sich der April von seiner guten Seite und wir konnten das Boot bei schönem Wetter kranen. Wir waren unglaublich froh, diese Wintersaison überstanden zu haben. Wie auch viele weitere Bootseigner in Roermond und in anderen Marinas, denn nach den vielen Bränden mochte kaum jemand noch an Zufall glauben.

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