Dalmatien Süd, Teil 5: Prvic, Sibenik, Pasman

Zur Inselumrundung Pasman über Prvic und Sibenik

Von Primosten Stadthafen - Prvic Luka
Von Primosten Stadthafen – Prvic Luka

Von Primosten zur Insel Prvic, Stadthafen, 22 km

Die malerische Insel Prvic hat etwa 300 Einwohner. Sie liegt 8,5 km von Sibenik entfernt. Nach Vodice sind es ca. 3 km. Prvic hat eine Länge von 3,1 km und eine Küstenlinie von 10,6 km. Bescheidene Einkünfte werden aus Fischerei und Tourismus erzielt. An der Insel-Küste kann man sehr schöne Ferien-Residenzen mieten.

Ankern vor Prvic
Ankern vor Prvic

Erwähnenswert ist das interaktive Wissenschaftsmuseum, das die Erfindungen des Fausto Veranzio zeigt. Er hat einen Teil seiner Kindheit auf der Insel verbrachte und wurde hier auch bestattet.

Gemütlich am Strand
Chillen am Strand-Bistro

Prvic wird von den vorgelagerten Inseln Logorum und Tijat vor der Adria geschützt. Der Hafen Prvic Luka im Süden ist gut geschützt, lediglich bei Wind von Süden bis Südost kann es für die Yachten ungemütlich werden. Wind und Dünung vom Meer macht den Hafen dann unruhig.

Der Stadthafen und Umgebung

Der Hafen besteht aus einem langen Anleger direkt parallel hinter der Mole liegend. Es gibt einen Fingersteg am Anfang des Hafens. Hier ist es zumeist recht unruhig:

Luka Prvic
Prvic Stadthafen

Im Ort gibt es ein Jugendhotel. Die Jugendlichen verbringen einen Großteil des Tages im Stadthafen. Der Fingersteg wird als Liegeort zum Sonnenbaden benutzt und dient als Absprung für Wasserbomben. Das vordere Hafenbecken wird als Schwimmbad genutzt. So wählen die Yachties gerne einen entfernteren Punkt zum „Schwimmbad“ für ihren eigenen Mooring-Liegeplatz.

Der Ort Hafenort Sepurine

Die Insel hat einen zweiten Ort etwas nördlich von Prvic Luka, den Ort Sepurine. Hier gibt es einen zweiten Hafen. Dieser hat leider nur eine Handvoll Liegeplätze für Gäste.

Prvic Sepurine
Prvic Sepurine

Einkaufsmöglichkeiten gibt es auf der Insel nicht viele. Prvic besitzt  nur wenige kleine Läden mit eingeschränktem und für eine Insel typisch hochpreisigem Angebot. Die Einheimischen fahren zum Einkauf mit der Fähre nach Sibenik. P

Fährenausflug von Prvic nach Sibenik

Die Fähre legt in Prvic  am Ende des Anlegers hinter den Yachten an. Sie fährt nach Sibenik. Eine Fahrt kostet wenige Euro.

Sibenik
Sibenik, im linken Bereich der Stadthafen

Stadthafen Sibenik

Der Stadthafen Anleger liegt vor der Altstadt und die Lieger sind dem Schwell der passierenden Schiffe ausgesetzt. Obwohl der Stadthafen quasi geschützt scheint, so scheint das schützende Festland etwas zu weit entfernt, denn oftmals gibt es Wind und Windböen, die die Yachten beim Anlegen schnell wegdrücken. Die Marineros des Stadthafens sind schnell zur Stelle und warten geduldig bis sie beim Anlegen helfen könnnen.

Südsüdöstlich befindet sich die exklusive Marina Mandalina.

Sibenik von oben
Geschafft, wir sind oben!

Die größte Altstadt Kroatiens befindet sich in Sibenik. Sibenik hat ca. 46000 Einwohner und ist ein Touristenmagnet. Es gibt viele kleinere Geschäfte und Lokale in einer herrlichen mittelalterlichen Altstadt. Schnell stellt man fest, dass Sibenik an einem Berg erbaut wurde. So gibt es hier fast 2900 Treppenstufen, an denen man sich versuchen kann 😉

Sibenik war übrigens die erste kroatische Stadt, die Strom bekam. 1895 wurde nach den Plänen von Nikola Tesla das erste Kraftwerk in Betrieb genommen.

Prvic – Biograd, 43 km

Nach 3 Tagen Aufenthalt auf der Insel Prvic fahren wir für eine Nacht in den Hafen nach Biograd. Zurückgelegte Strecke: 43 km. Hier machen wir noch einmal einen Einkauf für die letzten Tage. Infos über Biograd: Hier

Biograd – Pasman Soline – Nordenge – Biograd Sanguline, 56 km

Auf geht´s zum Pasman!

Pasman
Anfahrt vom Süden zur Insel Pasman

Die 57 quadratkilometer große Insel hat ca. 3400 Einwohner. Die Hauptorte sind Pasman und Tkon. Im Norden ist die Insel mit der benachbarten Insel Ugljan mit einer Brücke verbunden. Ugljan hat etwas mehr Tourismus als Pasman. Zudem ist Ugljan üppiger bewachsen und hat mehr Einwohner als Pasman. Zwischen den beiden Inseln gibt es eine Busverbindung. Ugljan hat eine Fährverbindung nach Zadar.
Touristischer Hauptort ist das etwa 440 Einwohner zählende gleichnamige Fischerdorf Pasman. Lebhaft ist der Fährort Tkon. Dieser bietet eine gute Fährverbindung nach Biograd na Moru. 

Pasman Hafen
Pasman Hafen

Sehenswerte Orte Pasman:
– Das Franziskanerkloster aus dem 14. Jahrhundert im Ort Kraj. Es hat ein Museum.
– Ein im 14. Jahrhundert neu aufgebautes Beneditinerkloster. Hier leben noch Mönche. Das Kloster ist auf dem Berg Cakovac.

Meerenge Pasman
Meerenge, 2 verbundene Inseln

Wir umrunden die Insel Pasman. Da wir auch Buchten sehen möchten, haben wir zwei Ankerstopps ausgewählt. Über die Nordenge geht es zurück und wir fahren den Fährort Tkon auf Pasman an. Hier wollen wir aber nicht bleiben und so wird es eine schnelle Besichtigung. 

Marina Sanguline

Am Abend geht es zurück zum Biograder Hafen Sanguline.

Sanguline Waschhaus
Sanguline Waschhaus

Wir bleiben versuchsweise eine Nacht. Unser Trailer steht ja im Nachbarhafen, in der Kornati. Leider sind die Waschhäuser der Sanguline schlecht. Die Stege sind relativ leer und stark verschmutzt. Die bessere Wahl ist die Marina nebenan. Am nächsten Tag ziehen wir um in unsere Stamm-Marina Kornati und lassen den Urlaub ganz entspannt ausklingen. Zwei Tage später essen wir noch in der Stadt und fahren um 18:00 Uhr los. Um 2:00 stoppen wir in Österreich auf einem Autobahnparkplatz und schlafen gut in der Mittelkabine.

Heimathafen NL
Im Sommerhafen

Knapp 24 Stunden später und rund 1500 km weiter sind wir zurück in den Niederlanden. Nur wenig später schwimmt unser Boot wieder im Heimathafen.

 

Vorheriger Bericht: Rogoznica-Primosten

 

Literaturlinks, Adverts:

Küstenhandbuch Kroatien und Slowenien

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Schlemmertörns in Kroatien

Hafenguide Kroatien Montenegro Slowenien

Törnführer Kroatien und Slowenien

Dalmatien Süd, Teil 4: Rogoznica-Primosten Luka

Rogoznica – Der Stadthafen auf der Halbinsel

Das nächste Highlight: Der Stadthafen Rogoznica hat etwa 35-40 Mooringplätze und ist einer der schönsten Stadthäfen in Kroatien.

Rogoznica Strandpromenade
Rogoznica: Meerpromenade

Er ist mit großen Natursteinen gepflastert. Die Stromkästen wurden vor nicht allzu langer Zeit erneuert. Man bekommt Wasser. Die Sanitäranlagen sind in einem Innenhof. Es gab nur zwei Toiletten, die Anlage ist veraltet und hat noch nicht den guten Standard des Hafens erreicht. 

Man ist rundum vor Wind geschützt. Früher landeten in der Bucht Wasserflugzeuge, weil hier meistens kein Schwell ist. Es sei denn, der Wind kommt aus Westen.

Hafenbistros
Unten links der Stadthafen, rechts neben der kleinen Straße die Gaststätten in Rogoznica

Man liegt vor der Uferpromonade. Dahinter befindet sich eine Straße. Es folgen Lokale mit Open Air Plätzen. Hinter unserem Liegeplatz ist ein Springbrunnen mit einem schönen Wasserspiel. Beleuchtung bieten die Straßenlaternen in der Nacht.

