Maastricht – Bootstour via Willemsroute und Julianakanaal

Nach einem entspannten langen Wochenende in den Maasplassen bei Roermond beginnt unsere Fahrt über die Willemsroute von Roermond nach Maastricht. Wir starten in unserem Heimathafen, dem Jachthafen Boschmolenplas in Heel, zunächst über den Kanal Wessem-Nederweert, biegen bei Nederweert links auf die Zuid-Willemsvaart ab und folgen ihr bis Maastricht. Zurück geht es über den Julianakanaal.

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Die Willemsroute

Die Willemsroute führt durch das Grenzgebiet der Niederlande und Belgien. Für den belgischen Teil gelten natürlich die belgischen Fahrregeln und Voraussetzungen. Sie ist mit einer maximalen Durchfahrtshöhe von 5 m und mit einem maximalen Tiefgang von 1,90 m befahrbar. Auf der Willemsroute erwarten uns 6 Schleusen. Gleich die erste ist die Schleuse Panheel mit knackigen 8 m Hub. Am Anfang der Zuid-Willemsvaart bei Weert kommen 4 Schleusen recht kurz hintereinander, und eine weitere gibt es kurz vor Maastricht.  Auf dem Rückweg über den Julianakanal haben wir zwei Schleusen. Dazu kommt noch eine Schleuse, die den Hafen t’Bassin von der Maas trennt. In der Sommersaison wird für die Freizeitfahrt auch Sonntags geschleust. Für die genauen Schleusenzeiten, Telefonnummern und VHF-Kanäle lohnt sich natürlich immer ein Blick in den Wateralmanak bzw. die belgische Broschüre zu Schleusen-Bedienungszeiten.

Der belgische Teil der Willemsroute ist vignettenpflichtig. Für die Besucher, die die Willemsroute fahren, wird die Vignette an Schleuse 18 (die heißt wirklich so) in der Nähe von Bocholt verkauft (nähere Informationen auf der offiziellen Seite der Willemsroute). In den vergangenen Jahren gab es sie hier noch mit einem Rabatt von 50%, was aber seit Anfang 2015 nicht mehr gilt.

Unsere Tour entlang der Willemsroute

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Der Anfang unsere Fahrt ist, nachdem wir die Schleuse Panheel hinter uns gebracht haben, recht unspektakulär. Der Kanal Wessem-Nederweert zieht sich schnurgerade durch die Landschaft. Alle Brücken sind hoch genug, so dass wir einfach drauflos fahren können.  Berufsschifffahrt gibt es so gut wie keine.

Spannend wird es ab Nederweert – hier erwarten uns weitere Schleusen und Brücken, die für uns geöffnet werden müssen. Schöne Liegeplätze gibt es von der Schleuse 17 in Lozen, zwischen Weert und Bocholt. Gut zu wissen: Gerade noch auf holländischer Seite, kurz vor der belgischen Grenze gibt es an der Strecke eine Total-Tankstelle mit einer Bunkerstation am Wasser, die auch von Freizeitskippern benutzt werden kann, sowie einem kleine Bootszubehör-Verkauf. Hinter Schleuse 17 beginnt ein landschaftlich sehr schönes Stück der Willemsroute. Hinter Schleuse 18 lohnt sich auch ein Abstecher über den Kanal Bocholt-Herentals Richtung Zilvermeer, wo man in einem wunderschönen Jachthaven gut ein paar Tage verbringen kann. Diese Strecke kennen wir aber schon von unserer Tour durch Flandern.

´t Eiland
´t Eiland

Eigentlich hatten wir beabsichtigt, unsere erste Übernachtung bei Bree oder Bocholt zu machen. Aber viele sogenannte Häfen in Belgien sind sehr oft nur Stege in Flüsssen oder Kanälen. So waren auch diese beiden Häfen gestaltet und wir mochten sie nicht.

Deswegen ging es zunächst weiter über die Zuid-Willemsvaart, mit einer Kaffeepause unterwegs an einem netten kleinen Anleger. Wir suchten aber weiter nach einem Anleger, der etwas abseits und geschützt liegt, weil unsere Fiona doch recht heftig auf Schwell reagiert. Glücklicherweise fanden wir einen kleinen Hafen namens ´t Eiland, wo wir mit schöner Landschaft um ums herum den Abend ausklingen lassen konnten.

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Auf ´T Eiland existiert auch ein Kanu Club. An diesem kommenden Wochenende (es war Donnerstag) sollte eine Regatta stattfinden. Die Vereinsmitglieder gruben daher direkt hinter unserem Boot ein Loch in die Wiese, in der sie einen langen Stab zu etwa 25 Grad Richtung Gewässer befestigten. Warum sie das machten, erfuhren wir wenig später durch Glockenschläge, die durch die Paddel der Kanufahrer Probanden geschlagen wurden. Offensichtlich handelte es sich um das „Angekommen“ Signal der Regattafahrer im Wettbewerb. Die Kids übten so ernsthaft, dass wir das Gefühl hatten, die Regatta hätte schon angefangen.

An nächsten Morgen gingen wir zum Waschhaus, das sich ein Stück weiter im Ferienpark bzw. auf dem Campingplatz befand. Als wir zurückkamen, sahen wir etwas seltsames. Was war das?

Von der Entfernung her sah es aus, als ob ein fremdes Boot an unseres angelegt hätte.

Geisterboot
Geisterboot

Zurückgekommen, sahen wir andere Skipper und den Hafenmeister, die allesamt staunend das fremde Boot beäugten. Bis zu diesem Morgen war das alte Boot auf der gegenüberliegenden Seite des Kanals. Nur wenige Minute zuvor schwamm es zu unserer Seite.

Erstaunlicherweise verfing sich das Boot im Glockenpfahl des Kanu Clubs und wurde hierdurch gestoppt. Das war unser erstes Geisterschiff! Vielleicht hatten die Besitzer es aufgegeben, die letzte sichtbare Vignette schien von 2005 zu sein. Der Hafenmeister zog das Boot an Land und befestigte es.

Designer Outlet Center Maasmechelen Village

Anleger Maasmechelen Outlet Center
Anleger Maasmechelen Outlet Center

Unser nächster Stopp war Maasmechelen Village,  ein großes Shopping Outlet Center mit über 100 Stores. Hier wollten wir uns ein wenig umsehen und shoppen. Die  großzügige Anlage, designed im Village-Stil des 21. Jahrhunderts, hat eine Reihe hochwertiger Bootsanleger in unmittelbarer Nähe.

Ich schätze, jemand mochte das Ziel. Schnell wurde das Boot vertäut, wir machten uns landfein und auf gings .

Shopping Center Maasmechelen
Shopping Center Maasmechelen

Das Outlet Center hat große Ähnlichkeit mit dem in Roermond. Die Häuser sind in einem ähnlichen Stil, auch die Geschäfte kamen uns nicht ganz unbekannt vor. Fiona erhielt einige neue Gläser aus dem Shopping Center. Zufrieden kehrten wir aufs Boot zurück und nahmen Kurs auf Rekem.

Bootsfahrt nach Rekem
Bootsfahrt nach Rekem

Die Entfernung nach Rekem war nicht groß und so fanden wir uns bald an einem Steg direkt vor dem  Ort Rekem wieder.

