Dalmatien Süd, Teil 2: Vodice-Skradin-Primosten (Marina Kremik)

Vodice, das nächste Ziel

Eine Bucht der Insel Murter war unser Ankerplatz der letzten Nacht. Nun steuern wir den Stadthafen Vodice an. Bei bestem Wetter bietet sich ein schönes Schauspiel.

Hier ist ein schönes Video, wo wir Tribunj passieren. Das Wasser ist türkis und klar. Man sieht, wie untief es hier ist. Das Foto unten wurde wenig nach dem Video aufgenommen.

Tribunj

Vorbei an Tribunj

In der Stadt Vodice

Vielleicht liegt es an den vielen Bootsfahrern 😉 –> Die halbe Stadt ist ein Hafen, die andere Hälfte besteht aus Touristen.
Während der Saison ist mächtig was los. Aber die Stadt ist auch sehr touristisch ausgelegt. Es gibt ein großes Angebot: Shops, Restaurants, Eisverkäufer und Bäckereien buhlen um die Gunst der Gäste. Große Supermärkte sind an der anderen Seite der Stadt. Ein Fußmarsch mit schwerem Einkaufsgepäck ist bei der Hitze nicht empfehlenswert und nur begrenzt möglich. Zum Glück gibt es kleinere Supermärkte in der Stadt.

Vodice Passantenhafen
Liegeplatz im Passantenhafen von Vodice

Stadthafen, Fährhafen und Dauerlieger

Die Häfen in der Altstadt begleiten gefühlt die ganze Altstadt. Es gibt einen Fähranleger. Dieser befindet sich vom obigen Foto links. Die Passanten/Gästeplätze befinden sich hinter der Mole am Meer. Von hier schaut man auf die zu 99% von den einheimischen genutzten Liegplätzen gegenüber. Irgendwann kommt weiter zur Rechten die ACI Marina mit ihren Becken. Der Hafenmeister ist unregelmäßig anwesend. Meistens ist er ab 14:00 Uhr im Hafen. Oft helfen andere Gäste beim Angeben der Mooringleinen. Sonst macht man es selbst, der Bootshaken hilft.

Der Passantenhafen ist zu einem Jugendtreff geworden. Meist sitzen sie auf der Mauer und damit vor dem Heck der Yachten. Bis frühmorgens läuft laute Musik. Glasflaschen fliegen laut klirrend auf den Weg. Leider machte ich  die schmerzliche Erfahrung, dass man nicht mal die kürzeste Strecke (zum Leinen fester machen) barfuß laufen sollte, da kleinste Scherben direkt vor den Booten liegen können 🙁

Dauerlieger sind direkt an der Altstadt gegenüber der Lokale. Personenschiffe, Fähren haben ihren eigenen Anleger zu Kopf. Zwei Wassersport-Zubehörgeschäfte sind in Hafennähe.

ACI-Marina Vodice

Eine ACI Marina ist in Nachbarschaft zu der überdachten Marktstraße mit vielen Händlern, die hauptsächlich Textilien, Lederwaren, Sonnenbrillen, Andenken und Spielsachen verkaufen. Eine herrliche südländische Atmosphäre gibt es hier. Der Markt wird ortseitig von Lokalen und Imbissen flankiert. Frischen Fisch gibt es in der überdachten Martkhalle, die sich dem Basar anschließt.

ACI Vodice
ACI Vodice

Die ACI ist sehr schön. Leider hat das seinen Preis und sogar für wenige Stunden als Gast sollten wir über 40 Euro zahlen. Daraufhin wählten wir den Stadthafen. Wenn man es etwas geschickt anstellt, kann man sein Boot für eine kurze Zeit gratis für den Einkauf fest machen. So machen wir es. Denn heute wollen wir noch weiterfahren.

Vodice
Vodice Zentrum

Von Vodice zur Zmajan Bay, dann zur Zlarin Bay Ankern (ab Vodice: 39 km)

Pausenstopp im Südwesten der Insel Zmajan. Ein schöner Platz, aber sehr ungeschützt gegen die Wellen der Fähren auf dem Meer. Plötzlich und wie aus dem Nichts schießen meterhohe Welllen auf die Bucht zu. Es ist sehr schwellig, sehr unruhig und eher ungeeignet zum Übernachten. Denn auch in der Nacht dürfte es hier richtig schaukeln. Außerdem habe ich aktuell Angst um mein Erfrischungsgetränk 😉

Zur Südbucht der Insel Zlarin

Buchteln
Ankern in der Bucht

Weiterfahrt zur Insel Zlarin zur geschützten Südbucht. Relativ kleine Bucht, es passen nur wenige Boote hinein. Der Grund ist sehr weich und deshalb nur bei guten Bedingungen zum Übernachten geeignet. Es sollte möglichst kein stärkerer SO-Wind wehen, denn der bläst in die Bucht und dann wird es ungemütlich. Wir hatten nur wenig Wind aus Ost und eine sehr angenehme Nacht.

Konoba Vidrovaca an der Krka

Raus aus der Ankeridylle, ein sehr interessantes Ziel lockt uns von hier weg: Eine Konoba in einem Süßwasserfluss.

VidrovacaDie Konoba Vidrovaca am Krka Fluss hat einen eigenem Gästesteg. Etwas weiter am gegenüberliegenden Ufer ist der Ort Skradin. In der Konoba ist es urgemütlich: Rustikale Holmöbel, auf Hochglanz gebracht. Eine Kieselstein-Terrasse mit Tischen und Stühlen ist direkt am Fluss. Romantisch!

Vorherige Anmeldung ist nicht nur in der Hauptsaison sinnvoll. Die Gäste der Konoba sind ausschließlich Bootsbesatzungen.

Der Aussichtspunkt der A1

Ganz oben am Berg läuft die Autobahn und hat eine malerische Raststätte und eine beeindruckende Aussicht. Man kommt zwar zu Fuß von der Autobahnraststätte runter. Allerdings ist dieser kraxelige Abstieg für die meisten kein Vergnügen. Geschweige denn der anstrengenden Aufstieg nach dem Essen 😉
Man hat Respekt vor dem
erstaunlich steilem Weg, den das Personal und die Lieferanten nehmen müssen.

Fischers Fritz
Fangfrische Fische für die Konoba

Wir wollten dringend etwas Bewegung und Abenteuer, also los! Oben angekommen, geht man durch eine Tür zu dem schönen Rastplatz der Autobahn A1. Der Rastplatz hat wunderschöne Aussichtspunkte auf den Fluss Krka und auf Skradin. Auf der anderen Seite sieht man den Anleger der Konoba Vidrovaca.

Blick von Autobahnraststäte
Blick auf Vidrovaca, Skradin liegt gegenüber

 

 

Einkaufsabstecher in Skradin

Skradin liegt am Süßwasser-Fluss Krka und grenzt am Krka Nationalpark. Den schönsten Blick hat man bereits, wenn man per Boot nach Skradin fährt. Von dem Fluss aus schaut man auf eine schöne Kulisse mit Zwiebelkirchturm. Überall sind sehr dekorativ Yachten festgemacht, man kann hier sehr großen Fahrzeugen begegnen. Der Ort selber erinnert ans Mittelalter mit seinen dicht angelegten Steinbauten.

Skradin Fahrgastanleger
Skradin Fahrgastanleger

Der aus nur knapp 4000 Einwohnern bestehende Ort hat eine ACI Marina und direkt vor dem Ort einen Stadthafen. Der Stadthafen ist fast immer voll belegt. Gästeplätze sind rar und oft reserviert. Wir hatten Glück und durften uns zum Einkaufen an den Steg legen, an dem die Fahrgastschiffe anlegen. Wir hatten den Hafenmeister gefragt, der uns zunächst abweisen wollte. Aber zum Einkaufen wies er uns einen Anlegeplatz längsseits zu.

Krka Nationalpark
Krka Nationalpark

Krka Nationalpark

Die Ausflugsschiffe machen Fahrten in den Nationalparktouren. So herrscht ein ständiges Kommen und Gehen. Im Ort gibt es nur sehr kleine Geschäfte, man findet jedoch das Wichtigste. Allerdings nur für kurzfristig.

In Skradin geht es leider nicht weiter für die private Schifffahrt. Zugang in den Nationalpark für Privatschiffe gibt es keinen. Wer per Schiff weiter möchte, der nimmt ein Fahrgastschiff und kann sich den Nationalpark anschauen.