Der Hafenmeister kommt und hilft beim Anlegen. Wenn der Wind von Westen kommt, kann man auch längsseits an der Mauer anfahren, man macht das Heck fest und bringt das Heck durch die Mooring in die „römisch-katholische“ Position. Das funktioniert, wenn es entsprechend leer im Hafen ist oder kein starker Wind reinbläst.

Ausflugsschiffe kommen auch

Während der Saison legen hier Ausflugsschiffe an.

Fahrradtour Adria
Fahrradkreuzfahrer in Rogoznica

Die Touristen schauen sich den Ort an und fahren meist wieder nach wenigen Stunden zurück. Es gibt auch Fahrrad-Kreuzfahrer, also Meerkreuzfahrtschiffe, etwa 25-40 Meter lang, auf denen die Gäste für mehrere Tage oder Wochen wohnen und Fahrradtouren unternehmen. Manchmal stehen dann 50 Fahrräder in der Nachbarschaft.

Rogoznica Strand
Rogoznica, Strand

Die Gegend erkunden

Rogoznica lohnt sich! Wir verbrachten zwei Nächte im schön ausgestatteten Stadthafen. Gerne wären wir länger geblieben. Auf der Suche nach einer Schwimm-Möglichkeit: Wir sind mit dem Beiboot südlich um die Halbinsel gefahren und haben uns dort einen Liegeplatz zum Schwimmen unter den Einheimischen gesucht.

Spaziergang am Meer
Schattige Spazierwege am Meer

 

Rogoznica, die Halbinsel

ist sehr charmant. Man kann schöne Wanderungen auf die Berge unternehmen. Zum Beispiel zum Lavender Labyrinth. An der Küste sind Hügel. Von oben hat man einen schönen Blick hoch über das Meer. Unter anderem haben wir diese Wanderung gemacht.

Shopping und Mieten

Es gibt in Rogoznica eine kleine Fischereiflotte samt -hafen. Jedoch vermissten wir in den Supermärkten das entsprechende Angebot. Jedes Mal bei unseren täglichen Einkäufen über 3 Tage waren die Fischtheken leer. Es gibt einen kleinen Obst- und Gemüsemarkt in einer Seitenstraße. Weitere Geschäfte und diverse Mietstationen für Zwei- und Vierräder. Auch kleine Boote kann man hier mieten.

Die Marina Frapa gegenüber der Halbinsel

Marina Frapa Rogoznica
Die neugebaute Marina Frapa

Auf der anderen Seite von Rogoznica ist die Luxus-Marina Frapa mit über 460 Liegeplätzen. Ein künstlich angelegter Graben schafft etwas Distanz für die Yachties. Zweifelsohne eine der schönsten Marinas Kroatiens. Ein Steg ist sogar überdacht und schützt vor Sonne und Niederschlag.

Marina Frapa
Marina Frapa, überdachter Steg

Die anderen Stege haben ein eigenes Tor, das an einen prunkvollen Grundstückseingang einer Villa erinnert. Die Marina hat eine moderne Swimming- und Chill-Area. Es gibt eine Rezeption, eine Tankstelle, einen Supermarkt, ein Trockendock zu Wartungszwecken und erstklassige Mechaniker. Zubehörshops findet man ebenfalls.

Swimming pool
Schwimmbad der Marina Frapa

In erhöhter Position wurde ein Schwimm-Chill-Bereich gebaut. Gegen Eintritt bekommt man Zutritt zu diesem abgesperrten Bereich.

Drachenaugensee Rogoznica
Der Drachenaugensee neben Marina Frapa

Das Gebiet um die Marina Frapa ist sehr interessant. Ein Spaziergang empfehlenswert. Im Südwesten der Marina befindet sich der Drachenaugensee. Es sieht hier aus wie mitten im Gebirge.

Rogoznica Strand
Leerer Strand in Rogoznica

Etwas weiter im Westen ist Strand. Er wird im Juni von recht wenigen Leuten genutzt. An den bekannten und engeren Steinstränden an der anderen Seite war mehr los. Denn die Einheimischen bevorzugen diese Abschnitte, da sie näher gelegen sind zu  ihrem Wohnort.

Rogoznica Marina FrapaWir tanken Diesel an der Bootstankstelle der Marina Frapa und verabschieden uns nach 3 Tagen aus Rogoznica.

Auf zum nächsten Highlight! 

Primosten – Luka, die Altstadt

kommt von primostiti und heißt „überbrücken“. Im 16. Jahrhundert gabt es eine mobile Brücke zum Festland. Erst später wurde der Damm gebaut. Im 17. Jahrhundert wurde die Stadtmauer gebaut. Der Ort Primosten hat  ca 1600 Einwohner und ist sehr touristisch. Eigentlich ist hier alles auf die Touristen ausgerichtet: Supermärkte, Bäckereien, Eisdielen, Souvenirläden, Klamottenläden, Friseure und sehr viele Lokale.

Fast überall um die Halbinsel gibt es Strände. In der Region werden Wein und Oliven angebaut. Der Rotwein Babic entsteht hier.

Der Stadthafen in Primiosten

Wir besuchen den Old Harbor, den Stadthafen auf der Halbinsel. Die Marineros sind sofort da, weisen den Schiffen ihren Liegeplatz zu und helfen beim Anlegen.

Stadthafen Primosten
Stadthafen Primosten

Man will keinen Liegeplatz leer lassen. Manchmal ist auch ein Schlauchboot unterwegs, um die Yachten sofort einzuweisen.

Bojenfeld Stadthafen
Bojen des Stadthafens

Vor der Altstadt gibt es Bojen. Wer nicht ausdrücklich am Anleger der Altstadt liegen möchte, wird zumeist an die Boje verwiesen. Allerdings liegt man an den Bojen sehr schön. Es ist ruhiger und der Blick auf die Altstadt ist schön. Außerdem hat man einen Strand längseits: In nordwestlicher Richtung. Schwimmen ist also angesagt. Abends wird es am Anleger vor der Altstadt voll, da viele Bojenlieger mit ihrem Dinghi an Land wollen.

Geschützt ist es hier außer bei Süd- und Südostwind.

Vor der Altstadt liegt man vor Lokalen; Eisdielen, Pizzerien und Restaurants.

Blick von der Gastronomie
Blick vom Lokal aus

Rücksichtslose Aktion der Marineros

Zwei Stunden nach unserer Ankunft gehen wir uns die Beine vertreten. Während unserer kurzen Abwesenheit haben die Marineros unser Boot verlegt. Und zwar mehr verlegt, als es dem Landstromkabel und -anschluss lieb ist. Die Marineros haben das Landstromkabel so unter Spannung gesetzt, dass beinahe die Steckbuchse rausgebrochen ist. Diese Verlege-Aktion war wirklich unnötig und grottenschlecht ausgeführt. Zudem sich das Boot durch die Tide um etliche Zentimeter Richtung Ebbe bewegt. Ich habe das Verlegen sofort gesehen, weil das Stromkabel so straff wie eine Leine gespannt war. Wenn wir nicht umgehend das Verlängerungskabel angeschlossen hätten, hätten wir einen sehr unangenehmen Schaden gehabt.

Reaktion der Marineros, angesprochen auf den Vorfall: Man sagte kein Wort. Patzige Gleichgültigkeit 🙁

Konoba an der Strandpromenade
Konoba an der Strandpromenade

 

Altstadt

Vor der Altstadt zu liegen bedeutet, dass man es laut hat. Bedingt durch die Lokale und ihre Außenplätze ist schon keine leise Grundatmosphäre vorhanden. Es kommen Ballermann Charter-Yachten hinzu, die es gut meinen und allen an ihren Schlagersongs und ihrer eigenen Sangeskunst lautstark teilhaben lassen 😉

Strand Primosten
Strand Primosten

Es gibt schöne Strände auf fast allen Küstenseiten von Primosten.

Vorheriger Bericht: Solta-Split-Sevid

Nächster Bericht: Pasman-Prvic-Sibenik

Literaturlinks:

Küstenhandbuch Kroatien und Slowenien

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Schlemmertörns in Kroatien

Hafenguide Kroatien Montenegro Slowenien

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Dalmation Süd, Teil 3 Solta-Split-Sevid

Nach Split über Solta

Doch bevor es nach Split geht, erreichen wir nach 38 Kilometern die Insel Solta. Diese Insel liegt südlich von Split. Wir legen eine Übernachtung ein. Wir haben eine Bucht ausgewählt, deren Beschreibung sich sehr spannend anhört.