Wir machten  einen Spaziergang, sahen die hübschen Häuser und ein geschichtsträchtiges Schloß, das wir an dem Tag aber leider nicht ansehen konnten, in dieser kleinen Ortschaft.

Da mittlerweile Oktober war, war die Saison vorbei. Es hielten sich nur sehr vereinzelt Leute in den Straßen und in den wenig geöffneten Lokalen auf.

Es schien, als wolle der Ort in eine Art Winterschlaf fallen.

Haus in Rekem
Haus in Rekem

Wir nahmen noch eine Tasse Kaffe und ein Stück Kuchen an Bord.

Zwei Stunden später fuhren wir weiter. Unsere Reise ging nun wieder in die Niederlande, direkt nach Maastricht.

Hier führt die Willemsroute wieder durch eine ganz besonders schöne Landschaft mit vielen Bäumen und einem gemütlichen Wasserweg.

Maastricht

Der Höhepunkt unserer Reise sollte Maastricht werden. Und keine Frage, so war es! Maastricht ist eine (mehrtägige) Reise wert!

Einfahrt ins Bassin/ Maastricht
Einfahrt ins Bassin/ Maastricht

Bevor wir in den Hafen einfuhren, mussten wir eine Schleuse passieren. Hier sind wir hinter der Schleuse und unterfahren die Hafenbrücke.

Wir besuchten die Marina t’Bassin in direkter Nachbarschaft zur Business School Maastricht. Bis zur Fußgängerzone ist es nicht weit.

Marina Bassin in Maastricht
Marina Bassin in Maastricht

An diesem Donnerstag waren die Geschäfte bis 22:00 Uhr geöffnet. Maastricht ist eine sehr lebhafte Stadt und hat viele Geschäfte, Lokale und Sehenswürdigkeiten.

Zurück im Hafen, trafen wir 4 Bootscrews aus Roermond, mit denen wir einen schönen Abend direkt am Hafen verbrachten.

Der Hafen Bassin bei Nacht
Der Hafen Bassin bei Nacht

Einige Nachtaufnahmen vom Bassin. Sobald es abends etwas wärmer ist, erwachen die Außenanlagen der Bistros und Restaurants und es kann hier recht lebhaft werden.

Blick über den Hafen auf die Promenade
Blick über den Hafen auf die Promenade

Fischmarkt in Maastricht
Fischmarkt in Maastricht

Der Fischmarkt in Maastricht

Wir planten, zwei Nächte in Maastricht zu bleiben. Am nächsten Tag, am Freitag, gingen wir zu dem berühmten Fischmarkt. Weit hatten wir es nicht.Das Wetter war wieder einmal grandios. Morgens war es etwas frisch, aber am Mittag schon über 20 Grad.

Markttag in Maastricht
Markttag in Maastricht

Nicht nur Fisch, sondern auch Textilien Haushaltswaren, Lebensmittel, Stoffe, Textilien, Heiß- und Kaltgetränke wurden sehr erfolgreich verkauft.

Außengastronomie in der City
Außengastronomie in der City

Fast alle Tische waren schnell besetzt und die Leute genossen ein Sonnenbad.

Ein bisschen "Bella Italia" in Maastricht
Ein bisschen „Bella Italia“ in Maastricht

Andere Plätze füllten sich und mit einem Mal gab es in Maastricht einige italienische Momente. Die Vespa Roller parkten alles zu, was ging. Es kamen immer mehr Zweiräder dazu und die Stadt füllte sich ständig mit neuen Besuchern.

Wir nutzten den schönen Tag zu einem Einkauf in der Innenstadt.

Ausflugsschiffe in der Maas
Ausflugsschiffe in der Maas
Maastricht und Nachtleben
Maastricht und Nachtleben

Am Abend genossen wir das Nachtleben. Die Temperatur war annähernd 20 Grad. Viele Leute verbrachten diesen Abend im Freien in den Außenanlagen der Bars.

Das sollten die letzten warmen Tage im Oktober sein. Der Herbst rückte sehr nah.

Über den Julianakanal zurück nach Roermond

Juliana Kanaal: Schleuse bei Maastricht
Juliana Kanaal: Schleuse bei Maastricht

Auf der Rückfahrt nach Roermond nahmen wir den direkten Weg durch den Julianakanal. Dort sind lediglich zwei Schleusen (plus die Schleuse unseres Hafens). Jede dieser zwei Schleuse hat etwa 12 Meter Hub. Da beide bewegliche Festmacher haben, war das Schleusen sehr komfortabel. Das wussten wir zu würdigen, hatten wir doch auf unsere Tour durch Flandern einmal eine Schleuse,  in der wir beim Hochschleusen auf dem letzten Meter keine Festhaltemöglichkeit mehr hatten.

Grillen am Boot
Grillen am Boot

Zurück im Heimathafen zückten wir erneut unseren „Son of Hibachi“ auf unserem bevorzugten Grillanlegeplatz 🙂

Wahrend der letzten 9 Tage hatten wir eine tolle Zeit. Das Wetter hat wesentlich dazu beigetragen. Wir beschließen, die nächste Saison mit einer Fahrt nach Maastricht zu begrüßen.

Vom Zilvermeer über die Willemsroute nach Heel

Schweren Herzens verabschiedeten wir uns Richtung Willemsroute vom Zilvermeer, da unser Urlaub sich immer mehr dem Ende neigte. Fiona strahlte wieder in Champagnerweiß, hatten wir die Zeit doch unter anderem auch für eine Bootsreinigung genutzt.

Über die Willemsroute

Unser letztes Teilstück führte uns durch acht weitere Schleusen. Wir fuhren vom Kanaal Bocholt-Herentals zur Zuid-Willemsvaart, wo wir auf die Willemsroute stießen, und kamen schließlich zum Kanaal Wessem-Nederweert. Hier endete auch unser Kartenmaterial von Belgien, so dass wir uns für eine kurze Strecke nur an einem kleinen Werbeflyer der Willemsroute orientieren konnten. Aber verfahren kann man sich dort nicht wirklich, und schon bald griff unser Kartenmaterial von Limburg.

Wartezeit vor Schleuse 18
Wartezeit vor Schleuse 18

Wegen des warmen Wetters und da es schon lange nicht mehr geregnet hatte, war das Wasserlevel in den Kanälen sehr niedrig.

Unsere erste Schleuse an diesem Tag ließ uns über eine Stunde warten, weil ein Berufsschiff wegen des niedrigen Wasserpegels auf der anderen Kanalseite festgefahren war.

Die Wasserstandshöhe wurde mit Hilfe der anderen Schleusen wieder erhöht, so dass das Berufsschiff wieder freikam. Schleuse 18 auf der Zuid-Willemsvaart bescherte uns eine weitere Verzögerung wegen des niedrigen Wasserstands.

Schleuse Panheel
Schleuse Panheel

Die Schleuse Panheel

Kurz vor Sonnenuntergang waren wir an der Schleuse Panheel und motorten somit vor unserer letzten  Schleuse auf unserer Reise.
Erneut dauerte es länger als sonst, bis wir in die Schleuse einfahren durften. Etwa eine dreiviertel Stunde mussten wir vor der Schleuse motoren.

Als wir 20 Minuten in der Schleuse waren, hörten wir über Funk, dass sich ein 50 Meter langes und 11 Meter breites Berufsschiff ankündigte. Weitere 10 Minuten später war es in der Schleuse und es ging mit der Schleusung endlich los.

