Törnliteratur: Kroatien und Slowenien – Koper bis Split

Kroatien und Slowenien Koper bis Split

Kroatien und Slowenien Koper bis SplitDie Ostküste der Adria

Der Törnführer Kroatien und Slowenien: Koper bis Split von Dieter Berner beschreibt auf knapp 300 Seiten die beliebtesten Bootsreviere Kroatiens und Sloweniens, von Koper über Istrien, den Kvarner, die Region um Murter und die Kornaten bis Split im Süden. Der Autor Dieter Berner liefert detailliertere Hafenbeschreibungen und geht auch auf die Umgebung ein.
Das Buch startet und endet mit je einer ausklappbaren Seite. Auf diesen gibt es eine Übersichtskarte mit Seitenangaben hinter ausgewählten Städten und Inseln an der Kroatischen Küste. Die ersten ca. 20 Seiten liefern Bestimmungen zur Einreise, dem Aufenthalt sowie Verkehrsvorschriften und Wetterberichten und weiteren Informationen.
Im Buch sind  57 farbige Ausschnitte von Küstenkarten enthalten. Diese eignen sich nicht für die Navigation, sondern dienen dazu, schnell zu erkennen, wo der beschriebene Hafen sich befindet. Das Interessante sind die Detailkarten der Häfen.
Hier sind folgende Angaben: Uferverlauf, Wassertiefe, Brücken, Leuchtfeuer, Seezeichen und GPS-Koordinaten für Wegpunkte, Hafenausstattung, Versorgungsmöglichkeiten und auch Ansteuerungshinweise werden gegeben.

Dieter Berner liefert in seinem Buch 9 Törnvorschläge. Die einzelnen Stationen werden wie oben beschrieben dargestellt. Die Törnvorschläge mögen aufgrund des Wetters nicht unbedingt wie vorgeschlagen durchführbar sein. Bura, Maestral und Yugo nach dem Studium des Wetterberichts wird oftmals die freie Planung entsprechend einschränken.
Die angegebenen Telefonnummern der Marinas können durchaus nützlich sein. Zwar nehmen die Marinas oftmals keine Reservierung an, aber man erfährt dann frühzeitig, wenn der Hafen z.B. wegen einer Veranstaltung ausgebucht ist.
Im Anhang findet man weitere wichtige Informationen wie Lage von Bootstankstellen mit Wassertiefe und Öffnungszeiten sowie weitere wichtige Telefonnummern und Internetadressen, die man während eines Bootstörns benötigen könnte. Abgerundet wird das Buch durch Fotos, die zu einem ersten Eindruck beim Lesen verhelfen.

Fazit

Dieses Buch hat uns schon während der Planung unseres Törns gute Dienste geleistet bei der Suche nach einem Ausgangshafen mit der Möglichkeit, Fiona ins Wasser kranen zu lassen. Während des Urlaubs haben wir regelmäßig in das Buch geschaut und uns über unsere nächsten Ziele informiert. Ergänzend zum Törnführer hatten wir das Küstenhandbuch Kroatien und Slowenien Koper- Split mit den genauen Wasserkarten sowie das Buch Schlemmertörns in Kroatien mit Beschreibungen von Restaurants mit Anlegemöglichkeit an Bord. Diese drei Bücher haben sich wunderbar ergänzt.

 

Törnliteratur: Schlemmertörns in Kroatien

Schlemmertörns in Kroatien

Schlemmertörns in KroatienWohin am Abend?

Zu den schönsten Erlebnissen eines Bootsurlaubs in Kroatien gehört es, die Nacht an einem Steg oder Bojenfeld eines Restaurants zu verbringen und den Tag mit einem guten Essen ausklingen zu lassen. Und die Auswahl an Restaurants ist groß. Hierbei kann der Restaurantführer Schlemmertörns in Kroatien: 66 Top-Restaurants an der Küste aus der Edition Maritim des Delius Klasing Verlages eine wertvolle Hilfe sein. Wir rezensieren hier die 2. Auflage, die 2017 erschienen ist.

Die Autoren Bodo Müller, Sigrun Scheiter und Jürgen Strassburger stellen insgesamt 66 Restaurants an der kroatischen Küste vor. Alle Restaurants sind mit dem Boot erreichbar. Am Anfang des Buches werden kroatische Spezialitäten, von istrischen Trüffeln über Pager Käse bis aus der Adria gewonnenem Meersalz und Austern vorgestellt. Auch den kroatischen Weinen ist ein ganzes Kapitel gewidmet. Jedem der vorgestellten Lokale ist eine Doppelseite gewidmet. Das Lokal wird kurz vorgestellt, die Lage und die Besonderheiten sowie Spezialitäten genannt. Kontaktinfos und Öffnungszeiten findet man ebenso. Eine Detailkarte auf der Doppelseite hilft, das Lokal gut zu finden und auch Liegeplätze auszumachen. Auf jeder Seite findet man informative Fotografien. Wem das noch nicht reicht, findet die Website-Adresse der Konoba mit weiteren Informationen.

Die erste und letzte Seite ist aufklappbar und zeigt die kroatische Küste mit den durchnummerierten Gastrobetrieben. So sieht man, wo sich in Reichweite eines der vorgestellten Objekte befindet bzw. ob es der Törn hergibt, dort vorbeizufahren.

Am Buchende gibt es ein kleines kroatisch-deutsches Wörterbuch mit kulinarischen Begriffen auf zwei Seiten.

Das Buch ist sehr übersichtlich gestaltet und ist für uns eine gute Ergänzung zur Törnplanung gewesen. Man findet sich schnell zurecht. Man muss eigentlich nur wissen, wo man sich befindet und schon sieht man die nächstgelegenen getesteten Gastronomiebetriebe. Da das Buch die gesamte kroatische Küste von Novigrad im Norden bis Dubrovnik im Süden sowie die Inseln abdeckt, sind die 66 Restaurants allerdings nur eine sehr kleine, aber dafür feine Auswahl. Für einen echten Schlemmertörn würde man daher die Route nach diesem Buch planen. Sehr gut ergänzt sich dieser Restaurantführer mit dem Buch Törnliteratur: Küstenhandbuch Kroatien und Slowenien Koper- Split, ebenfalls von Bodo Müller und Jürgen Strassburger.