Konoba Maslinica Bojen
An der Boje der Konoba, Solta/Maslinica

Wir fahren in die Bucht Sesula unweit von Maslinica. Sehr schönes Liegen an einer Boje eines Restaurants. Klares Wasser lädt zum Schwimmen ein. Natürlich sind wir nicht die einzigen hier. Die Bojen sind so gut wie ausgebucht.

Nachmittags verlegt ein Mitarbeiter die Yachten durch Schubsen seines Kahns und sichert durch ein achterliches Tau. So kann ein weiteres Boot an der Boje festmachen, da auch dieses mit einer Achterleine festmacht. Ein Fahrdienst bringt die Crews von ihrem Schiff zum Restaurant und zurück.

Konoba Maslinica
Solta, an der Boje der Konoba

Malerische Umgebung, die Preise der Konoba sind kroatientypisch hoch für diese Art von Konoba mit Anleger. Die Yachties scheinen die einzigen Gäste zu sein. Generell gibt es kein anderes Publikum vom Land.

Split, ACI Marina, 26 km

Split
Anreise in Split

Die zweitgrößte kroatische Stadt Split zählt etwa 178000 Einwohner und ist die größte Stadt Südkroatiens.

Wenn man in den Hafen einfährt, nimmt man zuerst den vielen Beton wahr, der hier verbaut wurde. Der Hafen ist modern, liegt neben der Altstadt, aber dennoch einigermaßen ruhig.

ACI Marina Split
ACI Marina Split, unser Steg.

Die ACI Marina Split

Viele Alternativen bei der Wahl des Hafens hat man nicht. Die ACI ist so ziemlich der einzige Hafen, der Passanten aufnimmt. Es sei denn, man hat Beziehungen innerhalb der Nachbarhäfen. Die haben wir nicht. Und laut unserer Literatur sind in den Nachbarhäfen ausschließlich Dauerlieger.

Blick von der ACI Marina Split
Blick von der ACI Split

Das lässt sich die ACI nobel bezahlen und so ist sie eine der teuersten Marinas Kroatiens. Preislich ist man bei 8 Metern Bootslänge bei 82 € je Übernachtung.
Der Kreuzfahrer im Hintergrund liegt ca. 300 Meter von der ACI Marina entfernt. Fähren und Kreuzfahrtschiffe haben einen eigenen Steg vor der Stadt.

Altstadt Split
Altstadt Split
Altes Hafenbecken
Einheimische Dauerlieger im inneren Hafenbecken Split.
Uferpromenade Split
Uferpromenade Split

Genießen in der Altstadt

Geht man Richtung Stadt, ist man quasi sofort an der Meerpromenade und bald auf der Riva. Sie beginnt unterhalb des Diokletianpalastes und geht bis zum Marjan, zu den Hängen des Hausberges von Split.

Split an der Adria
Geselliges Chillen in Split

Auf den Uferpromenaden trifft sich ganz Split und die Touristen sind natürlich auch da. Überall stehen Leute und unterhalten sich. Sitzbänke sind reichlich vorhanden und auch besetzt. Viele weitere Leute sitzen auf der Ufermauer.

Split
Uferpromenade Split

Hier hat man eine sehr schöne Aussicht auf Stadt und Leute, aber auch aufs Meer. In den Blick fallen die großen Kreuzfahrtschiffe wie die Aida, die vor der Mole liege und die Sport- und Superyachten, die hier kreuzen oder zur Bunkerstation fast vor die Altstadt fahren.

Diokletianpalast
Im Diokletianpalast, hier in der Gastronomie.

Der Diokletianpalast

wurde erbaut von 295-305 vom römischen Kaiser Diokletian. Als der Palast fertig war, dankte der Kaiser mit seinem „Co-Kaiser“ ab und zog in den Palast in Spalatum, wie damals Split hieß. Heute sind Bars, Restaurants und Geschäfte im Palast eingezogen. Die hohen Besucherzahlen geben dem Konzept Recht.

Zwischen Hafen und Altstadt ist eine Tankstelle, flankiert von weiteren Liegeplätzen für größere Yachten. Charteryachten und -katamarane mit Crew warten auf ihre neuen Gäste. Wir schauen uns Split ausgiebig an.

Nicht zum ersten Mal sind wir in dieser Stadt. Im Gegensatz zu diesem aktuellen Besuch waren wir früher von unserem Urlaubsort mit dem Auto für einen Tag angereist. Die Unterschiede waren: Man war tagsüber in der größten Hitze unterwegs. Den Abend verpasste man, denn man musste noch zurückfahren. Dieses Mal „holten wir den Abend nach“ 😉 Es sollte sich lohnen.

Split ist für uns eine der schönste Städte Kroatiens. 

Split – Sevid, zur Boje, 45 km

Eigentlich steht Trogir auf unserem Programm. Das Wettervorhersage verschlechtert sich im Laufe des Tages und am Abend soll es stürmisch werden mit 9 Bf. Bereits am Mittag sind es 5-6 Beaufort. Leider werden wir zuerst bei der ACI und dann auch von einer Nachbar-Marina abgewiesen. Die Häfen sind zu dem Zeitpunkt leer. Es würden die Charteryachten im Laufe des Tages erwartet, war die Begründung. Wir fahren zur Marina Baotic. Das gleiche Bild. Fast kein Schiff im Hafen, aber man gibt uns trotz Sturm keinen Liegeplatz. Ein letzter telefonischer Versuch: Aber auch hier werden wir von der Marina Agana (einige Seemeilen westlich) abgewiesen.

Sevid Bucht
Sevid Bucht

Es ist inzwischen Nachmittag und kein Liegeplatz in einem sicheren Hafen in Sicht. Inzwischen merken wir das schlechte Wetter bereits deutlich. Da wir keinen Hafen finden konnten, fahren wir zu einem Bojenfeld. Es ist zwei Stunden entfernt. Als wir festgemacht haben, liegen wir zunächst ruhig. Preis für eine Übernachtung an der Boje des Anchorage Frapa ist 300 Kuna. Der Betreiber des Bojenfeldes ist eine Marina. Deshalb gibt es keine Vergünstigungen durch einen Besuch der nahegelegenen Konoba.

Konoba Taxi
Konoba Taxi

Die Konobabesitzer holen die Gäste per RIB ab. Wir essen mit zwei anderen Crews in der Konoba. Eine kommt aus Skandinavien mit ihrem Segelboot. Und ein englisches Ehepaar, das seinen Ruhestand und den Sommer auf seiner Motoryacht genießt. 

Taxi Boat
Terrasse der Konoba

 

Schöne Aussicht
Wäre das Wetter nur besser …

Unruhige Nacht

In der Nacht dreht der Wind die Schiffe quer zum Meer. Die Dünung ist in der Nacht sehr stark geworden und wir werden wach, weil wir im Schlaf auf die Seite durch das Schaukeln fallen. Starker Regen kommt hinzu. Es wird eine sehr unruhige Nacht. Am nächsten Tag wird es nicht wirklich ruhig, aber der Wind bläst nicht mehr so stark. Das Kassiererboot der Marina Frapa ist übrigens nicht gekommen. Der Sturm hat dies verhindert.

Wie die zwei anderen Crews verlassen auch wir die Bucht. Wir befahren eine aufgewühlte See nach Rogoznica. 

Voriger Artikel: Vodice-Skradin-Primosten

Nächster Artikel: Rogoznica-Primosten Halbinsel

Literaturlinks:

Küstenhandbuch Kroatien und Slowenienhttps://bootssaison.de/rogoznica-primosten-halbinsel

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Dalmatien Süd, Teil 1: Biograd, Jezera/Murter

Biograd gen Süden – Dalmatien Törn

Marina Kornati Motoryachten

Unser Zielhafen ist die Marina Kornati in Biograd, Abfahrtsort ist Stevensweert/NL.
Tag -1: Vor der Abfahrt das Boot im Heimathafen in den NL auf den Trailer geslippt.
Abfahrtag: Von 18:00 bis 2:15 gefahren. Übernachtung in Österreich auf Autobahnraststätte. Weiterfahrt um 10:00 am nächsten Morgen.

Lokal Marina Kornati
Restaurant Marina Kornati

Die Anfahrt nach Biograd na Moru

Wie auch bei unserer 2. Reise nach Kroatien wählen wir die Marina Kornati/ Biograd (na Moru) als Startpunkt.
Die Marina Kornati ist gut mit einem Gespann erreichbar. Die letzten Kilometer führen über Landstraßen und durch Biograd´s Straßen. Es gibt auf dieser Route nur wenige schmale Landstraßen. In Biograd werden recht gut ausgebaute Straßen befahren. Das Befahren mit einem Gespann ist auf jeden Fall ok.
Für 19:00 Uhr hatten wir den Krantermin im Hafen. Um Punkt 19:00 Uhr kommen wir an der Rezeption an. Die zwei Kranmitarbeiter warten auf uns. Um 19:10 Uhr beginnt das Kranen.

