Törnliteratur: Küstenhandbuch Kroatien und Slowenien Koper- Split

Küstenhandbuch Kroation und Slowenien
Küstenhandbuch Kroation und Slowenien

Die Ostküste der Adria mit Slowenien und Kroatien gehört zu den beliebtesten Zielen für Wassersportler. Segler und Motorbootfahrer kommen hier in den Genuss eines wunderschönen Revieres mit hervorragender Infrastruktur. Und natürlich darf die entsprechende Törnliteratur und gutes Kartenmaterial nicht fehlen. Unser Tipp:

Das Küstenhandbuch

Für unseren Dalmatien-Törn hatten wir als Seekarte das Küstenhandbuch Kroatien und Slowenien: Koper – Split*, erschienen in der Edition Maritim des Delius Klasing Verlags in der 5. Auflage von 2017 (Der Link geht auf die aktuelle Version).  Die Autoren Bodo Müller und Jürgen Strassburger liefern in ihrem Werk nautische Informationen für Motorbootfahrer und Segler. Das Buch ist in Ringbuchbindung produziert, so dass man eine gewählte Seite dauerhaft und ohne Knicke aufschlagen kann. Der Küstenabschnitt von Koper in Slowenien bis nach Split in Dalmatien wird im Detail behandelt und ist auf richtigen Seekarten abgedruckt.

Die ersten 20 Seiten befassen sich mit allen relevanten Informationen wie z.B. Einreise, Anmeldung, Hafenämter, Vorschriften, Gebühren, Wetterberichte und alles Wissenswerte in kompakter Form. Bereits beim Aufschlagen der Titelseite entdeckt man rückseitig die Kartenlegende und die aufklappbare Doppelseite. Hier ist die komplette Küste in Rechtecke eingeteilt und mit Nummern versehen. Will man beispielsweise zur Seekarte der Insel Rab gehen, so findet man schnell in der Übersichtskarte die entsprechenden Nummer. Die Nummer  gibt die entsprechende Seite im Buch an. Man hat eine richtige Seekarte zur Verfügung in der aktuellsten Fassung.

Die Karten sind aus den offiziellen Daten des Kroatischen Hydrographischen Instituts im Maßstab 1:80000 erstellt worden. Aktuelle nautische Korrekturen können kostenlos von der Website des Verlages heruntergeladen werden. Auf der Seekarte werden wichtige Orte wie Häfen, Ankerbuchten und Bojenfelder in einer Ausschnittvergrößerung dargestellt. Diesem Ausschnitt kann man zusätzliche Informationen entnehmen, z.B. Untiefenlinien, Wassertiefe, Tankstellen, ob eine Bootsrampe vorhanden ist, Restaurants, Versorgungsmöglichkeiten etc. Auch Informationen über die Liegeplatzsicherheit bei Bora werden gegeben, über die Beschaffenheit des Ankergrundes und auch wie hoch entsprechende Liege-/Ankergebühren sind.

Durch das übersichtliche A4 Format, das in die Breite wächst, ist Ordnung auf dem Kartentisch. Es eignet sich besonders für Boote, die nicht den Platz für große Karten haben. Ein schnelles Wegfliegen des Küstenhandbuchs in offenen Booten ist aufgrund des Buchgewichts nicht so leicht möglich. Die Seiten bestehen aus hochwertigem Papier, das ein wenig Spritzwasser aushalten kann. Insgesamt ist das Buch sehr übersichtlich aufgebaut. Will man die benötigte Seekarte später wieder aufschlagen, kann man die Titel-Doppelseite als Seitenmerker benutzen.

Fazit

Dank der vollständigen Küstenkarten ist das Küstenhandbuch für die Navigation geeignet. Es wird durch informative Fotografien aufgewertet. Für uns war dieses Werk sehr nützlich und lag während unserer gut dreieinhalbwöchigen Adriareise auf unserem Kartentisch als sinnvolle Ergänzung zum Kartenplotter mit aktueller Kartensoftware.

Literaturlinks, Adverts:

888 Häfen

Schlemmertörns in Kroatien

Hafenguide Kroatien Montenegro Slowenien

Törnführer Kroatien und Slowenien

Landgewinnung in der Wallonie

Maas: Am 1. April 2018 dreht Belgien den Hahn ab

In der Wallonie gibt es für die Maas ab Namur stromaufwärts große Veränderungen. Die Wallonie will attraktiver werden und interessantere Freizeitmöglichkeiten anbieten. Hierdurch soll die Wallonie wirtschaftlich belebt werden. Schon seit längerer Zeit nimmt die Berufsschifffahrt auf der Maas stromaufwärts immer mehr ab. Die größer werdenden Schiffe der Berufsfahrt nehmen auf ihrem Weg in den Süden die Sambre. Niedrige Brückenhöhen auf der Maas und der größere Tiefgang moderner Fracht- und Tankschiffe lassen die Maas ungeeignet erscheinen. Da die Wallonie aus finanziellen Gründen keinen Kanal bauen möchte wie zuvor z.B. der Julianakanal in den Niederlanden, der ebenfalls parallel zur unschiffbaren Maas verläuft, wurde nach alternativen Möglichkeiten für die weitere Nutzung der Maas gesucht. Dabei stehen sowohl Tourismus als auch Umweltschutz im Vordergrund.

Um den Flusslauf der Maas touristisch zu erschließen, soll zweigleisig gefahren werden. Für eine erweiterte Wassersport-Nutzung soll sie im Bereich von Yvoir aufgestaut werden, so dass großzügige Strände entstehen können.

Maasstrand
Zukünftiges Strandleben am Maas-Stausee

Auf französischer  Seite wird der Canal de la Meuse weitergebaut, so dass es eine Verbindung zum Canal de la Sambre à l`Oise gibt, der das Wasser der Maas aufnehmen wird.