Die Hinweise zur Lage der Lokale und zu den Liegeplätzen haben wir positiv aufgenommen. Was uns fehlt, ist eine Preisklassifizierung der jeweiligen Betriebe. So gehen wir davon aus, dass aufgrund des Titels eher Restaurants vorgestellt werden, die hochpreisig sind. Sehr gut ist wiederum, dass man etwas zur Geschichte der gastronomischen Häuser erfährt und dass die Stärken der Lokale herausgearbeitet werden: So erfährt man, was beispielsweise aus eigenem Anbau stammt, wer was liefert und welche Spezialitäten das Haus anbietet.

Fazit

Empfehlenswert. Beim nächsten Törn ist das Buch erneut dabei.

An dieser Stelle möchten wir uns herzlich beim Delius Klasing Verlag bedanken, dass sie uns das Buch für die Rezension zur Verfügung gestellt haben.

Landgewinnung in der Wallonie

Maasstrand

Maas: Belgien dreht den Hahn ab

In der Wallonie gibt es für die Maas ab Namur stromaufwärts große Veränderungen. Die Wallonie will attraktiver werden und interessantere Freizeitmöglichkeiten anbieten. Hierdurch soll die Wallonie wirtschaftlich belebt werden. Schon seit längerer Zeit nimmt die Berufsschifffahrt auf der Maas stromaufwärts immer mehr ab. Die größer werdenden Schiffe der Berufsfahrt nehmen auf ihrem Weg in den Süden die Sambre. Niedrige Brückenhöhen auf der Maas und der größere Tiefgang moderner Fracht- und Tankschiffe lassen die Maas ungeeignet erscheinen. Da die Wallonie aus finanziellen Gründen keinen Kanal bauen möchte wie zuvor z.B. der Julianakanal in den Niederlanden, der ebenfalls parallel zur unschiffbaren Maas verläuft, wurde nach alternativen Möglichkeiten für die weitere Nutzung der Maas gesucht. Dabei stehen sowohl Tourismus als auch Umweltschutz im Vordergrund.

Um den Flusslauf der Maas touristisch zu erschließen, soll zweigleisig gefahren werden.  Für eine erweiterte Wassersport-Nutzung soll sie im Bereich von Yvoir aufgestaut werden, so dass großzügige Strände entstehen können.

Maasstrand
Zukünftiges Strandleben am Maas-Stausee

Auf französischer  Seite wird der Canal de la Meuse weitergebaut, so dass es eine Verbindung zum Canal de la Sambre à l`Oise gibt, der das Wasser der Maas aufnehmen wird.

Das Flussbett nördlich des Stausees wird kein Wasser mehr führen. Es wird vollkommen umgestaltet. So sollen Teile davon mit Eichen aufgeforstet werden, damit sich die selten gewordene Bechsteinfledermaus ansiedeln kann. Die Aufforstungsgebiete sollen parkähnlich gestaltet werden und sowohl als Wandergebiet als auch als Weidegrund für frei laufende Rinder und Pferde dienen.

Bisher Flussbett, demnächst Heimat von Fledermäusen, Rindern und Wildpferden.

„Natürlich kann es dazu kommen, dass auf niederländischer Seite der Wasserstand der Mass aufgrund unserer Maßnahmen absinkt. Wir vertrauen aber darauf, dass die für die niederländischen Wasserstraßen zuständigen Behörden geeignete Maßnahmen ergreifen werden“, sagt Michel Foret, Minister für Raumordnung, Städtebau und Umwelt von Wallonien.

Mit den Arbeiten wurde bereits Ende September 2017 begonnen. Von überall kommen schon Gäste nach Yvoir, um sich auf das neue Strandleben einzustimmen, das im Sommer dann auf Hochtouren laufen soll. Das wallonische Fremdenverkehrsbüro hat insbesondere junge zahlungskräftige Kurzzeit-Urlauber im Sinn, die mal ein Wochenende ausspannen möchten.

Veröffentlicht am 1. April 2018

Mehr dazu: Maasabsenkung und -sperrung in Belgien, September 2017

Bassin Maastricht – Der alte Hafen

Maastricht Bassin

Das Bassin Maastricht – Hafeninfos

Das Bassin Maastricht ist ein Binnenhafen und liegt am Rande der Altstadt Maastrichts. Die Fußgängerzone Maastrichts ist fußläufig in gut fünf Minuten errreichbar. Der Hafen ist vom 1. April bis zum 1. November geöffnet. Das Bassin Maastricht bietet mindestens 60 Gästeplätze. Die maximale Schiffslänge an den Fingerstegen-Anlegern beträgt 15 Meter. Gegenüber gibt es Liegeplätze für Schiffe bis 25 Meter Länge bei maximal 5 Meter Breite und höchstens 1,80 Meter Tiefgang. Die Fingerstege sind neuwertig und bis zu 12 Meter lang.

Der übliche Weg für Sportboote ist durch die Maasschleuse. In der Hochsaison wird diese von 9:00 bis 19:00 Uhr, in der Nebensaison von 9:00 bis 17:00 Uhr bedient.
Vorsaison: 1.4.-15.6. Hauptsaison: 16.6.-31.6. und Nachsaison: 1.7-31.10.

Eine telefonische Voranmeldung ist zu empfehlen. Am besten ruft man 30-60 Minuten vor der Ankunft an und vereinbart mit der Hafenmeisterin die Schleusungszeit.
Telefon: 0031 653 960 349. Die Hafenmeisterin und ihre Kollegen sind für zwei Schleusen zuständig und pendeln entsprechend. Vor der Schleuse an der Maas gibt es einen Wartesteg, der allerdings nur für eine Yacht reicht.