Marina Kornati Motoryachten
Charter Segelyachten und private Motoryachten in Biograd

 

Marina Kornati

Die Marina sagte uns vorab per Mail zu, dass wir den Trailer auf dem Hafengelände gegen Bezahlung abstellen können. Den Kran-Mitarbeitern schien das nicht zu passen. Unbedingt sollten wir den Trailer „privat“ abstellen. Privat abstellen auf einem Grundstück der Eltern eines Hafenmitarbeiters in Biograd. Der wiederum ist etwa 4 km vom Hafen entfernt. Aber es würde nur die Hälfte kosten wie im Hafen. Privat stehen die Trailer im Freien auf einem unbefestigtem Grundstück. Da wir schon den Hafen bezahlt hatten, war das jetzt nicht mehr möglich. Wir versprachen, nächstes Mal „privat“ zu buchen.

Marina Kornati Motoryachten
Stege der Marina Kornati

 

Das Kranen ging schnell. Schnell beluden wir das Boot. Wegen des Trailerns müssen wir es komplett leer räumen. Wir fuhren zu unserem Liegeplatz und richteten uns hier ein. Wir liegen inmitten der Charter-Segelschiffe. Einen Gästesteg scheint es nicht zu geben. Man bekommt dort einen Liegeplatz, wo gerade etwas frei ist.

Tankstelle Biograd
Bootstankstelle Biograd

Tankstelle in Biograd: Liegt direkt an der Altstadt, neben dem Fähranleger. Durch den Schiffsverkehr ist es schwellig im Anlegebereich der Tankstelle. Auf der Straßenseite tanken auch Autos. 

Biograd na Moru: Lebendige Stadt mit schöner gepflegter Altstadt und engen Gassen. Touristisch, viele Restaurants, kleine Läden. Größere Supermärkte sind am anderen Ende der Stadt.

Markt in Biograd
Markt in Biograd

Auf jeden Fall sehenswert. Im Zentrum gibt es einen Markt, der größtenteils von Touristen besucht wird. Obst, Gemüse, Marmelade, Honig und Fisch gibt es.

Stadtverwaltung BiogradAnmeldung beim Hafenkapitän in Biograd

Die Hafenkapitänerie hat ein kleines Büro an der Strandpromenade in der Altstadt. Es liegt in der Nähe des Fähranlegers, am Anfang der Altstadt, wenn man von der Marina Kornati kommt. Das Büro ist sehr klein. Maximal zwei Personen können an einer Theke gleichzeitig abgefertigt werden. Man wartet draußen, bis man dran ist. Ein paar Schritte weiter kommt dieses schöne apricot getünchte kommunale Haus. Nebenan gibt es eine sehr gute Eisdiele.

Marina Biograd
Schöne Aussicht am Liegeplatz der Marina Kornati in Biograd.

Biograd hat zwei große Yachthäfen:

Die Marina Kornati ist neben der die Marina Sangulin. Die Marina Kornati ist sehr modern. Die benachbarte Marina Sangulin hat Waschhäuser, die wie aus den 70er Jahren aussehen: Es sind Bauwagen, vermutlich uralt. Preislich ist Sangulin auf dem gleichen Level wie Kornati.
Etwas weiter Richtung Zentrum gibt es einen weiteren Teil der Marina Sangulin, abgetrennt von ihrer Schwester. Hier wird es moderner. Auffällig sind in allen Häfen die vielen für Charteryachten reservierten Stege.

Ein kleinerer Hafen gegenüber eines Hotels mit schlechterer Infrastruktur befindet sich in Altstadtnähe. Hier ist es sehr belebt. In der Nacht kann es hier feier- und lautstärkemäßig richtig zur Sache kommen.

Unterhaltung in Biograd

Funstrand Biograd
Relaxen am Meer

Einige der vielen Hotels in Biograd veranstalten Tanzabende mit Live-Musik. Man folgt einfach der Musik, um das Tanzbein zu schwingen 🙂
Party  People machen einen Abstecher zum Fun Beach. Einfach dem Strand folgen in südöstlicher Richtung. Hier gibt es eine lange Straße an der Küste entlang mit teils sehr originellen Open Air Bistros. Viele sind in einer etwas höheren Lage am Hang. Eine hübsche Aussicht von seinem Sitzplatz auf das Meer ist oftmals drin.

Strand BiogradIn diesem Bereich findet Strandleben, Sport am Strand – teils animiert mit Trainer a la Airobic etc. und Kneipenleben statt. Die Öffnungszeiten mögen von Jahr zu Jahr unterschiedlich sein.

Hinter dem Funstrand sind Campingplätze. Österreicher, Niederländer, Schweizer und Deutsche sind am häufigsten vertreten. 

Auf geht’s: Biograd – Insel Murter, Lovisca Bay

Von Biograd aus fahren wir nach Murter. 

 

Blick auf Tisno Bucht
Erste Station ist die Bucht Lovisca/ Murter. Der Campingplatz ist nebenan.

Lovisca Bay, der Campingplatz bei Jezera auf Murter
Die Bucht liegt vor dem gleichnamigen Campingplatz mit Ferienwohnungen und kleinem Supermarkt gegenüber. Der Campingplatz hat einige parzellierte Flächen für Camper. Größtenteils sind freie Flächen zum Selbst-Parzellieren vorhanden. Oftmals sehr dicht nebeneinander. Manchmal nicht zu verstehen.

Ein Restaurant im 1. Stock mit schöner Aussicht auf das Meer lädt ganztags zum Verzehr ein. Der Campingplatz hat einen Parkplatz für Anhänger/Trailer und eine Slipprampe. Leider ist kein Kran vorhanden. Die Rampe wird sehr häufig genutzt. 

CP Lovisca Murter
Lovisca Bay Campingplatz, Rampe

Der familiäre, lebhafte Campingplatz besitzt einen Anleger ohne Strom für die Boote der Camper. Gästestege sind leider nicht vorhanden. In der Hauptsaison ist jeder Anleger-Platz ausgebucht. Dann befinden sich ca. 100 meist offene Boote bis ca. 7 Metern am gesamten Campingplatz. Schlafen auf dem Boot ist eher nicht vorgesehen. Es wird auf dem Campingplatz genächtigt.

Wanderweg nach Tisno
Wanderweg nach Jezera

 

 

Der Ort Jezera/Murter

Bis zum nächsten Ort Jezera ist es nicht weit. Zu Fuß ist es über den Küstenfußweg ein sehr schöner Spaziergang. In Jezera befindet sich ganz am Anfang der öffentliche gepflegte Strand mit schönen Bänken oberhalb. Es folgt der Ort. Ein paar Geschäfte, schöne Lokale am Meer. Hier sitzt man sehr schön 🙂
Die ACI Marina ist gegenüber.

Ankern vor Tisno
Unser Ankerplatz in der Lovisca Bay/Murter mit Blick auf Tisno

Unser Ankerplatz in der Bucht

Ein sehr angenehmer Ankerplatz: Viel Ruhe, klares Wasser und eine hübsche Umgebung. Die Bucht gegenüber von Tisno war sehr ruhig, als wir hier lagen. Keine Musik, keine nächtlichen Ausflügler.  Der Bootsverkehr vom Campingplatz war sehr gering. Nur eine weitere Yacht verbrachte etwa 200 Meter neben uns die Nacht.

Dank unserer Solaranlage können wir unsere Aufenthalte abseits von Landstrom verlängern. Auf dem Foto oben  lädt unser Solarpanel unsere Akkus auf. Ein MPPT-Ladegerät verwandelt das gewonnene Sonnenlicht in Strom und führt es unseren Akkus zu. Der größte Verbraucher ist der Kühlschrank. Zumindest tagsüber speist das Solarpanel den Kühlschrank und spart einige Amperestunden für die Nacht an. Der Lithium Ionen Service-Akku stellt maximal 155 Amperestunden zum tatsächlichen Verbrauch zur Verfügung. Das ist in etwa mit der Leistung von Bleibatterien/AGMs mit ca 320 Amperestunden vergleichbar.

Tisno Klappbrücke
Die Klappbrücke von Tisno

Zweimal am Tag öffnet die Klappbrücke von Tisno zu zwei festgesetzten Zeiten für 20-30 Minuten. Am nächsten Tag passieren wir Tisno und die Klappbrücke um 10:00 Uhr. Die zweite Öffnung ist um 17:00 Uhr.
Wir nehmen Kurs auf Vodice.

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Literaturlinks:

Küstenhandbuch Kroatien und Slowenien

888 Häfen

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Dalmatien Nord, Teil 5: Kaprije,Vodice,Murter,Kakan

Tag 14: Prvic Luka – Kaprije, Boje der Konoba Matteo, 11 km.