Wer den Nationalpark noch nicht gesehen hat, sollte ihn unbedingt besuchen. Außerhalb der großen Ferienzeit ist er nicht ganz so voll. Ein Besuch lohnt sich. Man sollte einigermaßen gut zu Fuß sein, denn man legt einige Kilometer innerhalb des Parks zurück und sieht entsprechend viel. Die Wasserfälle sind spektakulär. Man wandert auf herrlich angelegten Wegen und Brücken durch eine atemberaubende Landschaft.

Bojen vor Skradin

Seit 2018 existieren gegenüber von Skradin Bojen. Vorher konnte man dort ankern. Ankern ist nicht mehr erlaubt. Die Bojenwärter sind relativ schnell an der Boje und fragen, ob man über Nacht bleiben möchte. Entweder bezahlt man dann komplett oder man muss weiterfahren. Wer gerne ausgiebig ankern möchte, kann zum südwestlich von Skradin gelegenen Prokljan Süßwassersee fahren.

Von Skradin zur Marina Kremik, Primosten, Primosten 27 km

Die von Hügeln umgebene Marina liegt knapp 2 km südlich von Primosten. Viele Bootfahrer werden sich in diesem Hafen direkt heimisch fühlen: Eine Besonderheit der Marina sind die Anleger mit Fingerstegen für Schiffe bis 14 Meter. 

Marina Kremik
Marina Kremik, Primosten

Die Marina ist abgelegen von Primosten. Dafür ist es hier viel ruhiger. Wer also Ruhe sucht, ist hier richtig (zumindest im Juni, als wir den Hafen besuchten). Die sanitären Anlagen sind sehr gut, der ganze Hafen wirkt edel. Er bietet einen Lebensmittelladen, Restaurant und einen Servicebetrieb: Yachtshop, Monteure sowie Bootshalle und Arbeitsplatz und Kräne sowie Stellplätze für Yachten an Land. Ein mobiler Yachtservice mit einem Van scheint ebenfalls vorhanden. Eine Yachtbrokerfirma hat sich ebenfalls im Hafen angesiedelt. Wie überall, stehen auch hier Charteryachten/-katamarane und warten auf ihre Kapitäne.

Marina Kremik Primosten
Abendstimmung in der Marina Kremik, Primosten

Wir haben uns in der Marina Kremik sehr wohl gefühlt.

Teil 1: Biograd-Murter
Teil 3: Solta-Split-Sevid

 

Literaturlinks:

Küstenhandbuch Kroatien und Slowenien

888 Häfen

Schlemmertörns in Kroatien

Hafenguide Kroatien Montenegro Slowenien

Törnführer Kroatien und Slowenien

 

Bei den Links handelt es sich um Affiliats.

Dalmatien Süd, Teil 1: Biograd, Jezera/Murter

Biograd gen Süden – Dalmatien Törn

Marina Kornati Motoryachten

Unser Zielhafen ist die Marina Kornati in Biograd, Abfahrtsort ist Stevensweert/NL.
Tag -1: Vor der Abfahrt das Boot im Heimathafen in den NL auf den Trailer geslippt.
Abfahrtag: Von 18:00 bis 2:15 gefahren. Übernachtung in Österreich auf Autobahnraststätte. Weiterfahrt um 10:00 am nächsten Morgen.

Lokal Marina Kornati
Restaurant Marina Kornati

Die Anfahrt nach Biograd na Moru

Wie auch bei unserer 2. Reise nach Kroatien wählen wir die Marina Kornati/ Biograd (na Moru) als Startpunkt.
Die Marina Kornati ist gut mit einem Gespann erreichbar. Die letzten Kilometer führen über Landstraßen und durch Biograd´s Straßen. Es gibt auf dieser Route nur wenige schmale Landstraßen. In Biograd werden recht gut ausgebaute Straßen befahren. Das Befahren mit einem Gespann ist auf jeden Fall ok.
Für 19:00 Uhr hatten wir den Krantermin im Hafen. Um Punkt 19:00 Uhr kommen wir an der Rezeption an. Die zwei Kranmitarbeiter warten auf uns. Um 19:10 Uhr beginnt das Kranen.

Marina Kornati Motoryachten
Charter Segelyachten und private Motoryachten in Biograd

 

Marina Kornati

Die Marina sagte uns vorab per Mail zu, dass wir den Trailer auf dem Hafengelände gegen Bezahlung abstellen können. Den Kran-Mitarbeitern schien das nicht zu passen. Unbedingt sollten wir den Trailer „privat“ abstellen. Privat abstellen auf einem Grundstück der Eltern eines Hafenmitarbeiters in Biograd. Der wiederum ist etwa 4 km vom Hafen entfernt. Aber es würde nur die Hälfte kosten wie im Hafen. Privat stehen die Trailer im Freien auf einem unbefestigtem Grundstück. Da wir schon den Hafen bezahlt hatten, war das jetzt nicht mehr möglich. Wir versprachen, nächstes Mal „privat“ zu buchen.

Marina Kornati Motoryachten
Stege der Marina Kornati

 

Das Kranen ging schnell. Schnell beluden wir das Boot. Wegen des Trailerns müssen wir es komplett leer räumen. Wir fuhren zu unserem Liegeplatz und richteten uns hier ein. Wir liegen inmitten der Charter-Segelschiffe. Einen Gästesteg scheint es nicht zu geben. Man bekommt dort einen Liegeplatz, wo gerade etwas frei ist.

Tankstelle Biograd
Bootstankstelle Biograd

Tankstelle in Biograd: Liegt direkt an der Altstadt, neben dem Fähranleger. Durch den Schiffsverkehr ist es schwellig im Anlegebereich der Tankstelle. Auf der Straßenseite tanken auch Autos. 

Biograd na Moru: Lebendige Stadt mit schöner gepflegter Altstadt und engen Gassen. Touristisch, viele Restaurants, kleine Läden. Größere Supermärkte sind am anderen Ende der Stadt.

Markt in Biograd
Markt in Biograd

Auf jeden Fall sehenswert. Im Zentrum gibt es einen Markt, der größtenteils von Touristen besucht wird. Obst, Gemüse, Marmelade, Honig und Fisch gibt es.

Stadtverwaltung BiogradAnmeldung beim Hafenkapitän in Biograd

Die Hafenkapitänerie hat ein kleines Büro an der Strandpromenade in der Altstadt. Es liegt in der Nähe des Fähranlegers, am Anfang der Altstadt, wenn man von der Marina Kornati kommt. Das Büro ist sehr klein. Maximal zwei Personen können an einer Theke gleichzeitig abgefertigt werden. Man wartet draußen, bis man dran ist. Ein paar Schritte weiter kommt dieses schöne apricot getünchte kommunale Haus. Nebenan gibt es eine sehr gute Eisdiele.

Marina Biograd
Schöne Aussicht am Liegeplatz der Marina Kornati in Biograd.

Biograd hat zwei große Yachthäfen:

Die Marina Kornati ist neben der die Marina Sangulin. Die Marina Kornati ist sehr modern. Die benachbarte Marina Sangulin hat Waschhäuser, die wie aus den 70er Jahren aussehen: Es sind Bauwagen, vermutlich uralt. Preislich ist Sangulin auf dem gleichen Level wie Kornati.
Etwas weiter Richtung Zentrum gibt es einen weiteren Teil der Marina Sangulin, abgetrennt von ihrer Schwester. Hier wird es moderner. Auffällig sind in allen Häfen die vielen für Charteryachten reservierten Stege.

Ein kleinerer Hafen gegenüber eines Hotels mit schlechterer Infrastruktur befindet sich in Altstadtnähe. Hier ist es sehr belebt. In der Nacht kann es hier feier- und lautstärkemäßig richtig zur Sache kommen.

Unterhaltung in Biograd

Funstrand Biograd
Relaxen am Meer

Einige der vielen Hotels in Biograd veranstalten Tanzabende mit Live-Musik. Man folgt einfach der Musik, um das Tanzbein zu schwingen 🙂
Party  People machen einen Abstecher zum Fun Beach. Einfach dem Strand folgen in südöstlicher Richtung. Hier gibt es eine lange Straße an der Küste entlang mit teils sehr originellen Open Air Bistros. Viele sind in einer etwas höheren Lage am Hang. Eine hübsche Aussicht von seinem Sitzplatz auf das Meer ist oftmals drin.