Das Serviceangebot des Hafens umfasst Strom (€ 0,50 je kwh), Duschen/ WC (gratis). Es gibt Frischwasser in Brückennähe und schöne Restaurants direkt links und rechts nebenan.

Der Hafen und dessen Anlagen wurden in den letzten Jahren ausgebaut. Das Wasch- und Sanitärgebäude wurde renoviert. Das Bassin nutzt die Betaalkaart, die man am Automaten erwirbt und dort auch auflädt. Mit Hilfe der Chipkarte bezahlt man seinen Liegeplatz an einem Bezahlautomaten, der neben dem Waschhaus aufgestellt ist. Der Automat stellt eine Quittung aus, die man sichtbar in das Boot legt. Diese öffnet zudem die Türen des Waschgebäudes. Ende der Saison 2017 musste man mehrere Sekunden warten, bis die Türen elektrisch geöffnet wurden. Also etwas Geduld haben.

Außerhalb der Hauptsaison ist das Liegen für die zweite Nacht gratis. Das normale Liegegeld pro Schiff kostet  € 1,60 je Meter Schiffslänge. Der Wochentarif in den Nebensaisons für Schiffe unter/über 10 Meter Länge beträgt € 55 bzw. € 80. Der Hafen soll über WiFi verfügen, was bei unserem letzten Aufenthalt Anfang Oktober mangels Datenübertragung nicht zutraf.

Hafenbecken Maastricht

Entstehung Bassin Maastricht

Der Bassin-Hafen wurde von 1824 bis 1826 erbaut. Der Hafen hat Verbindungen zu zwei Wasserstraßen. Nördlich befindet sich das südliche Ende der Willemsvaart, südlich fließt die Maas von Lüttich Richtung Roermond. Der Hafen mit seinen Wasserstraßen ermöglichte eine gute industrielle Entwicklung im Maastricher Gebiet. Der Bau der Zuid-Willemsvaart und des Bassins förderte maßgeblich die industrielle Entwicklung in Maastricht.Bassin Maastricht

Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die wirtschaftliche Bedeutung des Bassin immer mehr zu. Als in den 1960er Jahren eine neue Zufahrtstraße zur Stadt gebaut wurde, wurde eine Brücke quasi über der Hafeneinfahrt gebaut. Der Hafen wurde in den 90er Jahren komplett renoviert und wird derzeit ausschließlich für Sportboote genutzt. Die Industrie bekam einen neuen Hafen, nur einige Kilometer entfernt vom Bassin: Den Maastrichter Beatrixhaven.Bassin Maastricht

Die zwei Schleusen zum Bassin

Noch immer gibt es zwei Zugänge mit zwei Schleusen. Einmal die manuelle Schleuse (Sluis Nr. 19) von der Zuid-Willemsvaart, die mechanisch vom Schleusenwärter „gekurbelt“ bzw. von der Schleusenwärterin bedient wird. Und eine etwas modernere, bereits vollautomatische Schleuse (Sluis Nr. 20) hin zur Maas. Der für Sportboote übliche Weg ist der durch die Maasschleuse. Nach dem Schleusen muss eine Brücke durchfahren werden. Diese hat eine Durchfahrthöhe von 3,6 Metern und ist damit höher als die Brücke hinter dem Springbrunnen (siehe oberstes Foto). Diese recht niedrige Brücke müsste man passieren, nähme man die manuelle Schleuse von der Zuid-Willemsvaart. Durch die mechanische Schleuse fahren fast ausschließlich Rundfahrtboote. Manche haben hydraulisch absenkbare Steuerhäuser.

Umgebung

Um das Bassin-Becken sind heute noch einige Industriegebäude und ehemalige Lagerhäuser. Auffällig ist das Gebäude der Firma Royal Sphinx. Allerdings ist diese Firma bereits 2006 in den Beatrixhaven umgezogen.

Bassin in Maastricht
Das Sphinx Gebäude ist hinter dem Wohnhaus

Das alte Sphinx-Gebäude am Bassin ist in den letzten Jahren restauriert worden und wird heute teilweise als Kino genutzt. Auf der Südseite des Bassins befinden sich einige alte Lagerhäuser, die zu Wohnungen und Büroräumen umgestaltet wurden. Eine Reihe von Cafés und Restaurants befinden sich in den ehemaligen Hafenlagern, unten direkt neben den Stegen.


Bassin Day

Die Stadt Maastricht bietet einiges. Sehr beliebt ist der wöchentliche Fischmarkt, der jeweils am Freitag von 8:00 bis 16:00 Uhr stattfindet. Für Zerstreuung und eine leere Bordkasse können die Fußgängerzone mit den chicen Läden und die urige Altstadt mit den chilligen Gaststätten sorgen.

Maasabsenkung und -sperrung in Belgien

Maasabsenkung B

Wegen Maasabsenkung schließt Wallonie Teilstrecke der Maas

Ende September 2017 liegen wir in Namur/Belgien im malerischen Yachthafen Jambes. Ein wunderbares spätsommerliches Wetter mit viel blauem Himmel und sehr angenehmen Temperaturen verwöhnt uns seit zwei Wochen. Unsere ursprünglich geplante Tour weiter maasaufwärts können wir leider wegen der Maasabsenkung nicht durchführen.

Denn momentan endet bei Namur die Schifffahrt maasaufwärts. Die Maas ist laut der Schifffahrtsnachrichten momentan gesperrt, da vielerorts Arbeiten notwendig geworden sind.

Das Schifffahrtgebiet Maas in der Wallonie

Die Strecke zwischen Namur und Dinant gilt als einer der schönsten Abschnitte der Maas und das wollten wir uns nicht entgehen lassen. Statt mit dem Boot sind wir deshalb von Namur aus auf dem ”Ravel de Meuse”, einem Radweg entlang der Maas, ca. 28 Kilometer nach Dinant stromaufwärts geradelt.

