Bootstrailer 3,5 t Klasse: Auswahl und Kauf

Bootstrailer: Boote auf großer Fahrt

Wir haben für uns einen Vergleichstest über Bootstrailer gemacht, da wir einen kaufen wollten. Für uns steht die Qualität, das Konzept des Trailers und die einfache Handhabung im Vordergrund. Einige Jahre Erfahrungen besitzen wir durch das Trailern unseres ehemaligen Schlauchboots. Dafür hatten wir einen Bootstrailer, der unsere Anforderungen nahezu sehr gut abdecken konnte. Daher wussten wir auch jetzt, worauf es uns ankommt.

Einfach mal an einem Tag mit dem Boot von den Niederlanden zur Adria oder zur Müritz? Schön, wenn es – gerade noch – klappt mit den Bootsmaßen und -massen und das Boot auf einem Bootstrailer transportiert werden kann. Allerdings kann man davon ausgehen, dass die Boote mehr wiegen als die Herstellerwerft bei Auslieferung angibt. Die Herstellerangaben sind mit ganz leeren Tanks – das wird bei fast allen betriebsbereiten Booten wohl nie der Fall sein. Bei unserem Boot würden wir nie vorsätzlich unseren Dieseltank leerfahren: Danach hätten wir vermutlich ein größeres Problem, auch wenn wir wieder auftanken.

Erschwerend – im wahrsten Sinne des Wortes, kommt bei der Gewichtsproblematik hinzu, dass man das Boot im Laufe der Zeit etwas modernisiert, besser ausgestattet oder „hochgerüstet“ hat. Zum Beispiel kam bei uns eine 40 Meter Eisenkette für den Anker, ein Bugstrahlruder, größere und damit schwerere Batterien hinzu. Statt zwei leichten Batterien hat Fiona jetzt drei schwere, größere. Auch das, was an Bord ist, macht Extrapfunde. Die Töpfe, Teller, Behälter, Ölflaschen usw. in der Pantry. Leichtere Ausrüstungsgegenstände wie Fender, Seile, Haken summieren sich. Wir schätzen, dass andere Boote ähnlich sind: Wahrscheinlich hat nicht nur unser Boot in den letzten Jahren  zugenommen …

Bedingungen für das Trailern

Kommt es hin mit den oben aufgeführten Längen- und Gewichtsangaben, so steht einer künftigen neuen Mobilität dank eines Trailers nichts im Wege.
Die Rahmenbedingungen: Der Anhänger samt Boot darf bis 2,55 m breit und muss auf dem Trailer niedriger als 4 m sein. Die maximale Länge des Gespanns darf 18 m nicht überschreiten. Hinsichtlich der Länge hat man also anscheinend noch etwas Raum. Problematisch wird es eher beim Gewicht. Das maximale Gewicht des Trailerboots einschließlich des Bootstrailers darf 3,5 t sein. Generell wird die Stützlast nicht dem Anhänger zugerechnet, sondern dem Zugfahrzeug. Hat man nun auch noch das passende Zugfahrzeug, das 3500 kg ziehen darf, und ist gewillt das entsprechende Kleingeld für den Kauf in die Hand zu nehmen, kann es losgehen.

Die entsprechenden Hersteller und ihre Angebotsseiten wurden schon seit einer gewissen Zeit von uns beobachtet, ebenso die Gebrauchtbörsen. Allerdings ist im letzteren Bereich nicht allzu viel zu beobachten, weil nur sehr wenige gebrauchte Trailer angeboten werden. Und wenn, dann erscheinen uns die Preise derart hoch, dass sie den Neukaufpreisen abzüglich eines kleinen  Rabatts fast ebenbürtig sind.

Schon im Jahr vorher hatten wir uns einen Trailer gewünscht, als wir einen kleinen Schaden hatten, den wir nicht selber beheben konnten. Fionas Antrieb stellte sich permanent hoch in die Trailerposition wegen eines defekten Relais. Das Weiterfahren war unmöglich, wollte man einen ernsthaften Schaden vermeiden. Im Leukermeer mussten wir drei Tage auf einen Mechaniker warten. Täglich wurden wir vertröstet. Da ich beruflich dringend zurück musste, war keine Zeit mehr da. Wir hatten schon bedauert, dass wir keine Möglichkeit hatten, diesen Hafen mangels eigenem Bootstrailer verlassen zu können.

Vorteile – Nachteile Bootstrailer

Ein zusätzlicher Punkt dank gewonnener Mobilität ist die Wahl des Winterlagers. Stellt man das Boot in Gewässernähe ab oder in einer Halle, so bezahlt man viel Geld für fünf Monate Winterlager. Das kann so teuer wie sieben Monate Sommerhafen am Steg sein. Mit einem Trailer ist man nicht mehr auf die Plätze direkt an den Wasserwegen angewiesen. Die Abstellmöglichkeiten etwas entfernter vom eigenen Hafen sind durchaus attraktiv. Man kommt auch besser wieder raus als in der vollgestellten Bootshalle, wo manchmal erst 30 andere Boote rausgestellt werden  müssen, bevor der Weg für das eigene Boot frei ist. Bei diesen 30 Booten kann es sich auch desöfteren um große Schiffe mit gut 15 Meter Länge handeln.