Unser Ziel ist Kaprije. In dieser Bucht sind zwei Restaurants nebeneinander. G8 und Matteo.

Konoba Matteo, Kaprije

Eine kleine Anekdote, tatsächlich so geschehen:
Wir liegen an einer Boje der Konoba Matteo. Wir bestellen am Nachmittag eine  dalmatinische Fleisch-Peka. Denn die muss bereits am Nachmittag geordert werden wegen der langen Zubereitung.

Die Dinge nahmen ihren Lauf. Um 19:00 Uhr paddelt unser Taxibootfahrer mittels eines Kehrblechs auf uns zu. Warum paddelt er? Also warfen wir ihm ein Seil zu, mit dem er sich an unser Boot ranzieht und festmacht. Etwas kleinlaut sagt er, dass sein Außenbordertank kein Benzin mehr habe. Ob wir …? Sorry, nur Diesel, war unsere Antwort. Ob er denn mal anrufen könne, damit sein Chef ihn abholen könne. „Gerne, hier ist das Mobile“. Aber er hat die Telefonnummer nicht. Ok, wir suchen sie ihm raus. Für die Wartezeit geben wir ihm ein Glas Starkbier, das ihm gut schmeckt. In zwei Zügen war das Glas leer. Der Junior-Chef kommt wenig später in einem ca. 5 m langen Boot Marke Rennziege 😉 Der Juniorchef hat überhaupt keine gute Laune und schon einiges intus 😉

Taxifahrer nimmt ein Bad

Der Chef nimmt das Taxi-Boot an seine Schleppleine. Währenddessen fällt unser junger Seemann beim Einsteigen in sein Taxi (dem abzuschleppenden Boot) ins Wasser … was dem Chef nicht auffällt. Sein Chef wundert sich anschließend nur, warum er so nass ist … Leider hat unser junger Freund unser Seil an unserer Klampe abgemacht und in sein Boot geworfen. An Land geschleppt und angekommen, fällt es uns auf und wir übernehmen unser Seil. Wir gehen damit wie selbstverständlich ins Restaurant zu unserem Tisch. Schließlich nehmen wir immer ein Seil mit 😉

Kosten Boje: Nichts, da im Restaurant gegessen und im Preis eingerechnet.
Aussicht im Restaurant: Beeindruckend.
Peka: Sehr lecker. Eine Spezialität aus Dalmatien. Die dalmatinische Peka ist eine große Platte mit Fleisch und Gemüse. Sie wird „unter der Glocke“ in Glut gegart. In Dalmatien gibt es häufig einen speziellen Platz für die Peka-Zubereitung in der Scheune oder im Erdgeschoss des Hauses.

Kaprije Konoba Matteo

Fotos oben und unten: Vor und in der Konoba Matteo. Links daneben ist die andere Konoba.

Peka, eine Spezialität aus Dalmatien

Oben: Eine Peka muss am Nachmittag vorbestellt werden.

Bojenfeld Kaprije, Dalmatien

Oben: Das geteilte Bojenfeld der beiden Konobas.

Konoba Matteo Kaprije

Tag 15: Kaprije – Zirje – Kaprije City – Kakan Potkucina Bojenfeld, 18 km.

Unser geplantes Ziel ist Zirje.

Zirje Kurs Stadthafen
Einfahrt Richtung Stadthafen in den Ort Zirje, Insel Zirje.

Der Hafen im Nordosten der gleichnamigen Insel. An diesem Tag ist es allerdings gespenstig ruhig.

Zu wenige Geschäfte geöffnet in dem ohnehin sehr kleinen Ort. Unsere Sealine war das einzige Schiff im Hafen. Also fahren wir weiter.

Kaprije auf Kaprije
Kaprije auf der Insel Kaprije

Lebensmittel einkaufen auf der Insel Kaprije im Ort Kaprije. Wir legen uns an die Mole. und sind nach einer halben Stunde wieder unterwegs.

Kaprije auf Oto Kaprije
Kaprije auf der Insel Kaprije

Ziel ist ein Bojenfeld an der Ostseite der Insel Kakan. Schwimmen und genießen an einem schönen Fleck!

Kap Potkucina - Sonne und Meer genießenin Dalmatien
Im Bojenfeld Kap Potkucina, Insel Kakan

Kosten Boje: 13 Euro/ Nacht.

Tag 16: Kaprije – Vodice, 14 km, Kosten Liegeplatz 20 Kuna/m pro Nacht.

Warum schon zum 2. Mal Vodice während dieser Tour? Eigentlich wollten wir nur einkaufen, aber dann hatten wir Lust, in Vodice zu bleiben. Geplant war Trbunj, aber das war wegen der Wetterlage zu unruhig. Die Liegeplätze in Trbunj sind nur wenig geschützt.

Foto unten: Vorbei am Stadthafen in Trbunj. Sehr schöne Atmposphäre. Die Schiffe liegen vor den Restaurants.

Trbunj

Vodice

Wir legen uns in den Stadthafen von Vodice.

Vodice Fischer-Stadthafen
Fischer- und Mietboote in Vodice.

Tag 18: Vodice – Murter, ACI Jezera, 14 km, Liegegebühr 80 €/Nacht.

Murter ist eine der beliebtesten (Halb-) Inseln. Tipp Spaziergang: Entlang des schönen Hafens und über die Promenade in Jezera bis Tisno an der Drehbrücke Tisno vorbei.

Jezera Fussweg

Fotos oben und unten: Der Fußweg von Jezera nach Tisno, Hängematten laden zum Verweilen ein.

Jezera Haengematte, chillen in Dalmatien

Foto unten: Meerpromenade in Jezera mit Blick auf Tisno.

Blick von Jezera auf Tisno

Foto unten: In der ACI Marina Jezera.

ACI Marina Jezera

Tag 19: Murter, ACI Jezera – Murter Konoba Zminjak, 12 km. € 0,0.

Überbrücken der Wartezeit zur Brückenöffnung in der Ankerbucht vor Tisno. Entlang Tisno zu fahren ist sehr interessant. Während der kurzen Brückenöffnungszeit ist die Hölle los. Durch die Brücke passt eigentlich nur ein Boot – es sei denn, es sind kleine. Da es keine Regelung gibt, welche Richtung fahren darf, wird hier improvisiert und manche Heißsporne geben dann Vollgas, um sich „durchzusetzen“ 🙁
Ist man südlich unterwegs, sollte man genau auf die Fahrrine achten und nicht zu weit ausweichen. Sonst gibt es einen Untiefenalarm oder Schlimmeres.

Wir fahren weiter zwischen zwei Inseln und bekommen am Steg der Konoba einen Liegeplatz zugewiesen. Das Essen ist überdurchschnittlich gut.

Tisno suedlich der Bruecke

Fotos oben und unten: Vorbei an Tisno, südlich der Brücke und nördlich.

Tisno

Foto unten: Nördlich von Murter, Kurs Insel Zminjak, Konoba Zminjak.

Kurs Konoba Zminjak

Foto unten: Konobasteg Zminjak.

Steg Konoba Zminjak

 

Tage 20-22.: Murter, Konoba Zminjak- Pasman Uvala Landin – Biograd, 33 km.

Roter Felsen
Der Rote Felsen von Vrgada, südlich der Insel Pasman

In einer Bucht der Insel Pasman legen wir uns an eine Boje. Wie viele andere Boote verbringen wir hier den Nachmittag und flüchten vor der Hitze ins Wasser.

Insel Pasman
Insel Pasman, unser Schiff an der Boje.

Wir haben uns für zwei Übernachtungen in der Marina Kornati in Biograd entschieden. Hier lassen wir den Urlaub in mehreren Cocktailbars ausklingen. Letztes Jahr verbrachten wir einen Tag in der Nachbarmarina. Dieses Jahr sind wir schlauer 😉 Denn der Zustand der Sangulin ist nicht gut. Die sanitären Anlagen sind in Bauwagen. Die Stege ungepflegt. Der Preis ist genauso hoch wie bei der wirklich sehr guten Marina Kornati.

Hafenrestaurant Biograd
Marina Kornati. Das Restaurant in der Marina Kornati Biograd.

Drei herrliche Woche in Dalmatien sind vorüber … es war schön!

Liegegebühren Marina Kornati: 2 x 42 € plus Kranen 65 €.

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Nützliche Links:

Literaturlinks*:

Küstenhandbuch Kroatien und Slowenien

888 Häfen

Schlemmertörns in Kroatien

Hafenguide Kroatien Montenegro Slowenien

Törnführer Kroatien und Slowenien

Dalmatien Nord, Teil 4: Krka,Skradin,K.Vidrovaca

Tag 11: Der Krka Fluss. Marina Zaton – Skradin, Boje 12 – Konoba Vidrovaca, Gesamtstrecke 13 km.