Maasabsenkung

Bereits hinter der gesperrten Schleuse Namur verläuft die Maas wesentlich flacher als üblich. Hier ist bereits ca. 1,5 Meter oder mehr weniger Tiefgang vorhanden. Deutlich sieht man, dass die Anleger zu hoch zum Anlegen einer Yacht hinausragen.
Mit jeder Schleuse wird die Maas flacher und kleiner. Das neu gewonnene Terrain wird von Spaziergängern erobert und die Bedeutung des Worts “Maaswanderung” erhält einen ganz neuen Sinn… Jugendliche untersuchen das beinahe freigelegte Flussbett der Maas und entdecken wahre Schätze wie z.B. versenkte Fahrräder, die wieder aus der Maas hinaus gefischt werden.
Maasstrand

An einigen Stellen haben sich Strände gebildet, die schnell erobert werden. Es gibt neue Auslaufzonen für die vierbeinigen Familienmitglieder. Interessierte Anwohner und Besucher bestaunen die neue Landschaft.

Auch Schulen sind aufgefordert, die Gelegenheit für Exkursionen ins Flussbett zu nutzen. Der Ort Godinne, auf halbem Weg zwischen Namur und Dinant, feiert die Absenkung sogar am 7. Oktober mit Animation, Informationsständen und einem Konzert im mit Kerzen beleuchteten Flussbett.

Leider hat sich auch ein leicht “moddriger” Geruch wegen des freigelegten Flussbetts über die ganze Landschaft gelegt, der etwas unangenehm ist.
Die Maas fehlt, aber die Landschaft ist beiderseits der Ufer wunderschön. Wir können uns gut vorstellen, dass es ein Genuß ist die Strecke mit dem Boot zu fahren.
Je mehr wir uns Dinant nähern, desto untiefer wird die Maas. In der Schleuse vor Dinant ist kaum noch Wasser, so sehr hat man die Maas hier abgesenkt.
Es werden Schleusentore herausgenommen und viele Bereiche in den Schleusen repariert. Wehre werden ausgebaggert.

Die Stadt Dinant

Bagger sind in der Maas auf Inseln im Einsatz. Die Kaimauern in Dinant wirken etwas “ausgefranst” unterhalb der regulären Wasserlinie.

Dinant Bauarbeiten
Dinant

Einige Städte an der Maas wie Dinant nutzen die Arbeiten, um sich selbst herauszuputzen. So wurde in Dinant bereits damit begonnen, eine Maaspromenade neu zu bauen.

Dinant

Für Schiffe werden Anlegestellen gebaut. Laut Bauschild in Dinant dauern die Arbeiten bis 2020. Man kann sich bereits vorstellen, dass hier ein schönes Gebiet für Motoryachten entsteht. Wir werden es dann gerne wieder besuchen.

Unterfütterung Maaspromenade
Dinant: Reparaturbedarf

Laut Schifffahrtsnachrichten bleibt die Maasabsenkung und somit die Sperrung bis Mitte Oktober bestehen. Danach ist die Maas wieder befahrbar.

 

Auf nach Hellevoetsluis in Zuid-Holland

Hellevoetsluis Leuchtturm

Hellevoetsluis – Mindestens 3 Nächte ist Programm

Die Kleinstadt Hellevoetsluis in Zuid-Holland, etwas südlich von Rotterdam gelegen, bietet eine Menge. Einkaufsmöglichkeiten sind ebenso im Angebot wie zahlreiche gastronomische Betriebe. Hellevoetsluis hat ein sehr nettes altes Zentrum. Mehrere Häfen beziehungsweise Liegemöglichkeiten für Yachten verstreuen sich durch die ganze Stadt. Wir wählten den Hafen Cape Helius, der gleich neben der Stadt Hellevoetsluis fußläufig liegt. Mit dem Fahrrad geht es natürlich noch fixer. Größere Supermärkte wie Lidl oder Albert Hein sind so auch schnell erreichbar.

Marina Cape Helius

Immerhin ist es mittlerweile Hochsaison und es ist Ferienzeit. Eine telefonische Voranmeldung war nicht erforderlich. Der Hafenmeister sagte, er hätte noch ausreichend viele freie Plätze. So war es dann auch, wir suchten uns unter einem halben Dutzend freien Plätzen einen aus.

Waschhaus, -küche, generell der Hafen: Der ganze Hafen und seine Umgebung ist sehr chic, gepflegt und sauber. Der Hafen wird von Ferienhäusern des gleichen Betreibers flankiert. Hier hat man buntgetünchte Holzhäuser gebaut und vermietet sie vorwiegend an Gäste aus ganz Europa. Da Hellevoetsluis Seglergebiet ist, sind die Segelyachten auch deutlich in der Überzahl. Viele englische Segler laufen Cape Helius an. So ist Windstärke 4 Beaufort keine Seltenheit, oft auch mehr. Eben Seglergebiet.

Stadthafen Hellevoetsluis

Mittendrin in der Altstadt befindet sich dieser Hafen, direkt zwischen den Museumsschiffen und den farbenfrohen Häusern.

Hellevoetsluis
Passantenhafen mitten in Hellevoetsluis

Passanten finden auch mitten im Zentrum Liegeplätze, teilweise mit Anbindung zu einem modern ausgestatteten Sanitärgebäude. Hier muss keine Brücke passiert werden und man ist schnell dort und wieder zurück auf dem Haringsvliet. Übrigens, reist man über Hollands Diep und Haringvliet an, so sollte man einen unruhigen Seegang in Erwägung ziehen. Der Wind wühlt das Wasser derart stark auf, dass hier recht hohe Wellen entstehen können. Der Wind tranportiert das Wasser regelrecht in der Waagerechten und überzieht das Boot mit einer Gischt.