Der Transport zur Halle und von der Halle zum Gewässer zurück wird normalerweise von Hafenangestellten gemacht. Dies geschieht unter größerem Aufwand mit einem Bagger oder Traktor und speziellen hydraulischen Liften und Abstelleinrichtungen/Böcken für die Boote. Steht man also nicht direkt am Tor der Halle, so muss man eventuell solange warten, bis das eigene Boot relativ freie Bahn aus der Halle hat und wieder ins Wasser kommt. Das kann dann auch schon mal Mitte April werden. Es mag natürlich Ausnahmen geben; ich habe durchaus schon von Bootshallen mit sehr kundenorientierten Angestellten gehört, die auch alle möglichen Boote auf Wunsch aus der Halle zu fast jeder Zeit holen. Aber in unserem Revier in den Maasplassen habe ich es bislang eher verhaltener und restriktiver kennen gelernt.

Hat man einen Trailer, so benötigt man natürlich einen Abstellplatz für das gesamte Jahr. Manche Leute stellen ihn im Hafen auf den vorgesehenen Stellplätzen ab oder bringen ihn anderweitig unter. In unserem Fall ist es „anderweitig“. Wir haben ganzjährig einen überdachten Platz gemietet.

Persönliche Anforderungen

Bootstrailer 3500Wir möchten nach Möglichkeit bei Süßwasser selber aktiv slippen und keinen Kran benutzen: Deshalb ist es uns wichtig, dass das Boot einfach und problemlos zu Wasser geslippt werden kann und dass es gut aus dem Wasser geholt werden kann, weil der Trailer entsprechend konstruiert ist.

Wir wollten deshalb stabile, funktionierende Rollen, denn so können wir auch dort slippen, wo die Rampe relativ flach ist und wo das Boot nicht aufschwimmen kann. Hätten wir keine Rollen, müssten wir das Zugfahrzeug dann auch noch mit ins Wasser fahren. Das wollten wir auf jeden Fall vermeiden.

Ferner sollte eine Zentriereinrichtung für das selbsttätige mittige Zentrieren des Bootes beim Rausziehen aus dem Wasser vorhanden sein.

Keine steckbare Lichtleiste

Und last, but not least: Wir hatten keine Lust mehr auf eine steckbare Lichtleiste am Trailer. Schon der wirklich gut funktionierende Schlauchboottrailer nervte in dieser Beziehung, denn sehr oft verklemmte sich die Leiste. Ok, es gibt Schnellverschlüsse dafür, aber man hat dann immer noch eine lange Leiste, die man irgendwohin legen oder anbringen muss.

Da man unsere damalige Lichtleiste nicht gesichert am Trailer anbringen konnte, musste man sie vor Diebstahl schützen. Regen machte das Ganze natürlich nicht besser. Also wurde die lange, oft verschmutzte Leiste von uns ins Auto gelegt. Das ging bei dieser Leiste mit der Länge so gerade noch. Allerdings war der Trailer auch wesentlich kleiner als der geplante neue. Daher wollten wir beim neuen Bootstrailer einzeln voneinander getrennte Heckleuchten haben ohne Querleiste. Diese sollen beim Slippen am Trailer bleiben können. Die Leuchten sind an ausziehbaren Stangen befestigt, die man für den Slipvorgang in den Trailerrahmen reinschieben kann. Sogar der 12 Volt Stecker kann gesteckt bleiben, die LED Lämpchen sind wasserdicht und die Leitungen sind geschützt. Soweit unsere Idee.

Ernüchterung nach Angebotsanfragen

Plötzlich wurde es sehr eng mit den für uns in Frage kommenden Anbietern, denn die von uns angefragten Anbieter mochten den letzten Punkt nicht einmal als aufpreispflichtiges Extra anbieten.

In unserer „Endauswahl“ standen letztlich zwei Hersteller. Wir hatten die Möglichkeit einen Alutrailer zu kaufen, ausgestattet mit üblicher Lichtleiste.

Oder einen Edelstahltrailer, der aber alle unsere Erwartungen erfüllte. Positiv erstaunt waren wir, dass der Edelstahltrailer nicht so schwer ist wie gedacht. Er kann gewichtsmäßig mit einem normalen Stahltrailer – mit gleicher Ausstattung – mithalten. Angegeben war er vor der Fertigstellung  mit 630 kg. Nach dem Bau wurde er etwas schwerer, weil die Bugstütze größer werden musste und die Kielrollen eine Nummer größer ausfallen mussten als geplant. Als kleines Extra hatten wir ein Stützrad mit eingebauter Waage verbauen lassen, das etwas schwerer als das angedachte ist. Die 660 kg unseres Trailer reichen so gerade, um unsere Sealine aufzunehmen. Voraussetzung ist, dass das Boot ziemlich aufgeräumt ist. Die Tanks sollten recht leer sein und die persönlichen Gegenstände gehören ins Auto.

Zur Messezeit statteten wir der niederländischen Firma Vanclaes einen Besuch auf der Boot Düsseldorf ab und bestellten unseren Bootstrailer. Wie abgesprochen, überführten wir unser Boot im März nach Zuid-Holland, genauer gesagt nach Alphen zum Firmenstandort. Dort wurde der Trailer an das Boot angepasst und wir verbanden den Standort von Fiona in Zuid-Holland Mitte April zu einer ausgedehnten Noord- und Zuid-Holland Tour, wo wir u.a. Rotterdam, Gouda, Leiden, Den Haag uvm bereisten.

Vanclaes in der Praxis

Das Slippen funktioniert mit dem Vanclaes Trailer so, wie wir es uns vorgestellt haben. Die Rollen verrichten ihre Arbeit. Manchmal wünscht man sich eine elektrische Winch, denn das händische Kurbeln ist auf Dauer etwas anstrengend. Leider hat eine elektrische Winch den Nachteil, dass eine schwere zusätzliche Batterie und der Motor auf den Trailer montiert werden müsste. Ein kleiner Trick beim Rausslippen ist, das Gespann nach einer gewissen Zeit (sobald das Boot etwas auf dem Trailer gezogen ist) ein Stück zurückzusetzen, so dass das Kurbeln leichter wird. Das Boot bleibt bei dieser Aktion weiterhin zentriert.