Das Flussbett nördlich des Stausees wird kein Wasser mehr führen. Es wird vollkommen umgestaltet. So sollen Teile davon mit Eichen aufgeforstet werden, damit sich die selten gewordene Bechsteinfledermaus ansiedeln kann. Die Aufforstungsgebiete sollen parkähnlich gestaltet werden und sowohl als Wandergebiet als auch als Weidegrund für frei laufende Rinder und Pferde dienen.

Bisher Flussbett, demnächst Heimat von Fledermäusen, Rindern und Wildpferden.

„Natürlich kann es dazu kommen, dass auf niederländischer Seite der Wasserstand der Mass aufgrund unserer Maßnahmen absinkt. Wir vertrauen aber darauf, dass die für die niederländischen Wasserstraßen zuständigen Behörden geeignete Maßnahmen ergreifen werden“, sagt Michel Foret, Minister für Raumordnung, Städtebau und Umwelt von Wallonien.

Mit den Arbeiten wurde bereits Ende September 2017 begonnen. Von überall kommen schon Gäste nach Yvoir, um sich auf das neue Strandleben einzustimmen, das im Sommer auf Hochtouren laufen soll. Das wallonische Fremdenverkehrsbüro hat insbesondere junge zahlungskräftige Kurzzeit-Urlauber im Sinn, die mal ein Wochenende ausspannen möchten.

Veröffentlicht am 1. April 2018

Ihr habt es bestimmt schnell gemerkt – dieser Artikel ist natürlich ein Aprilscherz. Die Fotos sind entstanden bei der  Maasabsenkung und -sperrung in Belgien, September 2017.

Princess S78 – Neues S-Reihe Flaggschiff

Die neue Princess S78 – Princess schärft das Profil der S-Reihe

Die Princess S78 ist das neue Flaggschiff der S-Reihe. Die S78 wird aktuell auf der Boot in Düsseldorf ausgestellt. Schaut man sich die Seitenansicht an, so wirkt es auf den ersten Blick wie ein Schiff ohne Fly. Dass es eine Flybridge hat, erkennt man erst, wenn man genauer hinsieht. Die Flybridge nennt Princess „Sportbridge“. Sie ist unauffällig und überdacht nicht die komplette Plicht. Klein ist sie dennoch nicht.

 

Die Werft versteht das Schiff als luxuriöses, aber dennoch sportliches und leistungsstarkes Schiff. Das Cockpit fühlt sich noch größer an als es schon ist. Die Sitzmöbel im Heck (Sitzecke zwischen Tür und Liegeflächen) sind in der Entfernung zueinander individuell einstellbar. Man kann ein Setup vornehmen, so dass man die Sofas zum Tisch näher fixiert. Oder man baut so auf, dass man zwei Sitzgruppen hat.

Neue Qualität im Innenbereich

Stolz ist Princess auf die durchgeführten Veränderungen und Verbesserungen der Qualität. Die S78 hat riesige Teakflächen, die ab der groß dimensionierten Badeplattform zum Einsatz kommen. Spezielle Farben, Lackierungen sind sorgfältig aufeinander abgestimmt. Die Materialanmutung macht einen hervorragenden Eindruck. Die Werft verbaute eine Naim Audioanlage, die fast alle auftretenden Geräusche übertönen dürfte. Die Lautsprecher befinden sich auf der Bridge, im Salon, im Cockpit und in der Eignersuite.

Salon

Rumpf/Außen

Der Rumpf erzielt mit den angebotenen Maschinen Geschwindigkeiten bis zu 39 Knoten. Die S78 besitzt eine Tendergarage, in die ein maximal 4,45 m langes Beiboot passt. Für einfaches Wassern des Beiboots ist die Badeplattform der Princess S78 hydraulisch absenkbar.

Sportbridge S78

Die Fly: Das Ausstellungsboot in Düsseldorf hat eine Sitzecke mit einem Tisch. Neben dem Sessel für den Skipper gibt es einen weiteren mittig angeordneten Ledersessel. Daneben, an Backbord befindet sich eine Sitzecke.

Princess S78Das Vordeck ist bestückt mit bequemen Liegeflächen und Bänken.

Interior

Die Princess S78 bietet mindestens acht Gästen Platz, überwiegend in bequemen Suiten. Allein im Vorschiff gibt es drei Bäder und drei Kabinen. Achterlich gibt es eine Kabine mit Zugang von der Badeplattform. Dieser Raum mit mehreren Kojen ist für die Crew oder für zusätzliche Gäste vorgesehen. Von dieser Kabine aus geht es in den Maschinenraum.

Eignersuite S78

An Backbord im Salon führt eine separate Stiege in die Eignersuite. Sie befindet sich mittschiffs und nutzt die ganze Breite der S78. Die Eigner haben das größte Bad mit zwei Waschbecken, separater Dusche und WC. Schränke und Staumöglichkeiten gibt es genug. Eine Waschmaschine befindet sich direkt vor der Eignerkabine.

Der Salon ist dank elektrischer Plissees visuell abschottbar. Die Küche ist im Salon im achterlichen Bereich an Steuerbord. Auch an einen großen Eisschrank wurde gedacht.

Die Fenster zum Cockpit lassen sich hoch- und die Tür aufklappen. Es entsteht ein großer Raum von der Badeplattform bis zum Ende des Salons.

Zugang Salon

Die Geschwindigkeit beträgt maximal 39 Knoten, wenn die S78 mit der 1900 PS starken Maschinenoption ausgerüstet ist und ausschließlich moderat beladen ist. Das Gewicht beträgt ohne Zuladung 49,5 Tonnen.