Während das Hollands Diep stark von Berufsschifffahrt frequentiert wird, sind die Freizeitskipper im Haringvliet unter sich. Dort gibt es allerdings auch zahlreiche untiefe Bereiche, die meistens mit einer Sportboot-Betonnung (rot-weiß bzw. grün-weiß) gekennzeichnet sind. Gerade in Bereichen, in denen Wasserwege in das Haringvliet einmünden oder sich Fahrrinnen verzweigen, kann es schon einmal unübersichtlich werden, so dass dort mit erhöhter Aufmerksamkeit gefahren werden sollte.

Ist man in Hellevoetsluis, bietet sich eine Tour ins etwa neun Kilometer entfernte Rockanje an der Nordseeküste an. Der Strand wird von der Gemeinde als einer der schönsten an der Nordsee beworben. Was auch gut sein kann. Das Meerwasser ist bereits sehr warm. Der Strand jedoch nicht zu voll – einige Lokale am Strand dagegen sehr gut gefüllt. Tipp ist ein kleiner Spaziergang in der Nordsee, natürlich barfuß. Anschließend einen Eiskaffee oder einen Imbiss am Strandbistro?

Strandbistro in Rockanje
Strandbistro, Rockanje

Hier lässt es sich aushalten. Lecker essen und trinken in einer tollen und chilligen Atmosphäre. Hat was.

Brielle

Eine weitere schöne Tour ist die nach Brielle. Brielle ist fast ein Geheimtipp für Wassersportler. Trotz Hochsaison ist es sehr ruhig. Gemächlich trifft es vielleicht ganz gut. „Grüne Stadt mit den Wasserwegen“ könnte man sagen. Viele gastfreundliche Lokale, die einiges zur gemütlichen Atmosphäre dazu tun. Im Zentrum gibt es Einkaufsstraßen, die Wege für die Wasserreisenden sind kurz.

Mit dem Fahrrad ist Brielle von Hellevoetsluis in ca. 1,3 Stunden zu erreichen. Auf dem Wasserweg erreicht man den Ort, der am Brielse Meer liegt, vom Haringvliet aus über Spui, Oude Maas und den Voedingskanaal.

Ein Tipp wäre noch die Besichtigung der historischen Schiffe, die im Zentrum von Hellevoetsluis liegen. Wir besichtigten das Lichtschiff mit Leuchtturmfunktion und erhielten von Mitgliedern des Lichtschip-Vereins einen detaillierten Einblick in die Schiffstechnik und über das Arbeitsleben der damaligen Besatzung.

Mehr Information.

 

Aarle Rixtel Nähe Helmond – Stevensweert

Helmond

Das „Endstück“: Von Aarle Rixtel nach Roermond

In Aarle Rixtel bei Helmond lagen wir 2 Nächte.

Von hier aus bis Stevensweert bei Maasbracht hatten wir insgesamt fünf Schleusen auf der Zuid-Willemsvaart plus eine auf dem Kanal Wessem-Nederweert. Diese letzte Etappe unseres Zeeland-Törns führte uns von Aarle Rixtel zunächst über die Zuid-Willemsvaart und ab Nederweert über den Kanal Wessem-Nederweert.

Aarle Rixtel

Fährt man die Zuid-Willemsvaart, fährt man quasi zwangsweise Kolonne. Auch wenn man alleine losfährt, trifft man schnell auf „Anschluss“ an der nächsten Schleuse, wo gewartet wird. Ab hier fährt man in der Kolonne.

Zuid-Willemsvaart

Die Zuid-Willemsvaart führt zunächst in einem großen Bogen um Helmond herum, zum Teil durch bewohntes Gebiet und begleitet von Radwegen am Ufer. Südlich von Helmond geht sie in schnurgeraden Abschnitten weiter. Das fällt am Anfang aber nur wenig auf, da diese Abschnitte immer wieder von Schleusen unterbrochen werden. Der Wasserweg ist recht schmal und die meiste Zeit von Bäumen gesäumt. Berufsschiffe sieht man selten. Dass er durch ländliches Gebiet führt, kann man auch des öfteren riechen.

Nederweert

In Nederweert gibt es einen kleinen Passantenhafen für Schiffe mit einem maximalen Tiefgang von 1 m. Dieser war am frühen Nachittag bereits gut besucht. Ab Nederweert führt der Kanal Wessem-Nederweert über 13 km schnurgerade und ohne Unterbrechungen bis zur Schleuse Panheel, in der es wieder 8 m in die Tiefe geht. Hier gibt es zwei Kammern. Die neuere Steuerbordschleuse hat Schwimmpoller. Dieser Luxus war uns nicht vergönnt, und wir mussten in der kleineren und älteren Backbordschleuse mit Metallkreuzen und einer Leiter vorlieb nehmen. Umlegen war kaum möglich, und deswegen hingen am Ende fast alle Boote wie Fische an der Angel.


Aber auch diese Schleusung, die unangenehmste auf dieser Route, hatte irgendwann ein Ende. Für alle Schleusungen einschließlich Wartenzeiten benötigten wir gut 3,5 Stunden. Geschwindigkeitsbegrenzungen sind 10,8 und später 20 km/h auf dem Kanal Wessem-Nederweert.

Sundowner

Angekommen in unserem Heimathafen begrüßte uns ein schöner Sonnenuntergang und lud zu einem Sundowner auf dem Vordeck ein.

Marina Eldorado in Mook – Erfahrungsbericht

Marina Eldorado

Marina Eldorado, Mooker Plas

Vier Tage lang saßen wir etwas unfreiwillig in der Marina Eldorado in Mook fest. Auf unserer Fahrt über die Maas nach Zeeland wurde ein Propeller beschädigt. Es machte nur eimal sehr sanft „klack“, kein Ruckeln, nichts weiter, aber: Ein Austausch des vorderen Duoprops wurde erforderlich. Da wir gerade in der Nähe von Mook waren, wählten wir das Eldorado und hofften auf „Hier wird Ihnen geholfen“.
Wir kannten den Hafen aus vergangenen Jahren. Ein Hafen der gehobenen Preisklasse mit viel Infrastruktur, der quasi in einer Seesackgasse im Mooker Plas liegt. Da man hier durch eine unbewegliche Brücke fahren muss, trifft man nur selten Segelyachten an.