Die Marina Boschmolenplas, Heel

Marina Boschmolenplas
Marina Boschmolenplas

Mittlerweile war es fast ganz dunkel, aber zum Glück waren wir nicht mehr weit von unserem Hafen entfernt. Auch unseren Liegeplatz hatten wir uns gemerkt, so dass wir etwa 20 Minuten später in unserer Box angelegt hatten. Das Foto zeigt den Blick von unserem Liegeplatz auf das Restaurant Boschmolenplas bei unserer Ankunft.

Für den nächsten Tag hatten wir einen Tisch im Restaurant reserviert. Hier feierten wir die geglückte Überfahrt – aber auch unseren Hochzeitstag 🙂

*** The End ***

Zilvermeer – Eine Bootsfahrt von Lier zum Port Aventura

Zum Zilvermeer  – Von Belgien nach Roermond

Wir verließen Lier am Morgen mit dem Ziel Zilvermeer. Der See Zilvermeer machte auf der Karte bereits einen guten Eindruck und wir hatten bereits Positives darüber gelesen, so dass wir das Zilvermeer gerne als letztes Etappenziel ansteuerten.

Die Route führt uns durch den Netekanaal, Albertkanaal und dem Kanaal Bocholt-Herentals.

Schleuse im Netekanal
Schleuse im Netekanal

Auf dieser Tour warten sieben Schleusen auf uns. Der Netekanaal ist ein ruhiger Wasserweg mit hübschen Bäumen an beiden Ufern. Alles wurde hektischer als wir die Schleuse Viersel erreichten, die den Netekanaal und den Albertkanaal verbindet. Während unserer Reise durch Flandern hatten wir bereits gemerkt, warum lange Tampen ein Muss in Belgien sind.

Die Schleuse Viersel hat einen Hub von 5 Metern. Als wir in der Schleuse waren, streckte uns die Schleusenwärterin einen Haken für unser Seil entgegen. Sie legte den Tampen um einen fünf Meter über uns liegenden Poller und Fiona hing wie ein Fisch an der Angel.

 Der Albertkanaal ist ein großer und stark frequentierter befahrener Kanal mit vielen Berufsschiffen und Industrie am Kanal. Zum Glück hatten wir dort nur eine kurze Strecke bevor wir die Schleuse in Herentals zum Kanaal Bocholt-Herentals nahmen. Die Schleuse hat einen Hub von 7,50 Metern und ist mit Leitern ausgestattet, die wir benutzten. Schon viel besser, wenn auch die dreckige Leiter unser Seil ziemlich alt aussehen ließ.

P1020293frank-beerDE1Im Kanaal Bocholt-Herentals mussen wir eine Schleuse nach der anderen passieren. Manchmal ist eine Schleuse nicht über Funk erreichbar und wir müssen im Revierführer nachschlagen, wo wir anrufen müssen.

Oftmals müssen wir längere Zeit warten, bis eine Reaktion erfolgt oder die Schleuse geöffnet wird.

 In einer Schleuse wurden gerade Wartungsarbeiten gemacht. Während wir schleusten, wurde an der ca 3 Meter entfernten anderen Seite munter mit dem riesen Hilti weitere Steine aufgebohrt. Beim Hochschleusen wurden die Poller überspült, so dass wir das Boot mit dem Seil nicht mehr halten konnten, da sich das Seil löste. Als letzte Möglichkeit, nicht von der starken Strömung weggetrieben zu werden, musste ich motoren. Normalerweise fahren wir sehr gerne Boot, aber an diesem Tag wünschten wir, dass wir ganz schnell unser Ziel Zilvermeer erreichen.

MS Zander
MS Zander

Die letzte Schleuse vor dem Zilvermeer sollte es auch in sich haben …

Hier fährt das Passagierschiff Zander aus der Schleuse heraus. Wir durften zuerst einfahren, mussten aber länger warten. Die Schleusung wurde erst vorgenommen als das Ausflugsschiff zurück war und in die Schleuse eingefahren war.
Diese Schleuse war groß genug für beide.

Da wir anscheinend noch nicht genug Abenteuer für diesen Tag hatten, mussten wir in der nächsten und für diesen Tag letzten Schleuse den Schleusenvorgang mit Zander erneut machen. Das ist normalerweise kein Problem, wenn jedoch die Schleuse derart klein ist, dass eigentlich nur das Passagierschiff hineinpasst, dann schon! Direkt hinter uns war eine Brücke, wo stets akute Gefahr für unser Verdeck war, gegen sie getrieben und eingequetscht zu werden. Auch das in der Schleuse quer stehende Passagierschiff (sonst hätten wir nicht reingepasst) bewegte sein Heck manchmal in unsere Richtung, so dass wir ständig nach vorne unten hinten ausweichen mussten. Leider kein Foto, da ich in dieser Schleuse nicht zum Fotografieren kam.

Die Passagiere des Ausflugboots, Rentner, fanden das überwiegend sehr unterhaltsam. Wir waren uns jedoch sicher, dass sieben Schleusen, von denen einige sehr unangenehm waren, für diesen Tag genug waren. Entsprechende froh waren wir, als wir wenig später am Zilvermeer einfuhren.

Zilvermeer
Zilvermeer

Endlich erreichten wir den See Zilvermeer.

Wir kehrten wir in den Hafen Port Aventura ein. Dieser Hafen gefiel uns sehr gut. Ein neuer und moderner Jachthafen mit allen Einrichtungen, einem schicken Restaurant und einem herrlichen See um uns. Das Wetter war blendend und wir blieben für zwei Übernachtungen im Zilvermeer Hafen. So hatten wir uns das vorgestellt!

Mechelen und Lier – Stadtportraits – Bootsurlaub Belgien

Mechelen und Lier -Bootsreise belgische Nordsee nach Roermond/NL

Achterlicher Ausblick
Achterlicher Ausblick

Nach 90 Kilometern Fahrt erreichten wir Mechelen am frühen Abend. Wir entschieden uns für den Jachthaven des WVD Mechelen an der Binnen-Dijle.

Dieser kleiner Hafen bietet zwar lediglich Frischwasser und Landstrom, liegt jedoch recht schön und ist im Zentrum der Stadt. Ein hervorragend sortierter Supermarkt ist ganz in der Nähe.

Der Fluß Dijle kann von Sportboooten bis zu einer Brücke im Zentrum Mechelens befahren werden. Die Anlegestellen des Hafens sind direkt davor.

Mechelen begrüßte uns mit einigen Überraschungen

Wir wählten eine Anlegesstelle in ca. 150 Metern Entfernung zur Brücke. Wir hatten soeben das Anlegen abgeschlossen als eine belgische Bootscrew mit vier Personen auf uns zukam und uns ein Belgier mit einem Zwirbelschnurrbart beschimpfte, weil wir am falschen Platz angelegt hätten. Wo wir angelegt hatten, dürften nur Mitglieder seines Jachtclubs liegen. Er nannten uns sogar kriminell, weil wir soeben unser Stromkabel an Land angeschlossen hatten … Natürlich hatte er uns die ganze Zeit beobachtet und hielt es erst nach Fertigstellung des Vertauens und Anschließen des Stromkabels für angebracht, uns „zu informieren“ 🙁

Hafentafel Mechelen Stadthafen
Hafentafel Mechelen Stadthafen

Wir liefen die Stege komplett ab, um Genaueres zu erfahren. Einige Meter entfernt von der Brücke,  ganz am Ende, stand ein kleines Schild mit Anweisungen, das sehr gut versteckt war hinter einem Schiff. Keine Chance, dieses Schild vom Wasser aus zu sehen! Anscheinend erwartete der Hafenmeister hellseherische Fähigkeiten von seinen Gästen.