Daten:

Länge über alles: 24,66 m
Breite: 5,76 m
Tiefgang bei voller Beladung ca.: 1,77 m
Verdrängung, leer: 49,5 t
Dieseltankkapazität: 6000 l
Wassertankkapazität: 1150 l
Heißwassererhitzer: 200 l
Schwarztank: 450 l

Maschinen:

MAN V12, 2×1800 PS, max. Geschwindigkeit: 36-38 Knoten
MAN V12, 2×1900 PS, max. Geschwindigkeit: 38-39 Knoten

Geschwindigkeitsangaben gelten für halbe Beladung und ohne zusätzliche Ausstattung an Bord/ Angaben ohne Garantie.

Fotostrecke Princess S78

Zwei große Liegewiesen achterlich in der Plicht

 

Essecke im Salon

An Backbord neben dem Cockpit ist eine Sitzecke. Vor der Sitzecke ist die Treppe zur Eignerkabine.

Mittig angeordnete Steuersessel auf der Fly. Das Biminigestänge ist umlegbar, wie man beim Ausstellungsboot in Düsseldorf sehen kann.

Steuereinheit auf der Flybridge.

Die Eignersuite mittschiffs.

Waschmaschine S78

Im Flur vor der Eignersuite ist die Waschmaschine im Schrank untergebracht.

Das Eignerbad.

Marinero Kabine S78

Crew-/Gästekabine achterlich an Steuerbord. Zugang von der Badeplattform mit Tür zum Maschinenraum.

Maschinenraum S78

Der Maschinenraum mit den MAN Triebwerken.

 

Ähnliche Artikel: Princess-Luxus auf 30 Metern

Boot 2018 in Düsseldorf – Die Welt des Wassersports

Es ist wieder soweit – wie jedes Jahr im Januar steht ein Besuch auf der BOOT 2018 in Düsseldorf an, der weltweit größten Boots- und Wassersportmesse. In diesem Jahr findet sie vom 20.-28. Januar statt. Fast 1900 Aussteller aus mehr as 60 Ländern stellen ihr Angebot vor und laden zu einer spannenden Reise durch die gesamte Welt des Wassersports ein.

Die Boot 2018: Wasser, Action und noch mehr Wasser

Sportlich geht es in Halle 3 los. Seit vielen Jahren schon ist hier das Tauchzentrum der BOOT Düsseldorf, mit dem beliebten Tauchbecken und dem Tauchturm. In diesem Jahr neu im Design einer Tauchbasis mit Bambushütten und Palmen. In Halle 4 gibt es Zugboote zu bestaunen, aber auch den großen “love your ocean”- Stand mit Mitmachaktionen für Kinder und  Informationen über den globalen Schutz der Meere.

Boot 2018

Noch mehr Action gibt es neu in Halle 8, wo in diesem Jahr der gesamte Trendsportbereich stattfindet. Die stehende Welle “THE WAVE” ist aus Halle 1 hierher umgezogen und bietet zusammen mit dem Flatwater Pool mit Wakeboard-Seilbahn jede Menge Wasser. Hier hat man viele Möglichkeiten, die ein oder andere Wassersportart selber auszuprobieren oder eine der Shows der Profis zu genießen. Erstmalig zu sehen ist das “Foiling” mit Surf- oder sogar SUP-Boards. Was für Wasserfahrzeuge schon länger bekannt ist, erobert jetzt auch den Boardsport: Damit ein Wasserfahrzeug oder eben jetzt auch ein Board über dem Wasser schweben und hohe Geschwindigkeiten erreichen kann, sorgt eine Art Tragefläche unter dem Wasser für Auftrieb.

Foil SUP

Unter Segel oder unter Motor

Die Hallen 9 und 10 der Boot 2018 in Düsseldorf sind voll mit größeren und kleineren Motorbooten und Bootsmotoren. Alle international renommierten Hersteller sind dabei. Tipps für Einsteiger gibt es am Stand von START BOATING in Halle 10, wo man bei einer virtuellen Fahrt im Motorboot über den  Rhein schon einmal erste Erfahrungen sammeln kann. Wassersportbekleidung, technisches  Zubehör und Ausstattung für das eigene Boot findet man in Halle 11.

Segler kommen in den Hallen 14 und 15 bis 17 auf ihre Kosten. In Halle 14 kann man selber Hand an die Pinne legen und in einer Jolle das Segeln ausprobieren. Riesige Windmaschinen sorgen für eine steife Brise. In den Hallen 15 bis 17 gibt es zahlreiche Bootspremieren zu bestaunen. Das Bühnenprogramm informiert über aktuelle Entwicklungen und Trends wie Foiling, und auch spannende Segelberichte sind dort Thema.

Purer Luxus

Luxuriös geht es in den Hallen 5, 6 und 7a zu. Es gibt Luxusyachten bis zu 35 Meter zu bestaunen. Die Anbieter präsentieren ihr hochpreisiges Segment – Werften wie Azimut, Sanlorenzo, Ferretti, Princess, Sunseaker oder Monte Carlo stehen für Traumboote mit edelster Ausstattung. Luxuriöse Ausstattungsdetails für Megayachten werden in Halle 7a geboten.

Princess Stand 19.1.18

Der nächste Urlaub – auf dem Wasser

Aber auch ohne eigenes Boot steht einem Urlaub auf dem Wasser nichts im Wege. In Halle 13 lädt ein 90 Meter langer Flusslauf zum Testpaddeln ein, und es werden die schönsten Ziele für einen Urlaub mit viel Wasser präsentiert. Hier gibt es auch Anbieter von Hausbooten und Charter-Agenturen.

Kreuzfahrer versucht man ebenfalls anzusprechen: Erstmals ist AIDA auf der BOOT Düsseldorf vertreten und präsentiert eine komplett ausgestattete Kabine. Probeliegen ist erlaubt!

Die Boot 2018 ist täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Eintrittskarten können auf www.boot.de online geordert und zuhause ausgedruckt werden. Sie dienen gleichzeitig zur kostenlosen An- und Abreise im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr bis zur Preisstufe D, Region Süd.