Marina Eldorado
Marina Eldorado

Kontaktaufnahme mit dem Hafenmeister kurz vor Feierabend

Der erste Eindruck war gut. Ich führte um 16:50 Uhr ein Telefonat mit dem Hafenmeister. Der versprach, sich um alles zu kümmern.
Das war in dem Fall: Ein Bootsliegeplatz für mehrere Tage – in der Hauptsaison. Sowie die Terminierung der hauseigenen Werkstatt. Gerade im letzten Punkt hatten wir in den letzten Jahren schon Abenteuerliches erlebt.

Eldorado Marina
Steg C, Eldorado

Da wir auf unserer Anfahrt zum Eldorado noch eine Sperrung wegen des Wanderevents Vier Daagse passieren mussten und ohnehin nur mit etwa 500 Umdrehungen fuhren, waren wir erst gegen 21:30 Uhr in der Marina Eldorado. Der zunächst angedachte Platz war von Tendern der Liegeplatz-Nachbarn besetzt. War natürlich nicht die Schuld des Hafenmeisters. Obwohl die Gästeplätze alle besetzt waren, fanden wir einen Platz für eine Nacht, wenn auch ohne Strom. Aber das sollte kein Problem sein, unsere Bootsakkus waren randvoll.

Marina Eldorado Tankstelle
Marina Eldorado Tankstelle

Werkstattbereich und Service

Wie verabredet, meldeten wir uns am nächsten Tag um 9:00 im Hafenbüro. Wir bekamen einen Platz in einer Box zugewiesen. Wie sich später rausstellte, war es hier sehr schön. Wegen der Propellersache bat man uns, ein wenig zu warten und  schon mal vor den Kran zu fahren. Momentan hing noch eine 50-füßige Princess vom Vortag im Kran und wurde bearbeitet. Nach gut anderthalb Stunden war die Prinzessin vom Haken und wir durften in die Hebeeinrichtung einfahren. Super, wir waren zufrieden. Der Mechaniker krante unser Boot an Land und demontierte schnell den Duoprop. Er suchte auf dem defekten Prop nach einer Volvo Penta-Nummer, um den passenden bestellen zu können. Da es mittlerweile Freitag war, sollte es erst am Montag weitergehen – schließlich ist auch hier am Samstag die Werkstatt nicht in Betrieb. Wenig später war unser Boot wieder im Hafenwasser und wir fuhren zum Liegeplatz.

Liegeplatz G1 Eldorado
Eldorado, Steg G

Der Liegeplatz hatte was. Die Stimmung auf dem Steg bzw. der hier eintreffenden Wochenendurlauber war grandios. Kein Wunder, dass wir mit ganz vielen supernetten Nachbarn ins Gespräch gekommen sind. Wir trafen sogar „alte“ Bekannte aus Roermond, die als Gäste nur zwei Plätze weiter lagen.

Die Marina Eldorado bietet neben dem Hafen eine Werft mit zwei Kränen, eine Tankstelle für Benzin und Diesel, Winterstellplätze in der Halle und Plätze draußen, einen Bootsshop, Backwaren/ Tante Emma-Laden nebenan auf dem Campingplatz und ein Bistro, Pkw-Parkplätze, Waschhaus/Sanitäranlagen, Restaurant auf dem Platz und mehrere in der direkten Nachbarschaft sowie ein sehr gut besuchter Eissalon.

Hauptgebäude Marina Eldorado
Hauptgebäude Marina Eldorado

Es geht ruhig zu. Veranstaltungen gibt es zwar und dann kann es lauter werden. Aber um 24:00 Uhr ist wieder Ruhe und es wird ohne laute Musik weiter gefeiert. Ein gute Lösung.

Am Samstag, als wir da waren, war BBQ-Party. Ausverkauft und mit Live-Musik. Wir waren von der „sanften“ Lautstärke sehr positv überrascht. Denn das kennen wir auch anders …

Douchi, Mook
Douchi, gegenüber Eldorado am See

Die Umgebung der Marina Eldorado

ist sehr nett. Bootfahrer touren übers Wochenende zum Leukermeer, zu den Kraijenbergse Plassen, nach Gouden Ham oder ankern vor dem Hafen und besuchen das Douchi. Stylish und „In“, mit Strand vor dem Bistro wird es gerne von Hafenliegern des Eldorado genutzt, die mit dem Tender mal auf die Schnelle zum Strand fahren. Fahrradtouren mit sehr guter Infrastruktur sind hier möglich. Allerdings würden wir die Routen im Gebiet Berg en Dal zukünftig meiden. Das ist das Fahrrad-Holland, was wir nicht kennen und nicht so schätzen – wie der Name Berg en Dal preisgibt.

Douchi - Mook
Der Strand gegenüber Marina Eldorado

Bis Nimwegen ist es nicht weit, eine Fahrradtour sehr lohnend. Auch kein Problem, dort mit den öffentlichen Verkehrsmitteln hinzukommen. Kaum Minuten und man ist dort. Von den drei vollen Tagen, die wir in der Marina Eldorado zur Verfügung hatten, haben wir Radtouren von insgesamt ca. 60 km gemacht. Dann war es auch schon wieder Montag und wir waren gespannt, ob der Propeller angeliefert worden war wie versprochen und ob er auch umgehend montiert werden würde.

Um 10:00 Uhr wurde er, laut Paketetikett, direkt aus Schweden von Volvo Penta geliefert. Um 11:00 Uhr wurde er montiert, kurz danach war das Boot startklar. Großes Kompliment, sehr gute und schnelle Arbeit zu einem akzeptablen Preis. Wir waren sehr positiv überrascht.
Mal abgesehen vom leidigen Propeller war das Wochenendes sehr schön. Wir werden auch gerne erneut zur Marina kommen.