Strand BiogradIn diesem Bereich findet Strandleben, Sport am Strand – teils animiert mit Trainer a la Airobic etc. und Kneipenleben statt. Die Öffnungszeiten mögen von Jahr zu Jahr unterschiedlich sein.

Hinter dem Funstrand sind Campingplätze. Österreicher, Niederländer, Schweizer und Deutsche sind am häufigsten vertreten. 

Auf geht’s: Biograd – Insel Murter, Lovisca Bay

Von Biograd aus fahren wir nach Murter. 

 

Blick auf Tisno Bucht
Erste Station ist die Bucht Lovisca/ Murter. Der Campingplatz ist nebenan.

Lovisca Bay, der Campingplatz bei Jezera auf Murter
Die Bucht liegt vor dem gleichnamigen Campingplatz mit Ferienwohnungen und kleinem Supermarkt gegenüber. Der Campingplatz hat einige parzellierte Flächen für Camper. Größtenteils sind freie Flächen zum Selbst-Parzellieren vorhanden. Oftmals sehr dicht nebeneinander. Manchmal nicht zu verstehen.

Ein Restaurant im 1. Stock mit schöner Aussicht auf das Meer lädt ganztags zum Verzehr ein. Der Campingplatz hat einen Parkplatz für Anhänger/Trailer und eine Slipprampe. Leider ist kein Kran vorhanden. Die Rampe wird sehr häufig genutzt. 

CP Lovisca Murter
Lovisca Bay Campingplatz, Rampe

Der familiäre, lebhafte Campingplatz besitzt einen Anleger ohne Strom für die Boote der Camper. Gästestege sind leider nicht vorhanden. In der Hauptsaison ist jeder Anleger-Platz ausgebucht. Dann befinden sich ca. 100 meist offene Boote bis ca. 7 Metern am gesamten Campingplatz. Schlafen auf dem Boot ist eher nicht vorgesehen. Es wird auf dem Campingplatz genächtigt.

Wanderweg nach Tisno
Wanderweg nach Jezera

 

 

Der Ort Jezera/Murter

Bis zum nächsten Ort Jezera ist es nicht weit. Zu Fuß ist es über den Küstenfußweg ein sehr schöner Spaziergang. In Jezera befindet sich ganz am Anfang der öffentliche gepflegte Strand mit schönen Bänken oberhalb. Es folgt der Ort. Ein paar Geschäfte, schöne Lokale am Meer. Hier sitzt man sehr schön 🙂
Die ACI Marina ist gegenüber.

Ankern vor Tisno
Unser Ankerplatz in der Lovisca Bay/Murter mit Blick auf Tisno

Unser Ankerplatz in der Bucht

Ein sehr angenehmer Ankerplatz: Viel Ruhe, klares Wasser und eine hübsche Umgebung. Die Bucht gegenüber von Tisno war sehr ruhig, als wir hier lagen. Keine Musik, keine nächtlichen Ausflügler.  Der Bootsverkehr vom Campingplatz war sehr gering. Nur eine weitere Yacht verbrachte etwa 200 Meter neben uns die Nacht.

Dank unserer Solaranlage können wir unsere Aufenthalte abseits von Landstrom verlängern. Auf dem Foto oben  lädt unser Solarpanel unsere Akkus auf. Ein MPPT-Ladegerät verwandelt das gewonnene Sonnenlicht in Strom und führt es unseren Akkus zu. Der größte Verbraucher ist der Kühlschrank. Zumindest tagsüber speist das Solarpanel den Kühlschrank und spart einige Amperestunden für die Nacht an. Der Lithium Ionen Service-Akku stellt maximal 155 Amperestunden zum tatsächlichen Verbrauch zur Verfügung. Das ist in etwa mit der Leistung von Bleibatterien/AGMs mit ca 320 Amperestunden vergleichbar.

Tisno Klappbrücke
Die Klappbrücke von Tisno

Zweimal am Tag öffnet die Klappbrücke von Tisno zu zwei festgesetzten Zeiten für 20-30 Minuten. Am nächsten Tag passieren wir Tisno und die Klappbrücke um 10:00 Uhr. Die zweite Öffnung ist um 17:00 Uhr.
Wir nehmen Kurs auf Vodice.

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Literaturlinks:

Küstenhandbuch Kroatien und Slowenien

888 Häfen

Schlemmertörns in Kroatien

Hafenguide Kroatien Montenegro Slowenien

Törnführer Kroatien und Slowenien

Bei den Links handelt es sich um Affiliates.

Dalmatien Nord, Teil 5: Kaprije,Vodice,Murter,Kakan

Tag 14: Prvic Luka – Kaprije, Boje der Konoba Matteo, 11 km.

Unser Ziel ist Kaprije. In dieser Bucht sind zwei Restaurants nebeneinander. G8 und Matteo.

Konoba Matteo, Kaprije

Eine kleine Anekdote, tatsächlich so geschehen:
Wir liegen an einer Boje der Konoba Matteo. Wir bestellen am Nachmittag eine  dalmatinische Fleisch-Peka. Denn die muss bereits am Nachmittag geordert werden wegen der langen Zubereitung.

Die Dinge nahmen ihren Lauf. Um 19:00 Uhr paddelt unser Taxibootfahrer mittels eines Kehrblechs auf uns zu. Warum paddelt er? Also warfen wir ihm ein Seil zu, mit dem er sich an unser Boot ranzieht und festmacht. Etwas kleinlaut sagt er, dass sein Außenbordertank kein Benzin mehr habe. Ob wir …? Sorry, nur Diesel, war unsere Antwort. Ob er denn mal anrufen könne, damit sein Chef ihn abholen könne. „Gerne, hier ist das Mobile“. Aber er hat die Telefonnummer nicht. Ok, wir suchen sie ihm raus. Für die Wartezeit geben wir ihm ein Glas Starkbier, das ihm gut schmeckt. In zwei Zügen war das Glas leer. Der Junior-Chef kommt wenig später in einem ca. 5 m langen Boot Marke Rennziege 😉 Der Juniorchef hat überhaupt keine gute Laune und schon einiges intus 😉

Taxifahrer nimmt ein Bad

Der Chef nimmt das Taxi-Boot an seine Schleppleine. Währenddessen fällt unser junger Seemann beim Einsteigen in sein Taxi (dem abzuschleppenden Boot) ins Wasser … was dem Chef nicht auffällt. Sein Chef wundert sich anschließend nur, warum er so nass ist … Leider hat unser junger Freund unser Seil an unserer Klampe abgemacht und in sein Boot geworfen. An Land geschleppt und angekommen, fällt es uns auf und wir übernehmen unser Seil. Wir gehen damit wie selbstverständlich ins Restaurant zu unserem Tisch. Schließlich nehmen wir immer ein Seil mit 😉

Kosten Boje: Nichts, da im Restaurant gegessen und im Preis eingerechnet.
Aussicht im Restaurant: Beeindruckend.
Peka: Sehr lecker. Eine Spezialität aus Dalmatien. Die dalmatinische Peka ist eine große Platte mit Fleisch und Gemüse. Sie wird “unter der Glocke” in Glut gegart. In Dalmatien gibt es häufig einen speziellen Platz für die Peka-Zubereitung in der Scheune oder im Erdgeschoss des Hauses.

Kaprije Konoba Matteo

Fotos oben und unten: Vor und in der Konoba Matteo. Links daneben ist die andere Konoba.

Peka, eine Spezialität aus Dalmatien

Oben: Eine Peka muss am Nachmittag vorbestellt werden.

Bojenfeld Kaprije, Dalmatien

Oben: Das geteilte Bojenfeld der beiden Konobas.

Konoba Matteo Kaprije

Tag 15: Kaprije – Zirje – Kaprije City – Kakan Potkucina Bojenfeld, 18 km.

Unser geplantes Ziel ist Zirje.

Zirje Kurs Stadthafen
Einfahrt Richtung Stadthafen in den Ort Zirje, Insel Zirje.

Der Hafen im Nordosten der gleichnamigen Insel. An diesem Tag ist es allerdings gespenstig ruhig.

Zu wenige Geschäfte geöffnet in dem ohnehin sehr kleinen Ort. Unsere Sealine war das einzige Schiff im Hafen. Also fahren wir weiter.