Happy Birthday – Bavaria ist 40 geworden

Bavaria Yachts hat viele Boote auf mehreren Ständen in Düsseldorf ausgestellt.Ein Besuch lohnt sich sowohl für Motorbootfahrer als für Segler.

Bavaria 707Ein besonderes Boot ist die “707”, das erste von Bavaria gebaute Segelboot.

Artikel im Zusammenhang mit der Boot 2018:
Willi, der “Bootszubringer”

 

Big Willi ist wieder im Einsatz

“Big Willi” legt in Düsseldorf los

Die ersten Yachten kommen an. Big WilliZwei elegante Italienerinnen und ein starker Niederländer sind die ersten Yachten, die vom Bootshebekran Big Willi aus dem Rhein an Land gehoben werden.

Am frühen Morgen wurde die Absolute Navetta 58 als erste Yacht gekrant. Danach folgte die Absolute 58 Fly und letztlich kam die Grand Sturdy 500 AC Variotop an Land.

Big Willi´s schwerste Yacht ist die Absolute Navetta 58 mit 32 Tonnen des ersten Kranungstages. Die Navetta 58 ist aus dem italienischen Podenzano angereist und ist während der Boot in der Halle 6 zu sehen. Die 17 Meter lange Navetta 58 beginnt preislich ab 1,15 Millionen Euro.

Die Absolute 58 Fly ist eine Flybridge-Yacht. Hochwertig verarbeitet, vereint die 58 Fly Ergonomie und Technik mit italienischem Design, Luxus und Komfort. Ab 1,23 Millionen ist die 17,2 Meter-Motoryacht zu haben.

Anders als die beiden italienischen Yachten, steuert die neue Grand Sturdy 500 AC Variotop ihr diesjähriges Ziel in der Düsseldorfer Messehalle 17 an. Aus der Linssen Werft im niederländischen Maasbracht bringt die zeitlose „Linssen 500“ dreißig Tonnen Gewicht auf „Big Willi“. Die Grand Sturdy 500 AC Variotop ist das neue Flaggschiff der Grand Sturdy-Reihe.

Die Linssen 500 bietet drei geräumige Kajüten, eine vollausgestattete Küche und eine hochwertige Standardausstattung. Eine der vielen Besonderheiten ist das namensgebende Variotop. Das fahrbare Dach erlaubt per Knopfdruck einen schnellen Wechsel zwischen einem geschlossenen und offenen Steuerstand. Technik, die Ihren Preis hat: die Grand Sturdy 500 AC Variotop startet bei einem Preis von 1,3 Millionen Euro.

 Transport zur Boot 2018

Über die boot Düsseldorf:

Die boot Düsseldorf ist als weltweit größte Boots- und Wassersportmesse alljährlich im Januar der „In-Treffpunkt“ der gesamten Branche. Mehr als 1.800 Aussteller, davon 900 aus dem Ausland, aus mehr als 60 Ländern werden vom 20. bis 28. Januar 2018 wieder ihre interessanten Neuheiten, attraktiven Weiterentwicklungen und maritime Ausrüstungen präsentieren. Damit ist der gesamte Markt in Düsseldorf vor Ort und lädt an den neun Messetagen zu einer spannenden Reise durch die gesamte Welt des Wassersports in 16 Messehallen ein. Die Messe ist täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Eintrittskarten können auf www.boot.de online geordert und bequem zuhause ausgedruckt werden, so dienen sie gleichzeitig zur kostenlosen An- und Abreise im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr bis zur Preisstufe D, Region Süd.
20. Dezember 2017

Quelle/ Bildnachweis: boot.de – Pressereferat boot Düsseldorf 2018 Tania Vellen/Cathrin Imkampe/Tim Feldmann

Bericht der Boot 2017

Bassin Maastricht – Der alte Hafen

Das Bassin Maastricht – Hafeninfos

Das Bassin Maastricht ist ein Binnenhafen und liegt am Rande der Altstadt Maastrichts. Die Fußgängerzone Maastrichts ist fußläufig in gut fünf Minuten errreichbar. Der Hafen ist vom 1. April bis zum 1. November geöffnet. Das Bassin Maastricht bietet mindestens 60 Gästeplätze. Die maximale Schiffslänge an den Fingerstegen-Anlegern beträgt 15 Meter. Gegenüber gibt es Liegeplätze für Schiffe bis 25 Meter Länge bei maximal 5 Meter Breite und höchstens 1,80 Meter Tiefgang. Die Fingerstege sind neuwertig und bis zu 12 Meter lang.

Der übliche Weg für Sportboote ist durch die Maasschleuse. In der Hochsaison wird diese von 9:00 bis 19:00 Uhr, in der Nebensaison von 9:00 bis 17:00 Uhr bedient.
Vorsaison: 1.4.-15.6. Hauptsaison: 16.6.-31.6. und Nachsaison: 1.7-31.10.

Eine telefonische Voranmeldung ist zu empfehlen. Am besten ruft man 30-60 Minuten vor der Ankunft an und vereinbart mit der Hafenmeisterin die Schleusungszeit.
Telefon: 0031 653 960 349. Die Hafenmeisterin und ihre Kollegen sind für zwei Schleusen zuständig und pendeln entsprechend. Vor der Schleuse an der Maas gibt es einen Wartesteg, der allerdings nur für eine Yacht reicht.

Das Serviceangebot des Hafens umfasst Strom (€ 0,50 je kwh), Duschen/ WC (gratis). Es gibt Frischwasser in Brückennähe und schöne Restaurants direkt links und rechts nebenan.