 

Vierdaagse – Ein Fest für alle

4daagse Sofa

Am 21. Juli wurde das 2017er Wanderevent Nimwegener Vierdaagse festlich beendet. An vier Tagen werden jeweils Strecken von 30, 40 und 50 km gewandert. Die Veranstaltung bringt es auf ca. 40.000 Teilnehmer je Tag.
Die Ausfallquote beträgt etwa 1.000 Teilnehmer pro Tag.
Aber: Rund 38.000 Wanderer haben an jedem der vier Tage an einer Wanderung teilgenommen UND durchgehalten. Chapeaux!

Vierdagse Cuijk
Gegenüber von Cuijk

Partyzone für alle

Außerdem dabei sind zehntausende Besucher und Zuschauer, die sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen wollen. Überall entlang der Wanderrouten sind Straßenparties während der Vierdaagse, die die Anwohner und Vereine veranstalten. Manchmal stehen sogar -wenn auch ausrangierte- Ledersofas und Stühle für die Zuschauer bereit.

Man sieht viele Zelte, in denen mit DJ gefeiert wird. Für die tausende angereisten Autos werden extra Parkplätze inmitten von Feldern und Äckern geschaffen.

Vierdagse Schifffahrt
Wartende Sportboote

Ablauf der Vierdaagse

An jedem Tag gibt es eine andere Route für die Wanderer durch das Gelderland, Brabant oder Limburg. Am letzten Tag überqueren die Wanderer die Maas bei Cuijk auf einer Pontonbrücke, die das holländische Militär in Windeseile errichtet und auch wieder abbaut. Währenddessen kreuzen die Boote auf der Maas. Die Sperrung wird in den entsprechenden Kanälen publiziert.

Vierdagse
Ein Brückensegment wird ans Ufer gebracht

Das Militär ist dabei

Wir waren von der Geschwindigkeit beeindruckt, wie schnell die Brücke in Segmenten auseinandergenommen, zusammengeklappt und auf LKWs verladen werden. Die Schifffahrt ist am 21.7. nur eingeschränkt möglich. Hier bilden sich lange Schlangen von wartenden Schiffen. Mehrere Polizei- und sonstige Behördenfahrzeuge regeln den Schiffsverkehr.

Cuijk Maas
Es geht weiter für die Schifffahrt. Cuijk.

Sobald die Pontonbrücke abgebaut ist, wird direkt danach nur eine Richtung freigegeben. Zunächst die Berufsfahrt, anschließend die Sportschifffahrt. Nach ca. 40 Minuten ist alles wieder in normalen Bahnen auf der Maas. Als Sportbootfahrer sollte man daher diese zusätzliche Zeit einplanen.

Insgesamt wurde die Pontonbrücke zwei Mal auf- und abgebaut. Bereits am Donnerstag wurden die beiden Ufer verbunden. Bis 19:45 hatte jeder die Gelegenheit, die Pontonbrücke zu nutzen. Und die Party in Cuijk zu besuchen 🙂Vierdaagse Militär

Auch historische Militärfahrzeuge waren mit von der Partie.

 

 

De Rosslag wird zu Roermond City Marina

Ein neuer Hafen entsteht – Roermond City Marina

Nach einem Umbau ab Herbst 2016 firmiert der Hafen De Rosslag unter Roermond City Marina. Der Hafen vergrößert sich. Die Stege werden nach und nach erneuert und werden zu Einzelliegeplätzen mit zwei Seitenstegen.

Baulich hat sich hier einiges getan. Es wurde vor den Stegen Erde angefüllt, so dass der Hochwasserschutz besser geleistet wird. Auf der Anfüllung wurde eine Saat ausgebracht, so dass nach und nach alles begrünt wird. Momentan sieht es noch grau aus. Es mangelt derzeit an Regen und und vor allem an warmem Wetter für das Wachstum des „grünen Gürtels“. Durch eine Erweiterung des Hafenbeckens wanderte der Hafen etwas Richtung Roermond und verändert seine Form und Lage etwas. Nun ist man fast auf Tuchfühlung zum Nachbarn Krekelberg/ Schepenkring.

Optimale Lage des neuen Parkplatzes

Die Parkplätze sind jetzt direkt vor den Stegbrücken. Die Länge des Parkplatzes ist riesig. Wir haben schon gewitzelt, dass die Hafenbetreiber notfalls auch einen Privatflugplatz betreiben könnten; die Start- und Landebahn wäre ja schon dort 😉

Die Parkplatzkapazität beträgt über 500 Parkplätze und hat sich somit mehr als verdoppelt. Sogar zwei 400 Volt Ladesäulen für E-Autos gibt es.

Der alte Parkplatz existiert nicht mehr. Weggefallen sind auch die Bezahlparkplätze vor der damaligen Campingwiese und neben der ehemaligen Sliprampe.

Die Einfahrt zum Hafen liegt nun in der Straße „Rosslag“, etwa 350 Meter entfernt von der alten Einfahrt Schoolstraat.

WohnmobilstellplätzeStellplätze für Wohnmobile

Für Urlauber mit Wohnmobilen der Roermond City Marina gibt es separate Stellflächen. Der Campingplatz mit seinen Dauercampern und der Campingwiese ist weggefallen. Die beiden Communities Bootsfahrer und Camper haben sich zwar selten richtig vermischt, aber Flair brachte der Campingplatz.

Das Restaurant Lounge 44 zieht unter neuem Namen „Mr. Sammi 44“ um, das alte Gebäude wird für das geplante Neubauvorhaben weichen: Auf einem Teil des ehemaligen Campinggeländes, auf dem alten Parkplatz und Restaurantgelände entstehen nun Wohnhäuser der gehobenen Klasse.