Kaprije auf Kaprije
Kaprije auf der Insel Kaprije

Lebensmittel einkaufen auf der Insel Kaprije im Ort Kaprije. Wir legen uns an die Mole. und sind nach einer halben Stunde wieder unterwegs.

Kaprije auf Oto Kaprije
Kaprije auf der Insel Kaprije

Ziel ist ein Bojenfeld an der Ostseite der Insel Kakan. Schwimmen und genießen an einem schönen Fleck!

Kap Potkucina - Sonne und Meer genießenin Dalmatien
Im Bojenfeld Kap Potkucina, Insel Kakan

Kosten Boje: 13 Euro/ Nacht.

Tag 16: Kaprije – Vodice, 14 km, Kosten Liegeplatz 20 Kuna/m pro Nacht.

Warum schon zum 2. Mal Vodice während dieser Tour? Eigentlich wollten wir nur einkaufen, aber dann hatten wir Lust, in Vodice zu bleiben. Geplant war Trbunj, aber das war wegen der Wetterlage zu unruhig. Die Liegeplätze in Trbunj sind nur wenig geschützt.

Foto unten: Vorbei am Stadthafen in Trbunj. Sehr schöne Atmposphäre. Die Schiffe liegen vor den Restaurants.

Trbunj

Vodice

Wir legen uns in den Stadthafen von Vodice.

Vodice Fischer-Stadthafen
Fischer- und Mietboote in Vodice.

Tag 18: Vodice – Murter, ACI Jezera, 14 km, Liegegebühr 80 €/Nacht.

Murter ist eine der beliebtesten (Halb-) Inseln. Tipp Spaziergang: Entlang des schönen Hafens und über die Promenade in Jezera bis Tisno an der Drehbrücke Tisno vorbei.

Jezera Fussweg

Fotos oben und unten: Der Fußweg von Jezera nach Tisno, Hängematten laden zum Verweilen ein.

Jezera Haengematte, chillen in Dalmatien

Foto unten: Meerpromenade in Jezera mit Blick auf Tisno.

Blick von Jezera auf Tisno

Foto unten: In der ACI Marina Jezera.

ACI Marina Jezera

Tag 19: Murter, ACI Jezera – Murter Konoba Zminjak, 12 km. € 0,0.

Überbrücken der Wartezeit zur Brückenöffnung in der Ankerbucht vor Tisno. Entlang Tisno zu fahren ist sehr interessant. Während der kurzen Brückenöffnungszeit ist die Hölle los. Durch die Brücke passt eigentlich nur ein Boot – es sei denn, es sind kleine. Da es keine Regelung gibt, welche Richtung fahren darf, wird hier improvisiert und manche Heißsporne geben dann Vollgas, um sich “durchzusetzen” 🙁
Ist man südlich unterwegs, sollte man genau auf die Fahrrine achten und nicht zu weit ausweichen. Sonst gibt es einen Untiefenalarm oder Schlimmeres.

Wir fahren weiter zwischen zwei Inseln und bekommen am Steg der Konoba einen Liegeplatz zugewiesen. Das Essen ist überdurchschnittlich gut.

Tisno suedlich der Bruecke

Fotos oben und unten: Vorbei an Tisno, südlich der Brücke und nördlich.

Tisno

Foto unten: Nördlich von Murter, Kurs Insel Zminjak, Konoba Zminjak.

Kurs Konoba Zminjak

Foto unten: Konobasteg Zminjak.

Steg Konoba Zminjak

 

Tage 20-22.: Murter, Konoba Zminjak- Pasman Uvala Landin – Biograd, 33 km.

Roter Felsen
Der Rote Felsen von Vrgada, südlich der Insel Pasman

In einer Bucht der Insel Pasman legen wir uns an eine Boje. Wie viele andere Boote verbringen wir hier den Nachmittag und flüchten vor der Hitze ins Wasser.

Insel Pasman
Insel Pasman, unser Schiff an der Boje.

Wir haben uns für zwei Übernachtungen in der Marina Kornati in Biograd entschieden. Hier lassen wir den Urlaub in mehreren Cocktailbars ausklingen. Letztes Jahr verbrachten wir einen Tag in der Nachbarmarina. Dieses Jahr sind wir schlauer 😉 Denn der Zustand der Sangulin ist nicht gut. Die sanitären Anlagen sind in Bauwagen. Die Stege ungepflegt. Der Preis ist genauso hoch wie bei der wirklich sehr guten Marina Kornati.

Hafenrestaurant Biograd
Marina Kornati. Das Restaurant in der Marina Kornati Biograd.

Drei herrliche Woche in Dalmatien sind vorüber … es war schön!

Liegegebühren Marina Kornati: 2 x 42 € plus Kranen 65 €.

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Nützliche Links:

Literaturlinks*:

Küstenhandbuch Kroatien und Slowenien

888 Häfen

Schlemmertörns in Kroatien

Hafenguide Kroatien Montenegro Slowenien

Törnführer Kroatien und Slowenien

Dalmatien Nord, Teil 4: Krka,Skradin,K.Vidrovaca

Tag 11: Der Krka Fluss. Marina Zaton – Skradin, Boje 12 – Konoba Vidrovaca, Gesamtstrecke 13 km.

Schwimmnachmittag vor Skradin im Süßwasserfluss Krka. Die Bojen gibt es seit 2018. Sehr schöne Schwimm-Kulisse.

Weiterfahrt zur Konoba Vidrovaca. Eine der schönsten. Auch hier beim Steg schwimmen die Gäste in der Krka. Der Fisch ist fangfrisch. Die Konoba hat einen Steinstrand. Bis hierhin sind Tische und Stühle aufgebaut. Das Hauptgebäude ist aus massivem Holz gebaut. Die Lackschichten glänzen edel. Bäume spenden Schatten.

Ein konobaeigenes Taxi-Schlauchboot bringt die Gäste nach Skradin und zurück zur Konoba Vidrovaca. Liegeplätze vor Skradin sind rar. Daher ist das Schlauchboot-Taxi eine gute Idee.

Wer etwas spazieren und kraxeln möchte, geht den Berg hinauf und findet sich auf dem hübschen Parkplatz der Autobahn wieder. Die Aussicht ist toll!

Außer Restaurantkosten keine weiteren für Liegeplatz. Wie üblich an Restaurantliegeplätzen: Kein Strom oder Wasser standardmäßig vorhanden.

Krka Fluss
Im Krka Fluss
Skradin
Skradin, liegend an der Boje für einen Schwimmstopp

 

Blick von Autobahnraststäte
Anleger der Konoba Vidrovaca, Blick von der Autobahnraststätte (zu Fuß raufgegangen)

 

Konoba Vidrovace Skradin
Konoba Vidrovaca am Abend

 

River Krka
Nächster Morgen. Relaxen auf den Booten.

 

Krka Fluss
Gästesteg der Konoba Vidrovaca, Krka Fluss
Konoba Vidrovaca
Beliebter Anlaufpunkt für Yachten: Konoba Vidrovaca bei Skradin

Tag 12: Konoba Vidrovaca – Insel Prvic, Luka, 22 km, 2 Nächte. Kosten Liegeplatz: 20 Kuna/m je Nacht.

Die Insel Prvic, Marina Luka. Die Gäste liegen im geschützten Bereich an einer Boje oder liegen an der Mole gemoort, an dessen Ende nähe Fahrrinne die Fähre anlegt. Einige ankern auch vor der schützenden Mole im Meer. Bei Bura ist im Hafen sehr guter Schutz. Bei Jugo kommt der Wind von der anderen Seite. Dabei ist man hinter der Mole einigermaßen geschützt, jedoch läuft Wellengang in den Hafen.
Fast autofreie Insel. Nur einige kommunale Fahrzeuge mit Benzinmotor. Kleine Märkte, inseltypisch höhere Preise als auf dem Festland.
Tipp: Ein ausgedehnter Spaziergang zum Nordteil der Insel von West nach Ost. Vorbei am Fischerhafen Sepurine, der nur wenige Gästeliegeplätze besitzt.