Das modernisierte Bassin

Der Hafen und dessen Anlagen wurden in den letzten Jahren aufgehübscht: Die Stege waren vorher bereits erneuert. Das Wasch- und Sanitärgebäude wurde nun auch modernisiert. Das Bassin nutzt die Betaalkaart, die man am Automaten erwirbt und dort auch auflädt. Mit Hilfe der Chipkarte bezahlt man seinen Liegeplatz an einem Bezahlautomaten, der neben dem Waschhaus aufgestellt ist. Der Automat stellt eine Quittung aus, die man sichtbar in das Boot legt. Die Betaalkaart öffnet zudem die Türen des Waschgebäudes. Ende der Saison 2017 musste man mehrere Sekunden warten, bis die Türen elektrisch geöffnet wurden. So war es auch noch 2021. Also etwas Geduld haben.

Außerhalb der Hauptsaison ist das Liegen für die zweite Nacht gratis. Das normale Liegegeld pro Schiff kostet  € 1,60 je Meter Schiffslänge. Der Wochentarif in den Nebensaisons für Schiffe unter/über 10 Meter Länge beträgt € 55 bzw. € 80. Der Hafen soll über WiFi verfügen, was bei unserem letzten Aufenthalt Anfang Oktober 2020 mangels Datenübertragung nicht an unserem Liegeplatz (vor ehemaliger Hochschule) zutraf.

Hafenbecken Maastricht

Entstehung Bassin Maastricht

Der Bassin-Hafen wurde von 1824 bis 1826 erbaut. Der Hafen hat Verbindungen zu zwei Wasserstraßen. Nördlich befindet sich das südliche Ende der Willemsvaart, südlich fließt die Maas von Lüttich Richtung Roermond. Der Hafen mit seinen Wasserstraßen ermöglichte eine gute industrielle Entwicklung im Maastricher Gebiet. Der Bau der Zuid-Willemsvaart und des Bassins förderte maßgeblich die industrielle Entwicklung in Maastricht.Bassin Maastricht

Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die wirtschaftliche Bedeutung des Bassin immer mehr zu. Als in den 1960er Jahren eine neue Zufahrtstraße zur Stadt gebaut wurde, wurde eine Brücke quasi über der Hafeneinfahrt gebaut. Der Hafen wurde in den 90er Jahren komplett renoviert und wird derzeit ausschließlich für Sportboote genutzt. Die Industrie bekam einen neuen Hafen, nur einige Kilometer entfernt vom Bassin: Den Maastrichter Beatrixhaven.Bassin Maastricht

Die zwei Schleusen zum Bassin

Noch immer gibt es zwei Zugänge mit zwei Schleusen. Einmal die manuelle Schleuse (Sluis Nr. 19) von der Zuid-Willemsvaart, die mechanisch vom Schleusenwärter „gekurbelt“ bzw. von der Schleusenwärterin bedient wird. Und eine etwas modernere, bereits vollautomatische Schleuse (Sluis Nr. 20) hin zur Maas. Der für Sportboote übliche Weg ist der durch die Maasschleuse. Nach dem Schleusen muss eine Brücke durchfahren werden. Diese hat eine Durchfahrthöhe von 3,6 Metern und ist damit höher als die Brücke hinter dem Springbrunnen (siehe oberstes Foto). Diese recht niedrige Brücke müsste man passieren, nähme man die manuelle Schleuse von der Zuid-Willemsvaart. Durch die mechanische Schleuse fahren fast ausschließlich Rundfahrtboote. Manche haben hydraulisch absenkbare Steuerhäuser.

Umgebung

Um das Bassin-Becken sind heute noch einige Industriegebäude und ehemalige Lagerhäuser. Auffällig ist das Gebäude der Firma Royal Sphinx. Allerdings ist diese Firma bereits 2006 in den Beatrixhaven umgezogen.

Bassin in Maastricht
Das Sphinx Gebäude ist hinter dem Wohnhaus

Das alte Sphinx-Gebäude am Bassin ist in den letzten Jahren restauriert worden. Heute wird es teilweise als Kino und als Studentenunterkunft benutzt. Auf der Südseite des Bassins befinden sich einige alte Lagerhäuser, die zu Wohnungen und Büroräumen umgestaltet wurden. Eine Reihe von Cafés und Restaurants befinden sich in den ehemaligen Hafenlagern, unten direkt neben den Stegen.

Bassin Day

Die Stadt Maastricht bietet einiges. Sehr beliebt ist der wöchentliche Fischmarkt, der jeweils am Freitag von 8:00 bis 16:00 Uhr stattfindet. Für Zerstreuung und eine leere Bordkasse können die Fußgängerzone mit den hübschen Läden und die urige Altstadt mit den chilligen Gaststätten sorgen.

Maasabsenkung und -sperrung in Belgien

Wegen Maasabsenkung schließt Wallonie Teilstrecke der Maas

Ende September 2017 liegen wir in Namur/Belgien im malerischen Yachthafen Jambes. Ein wunderbares spätsommerliches Wetter mit viel blauem Himmel und sehr angenehmen Temperaturen verwöhnt uns seit zwei Wochen. Unsere ursprünglich geplante Tour weiter maasaufwärts können wir leider wegen der Maasabsenkung nicht durchführen.

Denn momentan endet bei Namur die Schifffahrt maasaufwärts. Die Maas ist laut der Schifffahrtsnachrichten momentan gesperrt, da vielerorts Arbeiten notwendig geworden sind.

Das Schifffahrtgebiet Maas in der Wallonie

Die Strecke zwischen Namur und Dinant gilt als einer der schönsten Abschnitte der Maas und das wollten wir uns nicht entgehen lassen. Statt mit dem Boot sind wir deshalb von Namur aus auf dem ”Ravel de Meuse”, einem Radweg entlang der Maas, ca. 28 Kilometer nach Dinant stromaufwärts geradelt.