Schwimmnachmittag vor Skradin im Süßwasserfluss Krka. Die Bojen gibt es seit 2018. Sehr schöne Schwimm-Kulisse.

Weiterfahrt zur Konoba Vidrovaca. Eine der schönsten. Auch hier beim Steg schwimmen die Gäste in der Krka. Der Fisch ist fangfrisch. Die Konoba hat einen Steinstrand. Bis hierhin sind Tische und Stühle aufgebaut. Das Hauptgebäude ist aus massivem Holz gebaut. Die Lackschichten glänzen edel. Bäume spenden Schatten.

Ein konobaeigenes Taxi-Schlauchboot bringt die Gäste nach Skradin und zurück zur Konoba Vidrovaca. Liegeplätze vor Skradin sind rar. Daher ist das Schlauchboot-Taxi eine gute Idee.

Wer etwas spazieren und kraxeln möchte, geht den Berg hinauf und findet sich auf dem hübschen Parkplatz der Autobahn wieder. Die Aussicht ist toll!

Außer Restaurantkosten keine weiteren für Liegeplatz. Wie üblich an Restaurantliegeplätzen: Kein Strom oder Wasser standardmäßig vorhanden.

Krka Fluss
Im Krka Fluss
Skradin
Skradin, liegend an der Boje für einen Schwimmstopp

 

Blick von Autobahnraststäte
Anleger der Konoba Vidrovaca, Blick von der Autobahnraststätte (zu Fuß raufgegangen)

 

Konoba Vidrovace Skradin
Konoba Vidrovaca am Abend

 

River Krka
Nächster Morgen. Relaxen auf den Booten.

 

Krka Fluss
Gästesteg der Konoba Vidrovaca, Krka Fluss
Konoba Vidrovaca
Beliebter Anlaufpunkt für Yachten: Konoba Vidrovaca bei Skradin

Tag 12: Konoba Vidrovaca – Insel Prvic, Luka, 22 km, 2 Nächte. Kosten Liegeplatz: 20 Kuna/m je Nacht.

Die Insel Prvic, Marina Luka. Die Gäste liegen im geschützten Bereich an einer Boje oder liegen an der Mole gemoort, an dessen Ende nähe Fahrrinne die Fähre anlegt. Einige ankern auch vor der schützenden Mole im Meer. Bei Bura ist im Hafen sehr guter Schutz. Bei Jugo kommt der Wind von der anderen Seite. Dabei ist man hinter der Mole einigermaßen geschützt, jedoch läuft Wellengang in den Hafen.
Fast autofreie Insel. Nur einige kommunale Fahrzeuge mit Benzinmotor. Kleine Märkte, inseltypisch höhere Preise als auf dem Festland.
Tipp: Ein ausgedehnter Spaziergang zum Nordteil der Insel von West nach Ost. Vorbei am Fischerhafen Sepurine, der nur wenige Gästeliegeplätze besitzt.

Festungsmauern vor Sibenik
Vorbei an der Festung vor Sibenik

 

Marina Prvic Luka
Der Stadthafen von Prvic Luka vom Museum fotografiert. Die Gäste liegen am Steg.
West coast Prvic
Ankerbucht zwischen Luka und Sepurine an der Westküste
Prvic - North
Bei Prvic Sepurine fotografiert. Blick auf Otok Tijat.
Prvic Sepurine
Der alte Hafen von Prvic Sepurine
Strand auf der Insel Prvic
Die Westküste, Prvic

Tag 13: Ausflug mit der Fähre nach Sibenik.

Sibenik Oberstadt
Oberstadt in Sibenik

Auf Privic wettern wir den recht starken Jugo ab. Wir nehmen die Fähre von der Insel Prvic nach Sibenik. Den Seegang merkt man auf dem großen Schiff kaum. Auch wenn man schon öfters in Sibenik war: Ein Besuch lohnt immer wieder.

Die Stadt erkunden, unzählige Treppenstufen erklimmen, wieder absteigen … und Shoppen. Ein Friseurbesuch steht wie im letzten Jahr auch auf dem Programm genau wie ein Restaurantbesuch.

Ungeschützter Stadthafen und eine 5* Marina

Sibenik hat einen Stadthafen. Wenn man mit der Fähre kommt, liegt er im linken Bereich. Im Stadthafen ist man quasi im Zentrum von Sibenik.

Allerdings: Diese Liegeplätze sind ungeschützt. Der Schwell der vorbeifahrenden Fahrzeuge ist nicht ohne. Wind und Wetter gehen hier nicht unbemerkt vorbei. Gerade für die (gecharterten) Segelyachten ist es nicht einfach, hier rückwärts bei starkem Seitenwind festzumachen. Die Marineros sind jedoch sehr geduldig. 20 Minuten und länger sind hier keine Seltenheit, bis die Mooringleine übernommen wird.

Im Osten befindet sich die Marina Mandalina. Eine hervorragende Marina. Hier ist alles vom Feinsten. Die Preise sind im obersten Segment. Hier gibt es alles, was zu einer 5-Sterne-Marina gehört. Sie ist gut geschützt.

 

Sibenik view
Wohnen mit einer großartigen Aussicht

Literaturlinks*:

Küstenhandbuch Kroatien und Slowenien

888 Häfen

Schlemmertörns in Kroatien

Hafenguide Kroatien Montenegro Slowenien

Törnführer Kroatien und Slowenien

 

Dalmatien Nord, Teil 2: Zur Insel Iz

Tag 5-6: Molat Veli – U-Boot-Bunker auf Dugi Otok – Insel Iz, Marina Tankerkomerc. 33 km Gesamstrecke.

Auf dem Weg zur Insel Iz ein kleiner Fotostopp an einem ehemaligen U-Boot-Luftschutzbunker auf Dugi Otok. Wer Zeit hat, kann den Bunker besichtigen. Er ist frei zugänglich. Manche Ausflugsschiffe fahren rein und machen innen fest. Die Touristen steigen aus und erkunden die Gänge.

Bunker auf Dugi Otok
Oben: U-Boot Bunker auf Dugi Otok.

Marina Tankerkomerc, Ort Veli Iz

Hafen mit eher (zweck-) mäßigen veralteten sanitären Anlagen.
Wenn der Wind vom Land kommt, bekommt man Schleifstaub ab. Der  Staub fliegt auch in unseren Cockpitsalon rein und bedeckt unser ganzes Boot. Wie kommt´s? Es wird direkt vor den Gästestegen an den an Land aufgebockten Schiffen geschliffen und gewerkelt.
Sobald ein Gastlieger mit Leitungswasser den Schleifstaub und das Salz vom Boot abspritzen will, wird das von einem Hafenmitarbeiter untersagt. Bei den Dauerliegern gegenüber sieht es anders aus; man lässt sie gewähren. Putzen mit Eimer und Schwamm wäre wohl toleriert worden, ist aber ziemlich mühselig.

Zwei Übernachtungen im Hafen: € 90 PLUS: Für Wasser und Strom werden jeweils +10 % berechnet Gesamtsumme: € 108.

Insel Iz, Marina Tanker Commerce
Insel Iz, Marina Tankerkomerc

Die Insel Iz

Abgesehen davon ist es unglaublich schön hier. In der Nähe gibt es Interessantes zu erkunden. Diese herrliche Insel hat ca. 615 Einwohner und etwa 17.000 Olivenbäume. Das Öl davon stellen die Bauern selbst her. Die Bäume werden von ihnen ganzjährig umsorgt.
Der Ort Veli Iz ist klein und malerisch. Er bietet nur begrenzte Einkaufsmöglichkeiten. Alle Waren müssen vom Festland auf die Insel transportiert werden. Entsprechend hoch sind die Preise für das knappe Angebot in den Tante Emma Läden.

Oben: Der benachbarte Stadthafen auf Iz.

Kneipen/Konobas und Restaurants gibt es mehrere hier. Anfang Juni ist schon etwas Betrieb. Die Auslastung der Gastronomie beträgt vielleicht 30%.

Der Berg Korinjak und Autos ohne Nummernschilder

Ein schönes Abenteuer ist eine Wanderung zum höchsten Berg. Zwar nur auf 168 Metern, die es jedoch  teils in sich haben. Der Weg ist unbefestigt und manchmal sehr steil, so dass man abwärts rutschen kann. Von oben hat man die beste Aussicht auf der ganzen Insel. Ein Must-Do. Festes Schuhwerk empfohlen.