Festungsmauern vor Sibenik
Vorbei an der Festung vor Sibenik

 

Marina Prvic Luka
Der Stadthafen von Prvic Luka vom Museum fotografiert. Die Gäste liegen am Steg.
West coast Prvic
Ankerbucht zwischen Luka und Sepurine an der Westküste
Prvic - North
Bei Prvic Sepurine fotografiert. Blick auf Otok Tijat.
Prvic Sepurine
Der alte Hafen von Prvic Sepurine
Strand auf der Insel Prvic
Die Westküste, Prvic

Tag 13: Ausflug mit der Fähre nach Sibenik.

Sibenik Oberstadt
Oberstadt in Sibenik

Auf Privic wettern wir den recht starken Jugo ab. Wir nehmen die Fähre von der Insel Prvic nach Sibenik. Den Seegang merkt man auf dem großen Schiff kaum. Auch wenn man schon öfters in Sibenik war: Ein Besuch lohnt immer wieder.

Die Stadt erkunden, unzählige Treppenstufen erklimmen, wieder absteigen … und Shoppen. Ein Friseurbesuch steht wie im letzten Jahr auch auf dem Programm genau wie ein Restaurantbesuch.

Ungeschützter Stadthafen und eine 5* Marina

Sibenik hat einen Stadthafen. Wenn man mit der Fähre kommt, liegt er im linken Bereich. Im Stadthafen ist man quasi im Zentrum von Sibenik.

Allerdings: Diese Liegeplätze sind ungeschützt. Der Schwell der vorbeifahrenden Fahrzeuge ist nicht ohne. Wind und Wetter gehen hier nicht unbemerkt vorbei. Gerade für die (gecharterten) Segelyachten ist es nicht einfach, hier rückwärts bei starkem Seitenwind festzumachen. Die Marineros sind jedoch sehr geduldig. 20 Minuten und länger sind hier keine Seltenheit, bis die Mooringleine übernommen wird.

Im Osten befindet sich die Marina Mandalina. Eine hervorragende Marina. Hier ist alles vom Feinsten. Die Preise sind im obersten Segment. Hier gibt es alles, was zu einer 5-Sterne-Marina gehört. Sie ist gut geschützt.

 

Sibenik view
Wohnen mit einer großartigen Aussicht

Literaturlinks*:

Küstenhandbuch Kroatien und Slowenien

888 Häfen

Schlemmertörns in Kroatien

Hafenguide Kroatien Montenegro Slowenien

Törnführer Kroatien und Slowenien

 

Dalmatien Nord, Teil 3: Zut-Popfest.Vodice-Zaton

Tag 8: Von der Insel Iz nach Sali/Insel Dugi Otok zum ZIEL: Insel ZUT, 30 km.

Ursprünglich wollten wir nach Sali. Uns gefällt der Hafen schon beim Einlaufen sehr gut. Allerdings war überall im Hafen großer Baulärm wegen Abrissarbeiten. Deswegen verzichten wir und nehmen Kurs auf die Insel Zut. Wir legen uns in eine Bucht an den Restaurantsteg der Konoba Trabakul. Der Steg schützt gut vor dem aktuell herrschenden Jugo. Ein Traum von Liegeplatz! Gleich am Steg stehen geschmackvolle Sitzmöbel und Tische für die Bootsgäste. Das Wasser ist ganz klar und das Meer schimmert in blau-türkisen Farben. Wie die anderen Gäste, gehen wir auch erst einmal Schwimmen.

Das Essen im Restaurant ist sehr gut und der Liegeplatz für das Boot wird nicht zusätzlich abgerechnet wie am Tag zuvor.

Inselvegetation
Von der Insel Iz nach Sali/Insel Dugi Otok.

 

Sali Marina
Einfahrt in den Stadthafen von Sali/Insel Dugi Otok.

 

Konoba Trabakul auf der Insel Zut, Ostteil

Zut, Wellness Anleger
Paradiesisch – Liegeplätze der Konoba Trabakul  auf Zut.

 

Konoba Trabakul in Zut
Blick zu den Nachbarn

 

Klares Meerwasser Zut
Das “Schwimmbad”, Konoba Trabakul, Insel Zut.

 

Sonnenuntergang Zut
Sonnenuntergang. Die Sitzecke vor den Liegeplätzen, Konoba Trabukul, Zut.

 

 

Konoba Zminjak
Am Abend im Restaurant Trabakul, Zut.

 

Bucht Trabakul, Zut
Morgendlicher Ausblick auf der Insel Zut, Konoba Trabakul.

Tag 9: Zut – Stadthafen Vodice, Entfernung 41 km. Liegegeld 20 Kuna/m.

Pop-Festival in Vodice – Ein tolles Spektakel! Der Eintritt ist frei und die Geschäfte, Eisdielen haben bis Mitternacht geöffnet. Die Lokale sind noch länger präsent.

Das Publikum ist gut drauf und friedlich. Vom Vorschiff aus hat man den besten Fernblick auf das bunte Treiben. Es wird zwar sehr laut, aber im Stadthafen geht der Lärmpegel etwas runter.

Fast. Es nerven leider nur einige dutzend Jugendliche, die direkt hinter den Gästeschiffen auf der Hafenmole sitzen. Ihre leere Alkflaschen lassen sie absichtlich fallen. Einige haben Bluetooth-Lautsprecher dabei und sie sind voll aufgedreht – logisch, sie müssen das Pop-Festival ja übertönen, um etwas zu hören. Irgendwann zwischen 3 und 4 am Morgen sind sie dann endlich weg.

Hier im Hafen ist es übrigens kein Problem, sein Boot mit Frischwasser zu entsalzen. Unser Nachbar, ein Dauerlieger des Stadthafens und gewerblicher Segler, gibt uns den Schlauch und rät uns, das Boot gut abzuspritzen.

Popfestival Vodice
Vodice in Action. Das Pop Festival sorgt für Stimmung. Freier Eintritt für alle!

 

Vodice night view

Foto oben: Der “Nachtblick” vom Liegeplatz im Stadthafen Vodice. Hinten links ist die Bühne.

Vodice night life harbour

Foto oben: Überall wird gefeiert. Immer geradeaus: Der Zugang zum Stadthafen.

 

Vodice at night
Die meisten Lokale und Geschäfte haben (mindestens) bis Mitternacht geöffnet.

 

City Marina Vodice
Foto oben: Am Morgen ist wieder alles vorbei.

 

Tag 10: Vodice – Marina Zaton, 19 km.

Von Vodice ist es nicht weit bis zum Süßwasserfluss Krka. Der Fluss hat einen Seitenarm, an dessen Ende die Stadt Zaton liegt. Vor Zaton liegt die Marina an Backbord. Leider haben wir während des ganzen Tages ausschließlich geschlossene Türen auf der Marina vorgefunden. Es war keiner anwesend.
Wie (fast) immer in Kroatien: Wir liegen wir an einer Mooring mit dem Heck zum Land. An Land sind hohe Bäume. In den Bäumen wohnen viele Mücken, die gern an Bord kommen. Andererseits bieten die Bäume einen schönen Schatten.

Die Stadt Zaton besitzt nur wenige Bootsliegeplätze für Gäste. Es ist auch gar nicht so einfach jemanden zu finden, der einem einen Platz zuweist.  Mangels Beschilderung weiß man nicht, wo man sein Boot platzieren darf.

Der erste Eindruck von Zaton ist, dass der Tourimus hier eventuell nicht so eingeschlagen hat wie direkt an einem Ferienort in Dalmatien am Meer. Man geht an einigen Hausruinen vorbei, die wohl als Lokale geplant waren, aber in den letzten Jahren verfallen sind. Gegenüber auf der anderen Flussseite läuft es hingegen gut mit der Gastronomie. Der Ort ist klein, er hat sehr kleine Märkte und einen durchaus sprühenden Charme.

Kosten Liegeplatz, ACI Marina Zaton: Keine. Es war kein Zuständiger da. Alle Gebäude waren geschlossen. Die Marina scheint hauptsächlich die Basis eines Vercharterers zu sein.

ACI Zaton
ACI Marina Zaton.

 

Zaton Bay

Zaton. Sackgasse des Krka-Flussarms.

 

Zaton verfallene Konoba

Bild oben: Verfallenes Gebäude in Zaton.

 

 

Zaton Stadthafen

Ort der Kontraste: Idyllisches Zaton.

 

Zaton Kneipenmeile

Bild oben und unten: Konobameile in Zaton.