Das Schild im Hafen Dijlestreek in Mechelen

Wir waren etwas erstaunt über den rauen Umgangston mit Gästen. Belächelten das Ganze, parkten unser Boot innerhalb des kleinen Bereichs für Besucher und ließen uns nicht abhalten, uns eine schöne Zeit hier zu machen.

Zentrum Mechelen
Zentrum Mechelen

Mechelen ist eine Reise wert! Zeitweise war Mechelen Hauptstadt der Niederlande und im 19. Jahrhundert wurde eine der ersten Dampfeisenbahnstrecken von hier aus betrieben.

Obwohl es viel kleiner als Brügge oder Ghent ist, ist es eine wunderschöne Stadt mit mehr als 300 historischen Gebäuden, die in der Nacht schön beleuchtet waren.

Natürlich bietet Mechelen auch viele schöne Restaurants, Cafés und Bars.

Das Zentrum in Mechelen

Vismarkt
Vismarkt

Moderne Elemente in einer alten Stadt.

In den rechteckigen Komplexen hinten ist ein ein großes Einkaufs- und Bürozentrum sowie ein modernes Wohnzentrum entstanden.

Sieht man auf die andere Flußseite, so hat man das alte Mechelen vor sich.

 

Bars und Restaurants am Vismarkt

Vismarkt heißt diese gemütliche Stelle
Vismarkt heißt diese gemütliche Stelle
Patrizierhäuser Mechelen
Mechelen Häuserzeile

Das alte Mechelen. Schöne und gepflegte Häuser, wohin man schaut.

Die Weiterreise nach Lier

Um Mechelen zu verlassen, mussten wir die Gezeitenschleuse nehmen. Wir verließen Mechelen am nächsten Tag am späten Nachmittag.

Eingang Jachtclubs Emblem, 3 km entfernt von Lier
Eingang Jachtclubs Emblem, 3 km entfernt von Lier

Unser nächstes Ziel war nicht weit entfernt, es ging nach Lier bzw. einige Kilometer entfernt von Lier zum Emblem Jachtclub für eine weitere Übernachtung.

Recht in der Nähe von Lier gibt es zwar einige Anleger im Netekanaal, aber wir befürchteten eine Menge Schwell von vorbeifahrenden Berufsschiffen und deshalb wollten wir in den geschützten Emblem Jachtclub, der sich in einer Sackgasse des Netekanals befindet.

Der Verein bietet die üblichen Standards. Das Vereinsgelände ist dank elektronischem Schloss an der Tür nicht frei zugänglich.

Eine Besonderheit hat der Jachtclub Emblem.
Es gibt ein Vereinsschiff. Dabei handelt es sich um ein ehemaliges Arbeitsschiff, das direkt am Eingang des Jachtclubs liegt.

Das Vereinsschiff im Emblem Yachtclub

Vereinsschiff
Vereinsschiff

Hier gab es vieles; Ruhe, Entspannung und: Ein altes Arbeitsschiff, das für die Zwecke des Jachtclubs umgebaut worden war und das unter anderem ein Büro für den Hafenmeister, ein Gastro-Außendeck zum Sitzen und große Duschräume bot. Nur das Damen WC soll kleiner gewesen sein als das von Fiona!

Aber zunächst wurden wir herzlich willkommen geheißen vom sehr netten Hafenmeister, der uns alles genau erklärte und auch gute Tipps geben konnte, wo man einkaufen kann (es gibt Supermärkte, einfach den Waldweg an den Parkplätzen vorbei benutzen) und wie man am schnellsten nach Lier kommt.

Ein Spaziergang nach Lier

Unser Hafen war zwar sehr ruhig und lag mitten in der Natur, aber wir hatten den Wunsch, die nähere Umgegend zu erkunden. Wir machten einen Spaziergang von unsrem Hafen aus und erreichten durch einen kleinen Wald eine Straße, an der einige Geschäfte waren, so auch ein Lidl, genau wie vom Hafenmeister beschrieben.

Die Kirche in der City von Lier
Die Kirche in der City von Lier

Es war zwar nicht geplant, nach Lier zu gehen, da es mindestens 3 Kilometer entfernt war, aber kurzentschlossen änderten wir unseren Plan und gingen los. Die Belohnung sollte ein leckeres Eis sein!

Night Life in Lier

Erneut waren wir von der Schönheit der Stadt überwältigt, die wir in fast jeder belgischen Stadt gefunden hatten, die wir besucht hatten. Nur hatten wir hier in keinster Weise solch ein wunderschönes Zentrum erwartet.
Obwohl die Saison vorbei war, fanden wir die zahlreichen Außensitzplätze noch gut belegt.

Auch am späten Abend war das Wetter noch so angenehm, dass man in leichter Kleidung draußen sein konnte. Überall in den Gassen duftete es nach leckeren Essen von den Restaurants. Natürlich gab es ein Eis und wir waren irgendwann in der Nacht zurück auf Fiona.

Lier bei Nacht
Lier bei Nacht
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Bootsurlaub Belgien: Von Gent nach Mechelen via Schelde

Von Gent nach Mechelen – Bootsurlaub Belgien

Ein Bad am Morgen

Unser Bootsurlaub in Belgien sollte uns durch den Gezeitenstrom Boven-Zeeschelde nonstop nach Mechelen führen. Anhalten auf der Strecke wollten wir nicht. Ausgenommen ein Tankstopp, den wir eingeplant haben. Die Anleger auf unser Strecke mochten wir nicht. Sie erinnerten uns zu sehr an Schiffsverladestellen für die Berufsschifffahrt in den Niederlanden. Unruhig, ungemütlich, mitten am Fluss/ Kanal mit jeder Menge (Berufs-) Schiffsverkehr.
Das bedeutete aber auch, dass wir etwa 80-90 km an einem Tag fahren mussten. Was aber kein Problem sein sollte.

Am Abend vorher prüfte Hafenmeister Rocco den Gezeitenkalender und instruierte uns, am nächsten Morgen vor 6:00 Uhr mit dem fallenden Hochwasser zu starten. Gesagt, getan: In aller Frühe standen wir auf und fuhren in der Dunkelheit los. So mussten wir unseren Bootsurlaub Belgien gelegentlich von den Gezeiten abhängig machen und sehr früh aufstehen.

Schleusen in Belgien
Bootsurlaub Belgien

Zum Glück war die Marina teils beleuchtet, so dass wir nicht völlig im Dunkeln fahren mussten. Unser Navigationslicht leuchtet natürlich nicht für uns, sondern gewährleistet lediglich, dass man uns sieht. Die Schleuse war nur wenig von unserem Liegeplatz entfernt. In jeden Fall war sie nett beleuchtet, so dass wir uns gut orientieren konnten. Per Funk wurde uns die Wartestelle vor der entsprechenden Schleuse zugewiesen.