Bootstrailer 3,5 t
Gleich geht´s ins Wasser

Das Reisen mit dem Zugfahrzeug ist technisch gesehen kein Problem. Der Anhänger läuft ruhig und problemlos hinter dem Zugfahrzeug, einem Touareg her. Von den Abmessungen her fühlt sich das Gespann riesig an, man fühlt sich wie ein LKW und fährt entsprechend. Die Gespannlänge beträgt ca. 14,50 Meter. Das Gespanngewicht beträgt ca. 6,5 t – das Boot hat 3,5, das Zugfahrzeug ist natürlich auch gut beladen und hat ca. 3 t.

Manövrieren

Eine genaue Planung für alle Gespannmanöver auf engem Raum ist dringend zu empfehlen.  Ist der Tandemtrailer einmal abgekuppelt, kann man ihn keinesfalls im beladenen Zustand mit zwei Personen verrücken. Hier hilft auch kein Hochstellen des Bugrads, die Fuhre ist einfach zu schwer. Wir überlegen vorher immer genau, wie wir das entsprechende Manöver fahren können. Für das Ankuppeln hat sich die Rückfahrkamera des Zugfahrzeugs als hervorragend geeignet erwiesen, denn man sieht die Anhängerkupplung und fährt langsam auf das Gegenstück vom Trailer zu.

Sind die Fahrwege sehr eng oder muss länger rückwärts gefahren werden, ist es vorteilhaft, wenn einer mit dem Walky-Talky draußen ist und Informationen vom nicht einsehbaren Winkel an den Fahrer weitergibt. Mit diesem zusätzlichen „Rückspiegel“ klappt dann auch das Rückwärtsfahren in Kurven gut, vor allem schadenfrei. Wir haben den Trailer im ersten Jahr für die Rückfahrt von Alphen nach Roermond zum Heimathafen eingesetzt. In den Sommerferien ging es zur Müritz, wo wir unsere Rundreise durch Brandenburg und mitten durch Berlin gemacht haben. Abschließend haben wir den Trailer benutzt, um das Boot ins Winterlager zu bringen.

boot Düsseldorf 2016 – Danach

boot Düsseldorf 2016 Daten

Nach neun interessanten Tagen für die Wassersportler ist die boot Düsseldorf 2016 nun vorbei.

An der größten Boots- und Wassersportmesse der Welt boot Düsseldorf 2016 beteiligten sich vom 23.-31.1.2016 fast 1800 Aussteller aus über 60 Ländern. Insgesamt wurde 1800 Boote ausgestellt.

boot-duesseldorf-2016

Bereits Mitte der Messewoche zeichnete sich schon ab, dass die Besucherzahlen auf einem hohen Niveau lagen. Während in der Woche viele Fachbesucher aus der Bootsindustrie, der Touristikbranche und dem Dienstleistungssektor kamen, sorgten am letzten Wochenende viele private Wassersportfans für volle Hallen. Zufrieden zogen die Veranstalter die Bilanz:
Es kamen 247000 Besucher, 2,8 % mehr als im Vorjahr.
Dabei waren über 50000 Besucher, die aus dem europäischen Ausland und aus Übersee zur boot Düsseldorf angereist waren.

Laut Pressestelle der boot Düsseldorf berichteten die Aussteller von einem äußerst interessierten und kauffreudigen Publikum. Jürgen Tracht, Geschäftsführer des Bundesverband Wassersport: „Wir sind hochzufrieden. Die boot hat unserer Branche weitere wichtige Impulse gegeben, die sich im Verlauf des Jahres positiv bemerkbar machen werden. Dies bestätigt unsere im Vorfeld genannten Prognosen eindeutig.

Auch für die Zukunft der Wassersportwirtschaft gehen wir von einem Aufwärtstrend aus. Fast 90% der Unternehmen rechnen in den kommenden zwei bis drei Jahren mit einer weiter steigenden Marktentwicklung. Die stabile maritime Konjunktur mit Zuwachsraten im einstelligen Bereich zieht sich durch fast alle Marktbereiche.“

boot duesseldorf 2016

Der Bootsmarkt

Anlässlich der boot gab die Wassersportwirtschaft einen Rückblick auf ein erfolgreiches Jahr und blickt optimistisch in die Zukunft.
Der Bootsmarkt gewinnt. Der Trend zum Motorboot ist unverkennbar. Aktuell sind bereits von den gut 6 Millionen Booten in Europa etwa 80 % Motorboote. Es wundert daher nicht, wenn die Werften sich auf dieses wachstumsstarke Segment konzentrieren.

Die deutschen Bootsbauer können sich sehr gut behaupten. Stärken sind die Innovationen und ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Die Exportquoten spiegeln auch hier den Trend zum Motorboot wieder. So stieg der Export wertmäßig um 11,5 % gegenüber dem Vorjahreshalbjahr, wohingegen der Export im Segelbootbereich um 13,9 % sank.

81 % der Segelboothändler beurteilen den bisherigen Saisonverlauf gleich gut oder besser als im Vorjahr. Besonders größere Segeljachten ab 13 m stoßen auf zunehmendes Interesse. Im Motorbootbereich berichten 79 % der Unternehmen von gleich guten oder besseren Geschäften im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Auch hier liegen größere und vor allem wertstabile Jachten im Trend.