 

Zaton Konobas

 

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Literaturlinks*:

Küstenhandbuch Kroatien und Slowenien

888 Häfen

Schlemmertörns in Kroatien

Hafenguide Kroatien Montenegro Slowenien

Törnführer Kroatien und Slowenien

Dalmatien Nord, Teil 2: Zur Insel Iz

Tag 5-6: Molat Veli – U-Boot-Bunker auf Dugi Otok – Insel Iz, Marina Tankerkomerc. 33 km Gesamstrecke.

Auf dem Weg zur Insel Iz ein kleiner Fotostopp an einem ehemaligen U-Boot-Luftschutzbunker auf Dugi Otok. Wer Zeit hat, kann den Bunker besichtigen. Er ist frei zugänglich. Manche Ausflugsschiffe fahren rein und machen innen fest. Die Touristen steigen aus und erkunden die Gänge.

Bunker auf Dugi Otok
Oben: U-Boot Bunker auf Dugi Otok.

Marina Tankerkomerc, Ort Veli Iz

Hafen mit eher (zweck-) mäßigen veralteten sanitären Anlagen.
Wenn der Wind vom Land kommt, bekommt man Schleifstaub ab. Der  Staub fliegt auch in unseren Cockpitsalon rein und bedeckt unser ganzes Boot. Wie kommt´s? Es wird direkt vor den Gästestegen an den an Land aufgebockten Schiffen geschliffen und gewerkelt.
Sobald ein Gastlieger mit Leitungswasser den Schleifstaub und das Salz vom Boot abspritzen will, wird das von einem Hafenmitarbeiter untersagt. Bei den Dauerliegern gegenüber sieht es anders aus; man lässt sie gewähren. Putzen mit Eimer und Schwamm wäre wohl toleriert worden, ist aber ziemlich mühselig.

Zwei Übernachtungen im Hafen: € 90 PLUS: Für Wasser und Strom werden jeweils +10 % berechnet Gesamtsumme: € 108.

Insel Iz, Marina Tanker Commerce
Insel Iz, Marina Tankerkomerc

Die Insel Iz

Abgesehen davon ist es unglaublich schön hier. In der Nähe gibt es Interessantes zu erkunden. Diese herrliche Insel hat ca. 615 Einwohner und etwa 17.000 Olivenbäume. Das Öl davon stellen die Bauern selbst her. Die Bäume werden von ihnen ganzjährig umsorgt.
Der Ort Veli Iz ist klein und malerisch. Er bietet nur begrenzte Einkaufsmöglichkeiten. Alle Waren müssen vom Festland auf die Insel transportiert werden. Entsprechend hoch sind die Preise für das knappe Angebot in den Tante Emma Läden.

Oben: Der benachbarte Stadthafen auf Iz.

Kneipen/Konobas und Restaurants gibt es mehrere hier. Anfang Juni ist schon etwas Betrieb. Die Auslastung der Gastronomie beträgt vielleicht 30%.

Der Berg Korinjak und Autos ohne Nummernschilder

Ein schönes Abenteuer ist eine Wanderung zum höchsten Berg. Zwar nur auf 168 Metern, die es jedoch  teils in sich haben. Der Weg ist unbefestigt und manchmal sehr steil, so dass man abwärts rutschen kann. Von oben hat man die beste Aussicht auf der ganzen Insel. Ein Must-Do. Festes Schuhwerk empfohlen.

 

Steil geht es her auf dem höchsten Berg von Iz. Aber …

… es lohnt sich. Dieser Ausblick auf Veli Iz entschädigt 🙂

Beschauliches Leben. Bemerkenswert sind die vielen nicht angemeldeten alten Autos, die ohne Nummernschild auf der Insel bewegt werden. Alles kein Problem hier 🙂

Tag 7: Veli Iz –Iz, Ort Knez, Entfernung 2 km.

Der Wind bläst mit bis zu 8 Windstärken. In der geschützten Tankerkomerc Marina merken wir den Wind kaum. Erst als wir auf dem Meer sind, macht sich die Bura bemerkbar. Wir legen uns an den Steg der Konoba Knez. Hier ist es nicht ganz so windig, aber dennoch kommen 3-4 Windstärken an unserem Liegeplatz an.

Steg Konoba Knez, Iz

Es folgt eine Erkundung der Insel Richtung Süden. Wir gehen am Strand an den Felsklippen entlang durch die Nachbarorte bis Mali Iz zum Fährhafen.

Bistro Mali Iz

Südliche Erkundung, Ort Mali Iz bis zum Fährhafen. Entspanntes Bistrofeeling am Meer.

Ankerbucht Iz
Foto oben: Ankerbucht südlich vom Fährhafen Iz.

Die Konoba Knez

Am Abend haben wir in der Konoba Knez gegessen, an dessen Steg unser Boot liegt. Die Preise für Speisen und Getränke sind ähnlich hoch wie bei anderen Restaurants mit Steg. Wir sind etwas erstaunt, dass wir im Restaurant für den Liegeplatz 150 Kuna zusätzlich bezahlen müssen. Wir kannten es bislang stets so, dass der Liegplatz mit einem Restaurantbesuch abgegolten ist. Leider hatte sich zudem ein Gericht auf die Rechnung verirrt, das wir nicht hatten. 

Keine Empfehlung für den Liegeplatz und für die Konoba. Besser eine Boje des benachbarten Restaurants benutzen. Etwa 200 Meter weiter. Hier wird kein Entgelt für das Liegen berechnet.

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Literaturlinks*:

Küstenhandbuch Kroatien und Slowenien

888 Häfen

Schlemmertörns in Kroatien

Hafenguide Kroatien Montenegro Slowenien

Törnführer Kroatien und Slowenien

Dalmatien Nord, Teil 1: Biograd, Zadar

Tag 1: Ankunft gegen 19:00 in Biograd na Moru, Marina Kornati, Dalmatien.

Ankunft unseres 14,50 Meter langen Gespanns in Biograd: 19:00. Für die gut 1500 km haben wir zwei Tage gebraucht. Start waren die Niederlande/Limburg.

Gegen 19:20 Uhr ist unser Boot kranungsbereit. Die Bootskranung erfolgt quasi in letzter Minute. Eigentlich ist der Kran nur bis 19:00 Uhr in Betrieb. Wir hatten uns vorher zum Kranen telefonisch angemeldet.
Also schnell das Boot zum Kranen klar machen. Schon können die Männer vom Kran weitermachen. Wir räumen einige wichtige Sachen vom Auto ins Boot ein und bauen das Verdeck auf. Somit ist das Boot bewohnbar für diese Nacht. Im Dunkeln geht es in Schleichfahrt vom Kranplatz zu unserem Liegeplatz.
Aus irgendeinem Grund funktioniert das Navilicht nicht. Später stellen wir fest, dass es eine Sicherung rausgehauen hat.

Die Marina Kornati bietet alles, was wir benötigen. Kranservice, Wasser, Strom, nahe Einkaufsmöglichkeiten in der Stadt. In den letzten Jahren neu entstandene Einkaufszentren sind wenige Minuten mit dem Auto entfernt.

In Biograd gibt es zudem zahlreiche Besichtigungs- und Unterhaltungsmöglichkeiten. Einige davon nutzen wir in den zwei Tagen, in denen wir aktuell hier sind. Last, but not least: Beim Hafenkapitän, nur wenige Hundert Meter entfernt, kann man die Aufenthaltserlaubnis erhalten.

Marina Kornati

Bilder oben und unten: Marina Kornati in Biograd.

Hafen Biograd, Dalmatien

Tag 2: Vorbereitung/Einkauf/Fun Park Biograd.

Aufwachen in Dalmatien – die Bora begrüßt uns 😉
Der Urlaub kann beginnen! Frühstückseinkauf im Konzum direkt neben dem Hafen. Fast daneben ist ein maritimes Geschäft. Die Auswahl ist allerdings nicht sehr groß.
Nach dem Frühstück: Einkaufen mit dem Auto bei Lidl und in Biograd.
Zu Fuß in die Altstadt Biograd. Der Wochenmarkt hat gute Angebote. Im Angebot gibt es z.B. Fisch, Fleisch, Gemüse, Früchte und Honig.

Das Boot ist inzwischen seeklar.

Im Hafen und in der Stadt Biograd merkt man von der Bora fast nichts.