Schleusen brauchen immer Zeit und als wir fertiggeschleust hatten, sollte es allmählich Sonnenaufgang werden. Zunächst mussten wir auf Berufsschiffe warten, die natürlich vor uns einfahren sollten. Der Schleusenvorgang lief ohne Probleme und wir freuten uns schon auf die Fahrt.

Gegen 7:15 Uhr war die Schleusung für uns beendet und wir waren hinter der Schleuse.

 Plastikteil blockiert Propeller
Plastikteil blockiert Propeller

Aber was war das? Wir wollten gerade Marschfahrt aufnehmen, als wir bemerkten, dass das Boot sehr unruhig war. Es zitterte regelrecht. Als wir mit kleinster Fahrt fahren wollten, starb sogar der Motor ab. Shit happens! Was war los?

Wir wussten es noch nicht genau, aber wir legten am Ende der Schleusenmauer an und ich nahm ein morgendliches Bad in der Schelde. Nicht ganz freiwillig, aber schließlich wollte ich mich um unseren Duoprop kümmern, da ich den Verdacht hatte, dass sich zwischen den Propellern etwas verfangen haben könnte. Schließlich konnte ich ein Plastikteil zwischen den Propellern entfernen, das die Propeller in ihrer Arbeit behinderte. Danach konnten wir wieder normale Fahrt aufnehmen und ich war der Held des Tages 😉

Blockierter Propeller. Auch das ist „Bootsurlaub Belgien“. Das kann natürlich auch woanders passieren, allerdings war die Schelde manchmal sehr verschmutzt durch Plastik: Flaschen, Tüten und sonstiger Müll 🙁

Schelde, Belgien
Schelde, Belgien

Während des Niedrigwassers herrscht am Fluss eine seltsame Atmosphäre. Es scheint, als hätte der Fluss das Land ausgespuckt. Es erinnerte mich ans Wattenmeer. Allerdings fanden wir es für einen Fluss etwas befremdlich.

Da wir fast die ganze Zeit gegen die Sonne fuhren, konnte man das Ufer in Gleitfahrt nicht vom Fluss unterscheiden und wir mussten unsere Geschwindigkeit anpassen. Nicht umsonst raten die Revierführer, mittig zu fahren, da es sonst zu unliebsamen Grundberührungen kommen kann. Da darf man mal auf bestimmten Abschnitten schnell fahren und dann geht es nicht 🙁

Bei der Stadt Temse stoppen wir, um Diesel aufzufüllen. Wir hatten den Tank zuletzt in Nieuwpoort gefüllt und Buch geführt, wie weit, wie viele Stunden etc. wir gefahren sind. Große Überraschung: Der Stundendurchschnitt betrug für uns kaum glaubhafte drei Liter. Drei Mal hatten wir kürzere Strecken mit Gleitfahrt, ansonsten war es angepasste Fluss- bzw. Kanalfahrt. Wir freuten uns natürlich sehr über den niedrigen Verbrauch.

Yachtclub
Yachtclub

Nach dem Tanken in Temse besuchen wir das chice Marina- Gebäude des dortigen Yachtclubs. Sonst geht es eher ruhig und beschaulich im Hafengebiet zu. Hier gibt es überall Automaten, wo man gegen Bezahlung Brot bekommt.

Am Nachmittag erreichten wir die gezeitenabhängige Schleuse in Mechelen rechtzeitig und genossen ein sehr komfortables Schleusen am Schwimmsteg im Schleusenbecken.

Schleuse vor Mechelen
Schleuse vor Mechelen

Weiter geht es mit dem nächsten Bericht „Mechelen„, wo sich unser Bootsurlaub Belgien fortsetzt.

Gent – eine der schönsten Städte in Belgien

Der Kanaal Ghent-Oostende führt uns von Brügge zur Ringvaart von Gent. Hier sehen wir viele Berufsschiffe bis wir in die Leie abbiegen und in die Stadt Gent fahren.

Übersicht Hafen Gent
Übersicht Hafen Gent
Gent, vor dem ehemaligen Gerichtspalast
Gent, vor dem ehemaligen Gerichtspalast

Unser Zielhafen ist der Yachthafen Lindenlei, der genau im Zentrum von Gent am früheren Gerichtspalast liegt. Die Liegeplätze des Passantenhafens erstrecken sich auf der linken Seite zum Stadtzentrum hin.
Wir liegen längsseits mit Blick auf Justizia. Eine spektakuläre Lage. Ruhig, aber dennoch nah am Puls der Stadt!

Dienstsitz Hafenmeister
Dienstsitz Hafenmeister

Der Hafenmeister ist leicht anzutreffen. Er scheint sein Privatboot für seinen Job einzusetzen und hat sozusagen gleichermaßen Dienst- als auch Sommerwohnsitz in seinem Schiff im Hafen Gent.

Es gibt Wasser und Strom am Steg, auch ein kleines Waschhaus für die Yachties ist hinter den Liegeplätzen vorhanden. Wenige Gehminuten entfernt finden wir auch einen gut sortierten Supermarkt.

Gent City
Gent City

In nur fünf Minuten erreichen wir das Viertel Graslei, das berühmt für seine vielen Cafés und für seine originalen historischen Gebäude ist. Überall stehen Kirchen, manchmal zwei oder drei nebeneinander.

Wir genießen unseren Spaziergang und bewundern all die vielen Sehenswürdigkeiten wie auch das Schloß Gravensteen. Viele schöne Geschäfte entdecken wir.

Gent Streetlife Open Air Concert
Gent Streetlife Open Air Concert

Auch das Street Life lässt nichts zu wünschen übrig. Überall ist etwas los.

Waren es eine Straße weiter noch Lokale, die sich aneinander reihten mit Außenplätzen direkt am Kanal, so treffen wir nur wenig weiter auf diese Szene. Wir befinden uns plötzlich in einer anderen Atmosphäre.
Begeistert hören wir, wie viele andere Zuschauer und Zuhörer einem professionellen Pianisten auf einem Platz mit vielen anderen zu, der einen Mix aus Klassik und moderner Musik zaubert.

Regatta in Gent
Regatta in Gent

Aber bevor wir unseren Liegeplatz in Gent verlassen, sind wir inmitten eines tollen Spektakels.
Eine emotionale und laute, dennoch sehr traditionelle Ruderregatta mit sehr vielen teilnehmenden Booten. Teils sehr unterschiedlich in Größe, Stil und Besatzung.

Noch dichter dran geht hier nicht; wir haben die erste Reihe vom Boot aus und obendrein Kaffee und Kuchen!

Hafen Merelbeke, Gent Nr. 2

Wir verlassen den Hafen am späten Nachmittag des kommenden Tages, da wir nur eine kurze Entfernung zu unserem nächsten Hafen, ebenfalls in Gent, zurücklegen müssen. Unser Zielhafen Yachting Merelbeke liegt quasi am Rand von Gent, nur wenig entfernt von der Gezeitenschleuse Boven-Zeeschelde. Der Großteil des Yachthafens ist für Clubmitglieder gedacht, aber es gibt auch ein paar Passantenliegeplätze.

Merelbeke Marina: Zwei Sealines hintereinander
Merelbeke Marina: Zwei Sealines hintereinander

Die Anlegeplätze sind auf beiden Seiten der Schelde. In Merelbeke wurden wir freundlich willkommen geheißen durch Hafenmeister Rocco.