Maasabsenkung

Bereits hinter der gesperrten Schleuse Namur verläuft die Maas wesentlich flacher als üblich. Hier ist bereits ca. 1,5 Meter oder mehr weniger Tiefgang vorhanden. Deutlich sieht man, dass die Anleger zu hoch zum Anlegen einer Yacht hinausragen.
Mit jeder Schleuse wird die Maas flacher und kleiner. Das neu gewonnene Terrain wird von Spaziergängern erobert und die Bedeutung des Worts “Maaswanderung” erhält einen ganz neuen Sinn… Jugendliche untersuchen das beinahe freigelegte Flussbett der Maas und entdecken wahre Schätze wie z.B. versenkte Fahrräder, die wieder aus der Maas hinaus gefischt werden.
Maasstrand

An einigen Stellen haben sich Strände gebildet, die schnell erobert werden. Es gibt neue Auslaufzonen für die vierbeinigen Familienmitglieder. Interessierte Anwohner und Besucher bestaunen die neue Landschaft.

Auch Schulen sind aufgefordert, die Gelegenheit für Exkursionen ins Flussbett zu nutzen. Der Ort Godinne, auf halbem Weg zwischen Namur und Dinant, feiert die Absenkung sogar am 7. Oktober mit Animation, Informationsständen und einem Konzert im mit Kerzen beleuchteten Flussbett.

Leider hat sich auch ein leicht “moddriger” Geruch wegen des freigelegten Flussbetts über die ganze Landschaft gelegt, der etwas unangenehm ist. Die Maas fehlt, aber die Landschaft ist beiderseits der Ufer wunderschön. Wir können uns gut vorstellen, dass es ein Genuß ist die Strecke mit dem Boot zu fahren.
Je mehr wir uns Dinant nähern, desto untiefer wird die Maas. In der Schleuse vor Dinant ist kaum noch Wasser, so sehr hat man die Maas hier abgesenkt. Es werden Schleusentore herausgenommen und viele Bereiche in den Schleusen repariert. Wehre werden ausgebaggert.

Die Stadt Dinant

Bagger sind in der Maas auf Inseln im Einsatz. Die Kaimauern in Dinant wirken etwas “ausgefranst” unterhalb der regulären Wasserlinie.

Dinant Bauarbeiten
Dinant

Einige Städte an der Maas wie Dinant nutzen die Arbeiten, um sich selbst herauszuputzen. So wurde in Dinant bereits damit begonnen, eine Maaspromenade neu zu bauen.

Dinant

Für Schiffe werden Anlegestellen gebaut. Laut Bauschild in Dinant dauern die Arbeiten bis 2020. Man kann sich bereits vorstellen, dass hier ein schönes Gebiet für Motoryachten entsteht. Wir werden es dann gerne wieder besuchen.

Unterfütterung Maaspromenade
Dinant: Reparaturbedarf

Laut Schifffahrtsnachrichten bleibt die Maasabsenkung und somit die Sperrung bis Mitte Oktober 2017 bestehen. Danach ist die Maas wieder befahrbar.

Auf nach Hellevoetsluis in Zuid-Holland

Hellevoetsluis – Mindestens 3 Nächte ist Programm

Die Kleinstadt Hellevoetsluis in Zuid-Holland, etwas südlich von Rotterdam gelegen, bietet eine Menge. Einkaufsmöglichkeiten sind ebenso im Angebot wie zahlreiche gastronomische Betriebe. Hellevoetsluis hat ein sehr nettes altes Zentrum. Mehrere Häfen beziehungsweise Liegemöglichkeiten für Yachten verstreuen sich durch die ganze Stadt.

Hafen Cape Helius

Wir wählten den Hafen Cape Helius, der gleich neben der Stadt Hellevoetsluis fußläufig liegt. Unserer Meinung nach einer der schönsten Häfen. Mit dem Fahrrad erreicht man die “Skipperpunkte” natürlich noch fixer. Größere Supermärkte wie Lidl oder Albert Hein sind so auch schnell erreichbar.

Marina Cape Helius

Immerhin ist es mittlerweile Hochsaison und es ist Ferienzeit. Eine telefonische Voranmeldung war nicht erforderlich. Der Hafenmeister sagte, er hätte noch ausreichend viele freie Plätze. So war es dann auch, wir suchten uns unter einem halben Dutzend freien Plätzen einen aus.

Waschhaus, -küche, generell der Hafen: Der ganze Hafen und seine Umgebung ist sehr chic, gepflegt und sauber. Der Hafen wird von Ferienhäusern des gleichen Betreibers flankiert. Hier hat man buntgetünchte Holzhäuser gebaut und vermietet sie vorwiegend an Gäste aus ganz Europa. Da Hellevoetsluis Seglergebiet ist, sind die Segelyachten auch deutlich in der Überzahl. Viele englische Segler laufen Cape Helius an. So ist Windstärke 4 Beaufort keine Seltenheit, oft auch mehr.

Stadthafen Hellevoetsluis

Mittendrin in der Altstadt befindet sich dieser Hafen, direkt zwischen den Museumsschiffen und den farbenfrohen Häusern.

Hellevoetsluis
Passantenhafen mitten in Hellevoetsluis

 

Weitere Häfen

Passanten finden auch mitten im Zentrum Liegeplätze, teilweise mit Anbindung zu einem modern ausgestatteten Sanitärgebäude. Hier muss keine Brücke passiert werden und man ist schnell dort und wieder zurück auf dem Haringsvliet. Übrigens, reist man über Hollands Diep und Haringvliet an, so sollte man einen unruhigen Seegang in Erwägung ziehen. Der Wind wühlt das Wasser derart stark auf, dass hier recht hohe Wellen entstehen können. Der Wind transportiert das Wasser regelrecht in der Waagerechten und überzieht das Boot mit einer Gischt.

Während das Hollands Diep stark von Berufsschifffahrt frequentiert wird, sind die Freizeitskipper im Haringvliet unter sich. Dort gibt es allerdings auch zahlreiche untiefe Bereiche, die meistens mit einer Sportboot-Betonnung (rot-weiß bzw. grün-weiß) gekennzeichnet sind. Gerade in Bereichen, in denen Wasserwege in das Haringvliet einmünden oder sich Fahrrinnen verzweigen, kann es schon einmal unübersichtlich werden, so dass dort mit erhöhter Aufmerksamkeit gefahren werden sollte.