Kleinere Motorboote/ Trailerboote entwickelten sich ebenfalls im Absatz positiv. Die Gründe hierfür sind unter anderem die Trailerbarkeit und Flexibilität. Das Boot kann einfach in einer Garage gelagert werden, ist preislich erschwinglich und günstig im Unterhalt.

Die 2012 eingeführte Führerscheinregel mit der Führerscheinfreigrenze von 15 PS trug zum Erfolg bei, insbesondere das Segment „Boote bis 4,5 m“ profitierte davon.

Auf der boot Düsseldorf 2016 gab es dementsprechend auch eine Vielzahl an Bootspremieren zu bestaunen: 21 Segelboote und –yachten sowie 58 Motorboote und –yachten, vom Schlauchboot bis zur Luxusyacht, wurden erstmalig – zum Teil feierlich im Rahmen einer Enthüllung – der Öffentlichkeit präsentiert.

Beliebt sind auch Kajütjachten um die 8 m Länge. Preislich liegen diese Boote – teils – unter 80000 Euro und sind manchmal noch trailerbar.

Gebrauchtboote

Die Nachfrage nach Gebrauchtbooten steigt. 80 % (Vorjahr 74 %) der Segelboot- und 92 % (Vorjahr: 84 %) der Motorboothändler berichten von gleich guten oder besseren Umsätzen im Vergleich zum Vorjahr. Inzwischen finden gebrauchte Yachten oft schnell einen neuen Eigner. Das gilt allerdings nur für jüngere Gebrauchtboote. Die Nachfrage nach jahrzehntealten Jachten wird sich weiter abschwächen. Überwiegend ist jung und qualitativ hochwertig gefragt, nicht billig.

boot düsseldorf 2016

Chartermarkt

Chartermarkt International ohne Niederlande

Laut Felix Wolf von YachtBooker, die das Reservierungssystem YachtSys betreiben, sind die klassischen Reviere bei Betrachtungen der Frühbuchungen im Aufwind. Zu Frühbuchungen zählen die Buchungen, die mindestens fünf Monate vor Abreise gebucht werden. Hierbei haben Spanien und insbesondere die Balearen und Italien kräftig zugelegt. Kroatien liegt leicht im Plus.

Griechenland und die Türkei dagegen hatten im gleichen Zeitraum Verluste.

Laut YachtSys stieg Kroatien mit 29 % (Im Vorjahr 28 %) auf Platz 1, gefolgt von Griechenland mit 25 % (Vorjahr: 34 %). Auf Platz 3 kommt Spanien mit 20 Prozent (Vorjahr: 16 %). Es folgen Italien mit 16 % (Vorjahr: 12 %) und die Türkei mit 5 % (Vorjahr: 8 %).

Chartermarkt Deutschland und die Niederlande

werden von YachtSys nicht erfasst, weil die Buchungen meistens direkt über die Vermieter laufen. Laut den Anbietern liegen aber die Binnen- und Küstenreviere auf stabilem Niveau. Gründe für die Beliebtheit seien die Anreisevorteile (diese Regionen sind leicht mit dem Auto erreichbar und damit für Familien preiswert), die akzeptablen Hafengebühren, die sehr gute Infrastruktur mit großer Hafendichte.

In den vergangenen Jahren waren die Frühbuchungen richtungsweisend. Ob sich dieses Jahr der gleiche Trend fortsetzt, wird man sehen. Für die größten Vercharterer The Moorings, Sunsail und Le Boat, die zusammen etwa über 2150 Boote verfügen, ist die Saison zufriedenstellend gestartet. Laut Katja Meinken-Wiedemann, PR-Managerin Northern Europe, „merkt man, dass die Kunden insgesamt zögerlicher sind.“

Der Reisemarkt der boot Düsseldorf 2016 bot in zwei Hallen die Gelegenheit, sich umfassend über die verschiedenen Reviere weltweit beraten zu lassen und zum Teil sogar – entweder dort oder in der Bootsausstellung – die diversen Bootstypen für einen Chartertörn in Augenschein zu nehmen.

boot düsseldorf

Der Servicebereich

Auch der Servicebereich profitiert von der positiven Entwicklung des Wassersports, da die Eigner ihr Boot länger nutzen oder ein gebrauchtes erwerben. Die Jachteigner investieren in den Werterhalt ihrer Boote. Die Nutzung der Jachten wird länger.
Nach Kauf eines Gebrauchtboots werden oftmals Investitionen durch die neuen Eigentümer gemacht.
Generell wird die professionelle Pflege häufiger als Dienstleistung eingekauft.

Ausrüstungs-, Zubehörmarkt

Durch die längere Nutzung der Jachten bzw. durch den Erwerb einer Gebrauchtjacht werden in diesem Segment Investitionen gemacht, überwiegend im Bereich Komfort.

So entsteht beispielsweise Nachfrage nach Multimedia, Entertainment, Heizungsanlagen und Küchenausstattungen. Die älter werdenden Jachteigner verbringen mehr Zeit an Bord und möchten es bequem und möglichst so ausgestattet wie zu Hause haben.

Ausblick

Überwiegend sieht es  für die Wassersportwirtschaft recht gut aus. Es ist davon auszugehen, dass sich der positive Trend der letzten zwei Jahre fortsetzen wird.

Abschied

nehmen heißt es für den boots-Messe-Chef Goetz-Ulf Jungmichel. Jungmichel leitet seit 2008 die boot Düsseldorf. Sein Nachfolger wird Petros Michelidakis, ein erfahrener Messemann, der seit Jahren erfolgreich für die Messe Düsseldorf im Auslandsvertreternetz für Griechenland zuständig ist.