Roermond City MarinaDas Sanitärgebäude mit den Duschen, Toiletten und Waschmaschinen/ Trocknern ist nach einer Renovierung umgezogen zur anderen Seite des Hafens und liegt direkt neben dem Büro des Hafenmeisters. In der nächsten Zeit ist ein Neubau geplant.

Die Mieter der hinteren Stege am Ende des Sees werden sich über die kürzeren Wege zum Sanitärgebäude freuen.
Die vorderen (A-,B-, C-, D-) Stegplatzhalter müssen es entsprechend sportlicher angehen.

Änderungen

Stegbrücke City Marina RoermondSchade für die Trailerbootbesitzer der Roermond City Marina: Die Sliprampe ist entfallen und so wie wir gehört haben, ist auch keine neue geplant. Von nun an muss in einem anderen Hafen eine Rampe benutzt werden. Auch die vielen, größeren Dinghies und Wassermotorräder auf eigenen Trailern und sonstige Wasser-Toys müssen ab sofort woanders zu Wasser gebracht werden. Besitzer kleinerer Trailerboote können im benachbarten Hafen bei Snellens ihr Boot ins Wasser schubsen. Eine Kranung ist möglich, aber leider nur für kleine, leichte Boote. Trailerboote mit einem Eigen-Leergewicht von 3 t müssen auf jeden Fall woanders hingefahren werden, bei Snellens klappt das nicht.

Fahrradverleih.
Der bis einschließlich 2016 kostenfrei geführte Fahrradverleih der Hafenbetreiber ist (noch?) nicht zurückgekehrt in die Roermond City Marina.
Auch nicht ein Abstellplatz für die eigenen Fahrräder zum Anketten. Vielleicht gibt es noch eine Möglichkeit, so dass man sie irgendwo sichern kann – hoffentlich nicht am Bauzaun oder an den neuen Stegbrücken 😉
Bis 2016 gab es zudem vor dem Waschhaus eine Stange zum Sichern der Fahrräder. Vielleicht taucht diese wieder auf.

Gepäcktransport.

StegabschlussDie Transportwagen, die man für die Gepäckbeförderung vom Auto zum Boot benutzte, sind seit der Saison 2017 nicht mehr vorhanden. Vermutlich funktioniert der Transport mit den schweren Wagen nicht auf den steilen Stegbrücken. Diese wären bei voller Beladung bei einem Gang der Brücke hinunter kaum zu halten. Die meisten Schiffeigner wissen sich zu helfen und setzen eigene Transportmittel ein.

Eine bauliche Änderung wird es – wie wir gehört haben – noch an den Brücken zu den Stegen geben. Hier ist der Übergang mit einem Blech von den Brücken zu den Stegen sehr steil geraten. Für ältere oder behinderte Personen nicht geeignet. Aber auch für alle anderen könnte es leicht zu einem Sturz führen, nicht nur bei Nässe oder Glätte. Im Mai wurde das Problem behoben. Eine deutliche Verbesserung wurde durch Anbringung größerer Übergangsstücke erzielt.

Stegerneuerungen

Die Stege der Roermond City Marina werden nach und nach erneuert. Einige neue Stege sind bereits gekommen. Zwischen jedem Nachbarboot befindet sich dann ein Quersteg. Man hat somit einen Einzelplatz.
Die Abstände der Stege untereinander hat sich etwas vergrößert. Die Stege waren bereits früher komfortabel weit auseinander. Das Anfahren auf die Liegeplätze ist recht übersichtlich und einfach.

Es ist geplant, ein kostenfreies WLan-Netz für den Hafen zur Verfügung zu stellen. Es müssen aber erst noch Sendemäste aufgebaut werden, damit eine Flächenabdeckung für den kompletten Hafen besteht.

Keine Änderungen:

Einige „alte“ Vorteile sind natürlich geblieben, die auf die Lage zurückzuführen sind. Im Hafen ist es sehr ruhig. Es stört keine vielbefahrene Straße, die Lage ist sehr schön. Bis nach Roermond ist es nicht weit und man ist schnell mit dem Fahrrad oder zu Fuß dort.
Mal eben aus dem Hafen und im charmanten Dorf Herten einkaufen ist kein Problem. Ein Supermarkt ist mitten im Dorfzentrum. Erwähnenswert ist auch ein genialer Eisenwarenladen/ Heimwerkermarkt in Herten, Schoolstrat,  der quasi gleich nebenan der Marina liegt. Ob Werkzeug und -zubehör oder E-Kleinteile, hier bekommt man fast alles für Arbeiten am Boot und für das Heimwerke (Marcels Karweishop, Schoolstraat 27, Herten).

Einzelnes GrünGrün wird es sicherlich werden, in der Roermond City Marina. Einzelne zarte Pflänzchen sind bereits zu sehen. Neben der neuen Promenade wird noch ein (waagerechter) Grünstreifen eintstehen. Auch Bäume sollen noch gepflanzt werden. Vermutlich wird sich die Botanik im Hafen bis Ende Juni weiterentwickelt haben. Vielleicht sieht momentan alles noch ein wenig grau aus, aber wenn alles soweit ist, wird der Hafen sicherlich nochmals gewinnen.

UPDATE:
Mai 2017: Inzwischen ist es schon viel grüner geworden. Die Gräser konnten im warmen Mai gut wachsen.
Juni 2017: WLAN funktioniert. Das Einfahrtor funktioniert mit Karte.
Die Hafenfahrräder zum Verleihen wurden wieder gesichtet, es wurden einige Fahrradständer aufgestellt.
Juli 2017: Die Stege werden nach und nach mit abschließbaren Türen ausgestattet. Auf dem Youtubekanal des Betreibers werden Bilder der Stege gezeigt und aktualisiert.

August 2017: Fahrradständer wurden mittlerweiler verbreitet aufgebaut. Einige erhalten ein Dach. Die bereits geänderten Übergangstrittbretter der Stegbrücken werden nochmals geändert, um die Rutschgefahr bei Feuchtigkeit/Nässe zu vermindern.

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