Gespann “privat” unterbringen

Wir bringen das Gespann “privat” auf einem unbefestigten Grundstück unter. Hier ist Platz für 10 Gespanne. Die Entfernung zur Marina Kornati beträgt etwa 4 km. Kosten 6 €/Tag. Anscheinend wird es jedes Jahr um einen Euro/Tag teurer. Mietpreise, von denen man in Deutschland in vergleichbarer Lage träumt. Bei der Abholung wollte man 7 €/Tag berechnen 🙁

Die Altstadt ist natürlich touristisch, aber sehr sehenswert. Überall in Biograd und natürlich an der Meerpromenade gibt es schöne Lokale. Geht man am Meer Richtung Süden, kommt man zu dem Fun Park Biograd, einem „Strandvergnügungsviertel“ mit vielen Lokalen direkt am Meer und im Hang. Sehr interessant.

Hafengebühren für 2 Nächte: € 84, Einkranen ca € 80, Auskranen nach 3 Wochen ca. € 65.
Parkgebühren für das Gespann: € 6/Tag. Drei Wochen steht es dort im Freien mit mehreren anderen Gespannen aus Deutschland und Österreich. Dennoch will uns die Vermieterin  nach 3 Wochen bei der Abholung einen höheren Preis berechnen als mit ihrem Sohn vereinbart. Nach einem Telefonat mit dem Sohn zahlen wir den vereinbarten Preis.

Biograd Wochenmarkt

Foto oben: Der Wochenmarkt in Biograd.

Badestrand Biograd

Foto oben: Zum Badestrand, etwas weiter links ist der Fun Park Biograd.

Fun Park Biograd

Foto oben: Open Air Zumba im Fun Park Biograd.

Fun Park Biograd
Foto oben: Zumba zusehen ist auch anstrengend 😉

Tag 3: Biograd – Tanken in Biograd – Zadar, Gesamtstrecke: 30 km.

Zadar Altstadt
Moderner Gottesdienst: Priester steht vor der Kirche (in Weiß).

Wir müssen zum Hafenkapitän, um die erforderlichen Gebühren zu bezahlen. Da wir im Jahr davor alle Unterlagen erbracht haben, ist es dieses Mal einfacher. Generell müssen  Versicherungsunterlagen, die Schiffs-Anmeldung, Führerschein, Personalausweis vorgezeigt werden und man bezahlt die entsprechenden Gebühren.
Tipp: Man kann die Zeit-Blöcke auch mischen. Wenn man z.B. drei Wochen bleibt, kann man einmal ein Zweiwochen-Ticket und ein Einwochen-Ticket kaufen. Man muss dann nicht das Vierwochen-Ticket nehmen. Hier kann man immer vorher ausrechnen, was am günstigsten ist.

Auftanken bei der Bootstankstelle in Biograd. Ein Liter Diesel kostet  € 1,37. Zu der Zeit kostet ein Liter in Deutschland (Raum Düren/Köln) ca € 1,19.

Die Strecke von Biograd nach Zadar beträgt 30 km. Da die See aufgewühlt war, fahren wir in Verdrängerfahrt und brauchen 2 Stunden und 50 Minuten.

In Zadar liegen wir altstadtnah in der Tankerkomerc-Marina und sind in Laufdistanz zur Altstadt. Wir müssen lediglich über die Brücke gehen. Die Waschhäuser sind sehr gut. Kleinere Märkte sind in der Nähe.
Liegegebühren in Zadar: € 60/Nacht.

Zadar ist eine herrliche mittelalterliche Stadt. Äußerst touristisch. Dennoch: Absolut besuchenswert. Faszimiert waren wir von einem Open-Air-Gottesdienst. Moderne Musik zieht die Leute an. Der Priester hielt den Gottesdienst im Freien ab. Gute Idee!

 

 

Zadar Meerpromenade
Zadar, weiter links ist die Meeresorgel.
Zadar Hafenpromenade Fischer
Romantische Angleridylle vor der Altstadt Zadar.
Zadar Marina Tankerkomerc
Liegeplätze in der Marina Tankerkomerc Zadar.
Marina Becken Zadar
Die Einfahrt der Marina Tankerkomerc Zadar. Zentrumsnaher Hafen.

Tag 4: Zadar – Molat Veli, Bojenfeld bei Brgulje. Gesamtstrecke 43 km.

Ankunft beim nächsten Ziel: Molat Veli. Ursprünglich wollten wir ankern. Jedoch sind fast überall Bojen. Die Bojen scheinen recht neu zu sein. Dort, wo keine sind, hält der weiche Boden den Anker nicht. Also geht es an die Boje. Insgesamt liegen heute Nacht 13 Jachten im Bojenfeld, davon  lediglich eine Motorjacht. Die Kosten für das Festmachen an der Boje betragen 20 Kuna je Meter Länge der Jacht. Man kann mit dem Dinghy ans Festland fahren, um dort einzukaufen oder essen zu gehen. Es gibt im Dorf zwei Restaurants: Papa und Janko.

Wir haben reichlich Proviant für einen schönen Abend an Bord und genießen den Sonnenuntergang auf dem Vordeck.
Wunderschöner Ort. Man liegt zwischen einer Insel und dem Festland. Herrlich zum Schwimmen.

Gebühren für die Boje: € 20. Der Kassierer auf dem ca. 4 m langen offenen Motorboot druckt eine Quittung mittels eines Mini-Thermopapierdruckers aus. Der Müll wird vom Kassierer mitgenommen und entsorgt.

Auf der Adria in Dalmatien, von Zadar nach Molat Veli
Auf der Adria in Dalmatien, unterwegs von Zadar nach Molat Veli.
Bojenfeld Molat Veli
An der Boje bei Molat Veli.

Angekommen, wir sind bei molat Veli. Hinter den Schiffen (Foto oben) dürfte man ankern. Nur hielt unser Anker im zu weichem Grund nicht. Also wechselten wir zur Boje.

Törnliteratur: Kroatien und Slowenien – Koper bis Split

Die Ostküste der Adria

Der Törnführer Kroatien und Slowenien: Koper bis Split von Dieter Berner beschreibt auf knapp 300 Seiten die beliebtesten Bootsreviere Kroatiens und Sloweniens, von Koper über Istrien, den Kvarner, die Region um Murter und die Kornaten bis Split im Süden. Der Autor Dieter Berner liefert detailliertere Hafenbeschreibungen und geht auch auf die Umgebung ein.
Das Buch startet und endet mit je einer ausklappbaren Seite. Auf diesen gibt es eine Übersichtskarte mit Seitenangaben hinter ausgewählten Städten und Inseln an der Kroatischen Küste. Die ersten ca. 20 Seiten liefern Bestimmungen zur Einreise, dem Aufenthalt sowie Verkehrsvorschriften und Wetterberichten und weiteren Informationen.
Im Buch sind  57 farbige Ausschnitte von Küstenkarten enthalten. Diese eignen sich nicht für die Navigation, sondern dienen dazu, schnell zu erkennen, wo der beschriebene Hafen sich befindet. Das Interessante sind die Detailkarten der Häfen.
Hier sind folgende Angaben: Uferverlauf, Wassertiefe, Brücken, Leuchtfeuer, Seezeichen und GPS-Koordinaten für Wegpunkte, Hafenausstattung, Versorgungsmöglichkeiten und auch Ansteuerungshinweise werden gegeben.

Dieter Berner liefert in seinem Buch 9 Törnvorschläge. Die einzelnen Stationen werden wie oben beschrieben dargestellt. Die Törnvorschläge mögen aufgrund des Wetters nicht unbedingt wie vorgeschlagen durchführbar sein. Bura, Maestral und Yugo nach dem Studium des Wetterberichts wird oftmals die freie Planung entsprechend einschränken.
Die angegebenen Telefonnummern der Marinas können nützlich sein. Zwar nehmen die Marinas oftmals keine Reservierung an, aber man erfährt dann frühzeitig, wenn der Hafen z.B. wegen einer Veranstaltung ausgebucht ist.
Im Anhang findet man weitere wichtige Informationen wie Lage von Bootstankstellen mit Wassertiefe und Öffnungszeiten sowie weitere wichtige Telefonnummern und Internetadressen, die man während eines Bootstörns benötigen könnte. Abgerundet wird das Buch durch Fotos, die zu einem ersten Eindruck beim Lesen verhelfen.