 

Steil geht es her auf dem höchsten Berg von Iz. Aber …

… es lohnt sich. Dieser Ausblick auf Veli Iz entschädigt 🙂

Beschauliches Leben. Bemerkenswert sind die vielen nicht angemeldeten alten Autos, die ohne Nummernschild auf der Insel bewegt werden. Alles kein Problem hier 🙂

Tag 7: Veli Iz –Iz, Ort Knez, Entfernung 2 km.

Der Wind bläst mit bis zu 8 Windstärken. In der geschützten Tankerkomerc Marina merken wir den Wind kaum. Erst als wir auf dem Meer sind, macht sich die Bura bemerkbar. Wir legen uns an den Steg der Konoba Knez. Hier ist es nicht ganz so windig, aber dennoch kommen 3-4 Windstärken an unserem Liegeplatz an.

Steg Konoba Knez, Iz

Es folgt eine Erkundung der Insel Richtung Süden. Wir gehen am Strand an den Felsklippen entlang durch die Nachbarorte bis Mali Iz zum Fährhafen.

Bistro Mali Iz

Südliche Erkundung, Ort Mali Iz bis zum Fährhafen. Entspanntes Bistrofeeling am Meer.

Ankerbucht Iz
Foto oben: Ankerbucht südlich vom Fährhafen Iz.

Die Konoba Knez

Am Abend haben wir in der Konoba Knez gegessen, an dessen Steg unser Boot liegt. Die Preise für Speisen und Getränke sind ähnlich hoch wie bei anderen Restaurants mit Steg. Wir sind etwas erstaunt, dass wir im Restaurant für den Liegeplatz 150 Kuna zusätzlich bezahlen müssen. Wir kannten es bislang stets so, dass der Liegplatz mit einem Restaurantbesuch abgegolten ist. Leider hatte sich zudem ein Gericht auf die Rechnung verirrt, das wir nicht hatten. 

Keine Empfehlung für den Liegeplatz und für die Konoba. Besser eine Boje des benachbarten Restaurants benutzen. Etwa 200 Meter weiter. Hier wird kein Entgelt für das Liegen berechnet.

Nächster Bericht: 

Vorheriger Bericht:

Literaturlinks*:

Küstenhandbuch Kroatien und Slowenien

888 Häfen

Schlemmertörns in Kroatien

Hafenguide Kroatien Montenegro Slowenien

Törnführer Kroatien und Slowenien

Dalmatien Nord, Teil 1: Biograd, Zadar

Tag 1: Ankunft gegen 19:00 in Biograd na Moru, Marina Kornati, Dalmatien.

Ankunft unseres 14,50 Meter langen Gespanns in Biograd: 19:00. Für die gut 1500 km haben wir zwei Tage gebraucht. Start waren die Niederlande/Limburg.

Gegen 19:20 Uhr ist unser Boot kranungsbereit. Die Bootskranung erfolgt quasi in letzter Minute. Eigentlich ist der Kran nur bis 19:00 Uhr in Betrieb. Wir hatten uns vorher zum Kranen telefonisch angemeldet.
Also schnell das Boot zum Kranen klar machen. Schon können die Männer vom Kran weitermachen. Wir räumen einige wichtige Sachen vom Auto ins Boot ein und bauen das Verdeck auf. Somit ist das Boot bewohnbar für diese Nacht. Im Dunkeln geht es in Schleichfahrt vom Kranplatz zu unserem Liegeplatz.
Aus irgendeinem Grund funktioniert das Navilicht nicht. Später stellen wir fest, dass es eine Sicherung rausgehauen hat.

Die Marina Kornati bietet alles, was wir benötigen. Kranservice, Wasser, Strom, nahe Einkaufsmöglichkeiten in der Stadt. In den letzten Jahren neu entstandene Einkaufszentren sind wenige Minuten mit dem Auto entfernt.

In Biograd gibt es zudem zahlreiche Besichtigungs- und Unterhaltungsmöglichkeiten. Einige davon nutzen wir in den zwei Tagen, in denen wir aktuell hier sind. Last, but not least: Beim Hafenkapitän, nur wenige Hundert Meter entfernt, kann man die Aufenthaltserlaubnis erhalten.

Marina Kornati

Bilder oben und unten: Marina Kornati in Biograd.

Hafen Biograd, Dalmatien

Tag 2: Vorbereitung/Einkauf/Fun Park Biograd.

Aufwachen in Dalmatien – die Bora begrüßt uns 😉
Der Urlaub kann beginnen! Frühstückseinkauf im Konzum direkt neben dem Hafen. Fast daneben ist ein maritimes Geschäft. Die Auswahl ist allerdings nicht sehr groß.
Nach dem Frühstück: Einkaufen mit dem Auto bei Lidl und in Biograd.
Zu Fuß in die Altstadt Biograd. Der Wochenmarkt hat gute Angebote. Im Angebot gibt es z.B. Fisch, Fleisch, Gemüse, Früchte und Honig.

Das Boot ist inzwischen seeklar.

Im Hafen und in der Stadt Biograd merkt man von der Bora fast nichts.

Gespann „privat“ unterbringen

Wir bringen das Gespann „privat“ auf einem unbefestigten Grundstück unter. Hier ist Platz für 10 Gespanne. Die Entfernung zur Marina Kornati beträgt etwa 4 km. Kosten 6 €/Tag. Anscheinend wird es jedes Jahr um einen Euro/Tag teurer. Mietpreise, von denen man in Deutschland in vergleichbarer Lage träumt. Bei der Abholung wollte man 7 €/Tag berechnen 🙁

Die Altstadt ist natürlich touristisch, aber sehr sehenswert. Überall in Biograd und natürlich an der Meerpromenade gibt es schöne Lokale. Geht man am Meer Richtung Süden, kommt man zu dem Fun Park Biograd, einem „Strandvergnügungsviertel“ mit vielen Lokalen direkt am Meer und im Hang. Sehr interessant.

Hafengebühren für 2 Nächte: € 84, Einkranen ca € 80, Auskranen nach 3 Wochen ca. € 65.
Parkgebühren für das Gespann: € 6/Tag. Drei Wochen steht es dort im Freien mit mehreren anderen Gespannen aus Deutschland und Österreich. Dennoch will uns die Vermieterin  nach 3 Wochen bei der Abholung einen höheren Preis berechnen als mit ihrem Sohn vereinbart. Nach einem Telefonat mit dem Sohn zahlen wir den vereinbarten Preis.

Biograd Wochenmarkt

Foto oben: Der Wochenmarkt in Biograd.

Badestrand Biograd

Foto oben: Zum Badestrand, etwas weiter links ist der Fun Park Biograd.

Fun Park Biograd

Foto oben: Open Air Zumba im Fun Park Biograd.

Fun Park Biograd
Foto oben: Zumba zusehen ist auch anstrengend 😉

Tag 3: Biograd – Tanken in Biograd – Zadar, Gesamtstrecke: 30 km.

Zadar Altstadt
Moderner Gottesdienst: Priester steht vor der Kirche (in Weiß).

Wir müssen zum Hafenkapitän, um die erforderlichen Gebühren zu bezahlen. Da wir im Jahr davor alle Unterlagen erbracht haben, ist es dieses Mal einfacher. Generell müssen  Versicherungsunterlagen, die Schiffs-Anmeldung, Führerschein, Personalausweis vorgezeigt werden und man bezahlt die entsprechenden Gebühren.
Tipp: Man kann die Zeit-Blöcke auch mischen. Wenn man z.B. drei Wochen bleibt, kann man einmal ein Zweiwochen-Ticket und ein Einwochen-Ticket kaufen. Man muss dann nicht das Vierwochen-Ticket nehmen. Hier kann man immer vorher ausrechnen, was am günstigsten ist.

Auftanken bei der Bootstankstelle in Biograd. Ein Liter Diesel kostet  € 1,37. Zu der Zeit kostet ein Liter in Deutschland (Raum Düren/Köln) ca € 1,19.

Die Strecke von Biograd nach Zadar beträgt 30 km. Da die See aufgewühlt war, fahren wir in Verdrängerfahrt und brauchen 2 Stunden und 50 Minuten.

In Zadar liegen wir altstadtnah in der Tankerkomerc-Marina und sind in Laufdistanz zur Altstadt. Wir müssen lediglich über die Brücke gehen. Die Waschhäuser sind sehr gut. Kleinere Märkte sind in der Nähe.
Liegegebühren in Zadar: € 60/Nacht.

Zadar ist eine herrliche mittelalterliche Stadt. Äußerst touristisch. Dennoch: Absolut besuchenswert. Faszimiert waren wir von einem Open-Air-Gottesdienst. Moderne Musik zieht die Leute an. Der Priester hielt den Gottesdienst im Freien ab. Gute Idee!