Die nächste boot Düsseldorf findet vom 21.-29.01.2017 statt.

Quellen:
boot Düsseldorf
Bundesverband Wassersport
YachtBooker

Fotos: Frank Beer Fotografie für bootssaison.de

Boot winterfest machen – Bootshalle – einwintern

Das Boot winterfest machen – Winterlager 2013/2014

Bootslift
Bootslift

Im zentrumsnahen Hafen von Roermond „Het Steel“ wurde Fiona mit dem Kran aus dem Wasser gehoben und auf einen Eisenträger aufgestellt mit dem Ziel, unser Boot winterfest machen zu lassen.

Zuerst wird sie in das Hafenbecken unter den Kran unseres Winterhafens gefahren. Die Krangurte werden an die vorgesehenen Stellen gelegt und schon geht es nach oben. Leider waren Kameras und Mobiltelefone nicht parat, so dass wir vom Kranen keine Bilder machen konnten.

Sobald das Boot über die Hafenebene hochgehoben ist, rollt der Kran auf den Schienen in Richtung Kamerastandort. Dort ist ein grünes Eisengestell, auf das Fiona fachgerecht „aufgesetzt“ wird. Nun steht dem nichts mehr im Wege, unser Boot winterfest machen zu lassen.

Als nächstes wurde Fiona per Traktor durch den davor angekuppeltem hydraulischen Hebebühnenanhänger angehoben und in die „Waschecke“ transportiert.

Hier kam der Hochdruckstrahler zum Einsatz, der das Unterwasserschiff sehr gut reinigte.

Bootshalle Roermond
Bootshalle Roermond

Wir hatten zudem einen Bootsmechaniker bestellt, der das Boot winterfest machen soll mit den entsprechenden Flüssigkeiten. Maurice vom „Mobile Marine Service“ erledigte das routiniert in zwei Stunden. Manche Sachen klappten nicht auf Anhieb, wie z.B. den Boiler und die Warmwasserleitungen mit Frostschutz durchzuspülen, und wir waren froh über die professionelle Unterstützung. Ansonsten war es mehr Arbeit als wir gedacht hatten. Alle Pumpen und Tanks hatten wir vorher schon geleert, damit der Frostschutz möglichst schnell in alle Leitungen kommen konnte.

Gegen 16 Uhr ging es weiter Richtung Halle. Der Traktor kam wieder zum Einsatz und schob Fiona in eine der Bootshallen. Da das Wetter am 22. Oktober noch schön war, gehörte Fiona zu den ersten Booten, die in die Halle einzogen. An Fionas Hallenstandort war es trocken und der Wind pfiff durch viele Stellen der Holzhalle.

Wir räumten alles aus und wunderten uns, was sich im Laufe der nur zwei Monate Fahrzeit  angesammelt hatte.

Die Bootshalle ist fast voll
Die Bootshalle ist fast voll
Gänge in der Bootshalle
Gänge in der Bootshalle

Wieder einige Tage später: Die Halle hinter uns ist komplett mit Booten zugestellt worden und nur wenige Zentimeter neben uns stand eine Doral.
Am Hallenanfang war  noch eine kleine Lücke für weitere Boote. Diese Lücke wird nicht sehr lange Bestand haben, da die Hallen bis zum Winter erfahrungsgemäß bis auf den letzten Platz ausgebucht sind.

Update Halle:  Seit dem 7.11.13 geht nichts mehr. Die Halle ist voll ausgelastet. Man kommt als Fußgänger gerade noch durch die engen Gänge. Überall besteht Gefahr, dass man sich an Badeplattformen oder Hilfsmotoren stößt.

Da das Wetter immer noch sehr mild ist und in der Halle locker 15 Grad sind, reinige und poliere ich das Boot. Per Hand, was eine unschöne Arbeit ist. Nach genauer Information und Recherche entscheide ich mich, einen Schleifgerät anzuschaffen, da ich die nächste Politur nicht mehr von Hand machen möchte. Das Schleifgerät soll ein Festool werden!

Bootshalle im November
Bootshalle im November

* Affiliate-Link

Boot anmelden – WSA, IBS, Funk, Organisation

Boot anmelden – gilt auch fürs Funkgerät

Ein Bootskauf in England bedeutet bereits im vorhinein eine Menge Papierkram und Organisation, da das Boot angemeldet werden muss und die Verschiffung organisiert werden muss.

Ein englischer Spediteur wurde mit dem Transport unseres Bootes beauftragt. Das Boot wurde auf einem dreiachsigen Anhänger auf dem Land- und Fährweg geliefert. Die Kranungen im Abfahrts- und Zielhafen wurden von uns organisiert, so dass der Ablauf perfekt funktionierte und alles schnell und reibungslos vonstatten geht, sobald das Boot geliefert wird. Ein Liegeplatz im Zielhafen in Belgien an der Nordsee wurde von uns vorab gebucht.

Boot anmelden - Zielhafen
Boot anmelden – Zielhafen

Da wir  UKW Funk an Bord haben, musste die Funkanlage bei der Bundesnetzagentur registriert werden zwecks Erteilung der Funknummern. Eine Marinefirma im Zielhafen Nieuwpoort wurde vorab kontaktiert, damit das Funkgerät die von der Bundesnetzagentur erteilten Nummern einprogrammierte. Zudem wollten wir Kanal 31 freigeschaltet wissen, der in den Niederlanden – gelegentlich – für Anmeldungen in Häfen benutzt wird. Also ganz praktisch, wenn man über diese Möglichkeit verfügt. Last but not least ist es in Belgien Pflicht, ein angemeldetes Funkgerät auf einem Boot unserer Größe mitzuführen.