Ist man in Hellevoetsluis, bietet sich eine Tour ins etwa neun Kilometer entfernte Rockanje an der Nordseeküste an. Der Strand wird von der Gemeinde als einer der schönsten an der Nordsee beworben. Was auch gut sein kann. Das Meerwasser ist bereits sehr warm. Der Strand jedoch nicht zu voll – einige Lokale am Strand dagegen sehr gut gefüllt. Tipp ist ein kleiner Spaziergang in der Nordsee, natürlich barfuß. Anschließend einen Eiskaffee oder einen Imbiss am Strandbistro?

Strandbistro in Rockanje
Strandbistro, Rockanje

Hier lässt es sich aushalten. Lecker essen und trinken in einer tollen und chilligen Atmosphäre. Hat was.

Brielle

Ausflug nach Brielle

Eine weitere schöne Tour ist die nach Brielle. Brielle ist fast ein Geheimtipp für Wassersportler. Trotz Hochsaison ist es sehr ruhig. Gemächlich trifft es vielleicht ganz gut. “Grüne Stadt mit den Wasserwegen” könnte man sagen. Viele gastfreundliche Lokale, die einiges zur gemütlichen Atmosphäre dazu tun. Im Zentrum gibt es Einkaufsstraßen, die Wege für die Wasserreisenden sind kurz.

Mit dem Fahrrad ist Brielle von Hellevoetsluis in ca. 1,3 Stunden zu erreichen. Auf dem Wasserweg erreicht man den Ort, der am Brielse Meer liegt, vom Haringvliet aus über Spui, Oude Maas und den Voedingskanaal.

Ein Tipp wäre noch die Besichtigung der historischen Schiffe, die im Zentrum von Hellevoetsluis liegen. Wir besichtigten das Lichtschiff mit Leuchtturmfunktion und erhielten von Mitgliedern des Lichtschip-Vereins einen detaillierten Einblick in die Schiffstechnik und über das Arbeitsleben der damaligen Besatzung.

Mehr Information/ Offizielle Seite von Hellevoetsluis

 

Aarle Rixtel Nähe Helmond – Stevensweert

Von Zeeland zurück, letztes Teilstück: Von Aarle Rixtel nach Stevensweert

In Aarle Rixtel bei Helmond lagen wir 2 Nächte. Von hier aus bis Stevensweert bei Maasbracht hatten wir insgesamt fünf Schleusen auf der Zuid-Willemsvaart plus eine auf dem Kanal Wessem-Nederweert. Diese letzte Etappe unseres Zeeland-Törns führte uns von Aarle Rixtel zunächst über die Zuid-Willemsvaart und ab Nederweert über den Kanal Wessem-Nederweert.

Aarle Rixtel

Fährt man die Zuid-Willemsvaart, fährt man quasi zwangsweise Kolonne. Auch wenn man alleine losfährt, trifft man schnell auf “Anschluss” an der nächsten Schleuse, wo gewartet wird. Ab hier fährt man in der Kolonne.

Zuid-Willemsvaart

Die Zuid-Willemsvaart führt zunächst in einem großen Bogen um Helmond herum, zum Teil durch bewohntes Gebiet und begleitet von Radwegen am Ufer. Südlich von Helmond geht sie in schnurgeraden Abschnitten weiter. Das fällt am Anfang aber nur wenig auf, da diese Abschnitte immer wieder von Schleusen unterbrochen werden. Der Wasserweg ist recht schmal und die meiste Zeit von Bäumen gesäumt. Berufsschiffe sieht man selten. Dass es durch ländliches Gebiet führt, kann man auch des öfteren riechen.

Nederweert

In Nederweert gibt es einen kleinen Passantenhafen für Schiffe mit einem maximalen Tiefgang von 1 m. Dieser war am frühen Nachittag bereits gut besucht. Ab Nederweert führt der Kanal Wessem-Nederweert über 13 km schnurgerade und ohne Unterbrechungen bis zur Schleuse Panheel, in der es wieder 8 m in die Tiefe geht. Hier gibt es zwei Kammern. Die neuere Steuerbordschleuse hat Schwimmpoller. Dieser Luxus war uns nicht vergönnt, und wir mussten in der kleineren und älteren Backbordschleuse mit Metallkreuzen und einer Leiter vorlieb nehmen. Umlegen war kaum möglich, und deswegen hingen am Ende fast alle Boote wie Fische an der Angel.


Aber auch diese Schleusung, die unangenehmste auf dieser Route, hatte irgendwann ein Ende. Für alle Schleusungen einschließlich Wartenzeiten benötigten wir gut 3,5 Stunden. Geschwindigkeitsbegrenzungen sind 10,8 und später 20 km/h auf dem Kanal Wessem-Nederweert.

Sundowner

Angekommen in unserem Heimathafen begrüßte uns ein schöner Sonnenuntergang und lud zu einem Sundowner auf dem Vordeck ein.

Marina Eldorado in Mook – Erfahrungsbericht

Marina Eldorado, Mooker Plas

Vier Tage lang saßen wir etwas unfreiwillig in der Marina Eldorado in Mook fest. Auf unserer Fahrt über die Maas nach Zeeland wurde ein Propeller beschädigt. Es machte nur eimal sehr sanft “klack”. Kein Ruckeln, nichts weiter, aber: Ein Austausch des vorderen Duoprops wurde erforderlich. Da wir gerade in der Nähe von Mook waren, wählten wir das Eldorado und hofften auf  “Hier wird Ihnen geholfen”.
Wir kannten den Hafen aus vergangenen Jahren. Ein Hafen der gehobenen Preisklasse mit viel Infrastruktur, der quasi in einer Seesackgasse im Mooker Plas liegt. Da man durch eine unbewegliche Brücke fahren muss, trifft man so gut wie auf keine Segelyachten.