 

 

Zadar Meerpromenade
Zadar, weiter links ist die Meeresorgel.
Zadar Hafenpromenade Fischer
Romantische Angleridylle vor der Altstadt Zadar.
Zadar Marina Tankerkomerc
Liegeplätze in der Marina Tankerkomerc Zadar.
Marina Becken Zadar
Die Einfahrt der Marina Tankerkomerc Zadar. Zentrumsnaher Hafen.

Tag 4: Zadar – Molat Veli, Bojenfeld bei Brgulje. Gesamtstrecke 43 km.

Ankunft beim nächsten Ziel: Molat Veli. Ursprünglich wollten wir ankern. Jedoch sind fast überall Bojen. Die Bojen scheinen recht neu zu sein. Dort, wo keine sind, hält der weiche Boden den Anker nicht. Also geht es an die Boje. Insgesamt liegen heute Nacht 13 Jachten im Bojenfeld, davon  lediglich eine Motorjacht. Die Kosten für das Festmachen an der Boje betragen 20 Kuna je Meter Länge der Jacht. Man kann mit dem Dinghy ans Festland fahren, um dort einzukaufen oder essen zu gehen. Es gibt im Dorf zwei Restaurants: Papa und Janko.

Wir haben reichlich Proviant für einen schönen Abend an Bord und genießen den Sonnenuntergang auf dem Vordeck.
Wunderschöner Ort. Man liegt zwischen einer Insel und dem Festland. Herrlich zum Schwimmen.

Gebühren für die Boje: € 20. Der Kassierer auf dem ca. 4 m langen offenen Motorboot druckt eine Quittung mittels eines Mini-Thermopapierdruckers aus. Der Müll wird vom Kassierer mitgenommen und entsorgt.

Auf der Adria in Dalmatien, von Zadar nach Molat Veli
Auf der Adria in Dalmatien, unterwegs von Zadar nach Molat Veli.
Bojenfeld Molat Veli
An der Boje bei Molat Veli.

Angekommen, wir sind bei molat Veli. Hinter den Schiffen (Foto oben) dürfte man ankern. Nur hielt unser Anker im zu weichem Grund nicht. Also wechselten wir zur Boje.

Törnliteratur: Kroatien und Slowenien – Koper bis Split

Die Ostküste der Adria

Der Törnführer Kroatien und Slowenien: Koper bis Split von Dieter Berner beschreibt auf knapp 300 Seiten die beliebtesten Bootsreviere Kroatiens und Sloweniens, von Koper über Istrien, den Kvarner, die Region um Murter und die Kornaten bis Split im Süden. Der Autor Dieter Berner liefert detailliertere Hafenbeschreibungen und geht auch auf die Umgebung ein.
Das Buch startet und endet mit je einer ausklappbaren Seite. Auf diesen gibt es eine Übersichtskarte mit Seitenangaben hinter ausgewählten Städten und Inseln an der Kroatischen Küste. Die ersten ca. 20 Seiten liefern Bestimmungen zur Einreise, dem Aufenthalt sowie Verkehrsvorschriften und Wetterberichten und weiteren Informationen.
Im Buch sind  57 farbige Ausschnitte von Küstenkarten enthalten. Diese eignen sich nicht für die Navigation, sondern dienen dazu, schnell zu erkennen, wo der beschriebene Hafen sich befindet. Das Interessante sind die Detailkarten der Häfen.
Hier sind folgende Angaben: Uferverlauf, Wassertiefe, Brücken, Leuchtfeuer, Seezeichen und GPS-Koordinaten für Wegpunkte, Hafenausstattung, Versorgungsmöglichkeiten und auch Ansteuerungshinweise werden gegeben.

Dieter Berner liefert in seinem Buch 9 Törnvorschläge. Die einzelnen Stationen werden wie oben beschrieben dargestellt. Die Törnvorschläge mögen aufgrund des Wetters nicht unbedingt wie vorgeschlagen durchführbar sein. Bura, Maestral und Yugo nach dem Studium des Wetterberichts wird oftmals die freie Planung entsprechend einschränken.
Die angegebenen Telefonnummern der Marinas können nützlich sein. Zwar nehmen die Marinas oftmals keine Reservierung an, aber man erfährt dann frühzeitig, wenn der Hafen z.B. wegen einer Veranstaltung ausgebucht ist.
Im Anhang findet man weitere wichtige Informationen wie Lage von Bootstankstellen mit Wassertiefe und Öffnungszeiten sowie weitere wichtige Telefonnummern und Internetadressen, die man während eines Bootstörns benötigen könnte. Abgerundet wird das Buch durch Fotos, die zu einem ersten Eindruck beim Lesen verhelfen.

Fazit

Dieses Buch hat uns schon während der Planung unseres Törns gute Dienste geleistet bei der Suche nach einem Ausgangshafen mit der Möglichkeit, Fiona ins Wasser kranen zu lassen. Während des Urlaubs haben wir regelmäßig in das Buch geschaut und uns über unsere nächsten Ziele informiert. Ergänzend zum Törnführer hatten wir das Küstenhandbuch Kroatien und Slowenien Koper- Split mit den genauen Wasserkarten sowie das Buch Schlemmertörns in Kroatien mit Beschreibungen von Restaurants mit Anlegemöglichkeit an Bord. Diese drei Bücher haben sich wunderbar ergänzt.

 

Törnliteratur: Schlemmertörns in Kroatien

Wohin am Abend?

Zu den schönsten Erlebnissen eines Bootsurlaubs in Kroatien gehört es, die Nacht an einem Steg oder Bojenfeld eines Restaurants zu verbringen und den Tag mit einem guten Essen ausklingen zu lassen. Und die Auswahl an Restaurants ist groß. Hierbei kann der Restaurantführer Schlemmertörns in Kroatien: 66 Top-Restaurants an der Küste aus der Edition Maritim des Delius Klasing Verlages eine wertvolle Hilfe sein. Wir rezensieren hier die 2. Auflage, die 2017 erschienen ist.

Die Autoren Bodo Müller, Sigrun Scheiter und Jürgen Strassburger stellen insgesamt 66 Restaurants an der kroatischen Küste vor. Alle Restaurants sind mit dem Boot erreichbar. Am Anfang des Buches werden kroatische Spezialitäten, von istrischen Trüffeln über Pager Käse bis aus der Adria gewonnenem Meersalz und Austern vorgestellt. Auch den kroatischen Weinen ist ein ganzes Kapitel gewidmet. Jedem der vorgestellten Lokale ist eine Doppelseite gewidmet. Das Lokal wird kurz vorgestellt, die Lage und die Besonderheiten sowie Spezialitäten genannt. Kontaktinfos und Öffnungszeiten findet man ebenso. Eine Detailkarte auf der Doppelseite hilft, das Lokal gut zu finden und auch Liegeplätze auszumachen. Auf jeder Seite findet man informative Fotografien. Wem das noch nicht reicht, findet die Website-Adresse der Konoba mit weiteren Informationen.

Die erste und letzte Seite ist aufklappbar und zeigt die kroatische Küste mit den durchnummerierten Gastrobetrieben. So sieht man, wo sich in Reichweite eines der vorgestellten Objekte befindet bzw. ob es der Törn hergibt, dort vorbeizufahren.

Am Buchende gibt es ein kleines kroatisch-deutsches Wörterbuch mit kulinarischen Begriffen auf zwei Seiten.

Das Buch ist sehr übersichtlich gestaltet und ist für uns eine gute Ergänzung zur Törnplanung gewesen. Man findet sich schnell zurecht. Man muss eigentlich nur wissen, wo man sich befindet und schon sieht man die nächstgelegenen getesteten Gastronomiebetriebe. Da das Buch die gesamte kroatische Küste von Novigrad im Norden bis Dubrovnik im Süden sowie die Inseln abdeckt, sind die 66 Restaurants allerdings nur eine sehr kleine, aber dafür feine Auswahl. Für einen echten Schlemmertörn würde man daher die Route nach diesem Buch planen. Sehr gut ergänzt sich dieser Restaurantführer mit dem Buch Törnliteratur: Küstenhandbuch Kroatien und Slowenien Koper- Split, ebenfalls von Bodo Müller und Jürgen Strassburger.

Die Hinweise zur Lage der Lokale und zu den Liegeplätzen haben wir positiv aufgenommen. Was uns fehlt, ist eine Preisklassifizierung der jeweiligen Betriebe. So gehen wir davon aus, dass aufgrund des Titels eher Restaurants vorgestellt werden, die hochpreisig sind. Sehr gut ist wiederum, dass man etwas zur Geschichte der gastronomischen Häuser erfährt und dass die Stärken der Lokale herausgearbeitet werden: So erfährt man, was beispielsweise aus eigenem Anbau stammt, wer was liefert und welche Spezialitäten das Haus anbietet.

Fazit

Empfehlenswert. Beim nächsten Törn ist das Buch erneut dabei.