Kurz zurück zum Boot anmelden: Das Boot muss registriert werden. Hier kommt ein Verband in Frage wie z.B. der ADAC oder ein WSA. Das für uns nächste WSA ist in Köln, ein anderes hätten wir jedoch auch wählen können. Wir hätten somit eine andere Registrierungsnummer erhalten. Beim Boot anmelden in Köln hätte man eine Registrierung beginnend mit „K“ danach folgt ein Bindestrich, ein oder zwei Buchstaben und eine Zahl, also ganz ähnlich wie beim Auto. Unser vorheriges Boot war in Köln registriert und unsere Nummer lautete: K-S 524.

Kaufvertrag, Eigentumsbestätigung
Kaufvertrag, Eigentumsbestätigung

Damit es keine Probleme beim Boot anmelden gibt, benötigt man z.B. den Kaufvertrag/Eigentumsnachweis und die CE Konformitätserklärung für dasBoot (gilt für alle Boote ab Mitte Juni 1998). Man kann sich denken, dass es sehr knapp war und wir nicht länger warten wollten mit der Bootslieferung als unbedingt nötig.

Das Boot sollte also beim WSA in Köln registriert werden, weil es für uns das Naheliegendste war. Unglücklicherweise streikten in der Woche die WSA Ämter, so auch „unseres“ in Köln. Da wir nicht warten konnten, bis der Streik beendet war, beantragten wir per Express (und per Geldzuschlag) ADAC den IBS – den „Internationaler Bootsschein“. Das erforderliche Dokument erhielten wir zwei Tage später und konnten so noch das „Nummernschild“ drucken lassen, was eine Folie zum Ankleben, speziell für Boote ist.

Am 20.8. erhielten wir Post von der Bundesnetzagentur, die alle Papiere für das Funkgerät schickte. Das war quasi auf dem letzten Drücker, denn am 21.8. ging es bereits zum Hafen Nieuwpoort/ Belgien an die Nordsee. Wir wollten im Ort übernachten, weil das Boot am nächsten Tag für morgens um 9:00 Uhr angekündigt worden war.

Kajütboot – Kauf – Sealine S25

Sealine S25 Sports Open – Kajütboot Portrait

Die S25 ist ein als Gleiter konzipiertes Kajütboot. Ursprünglich wurde sie entworfen für eine „kleine Familie“ mit zwei Erwachsenen und einem Kind.

Sealine S25 Fiona
Sealine S25 Fiona

Das Cockpit

Die S25 ist ein Boot, das recht viel Raum bietet.

Ausgestattet ist sie mit einer Bugkabine sowie einer Mittelkabine und einem überdachten Cockpit.

Frontsicht
Frontsicht

Im Cockpit befindet sich die Fahrerbank für 2 Personen und eine Sitzecke mit Tisch achterlich für vier Personen. Hier kann man  schön sitzen, essen und trinken. Bei Lust und Laune der Crew wandelt sich die Sitzecke mit wenigen Handgriffen in eine größere Liegewiese. Auch der Kühlschrank und zwei Schränke befinden sich im Cockpit. Am Heck befindet sich eine ausklappbare Badeplattform und eine Badeleiter.

Der Bug ist groß genug als Liegefläche für zwei Personen. Mittlerweile haben wir Liegekissen, worauf man auch sitzen kann. Die Rückenlehne lässt sich hoch klappen und arretiert in der Wunschneigung. Während des Fahrens in Verdrängergeschwindigkeit (es geht aber auch in Gleitfahrt) macht es besonders viel Spaß, auf dem Bug zu sitzen oder zu liegen 🙂

Technisches – Die Maschine

Beim Gleiten auf der Schnellfahrstrecke Roermond
Beim Gleiten auf der Schnellfahrstrecke Roermond

Fiona besitzt einen Volvo Penta Turbodieselmotor, der 170 PS leistet. Somit ist sie  ausreichend motorisiert, um in Gleitfahrt zu kommen. Der Volvo Penta KAD32 P/DP hat zusätzlich einen Kompressor. Er springt bei etwas schnellerer Fahrt zunächst an und überlässt später dem Turbo das Feld.

Der Antrieb besteht aus zwei sich gegenläufig drehenden Propellern, einem Duoprop. Der Vorteil davon ist, dass der Radeffekt dadurch  ausgeglichen werden soll. Das macht sich in der Vorausfahrt, aber besonders  beim Rückwärtsfahren bemerkbar. Das Boot versetzt sich quasi sofort in die gewünsche Richtung, was die Manövirierfähigkeit sehr positiv beeinflusst. Desweiteren sollen die zwei Propeller hintereinander bessere und auch wirtschaftlichere Fahrleistungen erzielen als nur ein Propeller.

Maße/ Gewicht Sealine S25

Der Rumpf ist aus glasfaserverstärktem Kunststoff gefertigt. Die Länge über alles mit Antrieb misst ca. 8,15 Meter. Die Rumpflänge beträgt 7,62 Meter = 25 Fuß. Bei der Länge ist die klappbare Badeplattform nicht eingerechnet, da sie im Normalfall hochgeklappt ist. Die größte Breite der Sealine ist exakt 2,49 Meter.

Marina Roermond
Marina Roermond

Der Tiefgang beträgt 90 Zentimeter. Der Antrieb ist der tiefste Punkt und kann in Ausnahmefällen elektrisch hochgefahren werden.

Die Höhe über dem Wasser ist mit aufgesetztem Geräteträger 3,35 Meter. Es besteht die Möglichkeit, das Verdeck abzubauen und den Geräteträger umzuklappen, so dass unser recht hochgebautes Kajütboot auch durch Brücken passt, die eine Durchfahrthöhe von 2,10 Meter gestatten.