Marina Eldorado
Marina Eldorado

Kontaktaufnahme mit dem Hafenmeister kurz vor Feierabend

Der erste Eindruck war gut. Ich führte um 16:50 Uhr ein Telefonat mit dem Hafenmeister. Der versprach, sich um alles zu kümmern.
Das war in dem Fall: Ein Bootsliegeplatz für mehrere Tage – in der Hauptsaison. Sowie die Terminierung der hauseigenen Werkstatt. Gerade im letzten Punkt hatten wir in den letzten Jahren schon Abenteuerliches erlebt.

Eldorado Marina
Steg C, Eldorado

Da wir auf unserer Anfahrt zum Eldorado noch eine Sperrung wegen des Wanderevents Vier Daagse passieren mussten und ohnehin nur mit etwa 600 Umdrehungen fuhren, waren wir erst gegen 21:30 Uhr in der Marina Eldorado. Der zunächst angedachte Platz war von Tendern der Liegeplatz-Nachbarn besetzt. War natürlich nicht die Schuld des Hafenmeisters. Obwohl die Gästeplätze alle besetzt waren, fanden wir einen Platz für eine Nacht, wenn auch ohne Strom. Aber das sollte kein Problem sein, unsere Bootsakkus waren voll.

Marina Eldorado Tankstelle
Marina Eldorado Tankstelle

Werkstattbereich und Service

Wie verabredet, meldeten wir uns am nächsten Tag um 9:00 im Hafenbüro. Wir bekamen einen Platz in einer Box zugewiesen. Wie sich später rausstellte, war es hier sehr schön. Wegen der Propellersache bat man uns, ein wenig zu warten und  schon mal vor den Kran zu fahren. Momentan hing noch eine 50-füßige Princess vom Vortag im Kran und wurde bearbeitet. Nach gut anderthalb Stunden war die Prinzessin vom Haken und wir durften in die Hebeeinrichtung einfahren. Super, wir waren zufrieden. Der Mechaniker krante unser Boot an Land und demontierte schnell den Duoprop. Er suchte auf dem defekten Prop nach einer Volvo Penta-Nummer, um den passenden bestellen zu können. Da es mittlerweile Freitag war, sollte es erst am Montag weitergehen – schließlich ist auch hier am Samstag die Werkstatt nicht in Betrieb. Wenig später war unser Boot wieder im Hafenwasser und wir fuhren zum Liegeplatz.

Liegeplatz G1 Eldorado
Eldorado, Steg G

Der Liegeplatz hatte was. Die Stimmung auf dem Steg bzw. der hier eintreffenden Wochenendurlauber war grandios. Kein Wunder, dass wir mit ganz vielen supernetten Nachbarn ins Gespräch gekommen sind. Wir trafen sogar “alte” Bekannte aus Roermond, die als Gäste nur zwei Plätze weiter lagen.

Die Marina Eldorado bietet neben dem Hafen eine Werft mit zwei Kränen, eine Tankstelle für Benzin und Diesel, Winterstellplätze in der Halle und Plätze draußen, einen Bootsshop, Backwaren/ Tante Emma-Laden nebenan auf dem Campingplatz und ein Bistro, Pkw-Parkplätze, Waschhaus/Sanitäranlagen, Restaurant auf dem Platz und mehrere in der direkten Nachbarschaft sowie ein sehr gut besuchter Eissalon.

Hauptgebäude Marina Eldorado
Hauptgebäude Marina Eldorado

Es geht ruhig zu. Veranstaltungen gibt es zwar und dann kann es lauter werden. Aber um 24:00 Uhr ist wieder Ruhe und es wird ohne laute Musik weiter gefeiert. Ein gute Lösung.

Am Samstag, als wir da waren, war BBQ-Party. Ausverkauft und mit Live-Musik. Wir waren von der “sanften” Lautstärke sehr positv überrascht. Denn das kennen wir auch anders …

Douchi, Mook
Douchi, gegenüber Eldorado am See

Die Umgebung der Marina Eldorado

ist sehr nett. Bootfahrer touren übers Wochenende zum Leukermeer, zu den Kraijenbergse Plassen, nach Gouden Ham oder ankern vor dem Hafen und besuchen das Douchi. Stylish und “In”, mit Strand vor dem Bistro wird es gerne von Hafenliegern des Eldorado genutzt, die mit dem Tender mal auf die Schnelle zum Strand fahren. Fahrradtouren mit sehr guter Infrastruktur sind hier möglich. Allerdings würden wir die Routen im Gebiet Berg en Dal zukünftig meiden. Das ist das Fahrrad-Holland, was wir nicht kennen und nicht so schätzen – wie der Name Berg en Dal preisgibt.

Douchi - Mook
Der Strand gegenüber Marina Eldorado

Bis Nimwegen ist es nicht weit, eine Fahrradtour sehr lohnend. Auch kein Problem, dort mit den öffentlichen Verkehrsmitteln hinzukommen. Kaum Minuten und man ist dort. Von den drei vollen Tagen, die wir in der Marina Eldorado zur Verfügung hatten, haben wir Radtouren von insgesamt ca. 60 km gemacht. Dann war es auch schon wieder Montag und wir waren gespannt, ob der Propeller angeliefert worden war wie versprochen und ob er auch umgehend montiert werden würde.

Um 10:00 Uhr wurde er laut Packetetikett direkt aus Schweden von Volvo Penta geliefert. Um 11:00 Uhr wurde er montiert, kurz danach war das Boot startklar. Großes Kompliment, sehr gute und schnelle Arbeit zu einem akzeptablen Preis. Wir waren sehr positiv überrascht.
Mal abgesehen vom leidigen Propeller war das Wochenendes absolut klasse! Wir werden gerne erneut zur Marina kommen.