Hafenmeister Rocco bat im telefonischen Anmeldegespäch, dass einer von uns zu ihm kommen möge, da er momentan beschäftigt sei. Er würde gerade seine Gäste im Marinarestaurant bekochen und da er alleine sei, könne er nicht weg.

Wie sich nun herausstellte, waren wir auf der „falschen“ Seite des Hafengebäudes. Die nächste Brücke war etwas entfernt. So musste Simone den Weg zu Fuß bewältigen. Rocco, ein netter und gleichvoll temperamentvoller Italiener wollte Simone zurückfahren in seinem Auto, wusste aber anscheinend nicht, dass ein Fußballspiel im benachbarten Fußballstadion begann. Daher waren einige Straßen gesperrt, so auch die Zufahrt zu den Liegeplätzen, wo wir lagen.

Man möge sich nun einen heißblütigen Italiener vorstellen, der eine hitzige Diskussion mit der belgischen Polizei führt, die ihn nicht auf SEINEN Hafen lassen! Und die Polizei ließ ihn tatsächlich nicht hineinfahren, so dass Simone eine 15-minütige Stadtrundfahrt durch Gent erhielt, bis Simone und Rocco ohne Auto beim Boot ankamen …

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Brügge – mit dem Boot in Belgien – Bootsurlaub

Brügge – unsere erste Etappe von Nieuwpoort

Es  ist Zeit, Goodbye zu Nieuwpoort zu sagen und unsere Reise in die Niederlande zu beginnen. Wir waren insgesamt eine Woche im Hafen von Nieuwpoort und waren damit zwei Tage länger in Nieuwpoort als geplant. Da wir eine Reserve von 4 Tagen eingebaut hatten, war das bis jetzt kein Problem.

Hafen Nieuwpoort, dan der Tankstelle
Hafen Nieuwpoort, dan der Tankstelle

Unser Reiseplan durch Belgien:
Unser erstes Etappenziel ist Brügge. Unsere Route wird uns durch den Kanaal Plassendale-Nieuwpoort und durch den Kanaal Gent-Oostende führen.
Weiter gehts mit der Ringvaart und wir befahren ein kurzes Stück der Leie. Dann folgen wir  der Ketelvaart und der Schelde, wo wir Gent ansteuern.
Danach geht es über die Boven-Zeeschelde, die Rupel und die Dijle nach Mechelen.
Anschließend werden wir die Beneden-Nete, den Netekanaal, den Alberkanaal, den Kanaal Bocholt-Herentals sowie die Zuid-Willemsvaart und den Kanaal Wessem-Nederweert als auch die Maas in den Niederlanden bis zu unserem Zielhafen bei Roermond befahren.

Unser Zielhafen

Wir haben bis einschließlich Ende Oktober einen Liegeplatz in der Nähe Roermonds gebucht, in Wessem. Somit ist die Saison für uns zwar kurz, aber wir haben trotzdem noch mehrere Wochen Zeit, schöne Touren zu fahren.

Kanalfahrt
Kanalfahrt

Die Brücken des Kanaal Plassendale-Nieuwpoort sind zwei Mal täglich geöffnet. Das bedeutet, dass wir in einem Konvoi von Brücke zu Brücke fahren, da wir dann natürlich nicht die einzigen sind, die unterwegs sind. Zuerst müssen wir durch eine gezeitenabhängige Schleuse fahren, die 3,5 Stunden vor und nach dem Hochwasser in Betrieb ist.
Etwas paradox scheint, dass die Zeiten der Brücken festgelegt sind während man den Zugang zu den Brücken erst bekommt, nachdem man eine gezeitenabhängige Schleuse gequert hat. An diesem Tag haben wir Glück: Um 9:00 Uhr passieren wir die Schleuse und sind genau zu richtigen Zeit an der Brücke, so dass wir nicht viel Zeit verlieren.

Fahrt nach Brügge
Fahrt nach Brügge

Die ersten Kilometer sind etwas stressig, mit vielen Booten, wovon einige Privatrennen fahren. Dennoch müssen sie vor der nächsten Brücke motorend warten, da die Brücke erst öffnet, wenn der Rest des Konvois in Sichtweite ist.

Dank des Schiff-Konvois gehen für uns die Brücken sehr schnell auf und nach zwei Stunden erreichen wir die historische Plassendale Schleuse. Ab hier nehmen wir den Kanaal Gent-Oostende. Ein sehr hübscher Kanal, auf dem nur wenige Berufsschiffe fahren. Unser Konvoi hat sich mehr und mehr aufgelöst, aber wir sind immer noch in Begleitung dreier Schiffe und dieser Mini-Konvoi sorgt dafür, dass für uns die Brücken schnell aufgemacht werden. Auf unserer Strecke in Belgien werden normalerweise nur für Berufsschiffe die Brücken sofort geöffnet, ein privates Boot muss, wenn es Pech hat, so lange warten, bis ein Berufsschiff kommt.

Yachtclub Flandria
Yachtclub Flandria

Die Fahrt mit dem Boot um Brügge ist wunderschön!

Endlich erreichen wir unser Tagesziel, den Yachtclub Flandria .
Hier begrüßt uns sehr herzlich die Hafenmeisterin Martine. Uns gefällt der freundliche Hafen auf Anhieb. Bis zur Stadt ist es nicht weit!

Der Yachtclub ist ein toller Platz für ein oder zwei Nächte. In der Marina gibt es Elektrizität, Wasser, Duschen/ Waschhäuser und kostenloses WiFi. Sogar einen vorabendlichen Bestellservice für frische Brötchen gibt es, so dass wir am nächsten Morgen unsere langersehnten frischen Croissants bekamen. Zum nächsten Supermarkt muss man allerdings leider ein wenig laufen.
Es ist ruhig im Hafen und das Zentrum von Brügge ist in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar. Auf dem Weg Richung Zentrum finden wir ein wunderschönes Ausgehviertel mit interessanten Rstaurants in der Nähe des Minnewater am Beginenhof.

Brügge

Schokoladengeschäft
Schokoladengeschäft

Die Stadt Brügge ist ein belgisches Superlativ und absolut wert, sie zu besuchen!

Das Historische Zentrum ist überragend mit seinen prachtvollen Bauwerken und voller Atmosphäre mit seinen charmanten Lokalen. Von vornherein ist uns klar, dass wir in Brüggge mindesten 3 Tage bleiben wollen, um diesen Flair zu genießen – schließlich sind wir im Urlaub 🙂

Der Beginenhof, das historische Stadtzentrum, tolle Straßencafés und Restaurants, Straßenkünstler, Touri-Bootsfahrten in den Stadtgrachten (die wir aber nicht mitmachen wollten), all das und viel mehr bietet Brügge. Ein  Höhepunkt unserer Belgienreise.

Gracht in Brügge
Gracht in Brügge

Interessante Geschäfte. Viele, die mit Schokolade zu tun haben, entdeckten wir. Aber auch Pommes-Buden sind hier hoch im Kurs.

Straßenkünstler
Straßenkünstler

 

Brügge
Brügge

 

 

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Bootsausflug Belgien: Von Nieuwpoort nach Veurne +Retour

Der Bootsausflug nach Veurne

Nach einigen Tagen der Bootsreinigung und des Studiums einiger Handbücher entschlossen wir uns, einen ersten Bootsausflug zu unternehmen.