Fazit

Dieses Buch hat uns schon während der Planung unseres Törns gute Dienste geleistet bei der Suche nach einem Ausgangshafen mit der Möglichkeit, Fiona ins Wasser kranen zu lassen. Während des Urlaubs haben wir regelmäßig in das Buch geschaut und uns über unsere nächsten Ziele informiert. Ergänzend zum Törnführer hatten wir das Küstenhandbuch Kroatien und Slowenien Koper- Split mit den genauen Wasserkarten sowie das Buch Schlemmertörns in Kroatien mit Beschreibungen von Restaurants mit Anlegemöglichkeit an Bord. Diese drei Bücher haben sich wunderbar ergänzt.

 

Törnliteratur: Schlemmertörns in Kroatien

Wohin am Abend?

Zu den schönsten Erlebnissen eines Bootsurlaubs in Kroatien gehört es, die Nacht an einem Steg oder Bojenfeld eines Restaurants zu verbringen und den Tag mit einem guten Essen ausklingen zu lassen. Und die Auswahl an Restaurants ist groß. Hierbei kann der Restaurantführer Schlemmertörns in Kroatien: 66 Top-Restaurants an der Küste aus der Edition Maritim des Delius Klasing Verlages eine wertvolle Hilfe sein. Wir rezensieren hier die 2. Auflage, die 2017 erschienen ist.

Die Autoren Bodo Müller, Sigrun Scheiter und Jürgen Strassburger stellen insgesamt 66 Restaurants an der kroatischen Küste vor. Alle Restaurants sind mit dem Boot erreichbar. Am Anfang des Buches werden kroatische Spezialitäten, von istrischen Trüffeln über Pager Käse bis aus der Adria gewonnenem Meersalz und Austern vorgestellt. Auch den kroatischen Weinen ist ein ganzes Kapitel gewidmet. Jedem der vorgestellten Lokale ist eine Doppelseite gewidmet. Das Lokal wird kurz vorgestellt, die Lage und die Besonderheiten sowie Spezialitäten genannt. Kontaktinfos und Öffnungszeiten findet man ebenso. Eine Detailkarte auf der Doppelseite hilft, das Lokal gut zu finden und auch Liegeplätze auszumachen. Auf jeder Seite findet man informative Fotografien. Wem das noch nicht reicht, findet die Website-Adresse der Konoba mit weiteren Informationen.

Die erste und letzte Seite ist aufklappbar und zeigt die kroatische Küste mit den durchnummerierten Gastrobetrieben. So sieht man, wo sich in Reichweite eines der vorgestellten Objekte befindet bzw. ob es der Törn hergibt, dort vorbeizufahren.

Am Buchende gibt es ein kleines kroatisch-deutsches Wörterbuch mit kulinarischen Begriffen auf zwei Seiten.

Das Buch ist sehr übersichtlich gestaltet und ist für uns eine gute Ergänzung zur Törnplanung gewesen. Man findet sich schnell zurecht. Man muss eigentlich nur wissen, wo man sich befindet und schon sieht man die nächstgelegenen getesteten Gastronomiebetriebe. Da das Buch die gesamte kroatische Küste von Novigrad im Norden bis Dubrovnik im Süden sowie die Inseln abdeckt, sind die 66 Restaurants allerdings nur eine sehr kleine, aber dafür feine Auswahl. Für einen echten Schlemmertörn würde man daher die Route nach diesem Buch planen. Sehr gut ergänzt sich dieser Restaurantführer mit dem Buch Törnliteratur: Küstenhandbuch Kroatien und Slowenien Koper- Split, ebenfalls von Bodo Müller und Jürgen Strassburger.

Die Hinweise zur Lage der Lokale und zu den Liegeplätzen haben wir positiv aufgenommen. Was uns fehlt, ist eine Preisklassifizierung der jeweiligen Betriebe. So gehen wir davon aus, dass aufgrund des Titels eher Restaurants vorgestellt werden, die hochpreisig sind. Sehr gut ist wiederum, dass man etwas zur Geschichte der gastronomischen Häuser erfährt und dass die Stärken der Lokale herausgearbeitet werden: So erfährt man, was beispielsweise aus eigenem Anbau stammt, wer was liefert und welche Spezialitäten das Haus anbietet.

Fazit

Empfehlenswert. Beim nächsten Törn ist das Buch erneut dabei.

Törnliteratur: Küstenhandbuch Kroatien und Slowenien Koper- Split

Küstenhandbuch Kroation und Slowenien
Küstenhandbuch Kroation und Slowenien

Die Ostküste der Adria mit Slowenien und Kroatien gehört zu den beliebtesten Zielen für Wassersportler. Segler und Motorbootfahrer kommen hier in den Genuss eines wunderschönen Revieres mit hervorragender Infrastruktur. Und natürlich darf die entsprechende Törnliteratur und gutes Kartenmaterial nicht fehlen. Unser Tipp:

Das Küstenhandbuch

Für unseren Dalmatien-Törn hatten wir als Seekarte das Küstenhandbuch Kroatien und Slowenien: Koper – Split*, erschienen in der Edition Maritim des Delius Klasing Verlags in der 5. Auflage von 2017 (Der Link geht auf die aktuelle Version).  Die Autoren Bodo Müller und Jürgen Strassburger liefern in ihrem Werk nautische Informationen für Motorbootfahrer und Segler. Das Buch ist in Ringbuchbindung produziert, so dass man eine gewählte Seite dauerhaft und ohne Knicke aufschlagen kann. Der Küstenabschnitt von Koper in Slowenien bis nach Split in Dalmatien wird im Detail behandelt und ist auf richtigen Seekarten abgedruckt.

Die ersten 20 Seiten befassen sich mit allen relevanten Informationen wie z.B. Einreise, Anmeldung, Hafenämter, Vorschriften, Gebühren, Wetterberichte und alles Wissenswerte in kompakter Form. Bereits beim Aufschlagen der Titelseite entdeckt man rückseitig die Kartenlegende und die aufklappbare Doppelseite. Hier ist die komplette Küste in Rechtecke eingeteilt und mit Nummern versehen. Will man beispielsweise zur Seekarte der Insel Rab gehen, so findet man schnell in der Übersichtskarte die entsprechenden Nummer. Die Nummer  gibt die entsprechende Seite im Buch an. Man hat eine richtige Seekarte zur Verfügung in der aktuellsten Fassung.

Die Karten sind aus den offiziellen Daten des Kroatischen Hydrographischen Instituts im Maßstab 1:80000 erstellt worden. Aktuelle nautische Korrekturen können kostenlos von der Website des Verlages heruntergeladen werden. Auf der Seekarte werden wichtige Orte wie Häfen, Ankerbuchten und Bojenfelder in einer Ausschnittvergrößerung dargestellt. Diesem Ausschnitt kann man zusätzliche Informationen entnehmen, z.B. Untiefenlinien, Wassertiefe, Tankstellen, ob eine Bootsrampe vorhanden ist, Restaurants, Versorgungsmöglichkeiten etc. Auch Informationen über die Liegeplatzsicherheit bei Bora werden gegeben, über die Beschaffenheit des Ankergrundes und auch wie hoch entsprechende Liege-/Ankergebühren sind.

Durch das übersichtliche A4 Format, das in die Breite wächst, ist Ordnung auf dem Kartentisch. Es eignet sich besonders für Boote, die nicht den Platz für große Karten haben. Ein schnelles Wegfliegen des Küstenhandbuchs in offenen Booten ist aufgrund des Buchgewichts nicht so leicht möglich. Die Seiten bestehen aus hochwertigem Papier, das ein wenig Spritzwasser aushalten kann. Insgesamt ist das Buch sehr übersichtlich aufgebaut. Will man die benötigte Seekarte später wieder aufschlagen, kann man die Titel-Doppelseite als Seitenmerker benutzen.

Fazit

Dank der vollständigen Küstenkarten ist das Küstenhandbuch für die Navigation geeignet. Es wird durch informative Fotografien aufgewertet. Für uns war dieses Werk sehr nützlich und lag während unserer gut dreieinhalbwöchigen Adriareise auf unserem Kartentisch als sinnvolle Ergänzung zum Kartenplotter mit aktueller Kartensoftware.

Literaturlinks, Adverts:

888 Häfen

Schlemmertörns in Kroatien

Hafenguide Kroatien Montenegro Slowenien

Törnführer Kroatien und Slowenien