Fionas Gewicht beträgt weitestgehend „leer“ ca. 2750 kg, mit fast leeren Tanks.
Der Dieseltank fasst ca. 240 Liter, der Frischwassertank nimmt ca. 130 Liter auf. Mit Crew, Zubehör und Bootsausrüstung, Dinghy und Dinghy-Außenborder, evt. Fahrräder, vollen Tanks, zwei Personen, Gepäck und Proviant an Bord wird sich das Fahrgewicht auf gut 3500 kg erhöhen. In Verbindung mit dem tiefen Deep V Rumpf schneidet sie schön das Wasser und fährt komfortabel, ohne harte Stöße an ihre Passagiere weiterzugeben – auch in höheren Geschwindigkeiten.

 

Maastricht zum Abend hin
Maastricht zum Abend hin

Ausstattung

Unser Kajütboot besitzt hat eine Heizung von Eberspächer, die im Sommer auch ein wenig kühle Luft durch ihre Lüftungsschlitze wirbeln kann. Zur Ausstattung gehören: Ein Kühlschrank mit Dreisterne-Gefrierfach von WAECO, eine Pantry mit zwei Kochstellen, ein Backofen, eine Spüle und reichlich Stauraum für Pfannen, Teller sowie für Vorräte, ein Bad mit Dusche und mit elektrischem WC, ein Chartplotter, ein VHF Funkgerät für Binnen und See, eine Stereo Anlage, ein Flatscreen TV, eine elektrische Ankerwinsch für den Anker mit 40 m Kette und sie hat eine Persenning, die das Cockpit abwettert.

Seit 2015 besitzt Fiona eine Elektroanlage mit erhöhter Leistung. Sie hat ein Victron Ladegerät mit Fernbedienung, wobei man die Stromaufnahme runterregeln kann, so dass in Häfen mit niedriger Absicherung die Sicherung nicht rausspringt.
Ebenfalls seit 2015 hat sie ein Bugstrahlruder von Side Power.

Steuerbordseite
Steuerbordseite

Man kann einzelne Teile des Verdecks entnehmen oder alternativ zusammenrollen. Jedoch ist es am schönsten, wenn das Wetter mitspielt und man die Persenning komplett abnehmen kann. Das Gefühl ist ähnlich wie in einem Autocabrio, nur dass der  Raum viel größer ist und man sich im Boot prima bewegen kann.

So ist es dank des Verdecks möglich, bei schlechterem Wetter zu fahren ohne nassgeregnet zu werden. Auch als Kälteschutz taugt es einigermaßen, bei eingeschalteter Heizung wird es dann gemütlich und Fiona beweist sich als recht komfortables Kajütboot – vor allen Dingen in Bezug auf die Größe.

Die Bugkabine und Mittelkabine

Kochstelle mit Backofen
Kochstelle mit Backofen
Teil der Pantryzeile
Teil der Pantryzeile

Da wir die Mittelkabine/ Unterflurkabine zum Schlafen nutzen, müssen wir nicht täglich die Bugkabine umbauen, sondern sie bleibt als Sitzecke für kühlere Abende, wenn man nicht mehr oben sitzen möchte. Hier befindet sich auch die Küchenzeile. Natürlich bietet eine Pantry eines kleinen Kreuzers nicht den Komfort eines 50 Fuß Trawlers, aber Möglichkeiten, etwas Leckeres zu kochen, bestehen allemale.

Bugkabine Sealine
Bugkabine Sealine

Wenn man auf der U-Sitzecke schlafen möchte, so kann man zwecks Platzerweiterung die Rückenlehne hochklappen. Der Tisch wird abgesenkt und eine weitere Matratze wird eingesetzt, so hat man mit der Unterflurkabine insgesamt 4 Kojen.

Rechts der Kleiderschrank. Innerhalb bzw. unter den Sitzbänken befinden sich große  Stauräume.

 

Hochklappbare Rückenlehne

 

Radio/CD-Player. Kleiderschrank: Mittlerweile steht hier das TV drauf.

Die Unterflurkabine

Mittelkabine - Unterflurkabine
Mittelkabine – Unterflurkabine

Die Unterflurkabine befindet sich unter dem Cockpit und bietet noch ausreichend Raum als Schlafstätte für zwei Erwachsene in der Breite. Die Länge des Betts beträgt gut über 2 m. Damit ist die Schlafstätte auch für größere Leute geeignet.  Wir nutzen die Mittelkabine, weil wir einen Vorteil darin sehen, dass die U-Sitzecke in der Bugkabine nicht täglich umgebaut werden muss, um dort zu übernachten. Sealine hat die Mittelkabine bereits mit Matratzen ausgestattet. In der Unterflurkabine sind einige Staumöglichkeiten vorhanden. Ein schönes Detail ist, dass die Höhe auf der Backbordseite wegen der innen hohlen Cockpitsitzbank einen deutlichen Raumgewinn in der Höhe bringt. Ein Fenster zum Cockpit lässt Licht und frische Luft in die Kabine. Eine der ersten Maßnahmen war, dass wir das Fenster mit einem Mückenschutz ausgestattet haben.

Abgetrennt zur Bugkabine wird mit einem Vorhang, natürlich passend zu den Vorhängen an den Bugfenstern.

Unter dem Vorhang befindet sich ein Luftauslass der Dieselheizung.