Wir wollten einen kurzen Trip von Nieuwpoort nach Veurne und zurück machen. Die komplette Wegstrecke beträgt insgesamt etwa 25 km durch den Kanaal Nieuwpoort-Duinkerke, der ein recht kleiner Kanal ist.

Zuerst mussten wir die Veurne-Schleuse in Nieuwpoort passieren. Da die Schleuse lediglich dreieinhalb Stunden vor und nach Hochwasser in Betrieb ist, mussten wir um 9:00 am Morgen an der Schleuse sein. Alles klappte hervorragend. Wir hatten so gut wie keine Wartezeit und wir machten unsere erste Schleusung im neuen Boot, als ob wir damit schon oft geschleust hatten. Auch unser Funkgerät bewährte sich hier von Anfang an, da wir in Belgien die Schleusen per Funk anrufen müssen.

Am späten Nachmittag wollten wollten wir zurückschleusen. So hätten wir viel Zeit, Veurne zu besuchen und die obligatorische Bootsvignette für Flandern zu kaufen.

Die Wulpen Brücke

Vor der Wulpen Brücke
Vor der Wulpen Brücke

Wenn dort nur nicht die Wulpen Brücke gewesen wäre …
Dort führte uns unser Bootsausflug zwangsweise entlang.
Bei der Wulpen Brücke handelt es sich um eine Selbstbedienungsbrücke. In der Schleuse in Nieuwpoort erhielten wir eine Chipkarte, mit der wir die Brücke bedienen sollten.

OK, die Brücke zu finden war einfach. Aber wo ist das Bedienpanel?  Nach anfänglicher erfolgloser Suche half uns ein netter Belgier dabei. Unter der Überdachung steht ein brauner Schrank (Foto unten), den zu öffnen wir befugt waren.

Die Brücke öffnete sich, wir fuhren das Boot auf die andere Seite und legten an. Nun wollten wir die Brücke schließen. „Waterway not free“ erklärte uns das Wunderwerk der Schleusentechnik. Natürlich war die Brücke frei, und zwar so, wie sie nur sein konnte. Jedoch wollte sie nicht schließen, da ein Detektor meldete, dass noch etwas unter der Brücke sei.

Da wir das Problem auch mit den vielen Gästen aus dem Café nicht lösen konnten, die zu uns dazustießen, riefen wir telefonisch um Hilfe, damit die Brücke wieder geschlossen werden konnte. Mittlerweile hatte sich ein Stau von Fußgängern, Fahrrad- und Autofahrern vor beiden Seiten der Brücke gebildet. Es schien so, als hätten wir das Dorf völlig geteilt und abgeriegelt.

Wulpen Brücke, rote Ampel
Wulpen Brücke, rote Ampel

Natürlich wollten wir nicht einfach weiterfahren. Das hätte irgendwie etwas von Fahrerflucht gehabt … Und so warteten wir auf den Techniker und schlugen den Wartenden vor, die nächste, circa 300 Meter entfernte Brücke zu benutzen. Das machten die meisten Leute auch. Nur eine Fahrradfahrerin nicht, die die ganze Zeit auf flandrisch schimpfte.

Nach einer Stunde kam der Techniker, nach weiteren 45 Minuten gelang es ihm, die Brücke zu schließen – unter tosendem Applaus der Wartenden und der Gäste des Kaffehauses, die wegen der bis dato gescheiterten Anstrengungen des Technikers eine köstliche Unterhaltung erfuhren. Für weitere Erheiterung sorgte die Tatsache, dass der etwas muffelig dreinblickende Techniker die Brücke  mühevoll per Hand runterkurbelte, da mit der Brückenanlage fast gar nichts mehr zu gehen schien. Während des gesamten Kurbelvorgang gab es einen ohrenbetäubenden Lärm durch den Warn-Klingelton der Brücke zum Zeichen, dass die Brücke schloss. Irgendwann, nach gefühlten 20 Minuten war sie dann runter und die Leute konnten die Brücke wieder benutzen.

Mutig geworden, setzte der Techniker die Brücke wieder per Fernsteuerung in Gang. Sie öffnete einwandfrei, aber ließ sich erneute nicht elektrisch schließen. Nun musste das ganze Theater von vorne losgehen.

Nach nunmehr drei Stunden am Ort des Geschehens verließen wir freundlich grüßend den Techniker und die Zuschauer, da wir hier bestimmt nichts mehr tun konnten. Insgeheim sprachen wir dem armen Kerl unser Beileid aus und setzten unsere Reise nach Veurne fort. Bei der Rückfahrt unserer Bootsfahrt beschlossen wir, unser Verdeck samt Geräteträger abzubauen, damit wir unter die Brücke passten.

Eisenbahnbrücke zwischen Wulpen und Veurne
Eisenbahnbrücke zwischen Wulpen und Veurne

Irgendwie ging es nicht so recht voran mit unserem Bootsausflug. Nicht allzu weit von Veurne blockierte eine Eisenbahnbrücke unsere Weiterreise. Wir benutzten unser Funkgerät auf dem entsprechenden Kanal, aber nichts geschah. Wir hätten unser Verdeck zwar lösen können, aber aus irgendwelchen Gründen kamen regelrechte Sturzbäche von Wasser der Brücke hinuntergeschossen. Dieses Wasser sah nicht so vertrauensvoll aus und deshalb wollten wir es nicht abbekommen.

Zu Fuß zum Hafenmeister in Veurne.
Wir entschlossen uns, am dafür vorgesehenen Wartesteg vor der Brücke anzulegen und zu Fuß nach Veurne zum Hafenmeister zu gehen, wo wir die Vignette kaufen wollten. Zum Hafen in Veurne waren es lediglich ca. 400 Meter zu Fuß. Außerdem hofften wir, dass wir an einem Lebenmittelgeschäft vorbeikommen würden, so dass wir uns etwas mit Lebensmitteln eindecken könnten.

Wir wussten nicht, dass der Hafenmeister bzw. der Schleusenwärter für die Vignette unsere Bootspapiere sehen wollte. Er schickte uns zurück zum Boot, um mit dem Boot nach Veurne zu fahren. Er versprach uns, dass er sich darum kümmern wollte, dass die Eisenbahnbrücke geöffnet werden sollte.

Am Anleger der Hafenmeisterei Veurne
Am Anleger der Hafenmeisterei Veurne

Erneut – die Eisenbahnbrücke blieb verschlossen. Keine Antwort über VHF. Wir waren es ja schon gewohnt: Bootsausflug mit einigen Tücken. Letztendlich riefen wir die Schleuse in Nieuwpoort per Handy an, die für uns die Brücke innerhalb weniger Minuten öffnen ließen.

In Veurne

Nach einigem Schreibkram beim Hafenmeister erhielten wir die belgische Vignette, zahlten 40 Euro und besuchten die Stadt Veurne und machten dort einen Spaziergang. Da wir so viel Zeit bei der Brücke verloren hatten, hatten wir leider nicht so viel Zeit wie erhofft.

Veurne/B
Veurne/B

Veurne stellte sich als charmante kleine Stadt mit einem schönen Marktplatz heraus.