Begehbare Gangborde S25

Gangbord Sealine
Gangbord Sealine

Eine praktische Angelegenheit sind die Gangborde der S25. Wir nutzen die Backbordseite, um zum Bug zu gehen. Das hat pragmatische Gründe, da diese Seite durch die hintere Tür am einfachsten zu erreichen ist und die Steuerbord – Gangway etwas schmaler  ist. Dank der Gangborde ist das Schleusen und der Weg zum Bug recht angenehm.

 

Namensfindung Boot – Step by Step

Namensfindung – Welcher Name für unser Boot?

Da ein Boot unserer Meinung nach einfach einen Namen haben muss, mussten wir uns etwas passendes aussuchen. Welcher sollte es sein? Etwas Lustiges wie „Playstation“, Contocorrente (heißt soviel wie Überziehungskredit), Last Money …
Oder beim vorherigen Namen eine Zahl anhängen = Dawn 2 …
Den Namen an eine Stadt anlehnen oder ein neues Wort bilden?

Namensfindung
In Ruhe überlegen

Damit sollte die Namensfindung nicht abgeschlossen werden. Für uns kamen diese Möglichkeiten in Betracht:
Ein weiblicher Name – das wäre zudem klassisch, was uns sehr gut gefällt.
Ein Motto als Bootsname wäre für uns auch denkbar und wird von vielen Bootseignern gern genommen. Allerdings kamen wir hier nicht so recht weiter und wir wollten kein Motto, das schon viele Boote haben.

Unsere Wahl fiel auf die erstere Möglichkeit. Der Name sollte jedoch nicht der meiner Frau sein.
Dennoch sollten wir immer wieder gefragt werden, ob meine Frau auch so heißt wie unser Boot 🙂

Kurz und einprägsam sollte der Name zudem sein. Und natürlich in unserem Fahrgebiet – meistens die Niederlande, gelegentlich Belgien, Deutschland und Kroatien keine Erheiterung durch eine andere Bedeutung auslösen 😉

Boot anmelden - Zielhafen
Boot anmelden – Zielhafen

Es gibt im Internet einige Nickname-Generatoren, die für eine Namensfindung geeignet scheinen. Hier kann man zum Beispiel persönliche Vorlieben eingeben und es wird dann versucht, einen Namen mit diesen Präferenzen zu erzeugen.

Jedoch brauchten wir keinen Generator für die Namensfindung. Zum Glück wussten wir bereits den Namen Monate bevor wir unser zukünftiges Boot hatten.

Unser nächstes Boot sollte FIONA heißen. Der Name ist irischen Ursprungs. Irland war bei uns noch präsent, da wir erst im Jahr zuvor den Shannon befahren und Dublin besucht haben. Es war eine sehr schöne Tour mit vielen persönlichen Eindrücken der „grünen Insel“. Doch dazu mehr in einem separatem Bericht.

Fiona, die Weiße
Die Weiße

Die Bedeutung von Fiona ist „Die Weisse“, was wir passend fanden. Außerdem finden wir, dass der Name gut klingt. Somit war das Kapitel Namensfindung schnell abgeschlossen.

Wir überlegten uns noch eine schöne Schriftart, wie sich der Name präsentieren sollte.
Der Schriftzug sieht so aus, voilà:

Namensfindung Boot

Bootskauf – Wie alles begann

Der Bootskauf – die Auswahlkriterien

Nach rund sechs Jahren Bootscharter und nachdem wir drei Jahre ein Schlauchboot samt Trailer hatten, beschlossen wir, ein größeres Boot zu erwerben.

Unser Wunsch war es, hierauf übernachten und ein oder zwei Wochen Ferien auf dem Boot verbringen zu können. So entstand in unserer Vorstellung ein Boot, das genug Platz im Cockpit bieten sollte.

Zudem sollte das Boot eine Mittel-, eine Küchenzeile, ein Bad sowie eine schöne Bugkabine haben. Da wir längere Touren machen, sollte ein Diesel verbaut sein.
Außerdem sollte das Boot (gerade) noch trailerbar mit einem guten 4×4 sein.

Die Suche nach dem Boot

Nach vielen Monaten des Suchens, Vergleichens und auch Bootbesichtigens kristallisierte sich unser Wunschboot für unseren Bootskauf heraus:
Es sollte eine Sealine S25 werden, die unsere Erwartungen hervorragend erfüllt!

Sealine S25
Sealine S25

Wir leben in der Nähe von Köln, aber leider gibt es so gut wie keinen Markt für die begehrte Sealine in Deutschland. Gerade der Dieselmotor erwies sich nahezu in Deutschland als k.o. Kriterium. Da ein Bootsdiesel erheblich teurer ist als ein Benziner, verweisen die meisten Bootshändler am liebsten darauf, dass man doch den Mehrpreis für die Dieselmaschine lieber in Benzin investieren sollte. Damit waren wir jedoch überhaupt nicht einverstanden …
So schauten wir uns auch im Ausland um und unser Blick richtete sich immer öfter nach England, was natürlich ein Abenteuer für uns war.

Der Bootskauf

Wir fanden Ende Juli ein interessantes Angebot in Conwy/ Wales.

Conwy Marina Übersicht
Conwy Marina Übersicht

Ein paar Tage später saßen wir in einem Flugzeug nach Manchester, mieteten uns ein Auto und fuhren nach Conwy zur Marina, um das Boot zu besichtigen und zu testen.

Conwy Marina in GB/Wales
Conwy Marina in GB/Wales

Letzteres heißt, dass wir eine Probefahrt auf dem Meer hatten, die uns  begeisterte und überzeugte.

Unsere Entscheidung stand fest: Wir ließen das Boot danach von einem Gutachter prüfen und kauften es.