Marktplatz Veurne
Marktplatz Veurne

Unser Weg zurück durch die Eisenbahnbrücke war nicht einfacher als der Hinweg. Aber nach einer halben Stunde des Wartens wandten wir den alten Trick an und baten die Schleuse Nieuwpoort per Handy um Hilfe.

Ein zusammengefasster Bootsausflug: Wir brauchten wegen der Brücken sieben Stunden für die Anreise und für den Vignettenkauf. Glücklicherweise war unser Weg zurück viel schneller.

Dennoch sind wir jetzt schon gespannt auf die restlichen 300 km zurück nach Roermond durch ganz Belgien und fragen uns, ob wir noch öfter solchen widrigen Umständen ausgeliefert sind.

Nieuwpoort Marina – einer der größten Häfen Nordeuropas

Nieuwpoort Marina Belgien
Der Start unserer Reise von Belgien nach Roermond/NL

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VVW Marina Nieuwpoort, Restaurant
VVW Marina Nieuwpoort, Restaurant

Die Abholung.

Wir hatten uns entschieden, unser Boot zur Nieuwpoort Marina in Belgien liefern zu lassen anstatt direkt zum Zielhafen nach Roermond/ NL. Nieuwpoort Marina  ist viel näher an England als an Roermond, so dass wir unseren ersten Urlaub an Bord verbringen wollten mit der Durchfahrt durch ganz Belgien zu unserem Heimathafen.

Die VVW Marina (Nieuwpoort Marina) ist eine der größten Marinas in Nordeuropa. Sehr chic und modern mit guter Infrastruktur. Hier wollten wir unser Boot auf die Reise vorbereiten. Die Bootsreise zu unserem Heimathafen in Roermond sollte uns durch Flandern sowie durch die großen belgischen Städte führen; Brügge, Gent, Maasmechelen, Lier, durch Gezeitenflüsse, aber auch durch gemütliche alte Kanäle.

Liegeplätze Marina Nieuwpoort, Innenhafen
Liegeplätze Marina Nieuwpoort, Innenhafen

Die Lieferung des Boots erfolgte vereinbarungsgemäß durch die Spedition morgens um 9:00 Uhr. Wir hatten einen Kranung im voraus gebucht.

Bootslift
Bootslift

Das Warten auf unser Boot war extrem spannend.

Nahezu pünktlich war der Spediteur Punkt 9:10 Uhr vor Ort. Unser Boot wurde vom Transporteur zum Bootskran gefahren. Hier stand ein mächtiger Bootslift bereit, der von einem Traktor rangiert und bedient wurde.

Da um diese Zeit in der Marina Nieuwpoort noch Niedrigwasser vorlag, blieb das Boot einfach in den Gurten im Lift bis 13 Uhr hängen. Doch was war das? Plötzlich stellten wir fest, dass die Bootsbatterien nahezu leer waren. Mental schickten wir einige nette Grüße zum Verkäufer …
Zum Glück waren unsere Landstromkabel lang genug, um die gut 60 Meter zum Stromkasten zu überbrücken. Nun hofften wir, dass wir die Batterien in der verbleibenden Zeit durch das bordeigene Ladegerät soweit aufladen können, dass das Boot anspringt, sobald es ins Wasser gekrant worden ist.

Hier fing unsere Arbeit an. Zunächst leerten wir das Cockpit. Trugen den Tender raus, ein 240er Plastimo Schlauchboot und  dessen Außenborder, bereiteten die Fender und Tampen vor, räumten unsere Sachen ins Boot und brachten die Registrierung an.
Wir wunderten uns, dass wir an der Slipstelle keine Stege sahen. Wir erfuhren, dass wir während des Kranens im Boot sitzen würden und dass wir zusammen mit dem Boot geslippt werden würden.

Sliprampe Nieuwpoort
Sliprampe Nieuwpoort

Die Rampe war relativ flach. Die Fahrt ins Wasser war für uns natürlich spannend. Das ins-Wasser-setzen klappte wunderbar.

Nun war nur die Frage, wie der Zustand der Batterien war. Wir hatten Glück und der Diesel sprang beim ersten Mal ohne zu Murren an und hörte sich vertrauensvoll an.

Von der Nordsee kommend in Richtung Nieuwpoort
Von der Nordsee kommend in Richtung Nieuwpoort

Wir konnten nicht widerstehen und machten einen kurzen Trip in Richtung Nordsee. Aber kaum richtig angekommen in der Nordsee, fuhren wir auch wieder zurück.

Erfreulicherweise klappte das allererste Rückwärtseinparken mit dem Boot gut.

Stege im Hafen Nieuwpoort
Stege im Hafen Nieuwpoort

Wir hatten eine schöne Liegestelle mit Frischwasser und Landstrom.

Schließlich stand als erstes die Reinigung und Vorbereitung des Boots an. Das sollte die Hauptarbeit der nächsten Tage sein. Hier im Hafen Nieuwpoort hatten wir  gute Voraussetzungen für unsere Arbeiten.

Der Hafen Nieuwpoort hat einen recht hohen Tidenhub. Dieser dürfte zwischen sechs und sieben Metern betragen. Da die Stege beweglich sind, ist dies kein Problem.

Angekommen!
Angekommen!

Auch für das leibliche Wohl wird gesorgt, ein Restaurant und ein Bistro liefern eine gute Versorgung.
Am Wochenende ertönt laute Partymusik und Feierstimmung zahlreicher Gäste aus dem Restaurantgebäude.

In der Box
In der Box

Im Hafen gibt es ein größeres Bootszubehörgeschäft sowie ein Volvo Penta Maschinen- und Teilehändler. Mehrere Werften haben sich am Hafen niedergelassen, so dass hier alle möglichen Reaparatur- und Wartungsarbeiten durgeführt werden können. Auch eine Bootstankstelle ist in unmittelbarer Nähe.
Gerade den Bootsteileladen benötigten wir mehrere Male, weil wir bestimmte Werkzeuge und Teile nachkaufen mussten. So waren wir froh, einen Hafen mit entsprechender Infrastruktur gewählt zu haben.

Marina Waschhäuser
Marina Waschhäuser

Die VVW Marina ist eine recht neue und sehr schöne Marina mit ausgezeichneten sauberen Waschhäusern und  Sanitäranlagen.
Eigentlich fehlte hier auf dem Hafengelände nur Eines: Ein Supermarkt oder wenigstens ein kleines Geschäft, wo man die allernotwendigsten Sachen einkaufen kann wie z.B. Wasser und Proviant.

Der Hafen bietet je Liegetag ein Fahrrad für eine Stunde kostenlos an. So muss man sich etwas beeilen: Der nächste kleine Supermarkt ist ca. 1.5 km entfernt, in 3 km Entfernung von der Marina finden sich auch Discounter.

Nieuwpoort Stadtzentrum
Nieuwpoort Stadtzentrum
Abendstimmung Nieuwpoort
Abendstimmung Nieuwpoort

Die Stadt Nieuwpoort ist zweigeteilt: Nieuwpoort-Bad liegt an der Meerseite und der Teil Nieuwpoort-Stad ist einige Kilometer im Land gelegen. Unsere Marina ist näher an Nieuwpoort-Stad. Am letzten Abend besuchten wir ein italienisches Restaurant am Kaai, der Ausgehmeile von Nieuwpoort, und verabschiedeten uns von der Stadt.